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Alle 3
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Cartes-fiches
Nennen Sie andere Konzepte zur Arbeit mit Kindern mit Schwerstbehinderung.
Basale Aktivierung
Basale Kommunikation Förderung der Kommunikation, (zu-) viel Nähe
Bobath-Konzept Normaliesierung der Haltung und Bewegung
Vojta-Konzept Auslösung von Bewegungsmustern durch Drücken am Körper
Taktile Gebärden erfühlen
Snoezelen
Umsetzung: Bällchenbad, weißer Raum, Fühlraum, Schwimmbad, stiller Raum, Geschmack- Geruchsraum
Welche Bedeutung haben Arbeit und Beruf?
Materielle Existenzsicherung
Sozialer Status
Soziale Netzwerke
Strukturierung des Alltags
Steigerung des Selbstwertgefühls und der Identitätsentwicklung
Sicherheit
Was sind die so genannten Schlüsselqualifikationen?
Teamfähigkeit
Sauberkeit
Pünktlichkeit
Zuverlässigkeit
Nennen Sie Begriffsversuche zu schwersten Behinderungen
intensiv behindert
schwerbehindert
schwerstbehindert
schwerstgeschädigt
schwer mehrfachbehindert
schwer körperlich und geistig behindert
schwere geistige Behinderung
massive Behinderung
komplexe Behidnerung
Behindertenhilfe: Mensch mit Komplexer Behinderung & schwerste Behinderung
Autosomale Aberration Syndrome
Angelman Syndrom
Cornelia de Lange-Syndrom
5p-minus-Syndrom
Down-Syndrom (Trisomie 21)
Noonan-Syndrom
Prader-Willi-Syndrom
Smith-Magenis-Syndrom
Tuberöse Sklerose
Williams-Beuren Syndrom
Wolf-Hirschhorn-Syndrom
Gonosomale Aberration
Fragiles-X-Syndrom
Klinefelter-Syndrom
Ulrich-Turner-Syndrom
Autismus-Specktrum-Störung
frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus, Rett-Syndrom, desintegrative Störungen des Kindesalters, überaktive Störung mit Intelligenzminderung und Bewegungsstereotypien, Aspberger-Syndrom, sonstige tiefgreifende Entwicklungsstörungen
multikausale Ätiologie: genetische Einflüsse, komorbide Störungen, Hinrfunktionsstörungen, kognitive und neuropsychologische Symptome, emotionale sowie Störungen der Theory of Mind/ Empathie
Frühkindlicher Autismus
Leo Aspberger: abnorme/ beeinträchtigete Entwicklung (3-4 Lj.) in 3 psychopathologisches Bereichen der sozialen Interaktion, Kommunikation und repetiven Verhalten
Jungen 3-4x häufiger
Unfähigkeit Blickkontakt aufzustellen, ungewöhnliche Interessen, zwanghaftes Bedürfnis nach unveränderter Umwelt, Low-Functioning-Autismus (beeinträchtigte Intelligenz & Sprache) High-Functioning-Autismus (keine Intelligenz- oder Sprachbeeinträchtigungen)
Aspberger-Syndrom
Hans Aspberger (1941)
große Variation abhängig von Defin. 1-3:1000
keine allgemeine Entwicklungsverzögerung/sprachliche Beeinträchtigung/ kognitiven Bereich
Beeinträchtigungen in der sozialen Interaktion: kein sozialer Gesichtsausdruck, fehlendes soziales Lächeln, unübliche Gesten
Unfähig Beziehungen zu gleichaltrigen aufzubauen, Mangel an sozioemotionaler Gegenseitigkeit
großer Wortschatz mit originellen Wortschöpfungen, sonderinteresse an bestimmten Wissensgebieten
Cri-du-chat-Syndrom
5p-minus-Syndrom
Jérôme Léjeune (1963)
1:20.000-50.000 Frauen häufiger
partielle Deletion 5p15.2
Magen-, Darm-, Herz- und Atemprobleme
