Klausur


L. N.
Diese Lernkarten behandeln Geschäftsprozesse auf Universitätsniveau und konzentrieren sich auf Modellierung, Simulation und Workflow-Management. Sie decken Themen wie BPMN, EPK, Ereignisgesteuerte Prozessketten, Vor- und Nachteile verschiedener Modellierungstechniken sowie die Grundlagen des Prozessmanagements ab. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachleute, die sich mit der Analyse, Optimierung und Implementierung von Geschäftsprozessen beschäftigen.
Flashcards
31
Students
3
Language
German
Category
Computer Science
Level
University
Created / Updated
30.07.2015 / 12.09.2022

Cartes-fiches

1.Funktionen innerhalb einer Organisation?

(Was ist eine Funktion innerhalb einer Organisation und welche kennen Sie?

Funktionen: Teilaufgaben zur Erreichung des Unternehmensziels
Funktionen Grundfunktionen: Aufgaben, die sich aus dem eigentlichen
Leistungszusammenhang ergeben.
Querschnittsfunktionen: Aufgaben, die sich auf den ganzen Betrieb
beziehen.

3.Welche außer BPMN und EPK gibt es noch?

Erweiterte EPK (eEPK), Struktogramme, Use Case Diagram, V-Modell, Aktivitäts-Diagramm, Flussdiagramm

2.Vorteile (Unterschiede) der BPMN gegenüber der EPK:

viel größerer Umfang an Modellierungselemente, detaillierter. Es gibt zum Beispiel Artefakte und ein Start-Event, die es bei einer EPK nicht gibt.

EPK: nur Funktionen & Ereignisse

4.Welche Methoden zur Erhebung von Prozessen kennen Sie?

(Welches sind die 3 Arten in einem Unternehmen Prozesse zu erheben?)

- Interviews, Workshops
- Nutzen von vorhandenen Informationsquellen: Organisationshandbüchern,
Arbeitsanweisungen, Formulare, Vorhandene Informationssysteme

5.Was ist ein Geschäftsprozess?

Menge miteinander verknüpfter Aktivitäten/Arbeitsschritte, welche in einer bestimmten Reihenfolge sequenziell oder parallel ausgeführt werden, mit dem Ziel eine Wertschöpfung („Wertzuwachs“) zu erbringen. Aktivitäten sind über Ressourcen miteinander verbunden.

6.Was ist der Unterschied zwischen Artefakten und Assoziationen bei der BPMN?

  1. Assoziationen: Verbindung zweier Objekte in der BPMN
    Eine Assoziation verbindet Informationen und Artefakte mit den graphischen BPMN-Elementen […]. Textanmerkungen […] und andere Artefakte […] können mit den graphischen Elementen verknüpft werden. Eine Pfeilspitze an einer Assoziation deutet eine eventuelle Flussrichtung (z.B. von Daten) an.

    Artefakte: kann zum Beispiel ein Datenobjekt, eine Annotation oder eine Assoziation sein.
    Artefakte werden verwendet um zusätzliche Informationen über den Prozess zu geben. Es gibt zwei standardisierte Arten von Artefakten. Die Modellierer oder die Modellierungstools haben aber die Freiheit so viele Artefakte hinzuzufügen wie notwendig. […] Es gibt derzeit folgende Artefakte:

  • Group (Gruppierung)

  • Text Annotation (Textanmerkung)

(Eine Assoziation verbindet Anmerkungen oder Datenobjekte mit anderen Diagrammelementen. Die Assoziation kann ungerichtet, gerichtet oder beidseitig gerichtet sein und hat keinen Einfluss auf den Sequenzfluss. Eine Assoziation vom Typ Kompensation ist eine gerichtete Assoziation, die eine Aktivität mit der zugehörigen Kompensation verbindet.)
 

7.Was ist der Unterschied zwischen dem strategischen und dem operativen Geschäftsprozessmanagement?

