Fremd und Eigenschutz in der Praxis / Bakterien, Viren, Pilze, Prionen, Infektionen / SSO Richtlinien

Aufbau Bakterienzelle, Viren, Pilze, SSO + CDH Richtlinien, Fremd und Eigenschutz aufzählen in der Praxis

Aufbau Bakterienzelle, Viren, Pilze, SSO + CDH Richtlinien, Fremd und Eigenschutz aufzählen in der Praxis

Natalie Brüngger
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Natalie Brüngger
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über den Fremd- und Eigenschutz in medizinischen Praxen, mit Fokus auf Bakterien, Viren, Pilze und Prionen. Sie behandeln Infektionsquellen, Übertragungswege und Schutzmaßnahmen wie Desinfektion und Sterilisation. Praktiker lernen, wie sie sich und Patienten vor Infektionen schützen, indem sie die richtigen Handschuhe, Mundschutz und Hygienemaßnahmen anwenden. Die Karteikarten helfen dabei, die Unterschiede zwischen SSO- und CDH-Richtlinien zu verstehen und sicherzustellen, dass die Praxisumgebung sicher bleibt.
Karten
62
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
29.09.2015 / 30.01.2018

Lernkarten

Was gehört alles zum Eigenschutz? Aufzählung:

 

- Impfung Hep B      - Auf dem Tray Ordnung halten wegen Stichferletzung

- Schutzbrille           - Pat vor Bh mit CHX sphlen lassen für Keimverminderung

- Mundschutz          - "Richtiges" Recapping

- Handschuhe /Haushaltshandschuhe im Steri

Was muss ich nach dem Patienten alles neu anziehen?

Ja Mundschutz, Handschuhe und Schutzbrille desinfizieren.

Was gehört alles zum Fremdschutz? aufzählen:

 

- Wischdesinfektion im Behandlungszimmer Keine Spraydesinfektionsmittel

- Händedesinfektion    - Persöndliche Hygiene (Haare zusammen, keinen Schmuck, Handschuhe, Mundschutz, Brille)

- Bodendesinfektion     - Desinfektion der Abdrücke

- Instrumentenaufbereitung im Steri   - Doppelabfallsystem

- Wartung Technischer Anlagen

Keimverminderung im Unit (Durchspühlen mit Wasser)

- korrekte Entsorgung

Desinfektion im Behandlungszimmer (nicht der Ablauf sondern Grundlegend)

Eine Systematische Oberflächendesinfektion ist zwingend im Behandlungszimmer. Man desinfiziert immer von dort wo es am wenigsten Bakterien hat zu viel Bakterien (Speibecken). Vor allem auch Türgriffe /Fenstergriffe / Stuhlhebel um Sitzhöhe zu verstellen und Computertastatur / Maus sollten gründlich desinfiziert werden. Auch die Units sollten jeden Morgen oder nach langen Pausen mit Wasser 3min durchgespühlt werden. Die Bodendesinfektion übernimmt in der Regel das Reinigungspersonal. Wenn nicht ist ein Dampfsauger empfehlenswert.

Händedesinfektion (nicht der Ablauf sondern Grundlegend)

Verschmutzte Hände werden vor Arbeitsbeginn mit Seife und Wasser gründlich gereinigt. Danach folgt die korrekte Händedesinfektion. Das Personal desinfiziert die Hände immer vor einem Patienten und nach einem Patienten. Auch desinfiziert man die Hände nach der Begrüssung des Patienten. WIchtig den ganzen Tag sollten die Hände nicht mehr gewaschen sondern nur noch desinfiziert werden ausser beim Toilettengang.

Wichtig: Die Hände müssen regelmässig mit Handcreme gepflegt werden.

Sterilisationsablauf in der ROTEN Zone? und was ist das Ziel in der Roten Zone?

in der roten Zone ist das Ziel Kreuzinfektionen bei der Aufbereitung von Instrumenten zu vermeiden.

Die benutzten Instrumente werden gelagert und Desinfiziert (Bad -Desinfektion) und dan gerreinigt (Thermodesinfektor)

Wichtig dieser Vorgang wird alles mit dicken roten Haushaltshandschuhen, Schutzbrille und Mundschutz erledigt

Bad desinfektion

Die Bad - Desinfekton wird heute nicht mehr so gerne gesehen weil man sehr genau auf die Zeit und Menge von Lösungsmittel achten muss. Es ist relativ aufwändig immer die Bad desinfektion herzustellen.

Thermodesinfektor

Teure Anschaffungskosten dafür aber eine super Desinfektion. Die Instrumente können direkt von der Behandlung in den Termo eingeräumt werden und dieser erledigt dann die ganze Arbeit.

10 min bei 95 Grad im Termo danach sind die Instrumente desinfiziert.

