Gestalten JO12

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Mélina Zaugg
Diese Karteikarten bieten eine grundlegende Einführung in die Gestaltung von Bildern und Texten, mit Fokus auf Kameraeinstellungen, Lichtführung und visuelle Wahrnehmung. Sie eignen sich für Medizinstudenten und Pharmazeuten, die lernen möchten, wie Bilder und Texte effektiv gestaltet und präsentiert werden, um die Kommunikation zu verbessern.
Flashcards
72
Students
4
Language
German
Created / Updated
31.12.2012 / 12.12.2014

Lernkarten

Arten von Kameras (4)

-Spiegelreflexkamera

-Kompaktkamera

-Bridgekamera

-Systemkamera

Spiegelreflexkamera

-direkter Blick auf Sujet

Spiegel, Pentaprisma (fünfkantiges Spiegelsystem), Objektiv kann gewechselt werden.

Wird auf Auslöser gedürckt, klappt Spiegel für kurzen Augenblick hoch, der Verschluss öffnet sich für vorgewählten Zeitraum und die Lichtstrahlen fallen während dieser Zeit auf den lichtempfindlichen digitalen Sensor.

 

Kompaktkamera

ohne Spiegel und Prisma, Objektiv kann nicht gewechselt werden.

Meistens mit Monitor (auf dem man das auf Sensor erzeugte Bild sieht)

Bridgekamera

Gebaut wie Digitalkameras aber Objektiv kann nicht gewechselt werden.

Systemkamera

ohne Spiegel und Prisma, Objektiv kann ausgetauscht werden. Kleiner als Spiegelreflex.

Sensor-Pixel

Auf Sensor befinden sich lichtempfindliche Bildpunkte (Pixel). Jeder Pixel erkennt Helligkeit einer der drei Grundfarben (rot, blau, grün).

Sensoren moderner Kameras: 10 - 36 Mio. Pixel (Megapixel)

Je mehr Pixel desto grösser Auflösung (Anzahl der Bildinformation)

3 Möglichkeiten um Belichtung eines Bildes zu steuern, um so gewünsche Helligkeit zu erhalten.

-Belichtungszeit

-Blende

-Empfindlichkeit (ISO)

Belichtungszeit

Zeit in der Licht auf Sensor fällt.

Wird in Bruchteilen von Sekunden angegeben:

1/10, 1/125, 1/1000 etc.

Je kürzer Belichtungszeit umso schärfer sind bewegte Bilder.

Blende

Definieret Durchmesser der Öffnung durch das Licht einfällt.

Kleiner Blendwert: 3.5 - Blende weit geöffnet - viel Licht

Grosser Blendewert: 16 - kleine Öffnung - wenig Licht

Je kleiner Öffnung, um so grösser Schärfentiefe (Bereich eines Objekt, der auf Bild scharf abgebildet ist)

Film- oder Sensorempfindlichkeit, ISO

Lichtempfindlichkeit

25 sehr niedrig - 50 - 100 - 200 - 400 - 800 - 1600 - 3200 - 4000

je höher ISO umso unschärfer, schlechte Qualität, grobkörniger.

Einstellmöglichkeiten

Auto: Automatikmodus

Kamera übernimmt alle Einstellungen

Einstellmöglichkeiten

P: Programmmodus

Kamera wählt Zeit + Blende.

Blitz kann man selber wählen

Einstellmöglichkeiten

A (AV): Blendenvorwahl

Fotorgraf wählt Blende. Kamera passt Verschlusszeit an.

Einstellmöglichkeiten

S: (TV)

Fotograf wählt Verschlusszeit. Kamera passt Blende an.

Einstellmöglichkeiten

M: manueller Modus

Fotograf wählt Verschlusszeit + Blende.

Mit Belichtungsmessung (/..../..../) gewünschte Einstellungen vornehmen.

Brennweite

Bezeichnet Abstand zwischen Aufnahmeebene (Sensor) und der vordersten Linse des Objektivs.

Wir in mm angegeben (35/50/2000 etc.)

Objektive unterscheiden sich nach Brennweite.

Weitwinkelobjektive

BW unter 50mm.

Zeigen viel vom Sujet z.B. gesamte Landschaft, nicht nur Ausschnitt -> gut geeignet für Umgebung.