Kompetenzen: Motorik, lebenspraktische Fähigkeiten, freundlich
Down-Syndrom (Trisomie 21)
John Langdon Down
1:850-1.000
Trisomie des Chromosom 21 (Freie Translokationsform, Mosaik-Form)
zusätzliche Lidfalte, schräg nach oben Lidspalten, kleiner Mund + Kiefer, schmaler Gaumen, Minderwuchs, teils unvollständig entwickelte Handknochen, Sandalenfurche, Muskelhypotonie, verzögerte Sprachentwicklung
häufig: angeborene Herzfehler, Immunabwehrschwäche, Sehstörungen, Schwerhörigkeit, Hypothyreose(Schilddrüse), Hepatitis B, Leukämie, Adipositas, Demenz vom Alzheimer Typ
gute pragmatische Kompetenzen, gute soziale Kompetenzen, Erwerb der Schriftsprache, Freude am Imitieren der Bewegungsabläufe, Stärken im visuellen Bereich, frühe Lesekompetenz, musikalische Kompetenz
Fetales Alkohol-Syndrom
Jacqueline Rouquette (1957), Paul Lemonie (1968)
1:300-1.000
Alkoholembryopathie
kleine Lidspalten, kurze Stupsnase, dünner Oberlippe, Mikrozephalie
leicht Ablenkbar, Impulsiv, leichte Irritierbarkeit und Erregbarkeit
häufig: Augenerkrankungen, Mittelohrentzündungen, ZNSStörungen, angeborener Herzfehler, herabgesetztes Schmerzempfinden
soziale Kompetenzen, freundliches Wesen
Phenylketonurie
Ivar Asbjorn Folling (1934), George Jervis (1953)
1:10.000
Aminosäurestoffwechselstörung, 12q23, autosomal rezessiv
blond, blauäugig, fehlende Pigmente, bei Geburt vorhandene Funktionen lassen progressiv nach, Aggression
häufig: Übelkeit und Erbrechen, Krampfanfälle
Frühdiagnose durch Guthrie-Test möglich PKU-Diät möglich
Prader-Willi-Syndrom
Andrea Prader, Heinrich Willi (1956)
1:10.000-25.000 Männer häufiger
Deletion/ Translokation 15q11-13
verzögerte sprachliche, motorische und kognitive Entwicklung, verzögerte sexuelle Entwicklung der Geschlechtsorgane häufige Unfruchtbarkeit
Hyperphagie (ungewöhnlich gesteigerte Nahrungsaufnahme), Adipositas, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf, Atemnot
Handlungsintelligenz, visuelle Fähigkeiten, Lesefähigkeiten, großer Wortschatz, interessiert
Rett-Syndrom
Andreas Rett (1966)
1:10.000-15.000, meist nur Frauen
Ätiologie unklar, Xq28-Chromosom
normale Entwicklung bis 18 Lebensmonat, Regression sozialer, sprachlicher und adaptiver Funktionen, trunkale Apraxie/Ataxie, motorische Stereotypien (Waschbewegungen der Hände, Klatschen und Kneten)
Anomalien der Atmung, Epilepsie 80%, sekundäre Mikrozephalie, Sterblichkeit durch Infektionen der Atemwege beeinflusst
Kompetenz: musikalische Fähigkeiten
Williams-Beuren-Syndrom
J.C.P. Williams und Alois J. Beuren (1961/1962)
1: 10.000-50.000
Deletion 7q11.23
sehr sensibel, freundlich, offengegenüber Fremden Personen, Distanzlosigkeit, Ängstlichkeit, Augenprobleme
geselliger Sprachgebrauch, differenziertes Vokabular und grammatische Kompetenzen, freundlich, musikalische Kompetenzen, Lesekompetenzen
wichtige Daten, Down-Syndrom
1866 John Langdon Down – Entdecker des Down-Syndroms – beschrieb es erstmals
1959 Lejeune, Gautier, Turpin – Erkenntnis, dass Aberration vorliegt
1960 Polani – beschreibt Translokationsform
1961 Clark – beschreibt Mosaikform
Nennen Sie Formen des Down-Syndroms.
