FÜHRUNG 2
Lektion 2 Mauro Feltres Scripts
Lektion 2 Mauro Feltres Scripts
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Cartes-fiches
Nimmt die Bedeutung von Kommunikation bei wachsendem Grad an Führungsarbeit und steigender Management-Stufe (Lower–Middle–Top) zu oder ab?
Die Bedeutung der Kommunikation nimmt zu.
Lower: 60 %
Top: 80 %
Zeichnen Sie den Kommunikationskreislauf/-prozess.
Sender –> Kodierung –Medium/Medien–> Botschaft –Medium/Medien–> Dekodierung –>Empfänger
<– Feedback (Störpegel) <– Reaktion
Nennen Sie Kommunikationstheorien und beschreiben Sie diese kurz.
Kommunikationsquadrat TALK von Schulz von Thun:
- 4 Seiten einer Nachricht des Senders
- Äusserung beinhaltet T: Tatsache/Thema/Inhalt, A: Ausdruck, eigene Selbstoffenbarung, L: Lenkung/Apell, K: Kontakt/Beziehungen
- Empfänger hat 4 Ohren
Das Johari-Fenster
- Beschreibt die mögliche Veränderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Arena 1/A: Bereich freien Handelns (allen bekant), Arena 2/B: Blinder Fleck (anderen bekannt), Arena 3/C: Verbergen (nur selbst bekannt), Arena 4/D: Unbewusstes (keinem bekant)
- Methode zum Erleuchten des blinden Flecks: 360°-Feedback
Beschreiben Sie umfänglich einen Konflikt von Anfang bis Ende.
Nach Freidrich Glasl gibt es in einem Konflikt 9 Eskalationsstufen.
1. Verhärtung, 2. Debatte, 3. Taten (statt Worte), 4. Sorge um Image/Koalitions- und Lagerbildung, 5. Gesichtsverlust, 6. Drohstrategien, 7. Begrenzte Vernichtungsschläge, 8. Zersplitterung, 9. Gemeinsam in den Abgrund
- Stufen 1–3: Diese fordern den Vorgesetzten als Moderator (wobei die "Debatte" durchaus auch produktiv sein kann!)
- Stufen 4–6: Bereits kritisch – hier gibt es zwangsläufig einen Verlierer (Gesichtsverlust). Meistens bedeutet "verlieren" hier schon "Kündigung", wobei der Vorgesetzte als Prozessbegleiter, Einzelbegleiter auftritt.
- Stufen 7–9: Ab Stufe 6 ist bereits professionelles Therapieverständnis gefragt.
Welche menschlichen Konfliktlösungsfähigkeiten kennen Sie?
- Reflexionsvermögen
- Selbstkritik
- Wohlwollen
- Empathie (Gefühle anderer wahrnehmen)
Beschreiben Sie eine Methodik zur Konfliktlösung.
1) Konfliktanzeichen erkennen
- Unterschliedliche Ziele
- Mangelnde Kommunikation (fachlich und/oder persönlich)
- Kognitive Struktur
- Leistungsrückgang
- Verhaltensänderung
2) Konflikte beurteilen
- Zweierkonflikt?
- Dreierkonflikt?
- Gruppenkonflikt?
- Zielkonflikte?
- Wertekonflikt (einer kommt immer um 7:00 Uhr etc.)?
3) Konfliktgespräch(e) führen
- Gesprächseinstieg
- Sichtweisen klären
- Gemeinsame Lösung finden
- Vereinbarungen treffen
- Gesprächsabschluss
Definieren Sie den Begriff Mobbing.
Mobbing ist eine konfliktbelastete Kommunikation am Arbeitsplatz, bei der die angegriffene Person
- sozial oder kognitiv unterlegen ist,
- systematisch und über längere Zeit angegriffen wird,
- mit dem Ziel des Ausstosses,
- und dies als Diskrimierung auffasst.
Nennen Sie typische Mobbing-Merkmale/wichtige Merkmale zur Beurteilung einer Mobbing-Situation.
- Häufigkeit: Schikanen wiederholen sich regelmässig
- Dauer: Konfliktsituation zieht sich über einen längeren Zeitraum hin
- Systematik: Schikane nicht zufällig sondern geplant
- Ungleiche Machtsrukturen: soziale und oder kognitive Ungleichheit – Opfer hat wenig bis keine Möglichkeit, sich zu wehren/auf die Geschehnisse Einfluss zu nehmen
- Zielgerichtetheit: Mobbing ist gezielt auf eine Person (selten eine Personengruppe) gerichtet. Bei schlechtem Betriebsklima hingegen sind mehr oder weniger alle Mitarbeiter betroffen
Beschreiben Sie typischen Phasen der Entstehung von Mobbing.
1) Der Konflikt baut sich auf
- Einzelne Konflikte, einzelne Unverschämtheiten und Gemeinheiten
2) Psychoterror
- Übergang vom Mobbing zum Psychoterror
3) Arbeitsrechtliche Brüche und Massnahmen
- Rechtsbrüche durch Über-/Fehlgriffe der Personalverwaltung
- Leistung geht zurück – Ergebnisse werden schlecht – Absenzen/Krankheiten nehmen zu
- Reslutat: Abmahnung/Verweis
4) Ausschluss/Ende des Arbeitsverhältnisses
- Auschluss aus der Arbeitswelt
- Abschieben und Kaltstellen
- Mehrere Versetzungen hintereinander
- Frührente
- Langfristige Krankschreibung
- Abfindung
- Einlieferung in eine Nervenheilanstalt
Welche Verteilung kommt beim Mobbing vor? Welches sind die typischen Versus-Szenarien?
VG –> MA ca. 40 %*
MA <–> MA ca. 40 %*
MA –> VG ca. 20 %
*Verantwortung beim VG!
Welche Gründe/Ursachen hat Mobbing?
1) Mängel in der Organisations-/Kommunikations-/Informationsstruktur
- Aufgaben/AKVs, Weisungen/Prozesse, Gärtlidenken, Infowesen/Infopolitik
2) Führungsverhalten der Vorgesetzten
Durchsetzungsvermögen/Entscheide, fehlende Bindung/Kommunikation, mangelnde Konfliktfähigkeit
3) Die soziale Stellung der Betroffenen
- Kultur, Sprache, Hautfarbe, soziale Rahmenbedingungen (privat, Single Mom, ...)
Beschreiben Sie einen exemplarischen Lösungsweg zur Mobbingproblematik.
- Erkennen (erkennen wollen)
- Erstgespräche führen
- Vermitteln
- Externe Mediatoren einschalten
GENERELL VORBEUGEND: Betriebliche Moral/betriebliche Werte!