Funktionelle Anatomie Knie

Knieflexoren, Knieextensoren, Kräftigung und Dehnen

Knieflexoren, Knieextensoren, Kräftigung und Dehnen


R. R.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die funktionelle Anatomie des Kniegelenks, insbesondere für Studierende der Medizin. Sie konzentrieren sich auf die Muskulatur des Oberschenkels, wie den M. quadriceps femoris und die ischiocrurale Muskulatur, sowie auf deren Ursprung, Ansatz und Funktionen. Die Karteikarten behandeln auch verschiedene Dehnvarianten und Übungen zur Kräftigung, die für die Rehabilitation und Prävention von Verletzungen wichtig sind. Sportmediziner, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler profitieren von diesen Lernkarten, um ihre Kenntnisse über die Anatomie und Funktionsweise des Knies zu vertiefen und gezielte Übungen für ihre Patienten oder Athleten zu entwickeln.
Karten
32
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
20.11.2016 / 26.02.2026

Lernkarten

Knieaussenrotation

45°-50°

Knieinnenrotation

30°-35°

Wie viel Kraft der vorderen Oberschenkelmuskulatur erreicht die hintere Oberschenkelmuskulatur?

Wie entsteht eine Zerrung?

  • Entsteht beim Wechsel aus exzentrischer in konzentrische Bewegung.
  • Z.B.: beim Sprint das Abbremsen beim Fussaufsatz und das Rausbeschleunigen

Ischiocrurale Muskulatur

  1. Synonym
  2. Muskeln
  3. Ursprung
  4. Ansatz
  5. Funktion

  1. Hamstrings
  2. M. biceps femoris, M. semitendinosus, M. semimembranosus
  3. Sitzbeinhöcker
  4. Unterschenkel
  5. Flexion im Kniegelenk, Extension im Hüftgelenk

M. biceps femoris (zweiköpfiger Schenkelmuskel)

  1. Ursprung
  2. Ansatz
  3. Funktion
  4. Anmerkungen

  1. langer Kopf: Tuber ischiadicum (Sitzbeinknorren), kurzer Kopf: linea aspera (Oberschenkelleiste)
  2. Caput fibulare (Wadenbeinköpfchen)
  3. Flexion und Aussenrotation im Kniegelenk, Extension im Hüftgelenk
  4. zweigelenkiger Muskel

M. semitendinosus (Halbsehnenmuskel)

  1. Ursprung
  2. Ansatz
  3. Funktion
  4. Anmerkungen

  1. Tuber ischiadicum (Sitzbeinknorren)
  2. Pes anserinus (Innenseite des Schienbeinknorrens)
  3. Flexion und Innenrotation im Kniegelenk, Extension im Hüftgelenk
  4. zweigelenkiger Muskel

M. semimembranosus (Plattsehnenmuskel)

  1. Ursprung
  2. Ansatz
  3. Funktion
  4. Anmerkungen

  1. Tuber ischiadicum (Sitzbeinknorren)
  2. Setzt an verschiedenen Stellen im Kniegelenk an
  3. Flexion und Innenrotation im Kniegelenk, Extension im Hüftgelenk
  4. zweigelenkiger Muskel

Welche Muskulatur arbeitet bei dieser Kräftigungsübung zusätzlich zur hinteren Oberschenkelmuskulatur?

Wie kann die Übung verändert werden, damit wieder die hintere Oberschenkelmuskulatur arbeitet?

M. gastrocnemius und Hüftbeuger (M.iliopsoas) arbeiten mit. -->Man fällt ins Hohlkreuz

Antagonistenhemmung: Gesässmuskulatur anspannen nimmt M. iliopsoas aus dem Spiel, Plantarflexion verhindert Mitarbeit des M. gastrocnemius.

Was ist bei dieser Ausgangstellung besser als bei beidseitiger Kräftigung?

Einseitigkeiten werden nicht von der starken Seite kompensiert.

