Genetik

Einführung in die Genetik

Einführung in die Genetik


S. G.
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Genetik für den Mittelschulbereich ab. Sie behandeln Themen wie DNA, Gene, Proteine, RNA, Chromosomen und Vererbung, wobei Prozesse wie Transkription, Translation und Mutationen im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten sind ideal für Schüler, die die Grundlagen der Genetik verstehen und vertiefen möchten, um biologische Zusammenhänge besser nachzuvollziehen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
16.03.2016 / 24.10.2025

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Genom

Erbinformation als Ganzes; das gesamte genetische Material einer Zelle oder eines Individuums

menschliches Genom enthält etwa 20 000 bis 30 000 Gene

Genotyp

Summe aller genetischer Information eines Individuums

Phänotyp

Ausprägung einer genetischen Teilinformation

Allel

Genvariante; Auspärgung eines Gens an einem bestimmten Genort (normal oder mutiert)

Diploide Organismen besitzen von jedem Gen zwei Kopien. Liegen zwei gleiche Allele vor, ist der Organismus für dieses Gen homozygot. Bei zwei verschiedenen Allelen ist der Organismus für das Gen heterozygot.

Reziprozität

Geschlechtsunabhängigkeit

1. Mendel'sche Regel (Uniformitätsregel)

reziproke Kreuzungen reinerbiger Linien ergeben stets uniforme Nachkommen

2. Mendel'sche Regel (Spaltungsregel)

Kreuzungen der Nachkommen (F1) zweier reinerbiger Elternlinien untereinander führen stets zur Aufspaltung der Phänotypen nach bestimmten Zahlenverhältnissen

Wann ist ein Phänotyp dominant?

wenn ein heterozygoter Organismus diesen Phänotyp zeigt → z.B. Rr, RR

Wann ist ein Phänotyp rezessiv?

wenn er sich nur in einem homzygoten Organismus zeigt → z.B. rr

homozygot

ein Individuum, das zwei gleiche Allelpaare trägt → RR, rr

heterozygot

ein Individuum, das zwei unterschiedliche Allelpaare trägt → Rr

3. Mendel'sche Regel ( unabhängige Segregation)

Allele verteilen sich unabhängig voneinander und unabhängig von Allelen anderer Gene auf die Nachkommen, Verhältniss 9:3:3:1 

Allele verschiedener Gene können unabhängig voneinander vererbt werden

Mikrosatelliten

- genetische Marker, die ähnlich wie ein Güterzug aufgebaut sind

- kurze, eindeutig identifizierbare DNA-Sequenzen

- können für Verwandtschaftsabklärung eingesetzt werden

diploid

Körperzellen eines sich sexuell fortpflanzenden Organismus besitzen zwei Chromosomensätze (2n); eine Zelle enthält also einen doppelten Chromosomensatz aus mütterlichen und väterlichen Erbanlagen

haploid

Keimzellen (Eizellen, Spermien) besitzen nur einen einfachen Chromosomensatz

Autosomen

Chromosomenpaare 1 bis 22

Gonosomen

Geschlechtschromosomen XX bzw. XY

autosomal-dominanter Erbgang

- manifestiert sich in jeder Generation (vertikale Vererbung)

- jedes betroffenen Individuum hat einen betroffenen Elternteil

- männliche und weibliche Tiere gleichermaßen betroffen

- auch heterozygote Träger sind krank - Aa

autosomal-rezessiver Erbgang

- Erkrankung kann Generationen überspringen (horizontale Vererbung)

