Geographie der Schweiz

Dozentin Verena Meierkruker Die Lernziele ganz kurz beantwortetet. Es lohnt sich das durchlesen der Folien.

Dozentin Verena Meierkruker Die Lernziele ganz kurz beantwortetet. Es lohnt sich das durchlesen der Folien.


David Beynon
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die geographischen und politischen Strukturen der Schweiz auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie den Finanzausgleich, die Revision des Raumplanungsgesetzes, Gemeindefusionen und die Auswirkungen des Zweitwohnungsbaus. Besonders relevant sind die Auswirkungen auf die Zersiedelung und die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden. Studierende der Geographie profitieren von diesen Karteikarten, da sie aktuelle politische Debatten und raumrelevante Themen vertiefen.
Karten
11
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
29.04.2013 / 06.04.2016

Lernkarten

Lernziel 1

Sie können aktuelle politische Debatten , welche die räumliche Gestaltung der Schweiz betreffen, situieren. (z.B. Gemeindefusion, Zweitwohnungsbau, Resorts im Alpenraum, Umnutzung von Industrievrachen, Revision des RPG, Verkehrsvorlagen, Finanzausgleich, Landwirtschaftspolitik, Neue Regionalpolitik)

Antworten siehe einzelne Karteikarten

Gemeindefusionen: Machen kleine Gemeinden Sinn?

Gemeindefusionen: Machen kleine Gemeinden Sinn?

  • Zustimmung der betroffenen Bevölkerung ist nötig.
  • Selten Zwangsfusionen durch Kanton. Seit 1990 starke Zunahme von Gemeindefusionen.
  • Debatte: -: Identitätsverlust, Aufgabe der kommunalen Demokratie +: Kosten senken.

Zweitwohnungsbau (Zweitwohnungsinitiative – wurde angenommen)

Zweitwohnungsbau (Zweitwohnungsinitiative – wurde angenommen)

  • Contra: Zersiedelung; Verdrängung (Nachfrage erhöht die Immobilienpreise, Einheimische finden keine Wohnungen);Kurzzeitdenken (Die Ferienorte brauchen intakte Landschaf)
  • Pro: Einbussen für Bauwirtschaft, Wirtschaftliche Benachteiligung der Bergregionen
  • Befürworter: SP, Grüne. Gegner: Restliche Parteien

Lernziel 6

Sie verstehen die Schweiz als dynamisches Gefüge unterschiedlicher kultureller Erfahrungen und Werte.

Antworten siehe einzelne Karteikarten

Revision des RPG (wurde angenommen – „Ausnahme“ Wallis)

Revision des RPG (wurde angenommen – „Ausnahme“ Wallis)

  • Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative
  • Ziel: Zersiedelung stoppen. Siedlungsentwicklung nach innen, Beschränkung der Bauzonen.
  • Neuerungen:

• Kompakte Siedlungen bauen, bestehendes Bauland besser nutzen

• Landwirtschaftsland erhalten

• Mehrwertabgabe von mindestens 20% bei Einzonung

• Kantonale Richtpläne verbindlicher (5 Jahre Frist)

• Bauzonen mit voraussichtlichem Bedarf für die nächsten 15 Jahre

  • Contra:

Höhere Mieten; Verknappung des Baulands; Rückzonungspflicht, Verpflichtung zur; Zwangsüberbauung eines Grundstücks, Mehrwertabgabe schränken Eigentumsrechte ein;

Kompetenzen von Gemeinden und Kantonen zum Bund verschoben.

  • Pro:

Zu viel Kulturland geht verloren, Wohnfläche seit ein 60er Jahren auf 50m2 verdoppelt, Bauzonen ungleich verteilt und am falschen Ort, Zersiedelung ist nicht ökonomisch (Strassen-, Wasser-…); Weniger rigoros als Landschaftsinitiative.

