GPM - Prüfungsvorbereitung 2015
Fragen und Antworten zur GPM-Prüfung
Fragen und Antworten zur GPM-Prüfung
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Lernkarten
2.1.14
11. Was ist das Nachforderungsmanagement (Claim-Management) und wann setzt es ein? Was ist empfehlenswert, um ein starkes Nachforderungsmanagement betreiben zu können?
11. Nachforderungsmanagement: Aus Planabweichungen ergeben sich zusätzliche (finanzielle) Forderungen des AN bzw. die Abwehr solcher Ansprüche durch den AG. Claim-Management beginnt praktisch ab Vertragsabschluss und gewinnt im Laufe des Projektes zunehmend an Bedeutung. Klare Projektanforderungen, gute Dokumentation sind wichtige Instrumente.
2.1.15
1. Welche Schritte im Änderungsmanagement gibt es? Welches sind die wichtigsten Stationen in einem (idealtypischen) Änderungsablauf?
1. Änderungsidentifizierung, Änderungsbeschreibung, Änderungsprüfung, Änderungsentscheidung, Änderungsfreigabe
2.1.15
2. Beschreiben Sie die Bestandteile eines Änderungsantragsformulars.
2. Kopfzeile: Änderungsnummer, Datum, Ersteller, Empfänger, Änderungsbeschreibung, Begründung,Auswirkung
2.1.15
3. Welche Möglichkeiten gibt es, die Variantenvielfalt und unterschiedliche Änderungswünsche „in den Griff" zu bekommen?
3. Systematisches Konfigurationsmanagement
2.1.15
4. Was versteht man unter „Konfiguration“ eines Produktes?
4. Die „Konfiguration” eines Produktes beschreibt die physischen und funktionalen Eigenschaften eines Produktes.
2.1.15
5. Welche Dokumente sind Bestandteil des Konfigurationsmanagement?
5. Die Konfigurationsbeschreibung erfolgt in technischen Unterlagen (Pflichtenheft etc.), die Überwachung durch die Dokumente des Änderungsmanagements, die Nachverfolgbarkeit durch das Dokumentationswesen (Berichte etc.).
2.1.15
6. Welche Hauptaufgaben hat eine Dokumentenstelle im Projekt im Blick auf das Änderungsmanagement?
6. Die Dokumentenstelle verwaltet die Status der verschiedenen Änderungen: Welche Änderungsanträge sind eingegangen? Wer hat sie z.Zt. zur Prüfung? Welche Anträge sind freigegeben bzw. müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt umgesetzt werden?
2.1.16
1. Was sind die Aufgaben des Berichtswesens in Projekten?
1. Aufgabe des Berichtswesens in Projekten ist es, den jeweiligen Empfänger entsprechend dessen Informationsbedarfs zu informieren. Das Berichtswesen sollte daher strukturiert nach dem lnformationsbedarf des Empfängers aufgebaut sein.
2.1.16
2. Welche Inhalte und welche Form sollte ein Projektstatusbericht haben?
2. Projektstatusbericht: Formal: Kopfzeile mit Name des Erstellers, Datum, Projektbezeichnung; inhaltlich: Stand der Leistungserarbeitung (offene/erledigte APs), Kosten/Aufwand, Terminsituation, wesentliche Probleme/Störungen; Form: als Ampelbericht bzw. als Cockpit-Bericht.
2.1.16
3. Erläutern Sie die Beziehungen zwischen Unterlagen-Bedarfsmatrix und Projektsteuerung.
3. Eine Unterlagenbedarfsmatrix definiert die Unterlagen, die verschiedene Empfänger benötigen. Dazu zählen auch Unterlagen, die zur Projektsteuerung benötigt werden.
2.1.16
4. Wer ist für das Informationswesen in Projekten zuständig?
4. Für den formalen Aufbau des lnfosystems ist das PM zuständig, z.T. ist dies auch schon durch das Unternehmen vorgegeben. Empfänger müssen ihren Informationsbedarf definieren; Info-Lieferanten müssen über den Bedarf und Formate Bescheid wissen.
2.1.16
5. Mit welchen Fragen kann in einer Projektstatussitzung die Basis für weitere Projektsteuerungen ermittelt werden?
5. Was war bis heute geplant? Was haben wir bis heute erreicht? Welche Auswirkungen wird der heutige Stand auf das Projektende haben? Wie ist dies zu bewerten?
