Genetik Abi

Wichtiges für Bio LK

Wichtiges für Bio LK

Lisa Von der Ahe
Study

Lisa Von der Ahe
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Genetik, geeignet für fortgeschrittene Lernende. Sie behandeln zentrale Themen wie DNA, RNA, Chromosomen und Mutationen, einschließlich ihrer Arten und Auswirkungen. Besonders hervorgehoben werden Prozesse wie Replikation, Transkription und Translation, sowie die Rolle von Genen und deren Regulation. Die Karteikarten sind ideal für Schüler und Studierende, die sich auf Prüfungen im Bereich Biologie vorbereiten und ein tiefes Verständnis der genetischen Mechanismen erlangen möchten.
Flashcards
46
Students
4
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
22.03.2014 / 07.03.2020

Flashcards

Adenin

- Purinbase

- komplementär mit Thymin

- in der RNA komplementär mit Uracil

- über 2 Wasserstoffbrückenbindungen mit der Komplementärbase verbunden

Antigen

- zahllose unterschiedliche Moleküle, die sich an der Oberfläche von z.B. Bakterien befinden

- lösen eine Reaktion des Immunsystems hervor ( Antikörperbildung )

- sind Proteine, Lipide oder andere Stoffe

- auch harmlose Substanzen können so als 'gefährlich' wahrgenommen werden -> Bsp.: Allergien

Antigen - Antikörper - Reaktion (AAR)

- antigen und spezifischer Antikörper binden -> Ausbildung von zwischenmolekularen Bindungen

- es entstehen Antigen - Antikörper - Komplexe (Immunkomplexe)

- Antikörper kann 2 gleichartige Antigene binden

- Komplex von Fresszellen erkannt und unschädlich gemacht

Antikörper

- sind Immunglobuline

- vom Körper gebildete Eiweißmoleküle zu Bekämpfung von Krankheitserregern und anderen Fremdstoffen

- verschiedene Arten -> sind spezifisch

- sobald Antigene auftauchen werden sie produziert und freigesetzt

- vorkommend im Blut und anderen Körperflüssigkeiten

- binden Antigene an sich ( verhindern so, dass Antigene sich an gesunde Zellen binden können)

- werden manchmal gegen sich selbst gebildet -> Autoimmunerkrankungen

Chromosom

- Träger der Erbanlagen

- langer DNA-Faden und Histone

- am Centromer 'aneinandergeheftet'

- die Enden heißen Telomere --> dienen zum Schutz der codierenden DNA

Chromosomenmutation

- Veränderung der Chromosomenstruktur

- es gibt: Deletion, Ringchromosomenbildung, Inversion, Translokation, Duplikation

Deletion

- Chromosomenmutation

- ein Teil des Chromosomenstücks geht verloren

- meist am Ende oder in der Mitte

Ringchromosomenmutation

- Chromosomenmutation

- Chromosom bildet eine Schlaufe und fällt um diese auseinander --> Chromosomenteile gehen verloren

Inversion

- Chromosomenmutation

- innerhalb des Chromosoms werden Teile gedreht

- die Struktur wird dadruch erheblich verändert

Translokation

- Chromosomenmutation

- Teilstücke eines Chromosoms werden auf ein anderes, nicht homologes Chromosom verteilt --> bei einem Chromosom fehlt Information, bei einem anderen ist zu viel

Duplikation

- Chromosomenmutation

- Chromosomenregionen werden verdoppelt

- gravierende Veränderung der Chromosomenstruktur

Crossing Over

- Stückaustausch zwischen väterlichen und mütterlichen Chromosomen während der Meiose

- in der Prophase 1 kann es zwischen den Chromatiden homologer Chromosomenpaare zum Bruch von Chromosomenstücken und anschließendem Heilen über Kreuz kommen

- Überkreuzungsprodukte nennt man Chiasma

- sorgt für eine genetische Vielfalt

Cytosin

- Pyrimidinbase

- komplementär zu Guanin

- bindet mit Guanin über 3 Wasserstoffbrückenbindungen

Exon

- Bereich der DNA eines Eukaryoten, der in mRNA transkribiert wird

- durch Introns unterbrochen --> während der Transkription wieder verbunden

- enthalten die genetische Information

- reife mRNA besteht nur aus Exons

Fresszelle

- auch Phagozyte genannt

- vom Immunsystem geschickt, wenn der Körper gefährdet ist

- spüren Immunkomplexe auf --> fressen diese auf

generative Mutation

- Mutation, die in den Keimzellen auftreten

- können an die Nachkommen vererbt werden

Genexpression

- Bildung eines Genprodukts

-> Decodierung der DNA-Sequenz

-> Synthese des entsprechenden Proteins

- wird häufig über die Transkription, kann aber auch über die Translation gesteuert werden

Genmutation

 

- betreffen die Basen der DNA

- häufigster Mutationstyp

 

Punktmutation

- eine Base wird durch eine andere ersetzt

- es gibt: stumme Mutation, Nonsense Mutation, Missense Mutation

- unterschiedliche Auswirkungen

stumme Mutation

- eine Genmutation ( Punktmutation )

- die ausgetauschte Base codiert dennoch für die gleich Aminosäure

- es gibt keine Auswirkung

Nonsense Mutation

- eine Genmutation ( Punktmutation )

- ausgetauschte Base verändert die zu codierende Aminosäure in ein Stopp Codon

- Protein verliert meist seine Funktion

Missense Mutation

- eine Genmutation ( Punktmutation )