 

  • Debatte:

• Heutiges Recht wird weiterentwickelt

• Rückzonung sinnvoll, Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen

• Einzonung: privater Gewinn, «Rente»

• Aus-/Rückzonung entschädigungspflichtig: kommunaler Verlust

• Wo zu viele Gelder eingenommen werden können sie für andere

bauliche Massnahmen genutzt werden

• Keine Baulandhortung

 

  • Offene Fragen:

• Alternative Finanzierungsquellen für die Entschädigung?

• Keine volle Entschädigung sondern abgestuftes System für Entschädigung

• Reduktion des Baulandes heisst noch nicht zwingend Verdichtung

• z.B. höhere Dichte, z.B. durch höhere Gebäude sinnvoll

• Zusätzliche Infrastrukturen kosten auch im Unterhalt

• Kleinstädte, Talschaften sollen ich auf ihre Stärken besinnen

Verkehr

Verkehr

  • Trends:

Weiteres Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum; Neue Ansprüche der Einzelnen an Wohnraum, Freizeit und Mobilität, ausgedehnte Siedlungsflächen und Zersiedelung, Verkehrsnetze stossen an ihre Grenzen bezüglich Kapazität; Finanzierung und Umweltfolgen.

Lernziel 5

Sie sind über demographische Veränderungen informiert, ebenso über die Migrationspolitik der Schweiz. Sie kennen aktuelle gesellschatliche Trends und Herausforderungen.

Antworten siehe einzelne Karteikarten

Lernziel 4

Sie kennen die Energiepolitik der Schweiz sowie Herausforderungen, die sich für die Schweiz im Bereich Umweltschutz stellen.

Antworten siehe einzelne Karteikarten

Lernziel 2

Sie kenne die Grundzüge des politischen Systems der Schweiz. Sie wissen, in welchen Gesetzen die raumrelevanten Themen verankert sind und auf welcher Ebene in der Praxis entschieden wird. Sie kennen die Grundzüge des Aussenpolitik der Schweiz, im Hinblick auf die europäische und globale Vernezung des Landes.

Antworten siehe einzelne Karteikarten

Lernziel 3

Sie kenen die wichtigsten Wirtschaftszeige der Scheiz sowie ihre ökonomische und landschaftsgestaltende Relevanz. Sie können die Wirtschaft der Schweiz im globalen Kontext situieren.

Antworten siehe einzelne Karteikarten

Finanzausgleich (NFA – Neuer Finanzausgleich)

Finanzausgleich (NFA – Neuer Finanzausgleich)

  • Hauptziele:

• Verringerung kantonaler Unterschiede in der finanziellen Leistungsfähigkeit

• Steigerung der Effizienz bei der Aufgabenerfüllung im Bundesstaat.

 

  • „Elemente“

• Entflechtung der Aufgaben/Finanzierung zwischen Bund und Kantonen

• Zusammenarbeit von Bund und Kantonen

• Zusammenarbeit mit Lastenausgleich zwischen den Kantonen

• Neugestaltung des Finanzausgleichs im engeren Sinne

• Bund - strategische Führung und Controlling (Was gemacht wird)

• Kantone - operative Ebene (Wies gemacht wird)

• Interkantonale Zusammenarbeit (Schulwesen, Strafvollzug, Kultureinrichtungen etc.)

 

  • „Gefässe“ des NFA

• Ressourcenausgleich

Vertikal: durch Bund

Horizontal: Durch „reichere“ Kantone

• Lastenausgleiche durch Bund

Soziodemografischer Lastenausgleich (SLA): Kantone mit spezieller Bevölkerung oder mit Zentrumsfunktion (Zürich)

Geografisch-topografischer Lastenausgleich (GLA): Bergkantone

• Härteausgleich durch Bund: Übergang vom alten Ausgleich zum NFA

  • Mittel gerecht verteilt?

• Städte wollen mehr Geld

• Steueratonomie: Kantone mit hohen Steuersätzen bezahlen Kantonen mit tiefen Steuersätzen

  • Zahlende Kantone: Zug, Schwyz, Genf, Zürich etc.
  • Empfangende Kantone: Uri, Appenzell Ineroden, St. Gallen, Solothurn, Aargau etc.

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