Fiwi (TBW) Kapitel 1 - Analyse wirtschaftlicher Prozesse

FiWi für den technischen Betriebswirt

FiWi für den technischen Betriebswirt


T. E.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Analyse wirtschaftlicher Prozesse in Unternehmen. Sie behandeln zentrale Themen wie Liquidität, Rentabilität, Finanzierung und Investition, wobei Begriffe wie Finanzierungsregel, Kapital und Deckungsgrade im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachkräfte im Finanzbereich, die ihre Kenntnisse in der Finanzwirtschaft vertiefen möchten, um fundierte Entscheidungen zu treffen und die finanzielle Stabilität von Unternehmen zu sichern.
Karten
18
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
18.04.2014 / 05.01.2025

Lernkarten

Was ist die Zielsetzung der Finanzwirtschaft?

  • Statische und dynamische Liquidität

  • Finanzielles Gleichgewicht

Wie lässt sich der Zusammenhang zwischen FInanzierung und Investition erklären?

Die Finanzierung befasst sich mit der Kapitalherkunft inkl Kapitalrückzahlung, Kapitaldisposition, Gestaltung der Zahlungsströme und Kapitalstrukturpolitik aus EK und FK eines Unternehmens.

Bei der Investition wird sich mit der Kapitalverwendung, also mit den Vermögensgegenständen, die beschafft wurden oder beschafft werden sollen.

Daher kann die Finanzierung und Investion nicht unabhängig betrachtet werden.

Es kann nicht investiert werden ohne dass vorher grundlegend festgestellt wird, ob das notwendige Kapital beschafft werden muss.

Und umgekehrt muss erst die Finanzierung stehen bevor eine Investition getätigt wird.

 

Beschreibe den Güter- und Finanzstrom eines Unternehmens!

 

Güter- und Finanzstrom Grafik

Was ist das Ziel der Finanzwirtschaft?

Das wirtschaftliche Gleichgewicht zwischen Liquiditätsicherung und Rentabilität des Kapitals zu sichern.

  • Liquidität
  • Rentabilität
  • Sicherheit der Kapitalanlagen
  • Unabhängigkeit des Unternehmens in Bezug auf Entscheidungen (hoher FK-Anteil)

Was bedeutet Liquidität?

Zu jeder Zeit ist es dem Unternehmen möglich seine zwingend nötigen Zahlungverpflichtungen in voller Höhe nachzukommen.

Wie wird die Liquidität unterschieden und beschreibe es kurz?

 

  1. Die statische Liquidität prüft die Zahlungsfähigkeit für kurzfrisige Verbindlichkeiten.
  2. Die dynamische Liquidität ist mit der Finanzplanung des Unternehmens verbunden und dient dem Controlling der Unternehmenssteuerung.

Was muss eine dynamische Liquidität darstellen?

Und was wird mit einer Periodenliquidität ermittelt?

  • Ein-und Auszahlungen erfassen
  • Zahlungsströme mittels Finanzplänen darstellen

Mit einer dynamischen Liquiditätsermittlung wird es möglich planerisch eine Periodenliquidität zu ermitteln und daraus frühzeitig künftige Gefährdungen zu erkennen.

Welche Zielkonflikte ergeben sich zwischen Rentabilität und Liquidität in der Finanzwirtschaft?

Eine hohe Liquidität gibt dem Unternehmen eine gewisse Sicherheit.

Diese Sicherheit bringt dem Unternehmen aber einer schlechteren Retablilität, da das Geld auf dem Firmenkonto brachliegt und nur geringe Zinserträge einbringt.

Ziel des Unternehmens ist es zwischen Sicherheit und Risiko einen optimalen Weg zu finden.

Da aber die Planungszeiträume meist zu kurz sind ist es schwierig die Entwicklung von Investition, Umsätze und Gewinne sicher zu beurteilen.

Was versteht man unter der vertikalen Finanzierungsregel?

  • Verhältnis von EK zu GK (EK-Quote) = statischer Verschuldungsgrad

Eine hohe EK-Quote gibt den Gläubigern Sicherheit.

Anzustreben wäre eine EK-Quote von >25-40%.

Was bedeutet die 1:1-Regel beim Verschuldungsgrad?

Verschuldungskoeffizient = FK/EK

Der Verschuldungskoeffizient gibt z.B. bei der 1:1-Regel an, das 50% EK und 50% FK im Unternehmen vorhanden sind.

