Grundkenntnisse Wirtschaft

Erlerne spielend mit Card2Brain die Grundbegriffe der Wirtschaft.

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Georg Hubich
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über grundlegende volkswirtschaftliche Konzepte für die Mittelschule. Sie behandeln zentrale Themen wie Inflation, Deflation, Kaufkraft, und wirtschaftliche Kennzahlen wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und das Bruttonationaleinkommen (BNE). Die Karteikarten erklären die verschiedenen Arten von Inflation, ihre Ursachen und Auswirkungen, sowie die Rolle des Staates in der Wirtschaft. Ideal für Schüler, die ein solides Verständnis der Volkswirtschaftslehre aufbauen möchten.
Karten
24
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
30.01.2014 / 22.05.2024

Lernkarten

Was versteht man unter Konjunktur?

Der Begriff Konjunktur bezeichnet die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Die Konjunktur verläuft nie gleichmäßig, sondern ist Zyklen unterworfen. Diese Konjunkturzyklen hat der russische Wirtschaftswissenschafter Kondratjew in einer Arbeit dargestellt. Man erkennt den Zusammenhang von Erfindungen und konjunkturellem Aufschwung der Weltwirtschaft(Kaps B., Geographie und Wirtschaft 5, S. 88). 

Welche Phasen hat ein Konjunkturzyklus?

Ein solcher Zyklus besteht immer aus dem Aufschwung (Expansion), einer Hochphase (Boom), dem Abschwung (Rezession) und dem Tief (Depression).
Von negativem Wirtschaftswachstum spricht man, wenn die wirtschaftliche Leistung eines Staates im Folgejahr geringer ist als im Jahr zuvor. Bei gleichbleibender oder langsam sinkender Wirtschaftsleistung spricht man von Rezession. Ein starker wirtschaftlicher Rückgang wird als Depression bezeichnet. Eine positive Entwicklung, d.h. eine starker Wirtschaftsaufschwung, kann zu einem Boom führen (Kaps B., Geographie und Wirtschaft 5, S. 89).

Was versteht man unter dem magischen Viereck?

Das Magische Viereck ist ein volkswirtschaftliches System der folgenden vier wirtschaftspolitischen Ziele:

  • angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum
  • Preisniveaustabilität
  • hoher Beschäftigungsstand
  • außenwirtschaftliches Gleichgewicht

Welche konjunkturpolitische Maßnahmen kann der Staat verfolgen, wenn er sich in einer Rezession oder Depression befindet?

Senkung der Abgaben

  • Steuern senken
  • Steuerliche Begünstigungen für Unternehmen bei Investitionen
  • Senkung der Beiträge zur staatlichen Sozialversicherung

Die staatlichen Ausgaben erhöhen

  • Subventionen
  • Erhöhung staatlicher Investitionen
  • Erhöhung staatlicher sozialer Leistungen

Welche konjunkturpolitische Maßnahmen kann der Staat verfolgen, wenn er sich in einem Aufschwung befindet?

  • Erhöung der Abgaben
  • Staatliche Ausgaben senken

Wie können Staaten in die Wirtschaft eingreifen?

Fiskalismus (Keynesianismus)

  • John Maynard Keynes
  • Staat muss aktiv in die Wirtschaft eingreifen

Monetarismus

  • Nach Milton Friedman
  • Der Staat greift kaum in die Wirtschaft ein
  • Die Regelung der Wirtschaft erfolgt rein über die Geldmenge

Definiere das Bruttoinlandsprodukt [BIP]

Das Bruttoinlandsprodukt (engl. Gross Domestic Product - GDP) gibt den Gesamtwert aller Güter, d. h. Waren und Dienstleistungen an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen.

Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Die Veränderungsrate des realen BIP dient als Messgröße für das Wirtschaftswachstum der Volkswirtschaften und ist damit die wichtigste Größe der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.

Das Bruttoinlandsprodukt kann sich sowohl auf Staaten als auch auf andere administrative oder geografische Einheiten beziehen. Teilweise werden dann die Begriffe Bruttoregionalprodukt, Gross Provincial Product, Bruttoweltprodukt und andere verwendet.