Strategisches GPM: umfasst alle Planungen und Entscheidungen, die die Geschäftsprozesse und das GPM mittel- bis langfristig binden.
Fokus: Überleben des Unternehmens
Festlegen der einzusetzenden Mitarbeiter

Operatives GPM: umfasst die Gestaltung und Durchführung des GPM
Fokus: Effizienz /Effektivität
Motivieren Mitarbeiter

8.Nennen Sie die Kriterien für die Analyse von Prozessen (Prozesskennzahlen).

- Nutzen des Prozesses
- Durchlaufzeiten
- Prozesskosten
- Qualität
- Organisationsbrüche
- Medienbrüche
- Systembrüche

9.Welches sind die typischen Kennzahlen einer Simulation?
(Typische, durch die Simulation gewonnenen Ergebnisse sind)
 

- Durchlaufzeiten
- Wartezeiten
- Längen von Warteschlangen
- Auslastung & Prozesskosten

10.Wie ist die Strukturierung von den Geschäftsprozessen? (5 Möglichkeiten)

/ (Wie können Geschäftsprozesse strukturiert werden?)

  1. 1. Weglassen
    2. Zusammenlegen
    3. Parallelisieren
    4. Auslagern
    5. Ergänzen

 

11.Nennen Sie 3 Oberbegriffe für die diagrammbasierte Modellierung. 

- Datenflussorientiert
- Kontrollflussorientiert
- Objektorientiert

12.Was ist eine Kollaboration?

BPMN: Der Nachrichtenfluss beschreibt die Kollaboration (Kommunikation) zwischen zwei Prozessbeteiligten, die in unterschiedlichen Pools liegen. Nachrichtenflüsse dürfen ausschließlich zur Kommunikation zwischen Pools eingesetzt werden.

13.Was ist ein Workflow?

Workflow = (Geschäftsprozess + Ablauflogik)
Def.: Ein ganz oder teilweise automatisierter Geschäftsprozess, in dem Dokumente, Informationen oder Aufgaben unter Verwendung von Regeln oder Verfahren von einem Teilnehmer an einen anderen übergeben werden.

14.Was ist der Unterschied zwischen einem Workflow und der Simulation?

Simulation: Bei der Simulation wird ein Modell erstellt, dessen dynamisches, d. h. zeitliches Verhalten mit dem eines realen Systems übereinstimmt.
Mit diesem Modell werden anschließend Experimente (Simulationen) durchgeführt. Hierdurch können z. B. die Auswirkungen geplanter Änderungen analysiert werden.

15.Was ist der Unterschied zwischen einer Funktions- und der Prozessorganisation?

Die funktionsorientierte Betrachtungsweise ist durch eine aufbauorganisatorische (vertikale) und ablauforganisatorische (horizontal) Zerlegung von Aufgaben und Abläufen mit hohem Schnittstellanteil gekennzeichnet. Hierbei werden Geschäftsprozesse wie Beschaffung, Produktion, Lagerung und Distribution in erster Linie isoliert voneinander betrachtet.

- Die prozessorientierten Betrachtungsweise wird in der Literatur unter anderem als Unternehmenslogistik definiert. Hierbei werden die internen Unternehmensprozesse als eine Abfolge aneinander gereihter Aktivitäten, bestehend aus vor- und nachgelagerten Prozessstufen, verstanden.

16.Nennen Sie die Phasen (Life-Cycle) der Prozessmodellierung (1- und 2-stufige Modellansätze)

- Workflow-Modell wird direkt erstellt ohne Geschäftsmodell vorauszusetzen
- Workflow-Modell wird aus einem zuvor erstellten Geschäftsmodell abgeleitet

Teilzyklus 1:
1. Geschäftsprozesserhebung und –modellierung (IST)
2. Geschäftsprozessanalyse
3. Interaktiver Prozess
4. Neustrukturierung der GP
5. Formale Beschreibung (Soll-GP)

Teilzyklus 2:
1. Verfeinerung der Prozessmodelle in operative Workflows.
2. Simulation/Analyse der Workflows
3. Optimierung der Workflows
4. Erneute Modellierung der Workflows

Teilzyklus 3:
1. Modellierte Workflows werden ausgeführt
2. Permanente Überwachung in Hinblick auf das Prozess-/Workflowziel
3. Geringfügige Abweichungen anpassen (operative Auswirkungen Rücksprung auf Teilzyklus 2
4. Große Abweichungen (strategische resp. fachlich-konzeptionelle Auswirkungen) GP-Restrukturierung Rücksprung auf Teilzyklus 1

17.Was ist eine Transaktion?

