Grasse VL

Modul 3

Modul 3


David Frey
Diese Karteikarten bieten eine grundlegende Einführung in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, mit Fokus auf zentrale Begriffe wie Bruttoinlandsprodukt, Volkseinkommen und Einkommensverteilung. Sie eignen sich für Studierende, die die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre verstehen möchten, insbesondere die Bereiche Arbeitsproduktivität, Bruttowertschöpfung und die Verteilung von Einkommen und Vermögen. Die Karteikarten helfen, die wirtschaftliche Leistung eines Landes und die Verteilung von Wohlstand zu analysieren.
Karten
25
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
03.10.2013 / 03.10.2013

Lernkarten

Verteilung

 

Prozess und Resultat der Aufteilung von Größen wie Boden, Kapital, Waren und Einkommen sowie von Potenzialen wie Einfluss, Macht oder Status auf die Mitglieder einer Gesellschaft. Die Politikwis- senschaft will klären, inwieweit das politische System von den Verteilungen beeinflusst wird und ob Macht und/oder ökonomische Gesetze hierbei dominieren. 

Funktion von volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung

 

  • Sie zeigt volkwirtschaftliche Gesamtzusammen- hänge auf und dient der Voraussagung der gesamtwirtschaftlicher Entwicklung. Somit sind Prognosen über Bereich wie Wachstums- und Sozialpolitik möglich, da sie Aufschluss über Höhe der Produktion, das Volkseinkommen, die Einkommensverteilung, die Ausgaben des Staates und die Folgen der staatlichen Umverteilung geben. 

Wirtschaftseinheiten

 

  • Die Wirtschaftseinheiten werden nach der Art ihres wirtschaftlichen Verhaltens differenziert und in 4 Sekto- ren unterteilt: Staat – Unternehmen – private Haushalte – private Organisationen. Eine fünfte Größe sind die Transaktionen mit dem Ausland. 

Zentrale Größen: Entstehungsrechnung

 

Bruttowertschöpfung und Bruttoinlandsprodukt – Wo ist Leistung entstan-

den?

 

Zentrale Größen: Verwendungsrechnung

 

Konsum, Bruttoinvestitionen und Außenbeitrag – Wofür wurde das Erar-

beitete verwendet?

 

Zentrale Größen: Verteilungsrechnung

 

ruttonationaleinkommen, Volkseinkommen, Arbeitnehmerentgelt, Unter-

nehmens- und Vermögenseinkommen – Wie wurde das Einkommen verteilt? 

 

Bruttoinlandsprodukt (BIP)    

 

  • Die gesamtwirtschaftliche Leistung, die in Form von Waren und Dienstleis-

    tungen in einem bestimmten Wirtschaftsraum in einem bestimmten Zeitraum erbracht wird. Es zeigt somit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den Wohlstand des Landes an. Es ist nominal, real und infla- tionsbereinigt. Es wird in den 4 Wirtschaftsbereichen: Land- und Forstwirtschaft, produzierendes Gewerbe, Handel/Gastgewerbe/Verkehr und öffentliche und private Dienstleister gemessen. 

 

Bruttoproduktionswert

 

  • bezeichnet die Summe des Wertes aller in einer Volkswirtschaft (von In- und Ausländern) produzierten Güter. 

  • Bruttowertschöpfung

 

  • Bruttowertschöpfung: ergibt sich, wenn man den Wert der Vorleistungen (Rohstoffe etc.) vom Bruttopro- duktionswert subtrahiert. 

  • Bruttoinlandsprodukt (2)    

 

  • Bruttoinlandsprodukt (2): ist somit die Summe der Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche sowie das Resultat der Gütersteuern (Steuern für gehandelte Waren), wovon nochmal die Gütersubventionen (staatli- che Zuzahlungen) abgezogen werden müssen. (BWS+GS-GSub = BIP) 

  • Bruttonationaleinkommen (BNE)    

 

  • bezeichnet die Summe des BIP und des Saldos der Erwerbs- und Vermögenseinkommen, die in das Ausland gehen oder von dort kommen. Es betrachtet also die wirtschaft- liche Leistung aller Bürger einer Volkswirtschaft, unabhängig von der räumlichen Herkunft. Es ist auf europäischer Ebene somit der Hauptindikator für die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und hat das Bruttosozialprodukt (BSP) abgelöst. 