Definition Sterilisation: (Bedeutung)

Sterilisation ist das Abtöten aller vermehrungsfähigen Mikroorganismen. Das Ergebmis der Sterilisation, ist vollständige Keimfreiheit. Ziel der Sterilisation ist es, alle Formen von Leben, einschliesslich DNA/ RNA Viren nd Prionen, irreversibel zu zerstören

Definition: Desinfektion (Bedeutung)

Ziel der Desinfektion ist eine Keimreduktion! Bei der Desinfektion werden die Infektionserreger so weit reduziert, dass eine Infektion bez. übertragung ausgeschlossen werden kann.

Sterilisationsablauf in der GELBEN Zone?

In der Gelben Zone werden die Instrumente/ Winkelstücke mit normalen Behandlungshandschuhen kontrolliert, gewaschen und gepflegt. Sie werden in Traxs oder Klarsichtfolien verpackt. Wichtig immer 2 Schweissnähte machen.

Sterilisationsablauf in der GRÜNEN Zone?

 

Die Grüne Zone ist die sterile Zone. Hier werden die Instrumente / Trays sterilisiert bei Autoklaven Typ B bei 134C.

Eine erfolgreiche Sterilisation muss immer Protokolliert werden. Es muss eine 100% Garantie sein, dass die Instrumente steril sind.

Desswegen müssen regelmässige verschiedene Test durchgeführt und auch 1x im Jahr ein Techniker vorbeikommen für eine Wartung.

ACHTUNG: offene Instrumente sind nicht steril sie sind nur desinfiziert für 24h

Eine Lückenlose Sterilisationskontrolle umfasst 5 Punkte:

1. Kontrolle des Sterilisationsgerätes

2. Behandlungskontrolle

3. Ladungskontrolle

4. Sterilgutkontrolle

5. Dokumentation

Was sind Bioindikatoren?

Sporenträger die Mitsterilisiert werden. Nach erfolgter Sterilisation muss der verpackte Sporenträger in das betreffende Labor eingeschickt werden. Dieser wird dann dort ausgewertet. Nach einigen Tagen erhält die Praxis einen Bericht

Was ist der 3M Attest?

Auch Sporenträger die mitsterilisiert werden aber dieser muss nicht ins Labor geschickt werden sondern kann in der Praxis ausgewertet werden.

Was ist der Bowie-Dick Test?

Testladung bestehend aus speziellen Baumwolltücher, welche nach Vorschrift gefaltet und von Hand gepresst in ein Tuch eingeschlagen werden. In der Mitte hat es ein chemischer Indikator. Das Paket wird auf den Boden des Sterilisators gelegt. Bei Prozessende kann der Farbumschlag im Indikator kontrolliert werden. Ein vollständiger Farbumschlag bedeutet eine begünstigte Belüftung des Sterilisator.

Was ist der Vakuumtest?

Dieses Programm wird als aller erstens laufen gelassen wenn man in die Praxis kommt. Ist dieser Test nicht erfolgreich darf nicht weiter sterilisiert werden.

Was ist ein Steri- Gage?

Test den Man zu jeder Ladung mitsterilisiert. Spricht auf Zeit, Temperatur und Anwesenheit von Dampf an.

Auf dem Sterigage erscheint eine schwarze Verfärbung wenn dies erreicht wurde.

ACHTUNG: Der Sterigage kann nicht als Protokollierung verwendet werden da er sich in den 10 Jahren verfärbt.

Was ist ein Multiparameter- Indikator

dünne Kartonstreifen die vor dem Sterilisieren gelb sind und sich während dem Sterilisationsprozess auf braun/schwarz verfärbt. Wenn die Farbe des Kartonstreifen mit der aufgedruckten Kontrollfarbe übereinstimmt war der Sterilisationsgang einwandfrei.

Wie sollten Trays / Instrumente gelagert werden?

Sie sollten an einem staubfreien, trockenen Ort ausserhalb der Behandlungszone gelagert werden. offene Instrumente sind nur 24h desinfiziert. Hingegen verpackte Trays können bis 3 Monate gelagert werden

Formulieren Sie das Ziel eines Hygienekonzepts in der zahnärztlichen Praxis.

Verhinderung der Infektionsübertragung von einem Patienten auf einen anderen Patienten und auf die Mitglieder von Praxisteam und Dentallabor und umgekehrt. Es muss jeder Patient als Risikopatient angeschaut werden und die Desinfektion muss immer gleich ablaufen egal ob Risikopatient oder nicht.

- Verhinderung von Kreuzinfektionen

- Kontakt mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten soweit wie möglich verhindern

- Periodische Schulung des Personals und Hygienekontrollen

- die einzelnen Hygienemassnahmen in der Praxis werden durch einen klaren Hygieneplan geregelt.

Was beinhaltet die korrekte Entsorgung?

Alle Abfälle werden nach einem schriftlich festgehaltenen Konzept entsorgt.