Trisomie 21: Fehler bei Meiose -> Spermium/Eizelle bringt falschen Chromosomensatz mit (24 statt 23), 90%
Translokationsform: Fehler bei Meiose -> Spermium/Eizelle bringt falschen Chromosomensatz mit – Unterschied: zusätzliches Chromosom hefetet sich an anderes Chromosom meist (13-15) an (transloziert), 5-7%
Mosaikform : Fehler bei Mitose -> Zellen mit 47/45 Chromosomen, 2-3%
Nennen Sie Symptome zum Down-Syndrom im Bereich des Kopfes
-Epikanthus(zusätzliche Falte am inneren Augenwinkel)
-schräg nach oben geneigte Lidspalten
-Hypertelorismus (Verbreitung des Augenabstandes)
-Brushfield-Spots (weiße Flecken auf der Iris)
-auffallend kleine Ohren
-Makroglossie (vergrößerte faltige Zunge)
Nennen Sie Symptome zum Down-Syndrom im Bereich des Körpers
-Vermindertes Wachstum der Röhrenknochen
-Bindegewebsschwäche
-Verringerte Spannung der Muskulatur
Nennen Sie Symptome zum Down-Syndrom im Bereich der Organe
-Herzfehler
-Fehlbildung des Magen-Darm-Traktes
Nennen Sie Symptome zum Down-Syndrom im Bereich der Sprechorgane
-Lippen: breit, rissig
-Gaumen: eng, hoch
-Zunge: groß, dick
-Nase: klein
-Atmung: durch den Mund (kleine Nase) ->häufig erkältet
Wie viele Menschen mit Down-Syndrom erleiden im Alter zwischen 60 & 70 Jahren der Alzheimerkrakheit und warum?
50-60%
Alzheimersche Krankheit auf dem Chromosom 21
20-30 Jahre früher betroffen als nicht b M
Nennen Sie Vor- und Nachteile zur plastischen Chirurgie bei Menschen mit Down-Syndrom
Vorteile
Die Person ist nach erfolgreicher Operation evtl. weniger abwertenden Blicken ausgesetzt
Steigert Selbstbewusstsein evtl.
Nachteile
Oft von den Eltern bestimmt; nicht selbstbestimmt
Bei Operation können Komplikationen auftreten
Ist mit enormen Kosten verbunden
Geistige Behinderung bleibt
Behinderung wird nicht akzeptiert
Nenne Sie pädagogische Förderprogramme für Menschen mit Down-Syndrom
Frühförderung
Motorische Förderung
Sprachförderung
Selbständigkeitsförderung
Soziales Lernen
Lesen
Definieren Sie Freizeit
freie Zeit, die durch freie Wahlmöglichkeiten, bewusste Eigenentscheidungen und soziales Handeln charakterisiert ist
Welche Bereiche werden in der UN-BRK zum Thema Freizeit aufgegriffen?
Teilhabe am kulturellen Leben, sowie an Erholung, Sport und Freizeit
Wie wikt sich das Alter der Mutter im Verhältnis auf die Entstehung von DS aus?
Wie oft werden Ungeborene, mit der Diagnose Down-Syndrom abgetrieben?
<30 = 1: 650
44= 1: 40
9 von 10 werden abgetrieben
Unterscheiden Sie die Formen von Zeit
Determinationszeit: abhängige Zeit (Arbeit, Studium,Krankheit) ->fremdbestimmt, festgelegt
Obligationszeit: gebundene Zeit (Essen, Schlafen, Duschen) ->gebunden, zweckbestimmt
Dispositionszeit: freie Zeit (Urlaub, Freizeitaktivitäten)->frei verfügbar, selbstbestimmt
Nennen Sie die Funktionen von Freizeit
Individuelle Funktionen:
Rekreation (Erholung, Ruhe) Schlafen
Kompensation (Ausgleich, Ablenkung) Sport, Fernsehen
Edukation (Weiterbildung) Lesen, Theater
Kontemplation (Muße, Ruhe) Malen, Meditieren
Gesellschaftliche Faktoren
Kommunikation Telefonieren
Integration (Zusammensein)
Partizipation (Beteiligung, Teilhabe)
Enkulturation (Teilnahme am kulturellen Leben) Theater
Wodurch ist das Freizeitverhalten von MmgB vor allem geprägt?
