Gestalten JO12
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Lernkarten
Arten von Kameras (4)
-Spiegelreflexkamera
-Kompaktkamera
-Bridgekamera
-Systemkamera
Spiegelreflexkamera
-direkter Blick auf Sujet
Spiegel, Pentaprisma (fünfkantiges Spiegelsystem), Objektiv kann gewechselt werden.
Wird auf Auslöser gedürckt, klappt Spiegel für kurzen Augenblick hoch, der Verschluss öffnet sich für vorgewählten Zeitraum und die Lichtstrahlen fallen während dieser Zeit auf den lichtempfindlichen digitalen Sensor.
Kompaktkamera
ohne Spiegel und Prisma, Objektiv kann nicht gewechselt werden.
Meistens mit Monitor (auf dem man das auf Sensor erzeugte Bild sieht)
Bridgekamera
Gebaut wie Digitalkameras aber Objektiv kann nicht gewechselt werden.
Systemkamera
ohne Spiegel und Prisma, Objektiv kann ausgetauscht werden. Kleiner als Spiegelreflex.
Sensor-Pixel
Auf Sensor befinden sich lichtempfindliche Bildpunkte (Pixel). Jeder Pixel erkennt Helligkeit einer der drei Grundfarben (rot, blau, grün).
Sensoren moderner Kameras: 10 - 36 Mio. Pixel (Megapixel)
Je mehr Pixel desto grösser Auflösung (Anzahl der Bildinformation)
3 Möglichkeiten um Belichtung eines Bildes zu steuern, um so gewünsche Helligkeit zu erhalten.
-Belichtungszeit
-Blende
-Empfindlichkeit (ISO)
Belichtungszeit
Zeit in der Licht auf Sensor fällt.
Wird in Bruchteilen von Sekunden angegeben:
1/10, 1/125, 1/1000 etc.
Je kürzer Belichtungszeit umso schärfer sind bewegte Bilder.
Blende
Definieret Durchmesser der Öffnung durch das Licht einfällt.
Kleiner Blendwert: 3.5 - Blende weit geöffnet - viel Licht
Grosser Blendewert: 16 - kleine Öffnung - wenig Licht
Je kleiner Öffnung, um so grösser Schärfentiefe (Bereich eines Objekt, der auf Bild scharf abgebildet ist)
Film- oder Sensorempfindlichkeit, ISO
Lichtempfindlichkeit
25 sehr niedrig - 50 - 100 - 200 - 400 - 800 - 1600 - 3200 - 4000
je höher ISO umso unschärfer, schlechte Qualität, grobkörniger.
Einstellmöglichkeiten
Auto: Automatikmodus
Kamera übernimmt alle Einstellungen
Einstellmöglichkeiten
P: Programmmodus
Kamera wählt Zeit + Blende.
Blitz kann man selber wählen
Einstellmöglichkeiten
A (AV): Blendenvorwahl
Fotorgraf wählt Blende. Kamera passt Verschlusszeit an.
Einstellmöglichkeiten
S: (TV)
Fotograf wählt Verschlusszeit. Kamera passt Blende an.
Einstellmöglichkeiten
M: manueller Modus
Fotograf wählt Verschlusszeit + Blende.
Mit Belichtungsmessung (/..../..../) gewünschte Einstellungen vornehmen.
Brennweite
Bezeichnet Abstand zwischen Aufnahmeebene (Sensor) und der vordersten Linse des Objektivs.
Wir in mm angegeben (35/50/2000 etc.)
Objektive unterscheiden sich nach Brennweite.
Weitwinkelobjektive
BW unter 50mm.
Zeigen viel vom Sujet z.B. gesamte Landschaft, nicht nur Ausschnitt -> gut geeignet für Umgebung.
Normalobjektiv
50mm.
ungefähr Ausschnitt, den das menschliche Auge wahrnimmt. (wirkt vertraut)
lange oder Teleobjektiv
über 50mm (60-300)
enger Blickwinkel -> kleiner Bildausschnitt
feste Brennweite
nicht verstellbare Brennweite bei Objektiv
Zoom-Objektiv
Brennweite verstellbar
28 - 200: kann als Weit-, Normal- und Teleobjektiv dienen.
