Glas herstellung

Rohstoffe/Herstellung/Glasfehler/Verarbeitung

Rohstoffe/Herstellung/Glasfehler/Verarbeitung


M. T.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Übersicht über die Glasherstellung, insbesondere für die Berufslehre. Sie decken die verschiedenen Schritte wie Mischen, Schmelzen, Läutern, Gießen und Kühlen ab, sowie die Verarbeitung und Härtung des Glases. Die Karteikarten erklären die Ursachen und das Aussehen von Glasfehlern wie Spannungen, Entglasungen und Blasen. Sie sind besonders nützlich für angehende Glashersteller und Optiker, die die technischen Prozesse und Materialien verstehen müssen.
Karten
35
Lernende
8
Sprache
Deutsch
Kategorie
Naturkunde
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
03.11.2014 / 31.10.2019

Cartes-fiches

Was ist ein Glas für ein Werkstoff?

Glas ist ein anorganischer amorpher Werkstoff, der aus Nichtmetallen und Metalloxiden zusammengeschmolzen wird.

Aus welcher Michung besteht ein Gla haupsächlich?

1.  Glasbildner   (ca. 70 %) 
2.  Lösungsmittel   (ca. 20 %) 
3.  Stabilisatoren (Glashärter)   (ca. 10 %) 
4.  Zusätze  (ca. 1 %) 

Was ist ein Glasbildner?

Ein Glasbildner ist ein Stoff, aus dem hauptsächlich ein Glas hergestellt wird.

Was ist ein Lösungsmittel (Flussmittel) 

Dies ermöglicht oder unterstütz die Chemische Reaktion des Schmelzens.

Was ist ein Stabilisatior?

Die gewünschte mechanische Festigkeit, chemische Beständigkeit, optische 
Eigenschaften des Glases und die für die Praxis erforderliche Härte erhält das 
Glas durch die Zugabe von einem Stabilisator.

Für was braucht es Zusätze?

Durch die Zusätze erhalten optische Gläser die gewünschten Eigenschaften bezüglich: 
 Hauptbrechzahl 
 Dispersionsverhalten (Abbe‘sche Zahl) 
 Lichtdurchlässigkeit (Transmissions- und Absorptionsgrad)  
 Farbe 

Nenne 3 Färbungsmittel

  • Kuper
  • Chrom
  • Eisen

Für was braucht es Trübmittel?

Um zB. den Effekt von Milchläser zu erhalten.

Für was braucht es Glasscherben?

Diese dienen als Flussmittel.

Was bewirken Phototrope Zusätze?

Den phototropen Effekt bewirken Silberhalogenide.

Nenne 3 Glasbildner

  • Siliziumdioxid
  • Bortrioxid
  • Phosphorpentoxid

Nenne 3 Flussmittel

  • Natriumkarbonat
  • Kaliumkarbonat 
  • Natriumnitrat

Nenne 5 Stabilisatioren

  • Kalziumoxid
  • Bariumoxid
  • Lanthanoxid 
  • Titandioxid 
  • Bleioxid 

Nenne 3 Zusätze

  • Färbungsmittel 
  • Trübungsmittel 
  • Phototrope Zusätze

Wie ist die genaue Abfolge der Glasherstellung?

 Mischen 
 Schmelzen 
 Läutern 
 Giessen 
 Kühlen der Schmelze 
 Weitere Verarbeitung 

Was sorgt für eine gute Mischung?

 Je reiner die Rohstoffe und je genauer das Mischverhältnis, desto besser die Qualität des Glases 

Nenne den Unterschied zwischen Rauschmelze (Niederschmelze) und Läutern (Feinschmelze).

Bei der Rauschmelze wird dafür gesorgt, dass aus dem Gemisch eine zäflüssige, klare Masse wird.

Beim Läutern wird die Masse Homogenisiert.

Nenne die Arbeischritte des Läuterns

Erhöhen der Temperatur 

Zugabe von Läuterungsmitteln

 Arsenpentoxid

 Natriumsulfat 

Warum wird das ganze Gerührt?

