Fotografie + Bildkommunikation

Fotografietechnik, Kategorisierung, Grundtypen, Grundarten von Linsen/Objektive, Geschichte der Fotografie, etc.

Fotografietechnik, Kategorisierung, Grundtypen, Grundarten von Linsen/Objektive, Geschichte der Fotografie, etc.

Zikrullah Yurdagün
Lernen

Zikrullah Yurdagün
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Fotografie und Bildkommunikation, geeignet für Berufslehrlinge. Sie behandeln zentrale Themen wie Licht, Brennweite, Blende und Bildwinkel, sowie die Funktionsweise von Kameras und die Geschichte der Fotografie. Die Karteikarten sind ideal für angehende Fotografen und Gestalter, die ihr Verständnis für Bildkommunikation vertiefen und praktische Techniken erlernen möchten.
Karten
18
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
31.05.2015 / 16.06.2024

Lernkarten

Was vermitteln Bilder?

  • Bei den Steinmenschen dienten die Höhlenmalereien, so glaubt man, grösstenteils magischen Zwecken (bessere Jagdchancen). Seltener erzählten sie eine Geschichte oder waren eine Gedächtnisstütze für den Zeichnenden.
  • Bilder erzeugen allgemein Emotionen, wecken Erinnerungen. Die Bildaussage löst Gefühle beim Betrachter aus. 

Fasse die Geschichte der Fotografie kurz zusammen:

  • Die Camera Obscura (lat. für dunkler Kammer) war ursprünlich ein abgedunkelter Raum mit einem Loch in der Wand. Das Licht projizierte spiegelverkehrt ein Abbild der Aussenwelt auf die gegenüberliegende Wand. Bereits Aristoteles erkannte dies im 4. Jhd. v. Chr. Jedoch deutete Leonardo da Vinci im 15./16. Jhd. die Funktionsweise richtig. Im 17. Jhd. wurde die ursprüngliche Camera Obscura zu einem transportablen Kasten.
  • Ab 1815 beschäftigte sich der wohlhabende Advokat Joseph Nicéphore Niépce mit der Lithografie und ab 1816 mit der Camera Obscura und versuchte Papierbilder herzustellen. 1822 gelingt ihm das Anfertigen einer lichtbeständigen Kupferstichkopie auf einer Glasplatte, 1824 auf einer beschichteten Zinkplatte. Die Heliografie, das älteste erhaltene Bild gilt als erstes Foto und wurde 1826 aufgenommen.
  • Die Entwicklung des Papiers, der Entwicklungschemikalien, Verschlüssen etc. gingen in den nächsten 50 Jahren kontinuierlich voran.
  • 1888 beginnt die Produktion der ersten industriell gefertigten Rollfilmkamera, der Kodak Nr. 1 von George Eastman und kostet teure 25 Dollar. Die Industrialisierung bringt den Durchbruch.

Nenne Kategorien der Fotografie:

  • Akt
  • Architektur
  • Erotische Fotografie
  • Infrarot
  • Konzert
  • Krieg
  • Landschaft
  • Luftbild
  • Makro
  • Mode
  • Nacht
  • Natur
  • Panorama
  • Porträt
  • Produkt
  • Reise
  • Reportage
  • Satelliten
  • Serien
  • Sport
  • Theater
  • Tier
  • Unterwasser
  • Wissenschatliche Fotografie

Zähle vier Tätigkeiten auf, bei denen man als Gestalter Werbetechnik fotografieren muss:

  • Vorlagen zum Gestalten
  • Anleitungen (Bildlegenden)
  • Belegs-/ Musterfotografie
  • Arbeitsdokumentation

Zähle 5 Kameratypen auf:

  • Spiegellose Kameras (digital) (Allzweckkamera)
  • Spiegelreflexkameras (wenn Gewicht und Grösse keine Rolle spielen und der Zweck das Fotografieren ist)
  • Kleinformat-/ Kompaktkameras (Allzweckkamera)
  • Halbkompakt-/ Bridgekameras (z.B. Kompaktkameras mit wechselbaren Objektiven, wenn man anständige Bilder machen und trotzdem die Kompaktheit haben will + wechselbare Objektive erhöhen die Möglichkeiten und sind günstiger in der Reparatur) 
  • Studio-/ Grossformatkameras (professioneller Einsatz)

Wie ist der Aufbau und die Funktionsweise einer Spiegelreflexkamera?

