GFuP - Salutogenese
Salutogenese
Salutogenese
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Lernkarten
Salutogenese
- Was heisst Genese?
- Was heisst Salus?
- Wer hat es erfunden?
- 2 Grundannahmen?
Genese = Entstehung
Salus = Gesundheit
Salutogenese = Entstehung / Ursprung von Gesundheit
Aaron Antonovsky
Grundannahmen:
- Krankheit wird als normale Erscheinung im menschlichen Leben betrachtet >> ist keine Abweichung der Normalität
- Krankheit und Gesundheit sind Pole eines gemeinsamen Kontinuums
Nenne Stressoren
Nenne Formen von Stressoren
Stressoren
- Anforderungen, auf die der Mensch reagieren muss
- unterschiedlich bewältigbar
- bestimmend für die Bewegung auf dem Kontinuum
Formen von Stressoren
- Alltägliche Widrigkeiten - internal oder external z.B. Kritik, Streitigkeiten, Warten, Beinbruch eines Kindes
- Herausragende Lebensereignisse z.B. Tod einer geliebten Person, Heirat, Emigration, Pensionierung
- Chronische Stressoren z.B. sozialer Kontext, Kultur, soziale Rolle, Persönlichkeitsstruktur
- Wie kann mit Stressoren umgegangen werden?
Nenne generalisierte Widerstandsressourcen.
- Erkläre und definiere den Begriff Kohärenzgefühl.
- Nenne die drei SOC Kriterien
- Internale Ressourcen = innerhalb einer Person
z.B. Wissen, Problemlösungskompetenz, Immunsystem
Externale Ressourcen = ausserhalb einer Person
z.B. soziale Unterstützung, Freunde, Geld, kulturelle Stabilität
- Kohärenzgefühl oder Kohärenzsinn ist das Ausmass der Überzeugung und des Vertrauens eine Situation meistern zu können
Definition:
Kohärenzgefühl als Orientierung, die das Mass ausdrückt, in dem man ein durchdringendes, andauerndes aber dynamisches Gefühl des Vertrauens hat, dass die eigene interne und externe Umwelt vorhersagbar ist und dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass sich die Dinge so entwickeln werden, wie vernünftigerweise erwartet werden kann.
- Gefühl von Verstehbarkeit (comprehensibility)
Gefühl von Handhabbarkeit (manageability)
Gefühl von Sinnhaftigkeit (auch Bedeutsamkeit) (Meaningfullness)
Erkläre und nenne zentrale Elemente (2) der Ottawa Charta
- Leitdoukment der Gesundheitsförderung
- 1986 erste Weltkonferenz zur Gesundheitsförderung (von der WHO)
Zentrale Elemente
- Definition
„Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein
höheres Mass an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu
ermöglichen und sie dadurch zur Stärkung ihrer Gesundheit zu
befähigen.“
- Perspektive der Gesundheitsförderung
Zentrale Frage ist: Was hält gesund?
Fokus auf Ressourcen und Schutzfaktoren nicht auf Risikofaktoren
Gesundheit entsteht in der Interaktion zwischen Individuum und Umwelt
Fokus auf Determinanten
Selbstbestimmung
Voraussetzungen für Gesundheit (gemäss Ottawa-Charta)
- Frieden
- Angemessene Wohnbedingungen
- Bildung
- Ernährung
- Einkommen
- Ein stabiles Ökosystem, sorgfältiger Ressourcenumgang
- Soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit
Handlungsfelder der Ottawa Charta
- Gemeinwesen
Gesundheitsförderliche Lebenswelten schaffen
- Institutionen
Gesundheitsdienste neu orientieren
- Gruppen
Gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen unterstützen
- Individuen
Persönliche Kompetenzen entwickeln
Beschreibe die Begriffe der Handlungsstrategien
- Advocacy
- Enable
- Mediate
- Anwaltschaft für Gesundheit – advocacy
aktives Eintreten für Gesundheit – Beeinflussung der Determinanten
- Befähigen und Ermöglichen – enable
Verwirklichung des grösstmöglichen Gesundheitspotentials – Empowerment
- Vermitteln und Vernetzen – mediate
dauerhafte Kooperationen mit Akteuren innerhalb und ausserhalb des Gesundheitswesens
Nenne die Determinanten der Gesundheit
- Alter, Geschlecht, Erbanlagen
- Faktoren individueller Lebensweisen
- Soziale Umwelt und Integration (kommunale Netzwerke)
- Lebens- und Arbeitsbedingungen (Bildung, Arbeitsumfeld, Arbeitslosigkeit, Wohnverhältnisse)
- Allg. Bedingungen der sozioökonomischen, kulturellen und physikalischen Umwelt
Nenne und erkläre die Grundprinzipien der Gesundheitsförderung (3)
Empowerment
- ein Prozess, bei dem
- durch gegenseitige Unterstützung und soziale Aktionen, diskriminierende Lebensbedingungen überwunden werden
- durch die Stärkung von Kompetenzen im Umgang mit Gesundheit und Krankheit, Menschen für sie adäquate gesundheitliche Entscheidungen treffen können
Partizipation
- In jeder Phase der Planung, Umsetzung und Auswertung gesundheitsförderlicher Aktivitäten ist die Beteiligung aller Betroffenen insbesondere der Zielgruppen gefordert
Gesundheitliche Chancengleichheit
- Bestehende soziale Unterschiede des Gesundheitszustandes - bedingt durch Geschlecht, Alter, Schicht, Migrationshintergrund - sollen verringert sowie gleiche Möglichkeiten und Voraussetzungen geschaffen werden, um alle Menschen zu befähigen, ihr grösstmögliches Gesundheitspotential zu entwickeln.
Erklären den Unterschied zwischen Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention
Gesundheitsförderung
- Salutogene Perspektive
- Fokus: Ressourcenstärkung
- Verbesserung der Bedingungen für Gesundheit: Determinanten
- Ansatz: Systeme (Setting)
Krankheitsprävention
- Pathogene Perspektive
- Fokus: Reduktion von Krankheit
- Zurückdrängen von Risikofaktoren für Krankheit
- Ansatz: Zielgruppen
Gesundheitsförderung und Prävention sind heute zwei sich gegenseitig ergänzende Ansätz.