- Austausch der ersten oder zweiten Base

- eine falsche Aminosäure entsteht

Rastermutation

- eine Genmutation

- Basen werden zusätzlich eingefügt oder entfernt --> verändert das Lesemuster

- gravierende Änderung

Genommutation

- die Chromosomenzahl ist verändert

- es gibt: Euploidie und Aneuploidie

Euploidie

- eine Genommutation

- die Anzahl der in der Zelle vorhandenen ganzen Chromosomensätze ist vermehrt oder vermindert

- Lebewesen mit verminderten Chromosomensätzen sind meist nicht lebensfähig

- Lebewesen mit vermehrten Chromosomensätzen haben oft eine höhere Leistungsfähigkeit

- tritt häufig bei Pflanzen auf

Aneuploidie

- eine Genommutation

- die Chromosomenzahl ist um ein Chromosom vermehrt oder vermindert

- betreffen sowohl Autosomen als auch Gonosomen

- Bsp.: Downsyndrom --> Chromosom 21 ist dreimal vorhanden

Guanin

- Purinbase

- komplementär zu Cytosin

- bindet mit Cytosin über 3 Wasserstoffbrückenbindungen

Hemizygotie

- Zustand, bei dem nur ein Allel oder Gen, im sonst diploid vorhandenen Chromosomensatz, verkommt

- Bsp.: Autosomen des Mannes --> für alle auf dem x- oder y-Chromosom liegenden Gene hemizygot

Heterozygotie

- bedeutet Mischerbigkeit

- ein Individuum ist in Bezug auf ein Merkmal heterozygot, wenn ein gen in diesen Chromosomensätzen in zwei verschiedenen Allelen vorliegt und keines der beiden dominant ist

Homöobox

- beinhaltet die homöotischen Gene ( eine besondere Art des Genmaterials, die für bestimmte Proteine als Endprodukte codieren )

- homöotische Gene enthalten eine Homöodomäne, welche sich an nachgeschaltete DNA-Sequenzen heftet und sie in ihrer Transkription aktiviert oder unterdrückt

- gilt auch als Transkriptionsregulationsfaktor

- dient der Regulation und Steuerung von Entwicklungsprozessen im Embryo

Homozygotie

- bedeutet Reinerbigkeit

- wenn auf dem doppelt vorhandenen Chromosomensatz zweimal dieselbe identische Erbinformation vorhanden ist

 

Hox-Gen / Hox-Cluster

- beinhaltet die homöotischen Gene

- bei Säugetieren in 4 Hox-Cluster eingeteilt ( A-D ), die sich auch 4 verschiedenen Genen anordnen

- im Cluster sind die Gene in der Reihenfolge angeordnet, in der sie entlang der Körperachse wirksam sind

- enthält jeweils 9-12 Gene

- die Gene, die in jedem Cluster an der gleichen Stelle liegen, zeigen die größte Übereinstimmung ( A1, B1, ...)

- Gene mit der gleichen Position erfüllen ähnliche Funktionen

- Hox-Gene sind eine Art Lageplan für Körperteile ( z.B. Beinposition )

- kontrollieren den Prozess, bei dem der Körper des Embryos in Längssegmente eingeteilt wird

- Mutationen in diesen Bereichen können z.B. überzählige Beine mit sich führen --> meist sterben diese Individuen jedoch

Intron

 

- ein DNA-Abschnitt eines eukaryotischen Gens

- unterbricht den codierenden Bereich

- wird bei der Transkription entfernt

- enthalten meistens unerlässliche Regulationselemente für die Transkription

- nicht bei Prokaryoten vorkommend

Leitstrang

- Strang der Doppelhelix

- wird bei der Replikation kontinuierlich synthetisiert

- wird in 3' - 5' Richtung abgelesen

Matrize

- bedeutet Schablone / Vorlage

- beide Stränge der DNA-Doppelhelix gelten als Matrize

- auch alle anderen Stränge, die als Vorlage gelten und die kopiert werden ( z.B. auch RNA )

messenger - RNA (mRNA)

- wird auch als Boten - RNA bezeichnet

- entsteht durch den Prozess der Transkription

- wird mithilfe von Ribosomen und tRNA in die Aminosäuresequenzen von Proteinen übersetzt

Mitose

- Ziel --> Bildung genetisch identischer Tochterzellen --> durch Verdopplung vorhandener Erbinformationen und anschließender Teilung

- G1-Phase: Chromosomen liegen als Ein-Chromatid-Chromosomen vor

- S-Phase: Verdopplung der DNA

- G2-Phase: Jedes Chromosom besteht aus Zwei-Chromatiden-Chromosomen

- Prophase: Kondensation der Chromosomen; Spindelapparat bildet sich aus

- Metaphase: Maximales Verlürzung der Chromosomen; Anordnung in der Zellmitte; Spindelfasern verbinden Kinetochor mit Zellpolen

- Anaphase: Trennung der Kinetochoes; Wanderung der Ein-Chromatid-Chromosomen zu den Zellpolen

- Telophase: Entspiralisierung der Chromosomen; Bildung der Kernmembran; Kernkörperchen bilden sich neu

Mutagene

- Stoffe, die im Erbgut von Organismen Mutationen auslösen können

- z.B. eine Vielzahl von Chemikalien, physikalische Einwirkungen, einige Umweltfaktoren

Mutationen

 

- Veränderungen des genetischen Materials

- treten spontan auf, sind vererblich und ungerichtet

- einige sind tödlich

- einige leichte Mutationen kann der Körper eigenständig reparieren

- Mutationsarten: Chromosomenmutation, Genmutationen, Genommutationen

Okazaki-Fragmente

- an dem diskontinuierlichen Strang durch Replikation entstandene Fragmente

- DNA-Polymerase 1 entfernt die Primer der Okazaki-Fragmente und ersetzt sie durch Nukleotide

- DNA-Ligase verbindet die Okazaki-Fragmente zu einem kontinuierlichen Strang

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