Geographie

PHZH Probeprüfung

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Monika Cristelotti
Lernen

Monika Cristelotti
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über geografische Phänomene und Prozesse auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Entwicklungsländer, demografische Veränderungen, Landnutzung und Klimawandel, wobei Begriffe wie "Schwellenland" und "Dritte Welt" erklärt werden. Die Karten helfen Studierenden, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und praktische Anwendungen zu erkennen, etwa durch die Analyse von Karten und die Interpretation von Daten. Sie eignen sich besonders für Geografie-Studierende, die ihr Verständnis vertiefen und sich auf Prüfungen vorbereiten möchten.
Karten
14
Lernende
11
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
07.04.2013 / 27.12.2021

Lernkarten

 

 Erklären Sie die Entstehung der vier ausgeprägten Jahreszeiten in den gemässigten Breiten.  

 

Schiefstellung der Erdachse zur Erdbahnebene (23.5°) mit Skizze, Revolution der Erde mit Skizze, Änderung der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen während der Revolutionsbewegung, Erklärung der Begriffe Nordsommer bzw. Südwinter, Nordwinter bzw. Südsommer,

 

Unter welchen Voraussetzungen ist es denkbar, dass sich auf der Erde für alle Gebiete nur eine 

 einzige Jahreszeit einstellen würde? Wie müsste man sie sich vorstellen. Zählen Sie auch die 

Folgen auf, die sich dann ergäben.  

 

 

Erdachse müsste senkrecht zur Ekliptik stehen. Keine Mitternachtssonne und Polarnacht, 

Klimatische Veränderungen in den heutigen solaren Klimazonen, gleiche Länge von Tag und 

Nacht, Sonne ginge immer genau im Osten auf und im Westen unter, keine ITC (keine 

Wetterküche), ev. neue Eiszeiten, ev. neue Landgewinnung, Veränderungen für die 

Landwirtschaft, Hungersnöte auf der Erde, ...  

 

 

Die Schweizer Landkarte ist bekannt für ihre Genauigkeit. Ist sie eine «richtige» Karte oder ist sie 

 verzerrt? Erklären Sie

 

Verzerrung fällt nicht ins Gewicht, Fläche der Schweiz zu klein, Max. Längenverzerrung 0.019%, 

Flächenverzerrung 0.038%. Schiefachsige winkeltreue Zylinderprojektion. 

 

 

Was ist der Unterschied zwischen einer Karte im Massstab 1:25'000 und einer andern im 

Massstab 1:100'000, die das gleiche Gebiet darstellt? Bauen Sie in Ihre Antwort ein 

rechenpraktisches Beispiel  ein. 

 

 

MST 1:25'000 ---- 1km = 4cm; MST 1:100'000 ---- 1km = 1cm; Flächenmassstab beachten! 

 

 Welche Karte würden Sie zum Wandern im Tessin bevorzugen, eine im Massstab 1:25'000 oder 

eine von 1:50'000? Begründen Sie.  

 

 

1:25'000 weniger generalisiert. 

 

Begründen Sie die Aussagen des nachstehenden Artikels mit der Theorie der Plattentektonik. 

 Erstellen Sie zur Verdeutlichung ihrer Aussagen eine sinnvolle Skizze. Versuchen Sie z.B. die Art 

 der  Plattenbewegung, die Beschaffenheit der Erdkruste, usw. an dieser Stelle zu erläutern. Tipp: 

 Konsultieren Sie die Tektonikkarte im Atlas (Ausgabe 2010 S.177).  

 

 Vulkane unter Wasser  

 Amerikanische Forscher haben im Südpazifik mehr als 1100 Vulkane entdeckt. Dabei handelt es sich um die 

 dichteste Konzentration lavaspeiender Berge, die auf der Erde je gefunden wurde (siehe TA vom 18. 

 Februar). «Wirklich überraschend war für uns, wie viele grosse Vulkane es dort gibt», sagte der Leiter des Forschungsteams von der Universität Kalifornien, Ken Macdonald. Die Wissenschafter lokalisierten mit Hilfe von  Ultraschallsonden genau 1133 Vulkane in einem 182 000 Quadratkilometer grossen Meeresgebiet, das 

 rund 3000 Kilometer westlich von Chile und Peru und knapp 1000 Kilometer nordwestlich der Osterinseln 

 liegt. Experten erwarten bei einem Gebiet dieser Grösse sonst höchstens einige Dutzend Vulkane. Von den teilweise über 2000 Meter hohen Vulkanen sind nach Einschätzung des Geophysikers Macdonald einige hundert noch aktiv. Es handle sich um Schildvulkane wie auf Hawaii und nicht um kegelförmige Stratovulkane wie etwa den philippinischen Pinatubo, sagte Macdonald. «<Nature», Bd. 361, S. 526) 

 (AP/DPA)  

 

 

Begriffe: Grenze zwischen Nazca-Platte und Pazifischer Platte (ostpazifischer Rücken), 

divergierende Plattenbewegung, Bildung eines ozeanischen Rückens, hohe Plattenbewegung, 

Bildung neuer ozeanischer Lithosphäre, Bildung von Pillowlaven, mögliche Bildung neuer Inseln. 