Dies ist als sehr gut zu bewerten.

 

Was versteht man unter der horizontalen Finanzierungsregel?

(goldene Bilanzregel/ Deckungsgrade)

Ziel ist die Fristenkongruenz.

  • langfristige Vermögensstände langfristig finanziert
  • kurzfristige Vermögenssstände kurzfristig finanziert

Wenn z.B. langfristige Vermögensstände kurzfristig finanziert werden, verursacht dies hohe Zinsen und schmälert die Liquidität, die für den betrieblichen Leistungsprozess benötigt wird.

Ausnahme: Langfristiges Umlaufvermögen, das als eiserne Reserve langfristig im Unternehmen gebunden ist.

Oder Mindestbestand an Forderungen, der dauerhaft im Unternehmen bleibt.

Was versteht man unter der goldenen Finanzierungsregel?

Analog zu den Deckungsgraden sind die goldenen Finanzierungsregeln Kennzahlen zur Überprüfung der Fristenkongruenz.

goldene Finanzierungsregel (langfristig)

langfristiges Vermögen/ langfristiges Kapital = < 1

goldene Finanzierungsregel (kurzfristig)

kurzfristiges Vermögen/ kurzfristiges Kapital = > 1

 

Beschreibe die 3 Deckungsgrade der goldenen Bilanzregel?

(horizontale Finanzierungsregel)

Deckungsgrad 1:

EK / AV x 100

Deckungsgrad 2:

langfr.Kapital (EK+langfr.FK) / Anlagevermögen x 100

Deckungsgrad 3:

langfr.Kapital (EK+langfr.FK) / Anlagevermögen+langfr.Umlaufvermögen x 100

 

Hintergrund der Deckungsgrade ist der Schutz des Anlagevermögens vor dem Risiko, dass ein Entzug des FK einen Deinvestionsprozess notwendig macht.

Was versteht man unter dem Working Capital in Zusammenhang mit der Finanzierungs-/Liquiditätsanalyse?

Das WC (=Liquidität 3.Grades ) ist der Überschuss des Umlaufvermögens zu dem kurzfr.FK.

Formel (WC als absolute Zahl):

Umlaufvermögen - kurzfr.Verbindlichkeiten

Positives Ergebnis bedeutet das UV durch langfr.Kapital finanziert und ein negatives Ergebnis bedeutet, dass AV durch kurzfr.FK finanziert wurde.

 

Was ist der Cash Flow (Kassenfluss)?

Ist der frei verfügbare Finanzmittelstrom einer Periode.

Zeigt Liquidität und Selbstfinanzierungsspielraum.

Kann zu Investitionszwecken, Schuldentilgung oder Ausschüttung an Gesellschaft genutzt werden.

 

Formel:

Einzahlung-Auszahlung

Was versteht man unter Rentabilität und welche Kennzahlen werden unterschieden?

Die Rentabilität ist im weiteren Sinne eine Ableitung des ökonomischen Prinzips der Gewinnmaximierung.

⇒ Aus dem eingesetzen Kapital das maximum an Gewinn produzieren oder die niedrigsten Kosten verursachen.

Unterschieden wird:

  • Eigenrentabilität (Unternehmerretabilität) = Jahresergebnis*/ EK x 100
  • Gesamtretabilität (Unternehmensretabilität) = Jahresergebnis* + FK Zinsen/ EK x 100
  • Umsatzrentabilität = Jahresergebnis*/ Umsatzerlöse x 100

*Gewinn aus GuV vor Steuern vom Einkommen und Ertrag

Was versteht man unter dem Leverage-Effekt?

Wenn die Kosten des Fremdkapitals geringer sind als die Gesamtkapitalrendite, so führt der Einsatz von Fremdkapital zur Erhöhung der EK-Quote - positiver Leverage-Effekt.

 

 

Was sind die Aufgaben des Rechnungswesens?

Dokumentationsaufgaben (Alle Gesch?ftsvorf?lle anhand von Belegen);Kontrollaufgaben (Wirtschaftlichkeit, Rentabilit?t berwachen); Dispositionsaufgaben (ZDF fr U-Leitung fr Entscheidungsvorlagen); Informationsaufgaben (Vorschriften gegenber Banken, Finanzamt, Gl?ubiger)

Lernen