Gerontologie
02 GM 03 Lebensprozesse
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Flashcards
Was heisst Demografie:
Demografie ist eine wissenschaftliche Dsiziplin, die sich mit dem Leben, Werden und Vergehen menschlicher Bevölkerung befasst, sowohl mit ihrer Zahl als auch mit ihrer Verstellung im Raum und den Faktoren, insbesondere auch sozialen, die für Veränderungen verantwortlich sind.
Bevölkerungspyramide:
Die Bevölkerung wächst stetig, da es deutlich mehr junge als alte Menschen gibt. Zudem ist die Sterblichkeit schon im Alter erheblich.
Bevölkerungsglocke:
Die Zahl der Geburten ist über Jahre stabil. Die Bevölkerung bleibt insgesamt etwa gleich.
Bevölkerungs Urne-Bischofsmütze:
Diese Form entsteht, wenn die Geburtenjahrgänge schrumpfen, was auch eine sich verringernde Bevölkerung mit sich bringt.
Bevölkerungsblatt:
Hier gibt es keine nennenswerte Geburtenzahl, das Aussterben der Bevölkerung ist unausweichlich.
Gerontologie:
Wissenschaft im Alter
Geschichte des Alters:
- Biologische Lebensspanne hat sich kaum verändert
- Hohes Alter schon in vorindustrieller Zeit möglich, aber bis ins 20. Jahrhundert relativ selten.
- Im Mittelalter: nur 2-3 % über 60 Jahre
- Alterkrankheiten wie Demenz, Osteoporose, Arthrose gab es schon früher
- Text Inhaltsseite
- Alt bedeutete Invalidität und Gebrechlichkeit
- Alt waren Personen, deren körperliche und geistige Kräfte schwanden
- Alter als eigenständige Lebensphase entstand erst im 20. Jahrhundert
- Alter wurde auch früher meist negativ bewertet
- Ausnahmen: Gesellschaften mit starker Betonung mündlicher Überliegerungen, religiosöer Wertschätzung der Ahnen, bestimmte Berufe, in denen Erfahrungen des Meisters wichtig sind (Kunsthandwerk Text Inhaltsseite)
- Wirtschaftliche Lage durch Arbeitskraft und private Besitzverhältnisse bestimmt
- 1920 waren noch 60% der über 70-jährigen Männer erwärbstätig (1990 noch 5%)
- Verarmungsrisiko besonders hoch bei alleinstehenden Frauen
- Wirtschaftliche Lage verbesserte sich mit der Einführung der AHV (1948) und der beruflichen Vorsorge
Gesundheit im Alter:
Bericht aus dem Kanton Zürich, Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich, 2008
- Gesundheit und Wohlbefinden
- Beschwerden, Unfälle Risikofaktoren
- Funktionelle Beeinträchtigungen
- Mortilität und Todesursachen.
Pflege im Alter:
- Pflege- und Betreuungsbedarf wird zunehmen
- Informelle Pflege stärken und unterstützen
- Verkürzung der Lebensphase, die von Gebrechlichkeit oder Krankheit geprägt ist
Voraussetzungne:
- Verbesserte Gesundheitsvorsorge
- Evidenzbasierte Massnahmen in med. Behandlungen und Rehabilitation
- Investition in diese Bereiche / Forschug
Das Dritte Alter: (60-80 Jahre alt)
- Hohe Verhaltenskompetenz
- Geringe Morbilität
- Wenig Verlusterfahrungen (ausser Rollenverluste)
- Gute Kompensationsmöglichkeiten
Das vierte Alter ca. ab 80 Jahren
- Funktionseinbussen
- Erhöhtes Risiko der Hilfbedürftigkeit
- Erhöhtes Risiko der Multimorbidiltät
- Häufung von Verlusterfahrungen
- Geringe Anpassungsfähigkeit
Ab wann sprechen wir vom Alter?