Test der Ischiocruralen Muskulatur:

  1. keine Verkürzung
  2. leichte Verkürzung
  3. Verkürzung

  1. Beugung bis 90°
  2. Beugung 80°-90°
  3. Beugung unter 80°

Lasegue-Zeichen:

  • ein Bein auf dem Boden das andere nach oben geführt
  • bis es dehnt oder die Spina iliaca anterior superior (vorderer oberer Darmbeinstachel) sich zu bewegen beginnt.
  • evt. Schmerz im Rücken und bei Dorsalextension ausstrahlen ins Bein

  • kann Problematik an der Wirbelsäule oder in der Gesässmuskulatur hinweisen

Slump-Test

  • zeigt Nervenverkürzung bzw. neurale Mobilität auf

M. quadriceps femoris

  1. Muskeln
  2. Ursprung
  3. Ansatz
  4. Funktionen

  1. M. rectus femoris, M. vastus medialis, M. vastus intermedius, M. vastus lateralis
  2. Spina iliaca anterior inferior, mediale Rückseite des Oberschenkels, Vorderseite des Oberschenkels, laterale Rückseite des Oberschenkels
  3. Tuberositas tibiae (Schienbeinrauhigkeit) über Patella (Kniescheibe)
  4. Extension im Kniegelenk, FLexion in der Hüfte

M. rectus femoris (gerader Oberschenkelmuskel)

  1. Ursprung
  2. Ansatz
  3. Funktion
  4. Anmerkungen

  1. Spina iliaca anterior inferior (vorderer unterer Darmbeinstachel)
  2. Tuberositas tibiae (Schienbeinrauhigkeit)
  3. Extension im Kniegelenk, Flexion in der Hüfte
  4. zweigelenkiger Muskel

M. vastus medialis (innerer Schenkelmuskel)

  1. Ursprung
  2. Ansatz
  3. Funktion

  1. mediale Rückseite des Oberschenkels
  2. Tuberositas tibiae (Schienbeinrauhigkeit)
  3. Extension im Kniegelenk

M. vastus intermedius (mittlerer Schenkelmuskel)

  1. Ursprung
  2. Ansatz
  3. Funktion

  1. Vorderseite des Oberschenkels
  2. Tuberositas tibiae (Schienbeinrauhigkeit)
  3. Extension im Kniegelenk

M. vastus lateralis (äusserer Schenkelmuskel)

  1. Ursprung
  2. Ansatz
  3. Funktion

  1. laterale Rückseite des Oberschenkels
  2. Tuberositas tibiae (Schienbeinrauhigkeit)
  3. Extension im Kniegelenk

Welche Knierotation liegt bei einer X‐Beinstellung vor?

Welche Knierotation liegt bei einer O‐Beinstellung meist vor?

Wo liegt die Schwierigkeit bei dieser Dehnünung?

Hüftbeweglichkeit vorallem bei Männern eigeschränkt-->Schwierigkeiten beim Auslösen der Dehnung.

Auf was ist bei dieser Dehnvariante zu achten?

  • Nichts für ältere Menschen (Sturzgefahr)
  • Schwerkraft als Unterstützung
  • Dehnung auslösen nicht ganz einfach

 

Wo liegen die Vorteile bei dieser Dehnvariante?

  • stabil
  • Ausweichbewegungen werden einfach wahrgenommen.

Welche Fehler machen die meisten Leute bei dieser Dehnvariante der Ischio-Muskulatur ?

  • Sie drücken den Rücken nach unten-->hat nichts mit Ischio-Muskulatur zu tun.
  • Ausschlaggebend ist die Kniestreckung und die Hüftbeugung.

Wo liegt das Problem bei dieser Dehnvariante der Knieextensoren?

  • Viel zu viele Auswechmöglichkeiten und kein stabilisiertes Becken

Wo liegt der Vorteil bei dieser Dehnvariante?

  • Dehnung proximal über die Hüftextension oder distal über die Knieflexion auslösbar.

Auf was ist bei dieser Dehnvarinate zu achten?

  • Dehnung wird proximal über Hüfte ausgelöst.
  • Winkel wird mit Standbein eingestellt.

Wo liegen die Probleme und Vorteile bei dieser Dehnung für die Knieextensoren?

  • beidseitiges Dehnen ist suboptimal
  • Belastung für Knie für viele zu gross
  • durch Anspannen des Gesässes zur aktiven Dehnung ausbaubar.

Warum ist diese Dehnvariante so effektiv?

  • Ausweichbewegungen sehr eingeschränkt
  • M. rectus femoris kann die Hüfte nicht anheben, da das Standbein die Hüfte stabilisiert.

Gib ein Beispiel für eine Übung zur isometrischen Kräftigung des M. quadriceps femoris.

An die Wand anlehen mit einem Kniewinkel von ca. 90° und halten. (Wall sit)

Gib ein Beispiel für eine Übung zur dynamischen Kräftigung des M. quadriceps femoris.

Abwechselnd in die Hocke gehen und aufrichten. (Squat)

Gib ein Beispiel für eine Übung zur  Kräftigung des M. quadriceps femoris im offenen System.

Leg extension auf Gerät

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