2.1.17
1. Erläutern Sie: Projektakte, Projekthandbuch, Projektmanagement-Handbuch: Unterschiede und Einsatzgebiete
1. Projektakte = Sammlung sämtlicher projektrelevanter Dokumente eines bestimmten Projektes. Projekthandbuch = Vereinbarungen und'Regeln für ein bestimmtes Projekt. Projektmanagement-Handbuch generelle Regeln und Prozessbeschreibungen im Unternehmen, wie Projekte gemacht werden sollen.
2.1.17
2. Nennen Sie typische PM-Dokumente.
2. Projekthandbuch, PiVl-Handbuch, Projektauftrag, Projektstatusbericht
2.1.17
3. Wer sind die Empfänger bzw. Adressaten der Projektdokumentation?
3. Können projektteamintern sein: Pläne, Berichte bzw. projektteamextern: Statusbericht an den LA, Abschlussbericht
2.1.17
4. Welche Hauptaufgaben hat eine Dokumentenstelle im Projekt?
4. Erstellen bzw. zur Verfügung stellen von Templates oder Vorlagen; Regeln für systematische Ablagestruktur schaffen und auf deren Einhaltung achten; Verfügbarhalten von Daten
2.1.17
5. Worin besteht der Unterschied zwischen zählender und sprechender Kennzeichnung von Unterlagen?
5. Zählende Kennzeichnung = fortlaufende Nummerierung (z.B. 1,2,3,4, ...), sprechende Kennzeichnung von Unterlagen; aus der Bezeichnung der Unterlage erschließt sich, um was für einen Inhalt es sich in dem Dokument handelt.
2.1.17
6. Nennen Sie zwei Anforderungen an die Dokumentenbezeichnung.
6. Die Dokumentenbezeichnung muss dem Nutzer zeigen, was das Dokument beinhaltet, wo er das Dokument finden kann (Archivierungsort), Aktualität (Version, Bearbeitungsstand, Änderungsstand) eventuell Verfasser oder Ersteller etc.
2.1.17
7. Welche Dokumente werden von wem zu Projektbeginn erstellt? Welche Planungsdokumente werden in der Projektstartphase erstellt und wie? Wer erstellt sie?
7. Zu Projektbeginn: Projektantrag/auftrag eventuell weitere technische Dokumente (Lasten- heft/Pflichtenheft) oder Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen (Business Case). Planungsdokumente werden vom Projektleiter in Absprache mit den Fachverantwortlichen erstellt.
2.1.17
8. Erläutern Sie den Zweck einer Unterlagen-Bedarfsmatrix. Nennen Sie Beispiele für die Anwendung.
8. Eine Unterlagen-Bedarfsmatrix definiert, welche Unterlagen/Unterlagenarten in welcher Phase von wem benötigt werden. Beispiel Bauprojekt: Vertrag mit Bauunternehmen, Bauantrag, Ausschreibungsunterlagen.
2.1.17
9. Nennen Sie Anforderungen an die Projektdokumentation (Projekthandbuch: Schreibrechte).
9. Definition der Schreib- und Leserechte
2.1.17
10. Wie sollte die Qualität von IST-Daten sein? Welche Anforderungen sollen IST-Daten erfüllen?
10. IST-Daten sollen richtig/wahr sein, aktuell, aussagekräftig, relevant und verfügbar sein.
2.1.18
1. Was versteht man unter einer Kommunikationsmatrix und wofür wird sie gebraucht?
1. Wird auch als Sender/Empfänger-Matrix bezeichnet: Wer informiert wen zu welchen Themen in welcher Form etc. Dient dem zielgerichteten Informationsaustausch.
2.1.18
2. Welche Regeln für Kommunikation sollten eingesetzt werden?
2. Wer hat welchen Informationsbedarf? Wer (Adressat) informiert wen (Empfänger); in welcher Form (schriftlich/mündlich) wird informiert? Bring- oder Holschuld von Information muss geklärt sein.
2.1.18
3. Welche Kommunikationsmedien können für ein Projekt eingesetzt werden? Was sind die Schwerpunkte und Regeln der Medienarbeit für Projekte?
3. Medien, die allgemein informieren (Webseite, Pinnwände, Flyer, Plakate, Broschüren, Newsletter); Medien, die persönlich informieren, z.T. mit Interaktion (E-Mail, Blog, direkte Ansprache). Wichtig: Adressatengerechte Information, muss am besten mehrere Sinne ansprechen (Bild, Ton), leichte bzw. schnelle Verfügbarkeit bei Informationsbedarf.