  • Durch den Aufbau mit einem beweglichen Spiegel entspricht das Bild, das man im Sucher sieht, immer dem Foto, den man aufnimmt. Parallaxefehler wie bei Sucherkameras gibt es nicht. 
  • Die Mattscheibe ist vom Spiegel genausoweit entfernt wie der Film / Sensor, so dass beide gleich dargestellt werden.
  • Das Pentaprisma sorgt dafür, dass der Fotograf das Bild seitenrichtig sieht. 

Bei der Belichtung wird zuerst der Spiegel nach oben weggeklappt, danach öffnet sich der Verschluss gemäss festgelegter Zeit und das Licht trifft direkt auf den Film / Sensor.

Wie dick ist die lichtempfindliche Schicht beim Schwarz-Weiss-Film, wie wird sie genannt und woraus besteht sie?

  • 0.01 mm (10 mü)
  • Emulsion
  • Silberhalogenidkristalle in Gelatine

Was entsteht bei der Belichtung mit den Silberhalogenidkristallen?

Es entstehen Silberkeime (Belichtungskeime), die das latente Bild bilden.

Bei der Entwicklung geschieht ein chemischer Prozess, was hat dieser zur Folge?

Es entsteht eine Schwärzung und Verstärkung des latenten Bildes.

Was geschieht mit den unbelichteten Silbersalzen beim Fixierprozess?

Die wasserlöslichen Silbersalze werden aus der Emulsion herausgelöst. 

Welche Sensortypen gibt es bei digitalen Kameras?

  • CCD (Charge Coupled Device), hat eine bessere Qualität und eine höhere Lichtempfindlichkeit
  • CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor), sind kostengünstiger und erzeugen weniger Bildrauschen bei weniger Stromverbrauch.

Was bewirkt der Weissabgleich?

Die Farben werden so lange verändert, bis Weiss Weiss erscheint, ohne Farbstich. Licht ist elektromagnetisch und hat verschiedene Frequenzen, eine Frequenz ist die Änderung der Stärken von Elektrizität und Magnetismus. Weisses Licht hat sämtliche Frequenzen in bestimmten Anteilen. Sind die Anteile verschieden, hat das Licht eine andere Färbung. Ein Blaustich entsteht, wenn der Blauanteil grösser ist. 

Was ist die Brennweite?

Die Brennweite ist der Abstand zwischen der Linse und dem Fokus, also dem Brennpunkt. Von ihr hängt der Bildwinkel ab und beschreibt, in welchem Winkel sich maximal Objekte befinden dürfen, damit sie noch abgebildet werden.

kurze Brennweite = grosser Bildwinkel = verkleinernde Abbildung
lange Brennweite = kleiner Bildwinkel = vergrössernde Abbildung

Was ist die Funktion der Blende?

Mit ihr lässt sich die Öffnung des Objektivs verkleinern und die Menge des einfallenden Lichts kann reduziert werden. Eine offene Blende führt zu einer kurzen Belichtungszeit, schliesst man die Blende, ergibt sich eine längere Belichtungszeit. Je weiter die Belende geschlossen ist, desto grösser wird der Schärfentiefen-Bereich. 

Welche Bildauflösung benötigt man für welche Bildgrösse?

Ausgabegrösse in cm dividiert durch 2.54 multipliziert mit der Ausgabeauflösung in dpi. Es ist immer besser, wenn die Bildgrösse auf höhere Werte eingestellt wird und die Bildqualität auf niedrigere Werte, als umgekehrt. 

Welche Wirkungen bewirken Lichtquellen aus verschiedenen Seiten und was bewirkt der Lichtdurchmesser?

  • Seitenlicht: zur Betonung von Konturen, sind wirkungsvoll bei Profilaufnahmen
  • Oberlicht: ist für Portraitaufnahmen nicht geeignet
  • Unterlicht: geeignet für Effekte oder zur Abschwächung von nach unten fallenden Schatten
  • Gegenlicht: von vorne kommendes Licht, das direkt auf das Objektiv trifft, es können unerwünschte Reflexionen entstehen.
  • Kleine Lichtquellen werfen dunkle Schatten mit scharfen Rändern. Grosse Lichtquellen werfen helle Schatten mit verschwommenen Rändern.
  • Ist die Lichtquelle weit entfernt, wirft sie dunkle Schatten mit scharfen Rändern. Ist sie nah, sind die Schatten heller und haben weichere Ränder.

Nenne vier Kriterien für die Schriftwahl:

  • Lesbarkeit
  • Zeitgeist
  • Einsatzgebiet
  • Zeichenumfang

Wozu braucht es Gestaltungsgesetze?

Sie sind eine Hilfe um eine prägnante, themenbezogene, organisierte Gestaltung zu machen. 

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