Im Unterschied zum Bruttonationaleinkommen werden bei der Berechnung des BIP die Leistungen von In- und Ausländern erfasst, es wird das sogenannte Inlandsprinzip angewendet. Das Bruttonationaleinkommen hingegen richtet sich nach dem Inländerprinzip (Wikipedia).

 

Wie wird das BIP berechnet?

Summe der Produktionswerte (Güter und Dienstleistungen) – Vorleistungen (Güter, welche weiterverarbeitet werden)
-----------------------------------
= Bruttowertschöpfung
-----------------------------------
+ Gütersteuern (Steuern, welche die Unternehmen für die Güter zu bezahlen haben)
– Gütersubventionen
-----------------------------------
= Bruttoinlandsprodukt

Definiere das Bruttonationaleinkommen [BNE] (bis 1999 Bruttosozialprodukt)?

Das Bruttonationaleinkommen (BNE), bis 1999 auch Bruttosozialprodukt (BSP), englisch Gross National Product (GNP) bzw. Gross National Income (GNI), ist ein zentraler Begriff aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Es misst den Wert aller Waren und Dienstleistungen, die in einer Periode mithilfe von Produktionsfaktoren hergestellt werden, die sich im Besitz von Inländern befinden (das sind Personen, die im betrachteten Staat bzw. Gebiet leben).

Im Unterschied zum Bruttoinlandsprodukt werden bei der Berechnung des Bruttonationaleinkommen die Leistungen nur von den Inländern erfasst, es wird das sogenannte Inländerprinzip angewendet. Das Bruttoinlandsprodukt hingegen richtet sich nach dem Inlandsprinzip, welches die Leistungen von In- und Ausländern innerhalt einer VWL erfasst (Wikipedia).

Welche wirtschaftliche Kennzahl ist aussagekräftiger?

Was ist eine Inflation?

Eine Preissteigerung innerhalb einer Volkswirtschaft. Das bedeutet für das gleiche Geld kannst du dir weniger kaufen.

Welche Gründe gibt es für eine Inflation?

Welche Arten der Inflation gibt es?

Was ist eine Nachfrage-Inflation?

An der sogenannten Nachfrageinflation sind vereinfacht gesagt die Produzenten, also die Anbieter schuld. Die Situation bei einer solchen Nachfrageinflation sieht nämlich so aus, dass die Produzenten an der Kapazitätsgrenze arbeiten. Die Nachfrage befindet sich also auf einem extrem hohen Niveau. Dementsprechend sind die Anbieter nicht dazu in der Lage, die gesamte Nachfrage zu befriedigen.

Deshalb entscheiden sie sich dazu, die Preise für ihre Produkte zu erhöhen. Anbieter produzieren in diesem Fall nach dem Motto „Wer den höchsten Preis zahlt, bekommt den Zuschlag“. Die Folge ist ein steigendes Preisniveau und eine eintretende Inflation.

Was ist eine Kosten-Inflation?

Die Kosteninflation ist eine Form der Inflation, die recht häufig anzutreffen ist, wenn die wirtschaftliche Entwicklung entsprechende Rahmenbedingungen aufweist. Sie entsteht dann, wenn die Kosten für die Herstellung von Produkte teurer werden, wobei dies häufig Rohstoffe betrifft.

Es gibt verschiedene Beispiele für die Kosteninflation, die immer wieder anzutreffen sind, das klassische Beispiel ist aber der Treibstoff. 

Andere Beispiele sind höhere Rohstoffpreise beispielsweise beim Getreide, wodurch das Brot teurer wird und viele weitere Produkte, die von Rohstoffen abhängig sind. Wird der Rohstoff teurer, dann werden die Kosten weitergegeben und so verteuern sich auch viele andere Produkte, was die Preisspirale nach oben treibt.