Die Transaktion gehört zu der einen Sicht „Prozess“ der Prozessmodellierung.
Sie kann jedoch auch zu dem DV-Konzept zur Steuerung gehören.

BPMN: Eine Transaktion ist eine Gruppe von Aktivitäten, die logisch zusammen gehören. Ein Transaktionsprotokoll kann angegeben werden.

Was ist das Workflow-Management?

- umfasst alle Aufgaben der Planung, Koordination und Kontrolle automatisierter
Geschäftsprozesse

19.Was sind die Kriterien eines Geschäftsprozesses?

/(Was sind mögliche Kriterien für die Einstufung eines Prozesses als Geschäftsprozess?)

Wertschöpfend
- Funktionsübergreifend
- Kundenorientiert
- Prozessverantwortlich
- Ziele/Messgrößen
- Von strategischer Bedeutung

20.Welche sind die 3 Ebenen der Prozessmodellierung/Prozessmanagement? (EPK/BPMN/Workflow zuordnen)

Strategische Ebene: Def. Langfristige Unternehmensziele
- Fachliche/Konzeptionelle Ebene: Prozessabgrenzung, Prozessmodellierung, Prozessführung
- Operative Ebene: Festlegung Detailkonzept der Prozesse und IT Umsetzung

21.Welches sind die Grundpositionen (Merkmale) des Prozessmanagements?

Prozessorientierung
- Kundenorientierung
- Wertschöpfungsorientierung
- Leistungsorientierung
- Mitarbeiterorientierung
- Lernorientierung
- Kompetenzorientierung

22.Nennen Sie die 4 Sichten von Aris und die Schichten.

Sichten: Organisationssicht, Datensicht, Steuerungssicht, Funktionssicht
Schichten: Fachkonzept, DV-Konzept, Implementierung

Unterschied EPK/eEPK?

Bei der erweiterten eEPK werden die Organisationseinheiten und die Datenquellen aus dem ARIS-Haus in das Prozessmodell eingefügt. 

24.Vorteile und Nachteile der Ereignisgesteuerten Prozesskette:

 

Vorteile:

  • Ereignisgesteuerte Prozessketten bieten durch die freie Platzierung der Elemente auf der Zeichenfläche Vorteile bei der Darstellung von alternativen oder parallelen Abläufen und bei Rückschleifen sowie bei der Ausnutzung der vorhandenen Zeichenfläche.

  • Beschreibung standardisierter Abläufe möglich

Nachteile:

  • Bei der Erkennung von Organisationsbrüchen (Wechsel der Organisationseinheit), Systembrüchen (Wechsel des Anwendungssystems) oder Datenbrüchen (Wechsel des Datenträgers oder Datenformats) sind Ereignisgesteuerte Prozessketten gegenüber Vorgangskettendiagrammen im Nachteil, weil Vorgangskettendiagramme eine spaltenweise Sortierung der Elemente nach Typen bieten.

  • Probleme bei der Abbildung kreativer und komplexer Tätigkeiten

  • Probleme bei der Modellierung von Überwachungs- und Kontrolltätigkeiten

  • Erfassung rein formaler Strukturen und Abläufe. Gegenüber der BPMN fehlt der EPK die Standardisierung durch eine entsprechende Organisation, wodurch die Verbreitung außerhalb des deutschsprachigen Raums geringer ausfällt.

  •  
  • Sehr umfangreiche Tool-Unterstützung

  • Große Nähe zu Standard-Softwaresystemen

24.b Vor- und Nachteile der EPK 

Vorteile:

  • Die EPK ist anwendungsübergreifend, d.h. sie dient nicht nur zur Modellierung von Abläufen innerhalb eines Softwaresystems, sondern kann Prozesse über verschiedene Systeme und auch verschiedene Unternehmen hinweg darstellen.