Makroobjektiv
für Nahaufnahmen
Fischauge-Objektiv
extreme Weitwinkel
Shift-Objektiv
Macht stürzende Linien gerade
Technikwerkzeuge
Einsatz von Blende, Zeit, ISO, Belichtungsprogramm, Autofokus, Ausrüstungen etc.
Blende (als Technikwerkzeug)
Wirkt sich auf Schärfentiefe aus. Man kann mit ihr steuern, welcher Bereich des Bildes scharf abgebildet wird.
Je grösser Blendenöffnung (kleine Blendenzahl 2.8) umso kürzer ist die Schärfentiefe,
Blende 11: Bild ziemlich scharf
Blende 2.8: Nur ein bisschen was scharf.
Zeit (als Technikwerkzeug)
Steuert Dauer der Aufnahme.
kurze Belichtungsdauer (1/4000): Objekt in Bewegung scharf.
lange Belichtungszeit (1/40): Objekt verwischt / unscharf
Bewegt Fotograf Kamera mit Objekt mit wo wird Objekt scharf, aber Hintergrund verwischt.
ISO (als Technikwerkzeug)
je höher ISO umso empfindlicher Sensoren, umso weniger Licht braucht es für Bild.
z.B. in Kirche mit wenig Licht und Blitz ist nicht erlaubt.
Je höher ISO umso stärker Bildrauschen
Gestaltungswerzeuge
- Formatwahl
- Horizont
-Hintergrund
-Kontraste
-Linien
-Symmetrien
-Anzahl Objekte
-Standort Fotograf
-Perspektive
-Licht
Formatwahl (als Gestaltungswerzeug)
Querformat: betont Weite / Breite
Hochformat: betont Höhe, oft eleganter schlanker
Horizont (als Gestaltungswerzeug)
wenn tief: Himmel betont
wenn hoch: Vordergrund betont
Bildaufteilung: Goldener Schnitt, Auschnitt (alles drauf oder abgeschnitten)
Hintergrund (als Gestaltungswerzeug)
störende Elemente entfernen. Kann Bilder aber auch stützen + Zustzinfo geben.
Oder wenn Hintergrund unwichtig: unscharf machen.
Kontraste (als Gestaltungswerzeug)
erhöhen Bildspannung z.B. mit Helligkeit, Farben, Formen, Materialien, gegensätzliche Objekte oder Szenen
Linien (als Gestaltungswerzeug)
"organisieren" Bild. und können Auge des Betrachters führen, z.B. Strassen, Kanten von Objekten, Übergang hell / dunkel.
Symmetrien (als Gestaltungswerzeug)
Gehirn spricht positiv an auf Symmetrien. Lassen Bild interessanter erscheinen. Auch Wiederholungen.
Anzahl Objekte (als Gestaltungswerzeug)
gerade Zahlen wirken statischer, ungeraded dynamischer.
z.B Bild mit 2 oder 3 Säulen.
Standort Fotograf (als Gestaltungswerzeug)
entschscheidet was er überhaupt ablichten will.
Perspektive (als Gestaltungswerzeug)
Normalperspektive = Augenhöhe
Froschperspektive = von unten
Vogelperspektive = von oben
Personen neutral fotografieren = Kamera auf Augenhöhe. Von oben: kleiner, dicker, unwichtiger. von unten: grösser, erhabener, überheblicher.
Licht (führung) (als Gestaltungswerzeug)
Mit Kunstlich oder Blitz steuerbar.
Wichtigstes Werkzeug: FRAGEN STELLEN.
-was ist der Auftrag?
-was will ich erreichen?
-wie kann ich das erreichen?
-was lichte ich ab?
-was soll auf Bild?
-Welches sind Qualitäten / Wiedererkennungsmerkmale?
-was soll Bild auslösen?
-welche technischen Mittel?
-was für Licht- Platzverhältnisse?
-welche Gefahren?
-welche Bedingungen werde ich vor Ort antreffen?
-wieviel Zeit?
-Hoch / Quer?
-wie gewichte ich Hintergrund?