Normalobjektiv

50mm.

ungefähr Ausschnitt, den das menschliche Auge wahrnimmt. (wirkt vertraut)

lange oder Teleobjektiv

über 50mm (60-300)

enger Blickwinkel -> kleiner Bildausschnitt

feste Brennweite

nicht verstellbare Brennweite bei Objektiv

Zoom-Objektiv

Brennweite verstellbar

28 - 200:  kann als Weit-, Normal- und Teleobjektiv dienen.

Makroobjektiv

für Nahaufnahmen

Fischauge-Objektiv

extreme Weitwinkel

Shift-Objektiv

Macht stürzende Linien gerade

Technikwerkzeuge

Einsatz von Blende, Zeit, ISO, Belichtungsprogramm, Autofokus, Ausrüstungen etc.

Blende (als Technikwerkzeug)

Wirkt sich auf Schärfentiefe aus. Man kann mit ihr steuern, welcher Bereich des Bildes scharf abgebildet wird.

Je grösser Blendenöffnung (kleine Blendenzahl 2.8) umso kürzer ist die Schärfentiefe,

Blende 11: Bild ziemlich scharf

Blende 2.8: Nur ein bisschen was scharf.

Zeit (als Technikwerkzeug)

Steuert Dauer der Aufnahme.

kurze Belichtungsdauer (1/4000): Objekt in Bewegung scharf.

lange Belichtungszeit (1/40): Objekt verwischt / unscharf

Bewegt Fotograf Kamera mit Objekt mit wo wird Objekt scharf, aber Hintergrund verwischt.

ISO (als Technikwerkzeug)

je höher ISO umso empfindlicher Sensoren, umso weniger Licht braucht es für Bild.

z.B. in Kirche mit wenig Licht und Blitz ist nicht erlaubt.

Je höher ISO umso stärker Bildrauschen

Gestaltungswerzeuge

- Formatwahl

- Horizont

-Hintergrund

-Kontraste

-Linien

-Symmetrien

-Anzahl Objekte

-Standort Fotograf

-Perspektive

-Licht

Formatwahl (als Gestaltungswerzeug)

Querformat: betont Weite / Breite

Hochformat: betont Höhe, oft eleganter schlanker

Horizont (als Gestaltungswerzeug)

wenn tief: Himmel betont

wenn hoch: Vordergrund betont

Bildaufteilung: Goldener Schnitt, Auschnitt (alles drauf oder abgeschnitten)

Hintergrund (als Gestaltungswerzeug)

störende Elemente entfernen. Kann Bilder aber auch stützen + Zustzinfo geben.

Oder wenn Hintergrund unwichtig: unscharf machen.

Kontraste (als Gestaltungswerzeug)

erhöhen Bildspannung z.B. mit Helligkeit, Farben, Formen, Materialien, gegensätzliche Objekte oder Szenen

Linien (als Gestaltungswerzeug)

"organisieren" Bild. und können Auge des Betrachters führen, z.B. Strassen, Kanten von Objekten, Übergang hell / dunkel.

Symmetrien (als Gestaltungswerzeug)

Gehirn spricht positiv an auf Symmetrien. Lassen Bild interessanter erscheinen. Auch Wiederholungen.

Anzahl Objekte (als Gestaltungswerzeug)

gerade Zahlen wirken statischer, ungeraded dynamischer.

z.B Bild mit 2 oder 3 Säulen.

Standort Fotograf (als Gestaltungswerzeug)

entschscheidet was er überhaupt ablichten will.

Perspektive (als Gestaltungswerzeug)

Normalperspektive = Augenhöhe

Froschperspektive = von unten

Vogelperspektive = von oben

Personen neutral fotografieren = Kamera auf Augenhöhe. Von oben: kleiner, dicker, unwichtiger. von unten: grösser, erhabener, überheblicher.

Licht (führung) (als Gestaltungswerzeug)

Mit Kunstlich oder Blitz steuerbar.

Wichtigstes Werkzeug: FRAGEN STELLEN.

-was ist der Auftrag?

-was will ich erreichen?

-wie kann ich das erreichen?

-was lichte ich ab?

-was soll auf Bild?

-Welches sind Qualitäten / Wiedererkennungsmerkmale?

-was soll Bild auslösen?

-welche technischen Mittel?

-was für Licht- Platzverhältnisse?

-welche Gefahren?

-welche Bedingungen werde ich vor Ort antreffen?

-wieviel Zeit?

-Hoch / Quer?

-wie gewichte ich Hintergrund?

Lernen