Konvektionsströme. 

 

 

Moränen sind Zeugen der Vergangenheit.  

 Welche Erkenntnisse können anhand von Moränen gewonnen werden? Nennen Sie ein Beispiel 

 eines andern Relikts, dank dessen sich Aussagen über die Vergangenheit machen lassen. 

 Welches sind die konkreten Erkenntnisse?  

 

 Die Eiszeiten und Zwischeneiszeiten veränderten unsere Landschaft nachhaltig. Beschreiben Sie 

 anhand des Schweizerischen Mittellandes.  

 

 

Dimensionen von Vergletscherungen, Rückzugsphasen von Gletschern. Aussagen über frühere 

Vegetationsperioden und Klimaveränderungen möglich, Entwicklung in die Zukunft interpolierbar. 

Andere Relikte: Fossilien, Versteinerte Hölzer, alte Bäume, Pollen. 

 

 Veränderungen dank Erosion und Akkumulation: Schmelzwasserrinnen, Moränen,  

 Schotterflächen, Drumlinlandschaften. Findlinge. Söllseen und Moorlandschaften. 

 

 

Die folgenden Aussagen über das Gebiet der Schweiz wurden mit den abgebildeten Wetterkarten 

in Verbindung gebracht. Einzelne Aussagen sind vollständig richtig, andere enthalten Fehler. 

Greifen Sie  nur die falschen Aussagen heraus und geben Sie an, was nicht richtig ist. 

 

Karte 1  Karte 2  

(linke Karte)  (rechte Karte)  

A  Schönes Wetter im Norden  x  

B  Kalte Winde im Mittelland  x  

C  Es gibt viele Niederschläge im Norden   x 

D  Föhn im Norden   x 

E  Hochnebel ist typisch  x  

F  Warm und trocken im Süden  x  

 

 

Aussage A: Hat einen wahren Kern, im Norden ist es zwar schön, jedoch gilt dies für ganz 

Mitteleuropa. 

 Aussage B: Ist falsch, da es keine grossräumigen Winde hat, es also windstill ist. 

 Korrektur z.B. es ist windstill. Schönes, warmes Sommerwetter 

 Aussage C: Korrekte Aussage. Diese Lage zeichnet sich durch wechselhaftes Wetter und 

 Niederschlagsreichtum aus. 

 Aussage D: Keine typische Föhnlage. Aussage grundsätzlich falsch. 

 Aussage E: Hochnebel in dieser Lage nicht typisch 

 Aussage F: Hat einen wahren Kern, im Norden ist es zwar warm und trocken, jedoch gilt dies für 

ganz Mitteleuropa. 

 

 

Erläutern Sie die Folgen des Treibhauseffekts auf das globale Klima. Wählen Sie daraufhin ein 

 Land, anhand dessen Sie eine dieser dramatischen Folgen für das Leben der Menschen 

 konkretisieren können.  

 

 

Wirkung des natürlichen Treibhauseffektes: «angenehme» Temperaturbedingungen)  

negative Folgen durch anthropogenen Treibhauseffekt (Hauptverursacher sind CO2, CH4, 

FCKW): Anstieg der Mitteltemperatur, Veränderungen im Niederschlagsbild der Erde (starke 

Zunahmen im Gegensatz zu Abnahmen), Anstieg des Meeresspiegels (Verlust von Land, 

Bedrohung von Staaten, Verlust von Lebensraum, Verlust von Agrarflächen, Hungersnöte), 

Abschmelzen der Gletscher und Auftauen von Permafrostgebieten (Hochwassergefahr, 

Erosionsgefahr) Beispiele von Staaten: Pazifische Inselstaaten, Bangladesh (allgemein Staaten 

am Meer mit flachem Küstenverlauf), Staaten des Sahel (allgemein Staaten in ungünstiger 

klimatischer Lage) Schweiz (allgemein Alpenstaaten), usw. 

 

 

«Wo Menschen leben und wirtschaften, da erfolgt ein Eingriff in die Natur- bzw. Kulturlandschaft». 