Fernsehen, Radio hören, Telefonieren und Zeitunglesen
also passive Tätigkeiten
MmgB besuchen weniger kulturelle Veranstaltungen, machen seltener Urlaub, gehen seltener sportlichen Aktivitäten nach und verbringen ihre Freizeit häufiger allein
Aufgrund von täglichen Pflegemaßnahmen kann sich die Dispositionszeit erheblich verringern.
Nennen Sie die Zeiten, wenn man das Zeitmodell von MmB auf 6 Zeiten erweitert
Arbeitszeit
Verpflichtungszeit
Bildungszeit
Freie Dispositionszeit
Ruhe- und Schlafenszeit
Versorgungszeit
Welche Teilhaberisiken bestehen bei Mmgb im Bezug auf Freizeit
Mobilitätseinschränkungen: auf Fahrdienste angewiesen; Gebäude, in denen keine Barrierefreiheit besteht
Kommunikation: Fehlen oder Einschränkung des sprachlichen Ausdrucks erschweren Kommunikation
Einstellung und Vorurteile: Unsicherheiten, Ängste, Vermeidungstendenzen beeinflussen Teilhabe
Finanzielle Einschränkungen: MmgB oftmals knappes Budget, Freizeitaktivitäten häufig kostenintensiv
Fremdbestimmung: häufig wird die Freizeit von anderen (Familie, Betreuer) verplant und vorgegeben
Welche Teilhabechancen enstehen für MmgB durch Freizeit?
Freizeitbildung von MmgB sehr wichtig(Informationen über Freizeitangebote, Vermittlung von Freizeitkompetenzen, Vorstellung von Angeboten); sonst wird die Ausbildung von Freizeitinteresse und Organisation von Freizeitfähigkeiten verhindert
Sport: breites Spektrum(Tennis,Golf,Fußball), leistet Beitrag zur Gesundheit und Fitness + gemeinsames Sporttreiben trägt zur Zunahme von Akzeptanz und Toleranz bei + in der Fanszene können MmgB partizipieren (Fanclubs)
Medien: Medienkompetenz/bes. Umgang mit Internet sehr wichtig die meisten Internetseiten nicht Barrierefrei und die Inhalte können nicht ausreichend gefiltert werden
Spiele: MmgB bevorzugen einfachere Spiele; daher ist ihr Spielrepertoire eingeschränkt und einseitig. Oft werden MmgB nur wenig Spiele angeboten; Spiele können modifiziert, also vereinfacht werden/Hilfestellungen, sodass sich das Spielrepertoire von MmgB erweitert
Erläutern Sie Wohnbedürfnisse
Sicherheit u. Schutz: vor äußeren Einflüssen (Wetter, Lärm, fremden Personen)
Geborgenheit u. Distanz: Bedürfnis nach Alleinsein u. Ungestörtsein befriedigt
Beständigkeit u. Vertrautheit: d. persönliche Wohnbereich, Tagesablauf u. alltagsbezogene Tätigkeiten vermitteln das Gefühl von Vertrautheit u. Überschaubarkeit u. ermöglichen Selbstbestimmung sowie sichere soziale Kontakte im Wohnumfeld
Kontakt u. Kommunikation: geselliges Beisammensein für Mahlzeiten, Spielabende etc.
Selbstdarstellung u. Demonstration d. sozialen Status: individuelle Einrichtung schafft Individualität und Zugehörigkeit. Selbstverwirklichung u. Ausdruck d. Persönlichkeit
Welche Wohnformen gibt es für MmgB
Anstalten
Pflegeheime
Kurzzeitunterbringungen
Dorfgemeinschaften
Großwohnheime
Wohnheime
Familie / Elternhaus
Wohngemeinschaften
Einzel-, Paarwohnungen
Offen Geschlossen
Ambulant Stationär