Funktionelle Anatomie Dehnen

Dehnmethoden, Beweglichkeit

Dehnmethoden, Beweglichkeit


R. R.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die funktionelle Anatomie des Dehnens und ist für Studierende der Medizin konzipiert. Sie beleuchten die Auswirkungen von Dehnen auf Beweglichkeit, Gelenkstabilität und Verletzungsprävention, sowie verschiedene Dehntechniken wie statisches, dynamisches und postisometrisches Dehnen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten, die verstehen möchten, wie Dehnen die Leistungsfähigkeit beeinflusst und wie es richtig angewendet wird, um Muskel- und Gelenkbeweglichkeit zu verbessern.
Cartes-fiches
20
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
17.11.2016 / 24.11.2018

Cartes-fiches

Warum nimmt die Gelenkbeweglichkeit ab resp. wird der Muskel zu „kurz“? (versteifen oder verspannen)

  1. durch schwere Arbeit oder hartes Training
  2. durch schlecht koordinierte Bewegungen
  3. durch schlechte Körperhaltung
  4. durch Inaktivität
  5. durch einseitige Bewegungen
  6. durch Verletzungen und Schmerzen in der betroffenen Region

Welche Strukturen kann man zur Förderung von Beweglichkeit dehnen?

  1. der Muskel (kontraktile Einheit, Titinelement)
  2. das Bindewegwebe des Muskels
  3. Sehnen, Bänder, Gelenkkapsel, sowie die Haut
  4. Nerven (IMMER DYNAMISCH DEHNEN)

passives Dehnen

Der Gegenspieler des zu dehnenden Muskels ist entspannt.

aktives Dehnen

Der Antagonist ist angespannt.

dynamisches Dehnen

Dehnung wird immer nur kurz eingenommen und wieder gelockert.

statisches Dehnen

Die Position der Dehnung wird ein paar Sekunden gehalten.

postisometrisches Dehnen

DIe Dehnung findet im ANschluss an eine isometrische Anspannung (5-10 Sek.) des zu dehnenden Zielmuskels statt.

aktive Insuffizienz (Dehnen)

Der Agonist ist schon maximal angenähert und kann nicht mehr aktiv verkürzt werden.

passive Insuffizienz (Dehnen)

Der Agonist kann nict weiter kontrahieren da der Antagonist bereits voll gedehnt ist.

distal dehnen

proximales Gelenk fixiert, distales Gelenk wird bewegt

proximal dehnen

distales Gelenk fixiert, proximales Gelenk wird bewegt

Im Rahmen der „normalen“ Beweglichkeit gibt es in der Literatur keinen Hinweis dafür, dass

Dehnen einen präventiven Effekt für Sportverletzungen hat.

Dehnen ist nicht wichtig für die Leistungsfähigkeit bei Sportarten die Beweglichkeit erfordern

(Muskel‐ und Gelenkbeweglichkeit).

Es ist nicht klar, ob es eine optimale Beweglichkeit für das Erreichen von sportlicher Leistungsfähigkeit

gibt.

Dehnen vor Aktivitäten, die keine grossen Bewegungsradien benötigen, hat keinen Effekt.

Dehnen beeinflusst die Gelenkstabilität nicht.

Dehnen beeinflusst die Muskelarbeit  positiv bei exzentrischen Bewegungen bei denen

die Verletzungshäufigkeit am grössten ist.

Es gibt keine Studie, die nachgewiesen hat, dass eine schlechtere Beweglichkeit (höhere Steifigkeit)

zu vermehrter Verletzungsanfälligkeit geführt hätte.

Statisches Dehnen beeinflusst die Sprunghöhe. Einem Aufwärmen ist dem Dehnen daher

unbedingt anzuschliessen.

Zusammenfassend gibt es keinen ausreichenden Beweis, das Dehnen vor oder nach einer Aktivität

zu empfehlen oder davon abzuraten.

Étudier