 Erklären Sie, was mit diesem Zitat gemeint ist, indem Sie z.B. nach der Art der Eingriffe gliedern 

 und die Landschaft von 1950 mit heute vergleichen. 

 

 

– Strassenbau (Mobilität: Privatverkehr, öffentlicher Verkehr), Häuserbau (Zweitwohnungsbau, 

  Tendenz zu Einfamilienhäusern, Disparität Stadt-Land, Einkaufszentren, Vergnügungszentren, 

  Verteilzentren, Bürogebäude, usw.): Flächenverluste, Versiegelung des Bodens, Verluste von 

  Lebensräumen, Zersiedlung, Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung 

 – Landwirtschaft (Meliorationen, Güterzusammenlegungen, Produktivitätssteigerungen):  

  Rückgang der landw. Betriebe, Zunahme der Flächengrössen der Betriebe, Aufhebung der 

  Grundstückszerstückelung, Verminderung der landschaftlichen Vielfalt, Beeinträchtigung des 

  Bodens, Zerstörung von Lebensräumen 

 – Gewässerkorrektionen, Bachverbauungen: Weniger Überschwemmungen, Verlust von  

  Lebensräumen, Neue Hochwasser und Überschwemmungen möglich 

  – Verbesserungen/Korrekturen der Folgen des Eingriffs: Gesetze, Technische Verbesserungen, 

  Ausscheidung von Schutzgebieten, Renaturierungen. 

 

 

 

Kommentieren Sie den hier dargestellten Sachverhalt. 

Anteil der 0-19 Jährigen an der Schweizer Wohnbevölkerung  

1900 

40.60% 

 

1930 

33.50%

 

1960 

31.40% 

 

1990 

22.90% 

 

 

 Abnahme des Anteils der Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung, starke Abnahme zwischen 

1900 und 1930 bzw. 1960 und 1990, Stagnation zwischen 1930 und 1960 

 Ursachen 1900-1930: Weltkrieg, hohe Säuglingssterblichkeit 

 Ursachen 1930-1960: Babyboom nach dem zweiten Weltkrieg 

 Ursachen 1960-1990: Pillenknick, Wirtschaftlicher Aufschwung (Sektorenwandel, keine 

Kinderarbeit mehr nötig), Aufbau der Sozialwerke, Änderung der Familienstruktur (zwei Kinder 

bzw. Doppeltverdienende kinderlose Ehepaare), bewusste Familienplanung. 

 

 

 

Umschreiben Sie kurz die folgenden Begriffe: 

Schwellenland 

Dritte Welt  

 

 

 

Schwellenland: Land auf dem Weg zum Industrieland, hohes Wirtschaftswachstum, grosse 

Industrialisierungsfortschritte, viele soziale Indikatoren wie z.B. Alphabetisierungsgrad, 

Säuglingssterblichkeit, Lebenserwartung halten mit ersteren nicht mit 

 Dritte Welt: Ursprung des überholten Begriffs entstammt dem Ost-West-Konflikt, durch die 

Auflösung der Kolonialreiche entstanden selbstständige Staaten, die sich weder der ersten noch 

der zweiten Welt zuordnen liessen, arme, periphere Gebiete werden damit in Verbindung 

gebracht 

 

 

Nennen Sie mindestens je zwei demographische, ökonomische, ökologische und 

soziokulturelle Merkmale von Entwicklungsländern.

 

Demographische Merkmale: niedrige Lebenserwartung, hohe Säuglings- und Kindersterblichkeit, 

rasche Bevölkerungszunahme, ...  

 ökonomische Merkmale: ungleiche Besitz- und Einkommensverteilung, geringes Pro-Kopf- 

Einkommen, unzureichende Infrastruktur, ...

 ökologische Merkmale: Wasserknappheit, Import von Problemabfällen aus Industrieländern, 

Industrialisierung, Verstädterung, ... gefährden labile Ökosysteme, ...

 soziokulturelle Merkmale: unzureichende medizinische Versorgung, ungesicherte Rechtsstellung 

der Frau, unkontrollierter Urbanisierungsprozess und Slumbildung, ...

 

Nennen und erklären Sie mindestens vier entwicklungspolitische Ansätze, welche zur 

Entwicklung „ärmerer“ Länder beitragen. 

 

 

Produktivität erhöhen, Chancengleichheit für alle (politische Partizipation und Abbau der 

ungleichen Verteilung lebenswichtiger Ressourcen), Nachhaltigkeit (Alle Formen von Kapital 

müssen für die Zukunft gesichert werden), Empowerment (Entwicklung darf nicht nur für die 

Menschen, sondern muss auch durch sie erfolgen. ... ). 

 

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