Um eine vollständige, homogene (perfekt durchmischte) Glasmasse zu erhalten, wie sie für optisches Glas gefordert ist, muss die Schmelze noch ausreichend gerührt werden.

Was ist der Glasguss?

Sobald die Masse ein bisschen abgekühlt ist wird sie in eine Form gegossen und dannacht wird das Glas gepresst.

Nenne die möglichen Glasfehler

  • Farbstiche 
  • Blasen 
  • Einschlüsse 
  • Schlieren 
  • Entglasungen 
  • Spannungen

Nenne Ursache und Aussehen von Farbstiche

  • durch verschiedene Rohstoffe 
  • bläulichen, grünlichen oder bräunlichen Verfärbungen

Nenne Ursache und Aussehen von Blasen

  • ungenügende Läuterung der Schmelze  
  • ungenügende Läuterung der Schmelze  

Nenne Ursache und Aussehen von Einschlüsse

  • ungeschmolzene Rohstoffteilchen / abgesprungene Splitter des Ofens 
  • scharf begrenzte, undurchsichtige Teilchen im Glas  

Nenne Ursache und Aussehen von Schlieren 

  • unvollständige Durchmischung der Rohstoffe / Chem. aufgelöstes Material des Ofens  
  • Anderes opt. Verhalten / unterschiedliche Brechungsindexe 

Nenne Ursache und Aussehen von Entglasungen

  • unkorrekter Abkühlprozess / zu langes Rühren der Schmelze / Schmutz oder Staub
  • weissliche, matte kristallförmige Ausscheidungen im Glas  

Nenne Ursache und Aussehen von Spannungen

unkorrekter Abkühlprozess 

im Spannungsprüfernsichtbar

Nenne die Arbeitschitte von der Verarbeitung des Glases

  1. Aufblocken
  2. Fräsen
  3. Schleifen
  4. Polieren
  5. Reinigen
  6. Kontrolle
  7. Härtung

Was macht das bolck Metall aus?

  • Blockmetall hat einen sehr tiefen Schmelzpunkt
  • Blockmetall besteht aus einer teuren Legierung

Wie funktioniert das Fräsen'

ähnlich unserer Randbearbeitung der Brillengläser in der Optikerwerkstatt (grobe Schleifkörner in festem Bindemittel)

Wie funktionier das Schleifen?

 Die Schleifkörner sind feiner, es entsteht eine seidenmatte Fläche. Computergesteuert werden halbkugelförmige Schleifschalen rotierend über die Glasfläche bewegt und es wird so die vorher errechnete Wölbung( Stärke) des Glases erreicht. 

Wie funktioniert das Polieren?

ein physikalisch -chemischer Prozess mit gleiche Schalen wie beim Schleifen hat es Poliermittel mit sehr feinen Körnern mit einer Rauheit von ca. 0,05μm

Wie funktionier das Reinigen?

Es braucht mind. 3 Ultraschallbad-Reinigungen. Wird das Brillenglas noch entspiegelt, sind zusätzliche Ultraschall-Reinigungen notwendig.

Auf was die Gläser konntrolliert?

Die Brillengläser werden auf ihre optische Genauigkeit und allfällige Glasfehler kontrolliert.

Nenne den Unterschied zwischen Thermischen und Chemischen Härten.

Beim thermischen Härten wird das Glas (relativ rasch) für einige Minuten bis annähernd an seine Erwei-
chungstemperatur erwärmt. Anschliessend wird das Glas abgeschreckt durch: 
 Beidseitiges Anblasen der Glasoberfläche mit Kaltluft 
 Eintauchen in eine geeignete Flüssigkeit (z.B. Silikonöl). 

Beim chemischen Härten werden der Glasoberfläche einzelne kleine Ionen (Na-Ionen) entzogen und durch 
ca. 30 % grössere Ionen (K-Ionen) ersetzt. Dieser Prozess dauert ca. 17 Stunden. 

Étudier