Infektiöse Abfälle (Kontaminiert mit Blut/Speichel/Eiter) werden in einem Behälter gesammelt und in Abfallsäcken entsorgt (Doppelabfallsystem)

Schneidende und spitzige Abfälle werden in stichfesten, flüssigkeitsdichten, verschliessbaren und markierten Behältern entsorgt.

Sonderabfälle wie Entwickler/ Fixierer/ Amalgam/ RX Bleifolie / Gold werden ebenfalls in Behältern gesammelt und werden fachgerecht entsorgt.

Definition Medizinische Mikrobiologie?

Lehre von den Ursachen der Infektionskrankheiten

Durch was entstehen Infektionskrankheiten?

Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze, Viren, Protozonen, Würmer, Gliederfüssler

 

Was sind Mikroorganismen?

Mikroorganismen sind meist einzellige Lebewesen, die nur über das Mikroskop erkannt werden können.

BAKTERIEN: Definition Bakterien?

Bakterien sind einzellige Mikroorganismen, die sich durch Zellteilung vermehren. Sie haben einen eigenen Stoffwechsel und sind auf Nährböden züchtbar.

Bakterien haben Zellgestalt, aber keinen echten Zellkern

In was können sich Bakterien verwandeln?

Sporen

Was sind Sporen?

Sporen ist die Dauerform von Bakterien. Sie bilden eine Schutzschicht um ihre wichtigsten Zellteile. So überstehen sie ungünstige Bedingungen wie Kälte, Hitze, Trockenheit und Desinfektionsmittel. Ist die Gefahr vorbei, werden sie wieder normale Bakterien (lebende Form)

Sporen können nur duch die Sterilisation getötet werden.

In was kann man Bakterien aufteilen?

Aerobe Bakterien

Anaerobe Bakterien -> Fakultativ anaerobe Bakterien

                                -> obligat anaerobe Bakterien

Was sind Aerobe Bakterien?

Aerobe Bakterien brauchen Sauerstoff sie verbrennen ihre Energie durch Oxidation (Verbrennung O2)

Was sind Anaerobe Bakterien?

Anaerobe Bakerien brauhen keinen Sauerstoff Sie verbrennen Ihre Energie mti Stickstoff. Anaerobe Bakterien werden nochmals in zwei Gruppen eingeteilt:

Fakultativ anaerobe Bakterien: können mit O2 leben brauchen ihn aber nicht --> Gefählicher

Obligat anaerobe Bakterien: sterben ab wenn sie mit O2 in Berührung kommen.

Aufbau einer Bakterienzelle (Grobaufstellung)

- Schutzkapsel

- Zellmembran

- Zellwand

- Kernäquivalent =verkneuelte DNA

- Plasmide

- Zellplasma

- Ribosomen

Schutzkapsel der Bakterienzelle:

- für den Schutz

- zur anhaftung an eine Wirtszelle

- Manche Bakterien haben Geisseln zur Fortbewegung

Zellwand der Bakterien:

- Wichtiger Angriffspunkt für Antibiotika

- Hauptbestandteil der Zellwand ist das Mrein

- Zellwand von Grampositiven und gramnegativen Bakterien ist unterschiedlich aufgebaut

Zellmembran einer Bakterienzelle:

- Typische Elementarmembran

- Eingebaute Proteine und Enzyme, sind für lebenswichtige Aufbau und Stoffwechselvorgänge der Bakterienzelle verantwortlich.

Kernäquivalent einer Bakterienzelle:

- Kein Typischer Zellkern sonder nur stark verknäuelte DNA.

- enthält die Erbinformation

Plasmide in der Bakterinenzelle:

 

Kleine DNA die in vielen Bakterienzellen vorkommen

Schwimmen einfach im Zellplasma

Für Antibiotika resistenz verantwortlich

Zellplasma der Bakterienzelle:

 

- bestehend aus 80% Wasser

- Auch Zytoplasma genannt

- Im Zytoplasma läuft der Grossteil der Stoffwechselreaktionen ab.

- Enthät neben den vielen gelösten Stoffen die Ribosomen

- Im Zytoplasma sind oft Reservestoffe wie Glykogen, Stärke, Fette lokalisiert

Ribosomen der Bakterienzelle:

 

- Aufbau von Eiweissen = Proteinsynthese

- Veranlassen den Bau neuer Zellen

Wie unterscheidet sih der Aufbau von Grammpositiven und Grammnegativen Bakterien?

Der Bedeutende Unterschied ist die Zellwand. Die Zellwand bei Grammnegativen Bakterien ist 2-3 Schichten dick. Eine weitere, wichtige Struktur der Zellwand gramnegativer Bakterien ist die äussere Membran.

Die Zellwand Grammpositiver Bakterien ist bis zu 40 Schichten dick.

Grammnegative Bakterien: Haben nur eine Murein Schicht + zusätzliche äussere Schicht welche Lipopolysaccharide beinhaltet. Bei Zerfall der Bakterien oder bei der Zellteilung werden Endotoxine freigesetzt und der Körper reagiert mit Entzündungssymptomen darauf.

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