- Etappe 1: Letzte Berufsphase und Näherrücken des Altersrücktritts
- Etappe 2: Rentenalter in Unabhängigkeit oder Autonomes Rentenalter
- Etappe 3: Gebrechlichkeit
- Etappe 4: Leben in Abhängigkeit
Fähigkeiten älterer Menschen:
Zunhemend:
- Lebens und Berufserfahrung
- Betriebsspezifisches Wissen
- Urteilsfähigkeit
- Zuverlässigkeit
- Pflicht und Verantwortungsbewusstsein
- Positive Arbeitseinstellung
Fähigkeiten älterer Menschen
Gleichbleibend:
- Leistungs Zielorientierung
- Systemdenken
- Kreativität
- Kooperationsfähigkeiten
- Konzentrationsfähigkeiten
Fähigkeiten älterer Menschen
Abnehmend:
- Körperliche Leistungsfähigkeit
- Geistige Beweglichkeit
- Geschwindigkeit der Informationsaufnahme
- Risikobereitschaft.
Welche Aufgaben stellt das Alter an die Menschen?
- Vertrauen gegen Misstrauen: 1. Lebensjahr
- Autonomie vs. Scham und Zweifel: 2,3. Lebensjahr
- Initiative vs. Schuldgefühl: 4,5. Lebensjahr
- Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl: 6. Lebensjahr bis Pupertät
- Identität vs. Identitätsdiffusion: 13-20. Lebensjahr
- Intimität und Solidarität vs. Isolierung: 20 bis ca. 45. Jahre
- Generativität vs. Selbstkapselung 45 bis 65 Jahre
- Integrität vs Verzweiflung: 65 bis zum Tod.
Altersmodelle / Theorie:
- Es stehen Menschenbilder dahinter
- Machen Aussagen über ein erfolgreiches Altern
- Es stehen empirische Studien dahinter, welche die Theorie bestätigen oder weiter bestätigen wollen
- Geben Hinweise (Orientierung) für ältere Menschen und Menschen ab 50+
- Geben Hinweise für Personen welche mit älteren Menschen zu tun haben.
- Defizitmodell / Disnegagement
- Aktivitätsmodell
- Kompetenzmodell
- SOK_Modelle
- Kompetenz- und Umweltanforderungstheorie
Defizitmodell:
- Geistigen und körperlicher Leistungsabbau
- Verlust von Fertigkeiten und Fähigkeiten
- Kompetenzverlust, Rollenverlust
- Rolle, als Betreuungsfall und Passivität
Disengagement Theorie: Cuming und Henry 1961
- Für alle Menschen identischen Alterungsprozess
- Die Hauptaufgabe des Alters ist die Vorbereitung auf den Tod. Dies ist nur möglich wenn sich der alte Mensch aus dem aktiven Leben zurückzieht
- Herausforderungen und Aktivitäten lenken von der zentralen Altersaufgabe ab => Rückzug
Aktivitätsmodell: Havinghurst, Neugarten, 1960-1970
- Zufrieden und glücklich kann nur sein, wer aktiv und beschäftigt ist
- Altersgebrechen und Nachlassen der Leistungsfähigkeit können mit Sport und Aktivitäten verhindert werden
- Das Leben im Alter besteht aus Aktivitäten, welche dem Leben Sinn geben
- Wer rastet rostet und ist selber schuld
Kompetenzenmodell: Olbrich, Krusem Kalbermatten ab 1985:
- Die einzelne Person, das Individuum gilt als Massstab
- Das Alter entwickelt seine eigenen Schwerpunkte und orientiert sich nicht am Mittelalter
- Die Defizite des Alters werden gesehen aber nicht ins Zentrum gestellt
- Der Mensch ist lebenslang lernfähig
Kompetenzenmodell:
- Lebensspanne: zwei bis drei Jahrzehnten, in denen man verschiedene Entwicklungen durchmacht, sich verschiedensten Erlebnissen und ereignissen stellen muss
- Kompetenz: Lebenshaltung, bei der es gilt, sowohl die Handlungsräume und Entwicklungspotentiale des Alters zu nutzen, als auch sich den Anforderungen der Anpassung und der Endlichkeit menschlichen Lebens nicht zu verschliessen.