Gestiegene Kosten für Rohstoffe werden die Unternehmen in der Regel als Preiserhöhungen für ihre Erzeugnisse weitergeben. Insoweit kann es auch zu einer importierten Inflation kommen.

Was ist eine Geldmengengetriebene-Inflation

Bei der geldmengengetriebenen Inflation kommt es zu einem Anstieg der Geldmenge bei gleichbleibendem Angebot in einer Volkswirtschaft.  Dies passiert, wenn der Staat regulierend auf den Markt einwirkt und einfach Geld nachdruckt. Wenn die Waren gleichbleiben, dann werden diese teurer.

Angenommen in einer geschlossenen Wirtschaft gibt es genau 100 Euro an Geldeinheiten und genau 100 Einheiten an der perfekten Ware, die ein jeder haben will, also alle Bedürfnisse befriedigt. Unter diesen Umständen kostet eine Ware genau einen Euro. Wird die Geldmenge nun erhöht, sagen wir von 100 auf 200 Euro, aber zugleich gibt es noch immer nur genau 100 Wareneinheiten, dann kostet jetzt eine Ware schon zwei Euro. Wir haben also eine Inflation von 100%.

Woran lässt sich eine Inflation messen?

Am Warenkorb der Güter und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft. Auch Verbraucherpreisindex genannt.

Wie hoch ist eine gute Inflationsrate für ein stabiles Wirtschaftswachstum?

Ab wann spricht man von einer starken Inflation (Hyperinflation)?

Was ist eine Deflation?

Die Geld- und Kreditmenge sinkt und Güter und Dienstleistungen innerhalb einer Volkswirtschaft verlieren an Wert.
Unter Deflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen allgemeinen, signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen (Wikipedia).

Welche Gründe kann es geben, die zu einer Deflation führen?

Erkläre die Deflationsspirale und ihre Folgen.

Ausgangspunkt einer Deflationsspirale, also einer wirtschaftlichen Abwärtsbewegung, sind sinkende Nachfrage und verstärkte Sparneigung bei den Konsumenten. Die Unternehmen versuchen zwar mit Preissenkungen den Konsum anzukurbeln, bleiben dabei aber erfolglos. Bald müssen sie Produktion und Investitionen herunterfahren und Teile des Personals freisetzen. Damit kommt die Abwärtsbewegung und somit die Deflationsspirale aber erst richtig in Gang. Denn trotz sinkender Preise und tiefer Zinsen bleibt der Konsum niedrig, weil die Bürger Arbeitslosigkeit fürchten bzw. bereits arbeitslos sind. Dadurch verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation aber immer weiter, die Wirtschaftspolitik hat ihr Pulver verschossen - und die Falle der Deflationsspirale schnappt zu. (Wolfgang Pelikan, Wirtschaftsblatt, 2003)

Erkläre den Begriff "Kaufkraftindex".

Kaufkraftindex (auch: Kaufkraftzahl oder Kaufkraftkennziffer) einer Region (Bundesland, Bezirk, Gemeinde, Postleitzahlgebiet und so fort) gibt das Kaufkraftniveau dieser Region pro Einwohner oder Haushalt im Vergleich zum nationalen Durchschnitt an. Der nationale Durchschnitt hat dabei den Normwert 100. Beträgt der Kaufkraftindex je Einwohner einer Region zum Beispiel 84, so liegt er unterhalb des Durchschnitts – die Einwohner in dieser Region verfügen dann im Mittel nur über 84 Prozent der durchschnittlichen Kaufkraft. Neben Regionen eines Landes können auch Länder selbst bezüglich Ihrer Kaufkraft verglichen werden (Wikipedia, 2014).

Definiere den Begriff "Kaufkraft".

Kaufkraft bezeichnet die Menge der Waren, die mit einem bestimmten Geldbetrag erworbenwerden kann. Wenn Produkte teurer werden, sinkt die Kaufkraft, da mit derselben Geldmenge nicht mehr dieselbe Waren- oder Dienstleistungen erworben werden kann (Kaps B., Klar Geographie und Wirtschaftskunde 5, S. 81).

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