- Nachkommen von zwei betroffenen Elternteilen sind ebenfalls betroffen

- männliche und weibliche Tiere gleichermaßen betroffen

- heterozygote Personen sind Träger aber gesund

Pseudo-Dominanz

Verpaarung zwischen erkranktem Individuum und einem Träger Aa x aa

autosomal-rezessiver Erbgang, der phänotypisch wie ein autosomal-dominanter Erbgang auftritt

autosomal-kodominanter Erbgang

- beide Phänotypen der Eltern sind gleichzeitig im Nachkommen sichtbar

- Merkmale werden unabhängig voneinander ausgeprägt

- Genotyp kann direkt am Phäänotyp abgelesen werden

- z.B. Blutgruppe AB

intermediärer Erbgang

- Spezialfall von kodominant

- homogene Mischform beider Merkmale

- jedes Allel ist zu 50% an der Ausprägung eines Merkmals beteiligt

- z.B. Löwenmäulchen RR (rot) x rr (weiß) → F1 4 mal Rr (pink) → F2 1/4 RR, 2/4 Rr, 1/4 rr

bei intermediärem Erbgang vermischen sich die beiden Merkmale, beim kodominanten sind beide gleich stark ausgeprägt, z.B. Blutgruppe AB

X-chromosomal rezessiver Erbgang

- Erkrankung kann Generationen überspringen

- männliche Tiere häufiger betroffen

- gesunde männliche Nachkommen können das Allel nicht weitervererben da sie es nicht haben → XAY

 

hemizygot

männliche Individuen sind hemizygot da sie nur ein X- Chromosom besitzen

X-chromosomal dominanter Erbgang

- betroffene männliche Tiere geben die Erkrankung an alle Töchter weiter, aber nicht an die Söhne

- betroffenen weibliche Tiere geben die Erkrankung gleichermaßen an die Söhne und Töchter weiter
 

Y-chromosomaler Erbgang

- paternale Vererbung

- alle männlichen Nachkommen eines betroffenen Mannes sind ebenfalls betroffen

autosomal dominante Erbkrankheiten - Bsp.

- Zwergenwuchs

- Chorea Huntington

- Marfan Syndrom

autosomal rezessive Erbkrankheiten - Bsp.

- Diabetes Mellitus

- Albinismus

- Zystische Fibrose

geschlechtsgekoppelte rezessive Erbkrankheiten

- rot/grün Farbenblindheit

- Hämophilie (Blutgerinnung gestört)

- Nachtblindheit

- Glaucom

mitochondrialer Erbgang - Mitochondriopathie

- Erkrankungen, die druch eine Fehlfunktion oder Schädigung der Mitochondiren verursacht wird

- extrachormosomale Vererbung (nichtchromosomale Vererbung)

- die betroffenen Gene befinden sich nicht auf den Chromosomen im Zellkern sondern in den Mitochondrien

- maternale Vererbung, da Eizellen im Gegensatz zu Spermien mehrere hundertausend Mitochondrien besitzen

- Vererbung erfolgt nicht nach Mendel'schen Regeln

 

Penetranz

Wahrscheinlichkeit, mit der ein bestimmter Genotyp zur Ausbildung des zugehörigen Phänotyps führt

- vollständige (100%) und undvollständige Penetranz

Expressivität

Grad der Ausprägung eines Merkmals im Phänotyp

crossing-over

Austausch genetischer Information zwischen zwei homologen Chromosomen (väterlich und mütterlich) durch Chiasambildung während der Meiose (Prophase 1 im Zygotän und Pachytän)

Genkopplung

Gene, die auf demselben Chromosom liegen; werden häufig miteinander vererbt

homologe Chromosomen

jedes Chromosom liegt in einer menschlichen Zelle doppelt vor, einmal in mütterlicher und einmal in väterlicher Variante

Pleitropie (Polyphänie)

ein Gen steuert die Ausprägung von mehreren Merkmalen

Polygenie

Merkmale, deren Auspräguing durch mehrere Gene gesteuert werden

Epistase

Form der Polygenie; Form der Geninteraktion, bei der ein Gen die phänotypische Ausprägung eines anderen Gens beeinflusst und sogar eine komplette Unterdrückung verursachen kann

Peristase

Umwelteinflüsse, gleicher Genotyp -unterschiedlicher Phänotyp

Peristase → Reaktionsnorm eines Modellorganismus

Phänoypen, die unter wechselnden Umweltebdingungen hervorgerufen werden, z.B. Sommerfell, Winterfell

Étudier