  • Nettonationaleinkommen

 

  • Nettonationaleinkommen: ergibt sich aus der Subtraktion von Abschreibungen (Wertminderung der Produktionsmittel) vom Bruttonationaleinkommen 

  • Volkseinkommen    

 

  • Volkseinkommen: ergibt sich aus der Subtraktion von Gütersteuern und Addition von Gütersubventionen beim Nettonationaleinkommen. Es ist die Summe aller von Inländern im Laufe eines Jahres aus dem In- und Ausland bezogenen Erwerbs- und Vermögenseinkommen (Löhne, Mieten, Zinsen etc.) 

Bruttowertschöpfung

 

  • Die Bruttowertschöpfung verlagert sich im historischen Verlaufen in den Wirtschaftsbereichen vom primä- ren in den tertiären Sektor (Anteile 2007 in %: I: 0,9% II: 30,4% III: 68,7%) 

reales Wachstum 2013 - 1960

1% reales Wachstum heute entspricht 20 Milliarden € = 4%Wachstum Mitte der 1960er Jahre    

Arbeitsproduktivität    

 

  • Arbeitsproduktivität: ist der Maßstab für die volks- oder betriebswirtschaftliche Wirksamkeit des Produkti-

    onsfaktors Arbeit. Dabei werden Arbeitseinsatz und Produktionsergebnis zueinander ins Verhältnis gebracht. Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität wir am realen BIP oder an der realen BWS gemes- sen und basiert auf dem Produktionswert eines Erwerbstätigen in einer Erwerbstätigenstunde Stundenproduktivität. Die Arbeitsproduktivität steigt, wenn bei gleicher Arbeit die Produktivität höher ist, oder bei geringerem Arbeitseinsatz das Produktionsergebnis gleich bleibt. 

 

Kritik am BIP als Wohlstandsindikator

quantitativ:

 

Rahmenbedingungen und die Bemessungsgrundlagen für das BIP sind in jedem Land unterschiedlich.

--> unentgeltliche Hauswirtschaft trägt nicht zum BIP bei

 

Kritik am BIP als Wohlstandsindikator

qualitativ:

alle marktbewerteten wirtschaftlichen Vorgänge werden erfasst, unabhängig von ihrer    gesamtwirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Qualität    

Staatsausgaben

 

  • Staatsausgaben können die laufenden Kosten wie Sozialversicherungssysteme, Polizei, Justiz etc. abde-

    cken (konsumtiv) oder die Infrastruktur im Verkehr, Gebäuden und Forschung verbessern (investiv)

  • im Verhältnis zu früher konsumiert der Staat mehr, als dass er investiert. 

 

funktionelle Verteilung    

funktionelle Verteilung ist die Verteilung zwischen Kapital und Arbeit    

Entwicklung Bruttolöhne und Nettogewinne

 

  • die Bruttolöhne und die privaten Nettogewinne steigen stärker an, als die Nettoverdienste und –löhne

    Deutschlands Reallöhne stagnieren 

 

verteilungsneutraler Spielraum

ein verteilungsneutraler Spielraum ergibt sich aus Addition von Produktivitätsfortschritt und Inflationsrate    

personelle Verteilung

personelle Verteilung ist die Verteilung nach Haushalts- und Einkommensgruppen    

Einkommen seit 1992

  • das verfügbare Einkommen von Haushalten ist im historischen Verlauf seit 1992 geringer geworden    
  •  
  • die Hälfte der Gesellschaft verdient unter 1300€ und die Hälfte privater Haushalte verschuldet sich    

Fazit Verteilung

Auseinandergehen der Schere zwischen Arm und Reich!

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