  • Sie ist sehr mächtig und umfassend. Es stehen sehr viele Konstrukte zur Verfügung, mit denen die unterschiedlichen Aspekte von Prozessen dargestellt werde können.

  • Sie enthält Konstrukte sowohl für organisatorische als auch für informationstechnische Aspekte und erlaubt somit eine durchgängige Betrachtung von Prozessen sowohl unter betriebswirtschaftlichen Fragestellungen als auch hinsichtlich ihrer Unterstützung durch Informationssysteme.

  • Sie lässt sich mit wichtigen Notationen anderer Sichten integrieren, wie z. B. Funktionsbaum oder Klassendiagramm, so dass eine umfassende, konsistente Unternehmensmodellierung möglich wird.

  • Sie ist auch für Nicht-IT-Fachleute verständlich.

  • Sie ist in der Praxis weit verbreitet.


Nachteile:

  • Die Nutzer müssen sich aus der Vielfalt der Konstrukte die für sie geeigneten auswählen und Modellierungskonventionen für ihren Anwendungsbereich definieren.

  • Sollen vorhandene Modelle für weitere Anwendungsbereiche genutzt werden, wie z.B. für Workflow Management oder Simulation, so müssen diese Modelle u.U. Grundsätzlich überarbeitet werden. Hier bieten solche Notationen Vorteile, die speziell auf die Workflow-Modellieferung oder die Simulation zugeschnitten sind. Dafür sind diese nicht so umfassend und von vorherein auf einen Anwendungsbereich eingeschränkt.

  • Auch wenn die Grundkonstrukte der EPK schnell erklärt und leicht zu verstehen sind, ist für die Erstellung aussagekräftiger und nützlicher EPK-Modelle dennoch ein nicht unbeträchtlicher Schulungs- und Einarbeitungsaufwand erforderlich.

25. Vor- und Nachteile der BPMN:

Vorteile:

  • Einfache Erkennbarkeit in der Grundstruktur, bei Bedarf aber auch ausreichende Detaillierung

  • Optimale Verbindung zwischen Geschäftsprozessen und IT

  • Besonders gut geeignet für größere Projektteams, die aus Business- und IT-Vertretern bestehen

  • Standardisierung durch OMG

Nachteile:

  • Komplexität

  • Schwierig zu erlernen

  • Ausführungsnähe

  • Viele fachliche Aspekte sind nicht berücksichtigt

26. EPK-Fehler entdecken: Ausschnitte aus EPKs werden gezeigt, Elemente sind falsch gesetzt. Nicht OR nach AND, nach Ereignis kein XOR erlaubt, Flüsse richtig verbinden. An was hängt eine Organisationseinheit? Ereignis Funktion Ereignis Funktion

adasd

27)BPMN zeichnen: Ereignis (Event):

Ereignis (Event): Ein Ereignis ist etwas, dass während eines Prozesses […] oder einer Choreographie […] ‘passiert’. Diese Ereignisse beeinflussen den Fluss des Modells und haben gewöhnlich einen Auslöser (Trigger) oder ein Ergebnis (Result) [Ereignisse werden als mit einer durchgehenden Linie gezeichnete Kreise dargestellt, Anm. d. Autors]. Das leere Kreiszentrum erlaubt Markierungen, um zwischen Auslöser und Ergebnis unterscheiden zu können. Es gibt drei Arten von Ereignissen […]:

  • Startereignisse

  • Zwischenereignisse

  • Endereignisse 

Aktivität (Activity): : bpmn

Eine Aktivität ist ein Überbegriff für Tätigkeiten […]. Eine Aktivität kann atomar oder nicht-atomar sein (zusammengesetzt) [Sie werden als abgerundete Rechtecke mit einer dünnen durchgezogenen Linie dargestellt, Anm. d. Autors]. Es gibt zwei Aktivitätstypen in einem Prozessmodell:

  • Sub-Process (Unterprozess)

  • Task (Aufgabe)

Aktivitäten werden in Standardprozessen und Choreographien genutzt. 

Schleuse (Gateway):

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Prozessfluss (Sequence Flow):bpmn

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Étudier