Genetik

Teil der Zellbiologie Vorlesung aus dem Modul "Einführung in die Medizin" Studiengang Medizinische Ingenieurwissenschaften Universität zu Lübeck

Teil der Zellbiologie Vorlesung aus dem Modul "Einführung in die Medizin" Studiengang Medizinische Ingenieurwissenschaften Universität zu Lübeck


Lina Schad
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über genetische Grundlagen und Erbkrankheiten auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie Gene, Allele, Mutationen und verschiedene Erbkrankheiten, darunter x-chromosomal rezessive, autosomal-dominante und autosomal-rezessive Erkrankungen. Die Karteikarten erklären auch spezifische Zustände wie das Hutchinson-Gilford-Syndrom, Parkinson und Alzheimer, sowie genetische Phänomene wie Pleiotropie und Kodominanz. Ideal für Studierende der Biologie, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Verständnis vertiefen möchten.
Karten
38
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
07.07.2013 / 03.04.2014

Lernkarten

autosomal-rezessive Erbkrankheiten

  • Mukoviszidose
  • Tay-Sachs
  • Phenylketonurie
  • Albinismus
  • Sichelzellanämie
  • Kartagener Syndrom

autosomal-dominante Erbkrankheiten

  • Hypocholesterinämie
  • Chorea Huntington
  • Achondroplasie
  • Hutchinson-Gilford Syndrom

X-chromosomal rezessive Erbkrankheiten

  • Hämophilie
  • Rot-Grün-Schwäche
  • Duchenne

monogene Erbkrankheiten

Sind durch ein einzelnes Gen verursacht

Mukoviszidose

  • autosomal-rezessiv
  • Stoffwechselerkrankung
  • körpereigene Sekrete werden eingedickt produziert
    • Organe verlieren Funktionstüchtigkeit

Tay-Sachs

  • autosomal-rezessiv
  • erbliche Fettspeicherkrankheit
  • lysosomale Speicherkrankheit
  • Fettansammlung im Gehirn
    • Absterben v. Neuronen
  • neurodegenerative Krankheit
  • Lebenserwartung 3-5 Jahre

Phenylketonurie

  • autosomal-rezessiv
  • Phenylalanin kann nicht abgebaut werden
    • nicht behandelt: Gehirnschäden
  • lebenslange, eiweißarme Diät notwendig

Albinismus

  • autosomal-rezessiv
  • Melanin-Mangel

Sichelzellenanämie

(Pleiotropie)

  • autosomal-rezessiv
  • Mutation im Hämoglobin A-Gen
  • heterozygote Form
    • Schutz gegen Malaria
  • homozygote Form
    • Tod nach Geburt

Hypocholesterinämie

  • autosomal-dominant
  • zu hohoer Cholesterinspiegel
  • führt untherapiert zu Ateriosklerose

Hämophilie

  • X-chromosomal rezessiv
  • Blutgerinnung gestört
  • Frauen Konduktorinnen (Trägerinnen) Söhne zu 50% betroffen

shibire Drosophila Fliege

  • Temperatur-sensitives Allel für Dynamin
  • reversibel
  • tritt ab etwa 30°C ein, Fliegen "paralysiert"

Chorea Huntington

  • autosomal dominant
  • Spastiken, Wutausbrüche, sehr unterscheidliche Krankheitsverläufe
  • tritt ab etwa 40 Jahren ein

Rot-Grün-Schwäche

X-chromosomal rezessiv

Achondroplasie

  • Zwergwuchs
  • autosomal dominant
  • 80% Neumutationen

Hypersomie

Ursache: Hypophysenadenom (Tumor, der große Mengen an Wachstumshormonen ausschüttet)

Hutchinson-Gilford Syndrom

  • autosomal-dominant
  • Protein, das Zellkern stabilisiert fehlt, aufgrund von Mutation (falsche Codierung)
  • sehr schnelle Alterung (6-8-fach)
  • Tod meist durch Organversagen, Herzinfarkt oder  -versagen

Duchenne-Muskeldystrophie

  • X-chromosomal-rezessiv
  • Dystrophin wird nicht gebildet
  • Muskelschwund

Allele

Alternative Zustandsformen eines Genes (Wildtyp-Allel, Mutanten-Allel)

Diploide Zellen

Besitzen doppelten Chromosomensatz.

Haploide Zellen

Besitzen einfachen Chromosomensatz (Geschlechtszellen)

Genotyp

Gesamtheit aller Erbanlagen eines Organismus.

Phänotyp

Erscheinungsbild eines Organismus

Heterozygot

Ist ein diploider Orgnaisimus, der in Bezug auf die betrachteten Gene jeweils verschiedene Allele aufweist.

Homozygot

Ist ein diploider Organismus, der in Bezug auf die betrachteten Gene nur identische Allelenpaare aufweist.

Hemizygot

Ist ein Gen, das im diploiden Organismus nicht als Allelenpaar auftritt, sondern in Einzahl. Auf dem X-Chromosom lokalisierte Gene liegen in den Männchen (XY) im hemizygoten Zustand vor.

dominant / rezessiv

Bei diploiden Organismen prägt sich ein dominantes Allel sowohl im homozygoten als auch im heterozygoten Zustand aus. Ein rezessives Allel prägt sich dagegen nur im homozygoten Zustand aus.

Intermediär

Beide Allele beeinflussen den Phänotyp gemeinsam; intermediäre Ausprägung aufgrund einer Kodominanz der Allele.

Leber's hereditäre optische Neuropathie (LHON)

  • schleichender, nicht schmerzhafter Verlust des zentralen Sehfeldes
  • Beginn zwischen 12. und 30. Lebensfahr
  • mitochondriale Vererbung
    • erkranke Männer geben Krankheit nicht weiter
    • erkrankte Frauen geben Krankheit zu 100% weiter

Kartagener Syndrom

  • Mukoviszidose ähnlich
  • autosomal-rezessiv
  • eine Untereinheit des Dyneins fehlt
    • Folge: Bewegung der Cilien gestört
  • z.T. gespiegelte Anordnung der Organe

Alzheimer

  • irreversible Veränderungen des Gehinrs
  • Tod ca. 8-15 Jahre nach Auftreten erster Symptome

Parkinson

  • fortschreitender Verlust von Nervzellen im Gehirn, die Dopamin enthalten
    • Verlangsamung aller Bewegungen bis Bewegungslosigkeit
    • Zittern
    • Muskelsteifheit

Missense-Mutation

  • missense = Fehlsinn
  • Substitution einer Base führt zum Aminosäure-Austausch
  • Unterschiedlich schwere Auswirkungen auf Proteinfunktion

Nonsense-Mutation

  • nonsense = Unsinn
  • Substitution generiert Stop-Codon
  • Führt zu Synthese eines meist unbrauchbaren Proteins

Frameshift-Mutation

  • frameshift = Rasterschub
  • Durch Deletion (Herausnahme) oder Insertion (Einfügen) eines Nukleotids veschiebt sich das Leseraster der mRNA

Punktmutation

  • z.B. Austausch eines Nukleotids durch ein anderes
  • Transition:
    • Ein Purin wird durch ein anderes Purin ersetzt bzw. ein Pyrimidin durch ein anderes Pyrimidin
  • Transversion:
    • Ein Purin wird durch ein Pyrimidin ersetzt oder umgekehrt

Purine

Adenin und Guanin

Pyrimidine

Thymidin und Cytosin

Étudier