Definition Kompetenz:
- Die Möglichkeiten eines Organismus, die Transaktionen mit seiner Umgebung auszuführen, die es ihm erlauben, sich zu erhalten, sich wohl zu fühlen und sich zu entwickeln.
- Kompetenz wird verstanden auf die Anforderungen aus einer Situation oder der Umwelt an die Person und deren Ressourven zu bewältigen.
SOK - Selektion, Optimierung, Kompensation: Baltes und Baltes 1990:
- Die Entwicklung findet über die ganze Lebensspanne statt und das Alter enthält sowohl Gewinne wie Verluste
- Verluste, Grenzen oder Einschränkungen werden mit Ressourcen oder Anpassungsstrategien kompensiert.
SOK - Selektion, Optimierung, Kompensation:
- Erfolg also optimale Entwicklung = Maximierung von Gewinnen bei gleichzeitiger Minimierung von Verlusten
- Prototypische Strategie SOK
- Adaptionsprozess über die Lebensspanne
- SOK in höhrerem Alter besondere Bedeutung
- Selektion = Entscheiden im Alter noch wichtiger da Ressourcen knapper - auf weniges beziehen ( Optimierung ) - dies gut machen
Die Kompetenzen und Umweltanforderungstheorie:
- Altern findet stets auch in räumlich-sozialen Umwelten statt ( diese wird immer wichtiger für die selbständige Lebensweise im Alter). Ziel ist die Maximierung der Passung zwischen Umwelt und Person. Dabei ist immer zwischen subjektiv wahrgenommener und objektiver Umwelt unterscheiden.
- Den Pat. nicht unter und nicht überfordern
- Wichtig: ist Balance ausgeglichen = höhere Zufreidenheit, sonst Langeweilse, Stress, Angst
- Wenn er seine Kompetenzen nicht benützen kann verliert er sie.
- Um Kompetenzen zu erhalten Anpassungen in der Umwelt vornehmen, z.B. Telefontasten grösser um weiter telefonieren zu können, Höhrgerät sonst verliert man die Kommunikationsfähigkeit und den Wortschatz.
Wohlbefinden und Gesundheit:
- Ältere Menschen zeigen eine bessere psychische ausgeglichenheit. Dafür schlechtere körperliche Gesundheit und erhööhtes Einamkeitsgefühl
- Geringere Bildungs und ökonomische Ressourcen weisen öfter eine schlechte psychische Gesundheit auf.
- Bei Frauen und Männern lässt sich ein gleich gutes gesundheitliches Wohlbefinden feststellen.
- Sturzgefahr nimmt im Alter zu was zu einem Eintritt ins Pflegeheim führen kann.
Beschwerden, Unfälle und Risikofaktoren:
- Zunehmendem Alter auch zunehmende physische Beschwerden. Veränderungen in der Lebengestaltung, Beeinträchtigung. Doppelt so viele Frauen als Männer beklagen sich über Schmerzen.
- Häufigste Todesursache: Sturz
- Häufigste Erkrankung: Herzkreislauf
- An einer Demenz stirbt man nicht sondern an den Folgen der Demenz
Funktionelle Beeinträchtigung:
- Die häufigsten funktionellen Beeinträchtigungen sind: Inkontinenz, eingeschränktes Sehvermögen, Schwierigkeiten ein Gespräch zu führen und dem zu folgen,
- Bei der Befragung kam heraus das depressive Symtome häufiger die Frauen betreffen als die Männer. Das alter spielt auch eine Rolle; Ab 75 Jahren steigt die Gefahr einer Depression.