2.1.18
4. Was muss man bei der Kommunikation der Risiken bedenken?
4. Wer muss über welches Risiko Bescheid wissen (z.B. wegen rechtlicher Aspekte). Form und Turnus indem der Empfänger informiert wird. Folgen, die sich aus der Risikokommunikation für das Projekt ergeben.
2.1.18
5. Was versteht man unter dem zwingenden Gebrauchswert von Information?
5. Information muss für den Empfänger einen Nutzen haben, statt Informationsbedürfnis den Informationsbedarf berücksichtigen.
2.1.18
6. Wodurch erreicht gesprochene Information eine höhere Verständlichkeit?
6. Gesprochene Information erhält durch Wiederholung, rhetorische Stilelemente (Analogien, Bildsprache) und visuelle Unterstützung eine höhere Verständlichkeit.
2.1.18
8. Stellen Sie den Ablauf einer Projektsitzung dar und definieren Sie mindestens acht Aufgaben des Sitzungsleiters.
8. Teilnehmer begrüßen, Ziel benennen, Agenda abstimmen, Rollen (z.B. Protokoll) klären, Punkte der Agenda aufrufen, Beiträge moderieren, Ergebnisse zusammenfassen, To-do-Liste am Ende definieren, Teilnehmer verabschieden.
2.1.19
1. Wann beginnt ein Projekt?
1. Ein Projekt beginnt mit der Freigabe durch den Lenkungsausschuss.
2.1.19
2. Welche Aufgaben fallen in der Startphase eines Projekts an?
2. Schriftliche Projektfreigabe erhalten, Kickoff-Präsentation durchführen, Startworkshop durchführen
2.1.19
3. Was sind die Aufgaben des Teams in der Startphase?
3. Aufgaben des Teams: Zielklärung einfordern, Leistungsumfang abgrenzen, Stakeholder und Risiken identifizieren, (persönliche) Verfügbarkeit für die erste Phase überprüfen
2.1.19
4. Wann ist ein Projektstart-Workshop anzusetzen? Welche Tagesordnung hat sich bewährt?
4. Wenn das Projekt offiziell freigegeben ist, ist ein Projektstart-Workshop anzusetzen. Agenda: Hintergrund/Anlass des Projektes. Ziele, Umfeld -und Stakeholder Risiken, Zeitrahmen, Aufwand und Kosten, Projektorganisation, erster PSP-Entwurf, Detailplanung der ersten Phase.
2.1.19
5. Welche Bedeutung hat die Startphase und weiche Fehlerquellen birgt sie?
5. Die Startphase ist wichtig für ein Projekt, da ein unausgereifter Start später zu massiven Problemen führt. Unklare Zielstellung; bestimmte Personen fühlen sich nicht richtig eingebunden; wichtige Risiken werden übersehen etc.
2.1.19
6. Welche Aufgaben hat die Unternehmensleitung bzw. der Lenkungsausschuss in der Startphase?
6. Projektfreigabe
2.1.19
7. Wie sieht die Vorgehensweise bei der Nutzwertanalyse zur Projektauswahl aus?
7. Verschiedene Projekt(-ideen) werden mit Hilfe von verschiedenen Kriterien mit Punktwerten gewichtet. Die verschiedenen Kriterien selbst können nochmals unterschiedliche Wichtungsfaktoren haben.
2.1.19
8. Ein Unternehmen ruft Sie an und fragt, ob sie als PL einen Umzug organisieren können. Wie gehen Sie vor?
8. Abklärung des Auftrages hinsichtlich der genauen Kundenerwartungen (Ziele). Was genau muss umgezogen werden? Wie genau muss der Umzug erfolgen? Was muss nicht umziehen?
2.1.20
1. Wann gilt ein Projekt als abgeschlossen?
1. Abnahme ist erfolgt, Projektleiter entlastet, Abschlussbericht erstellt, Projektorganisation aufgelöst, Kostenstelle geschlossen
2.1.20
2. Welche Aufgaben sind am Ende eines Projektes durchzuführen?
2. Abschlussbericht/Präsentation für den Auftraggeber erstellen, Abschlussbewertung des Teams, Rückgabe von Personal- und Sachmittel, Abschlussworkshop, Schließen der Kostenstelle, Übergabe des Progjektergebnisses in die Linie
2.1.20
3. Welche Themen sollten in einer Projektabschlusssitzung besprochen werden?
3. Wichtige Momente im Projekt? Was hat man gelernt? Was würde man das nächste Mal wieder so machen bzw. anders machen?