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Sprache Deutsch
Stufe Grundschule
Erstellt / Aktualisiert 18.02.2015 / 18.01.2016
Lizenzierung Keine Angabe     (Material von Prof. Ronnie Schöb)
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Ergebnis im Grundmodell nach Steuereinführung

  1. Die Verteilung der Traglast ist unabhängig von der Verteilung der Zahllast.
    => Steuer treibt einen Keil zwischen Konsumenten- und Produzentenpreis.
  2. Es spielt keine Rolle, ob Nachfrager oder Anbieter die Steuer bemerken.
    • Anbieter orientieren sich immer am Nettopreis, unabhängig davon, ob der Nachfrager noch eine Steuer abzuführen hat.
    • Nachfrager orientieren sich am Bruttopreis, unabhängig davon, wie viel der Anbieter an den Fiskus abzuführen hat.
    • Ob die Marktparteien den Steuerbetrag bermerken oder übersehen ist für die Lastverteilung ohne Belang.
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Gewinnsteuer

  • Der (repräsentative) Produzent maximiert
    \(max\ (1-t_\pi)*\big[p*x-C(x)\big]\)
  • Bedingung erster Ordnung
    \(p=MC\)
  • Gleichgewicht
    \(MWP=q=p=MC\)
    => Menge und Preis bleiben gegenüber einer Welt ohne Besteuerung unverändert
    => Die Inzidenz der Gewinnsteuer liegt allein beim Unternehmer
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Rolle der Angebots- und Nachfrageelastizitäten

  • Die Lastenverteilung hängt davon ab, wie stark der Bruttopreis ansteigt relativ zum Absinken des Nettopreises.
  • Die Reaktion der Preise lässt sich durch die Preiselastizitäten messen.
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Angebotselastizität

\(\epsilon={\delta x^S \over \delta p}*{p \over x^S}>0\)

Um wie viel Prozent ändert sich die Angebotsmenge, wenn der Produzentenpreis um 1% ansteigt?

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Nachfrageelastizität

\(\eta ={\delta x^D \over \delta q}*{q \over x^D}<0\)

Um wie viel Prozent ändert sich die nachgefragte Menge, wenn sich der Konsumentenpreis um 1% erhöht?

Wie verändert sich die Traglast der Konsumenten, wenn die Mengensteuer um eine Einheit erhöht wird?

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Die Rolle der Elastizitäten

  • Im Gleichgewicht gilt:
    \(x^s(p)-x^D(q)=0 \quad mit \quad p=q-t\)
  • Implizite Differentiation nach q und t ergibt:
    \({\delta x^S \over \delta p}*dq-{\delta x^S \over \delta p}*dt-{\delta x^D \over \delta q}*dq=0\)
    \({dq \over dt}={\delta x^S/\delta p \over \delta x^S/\delta p-\delta x^D/\delta q}={\delta x^S/\delta p*p/x^S \over \delta x^S/\delta p*p/x^S-\delta x^D/\delta q*p/x^S}\)
  • ausgehend von \(t=0\)und damit \(p=q\)bzw. \(x^S=x^D\)können wir schreiben: 
    \({dq \over dt}={\epsilon \over \epsilon - \eta}\)
  • Ergebnis:
    1. Die Last für die Konsumenten hängt ausschließlich von den Angebots- und Nachfrageelastizitäten ab.
    2. Da \(\epsilon>0\) und \(\eta<0\), ist die marginale Änderung des Preises für die Konsumenten bei normalen Angebots- und Nachfrageelastizitäten stets kleiner eins.
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Rolle der Elastizitäten - Spezialfall A

Angebot ist vollkommen elastisch, \(\epsilon=+\infty\).
=> gesamte Steuerinzidenz liegt beim Konsumenten: \({dq \over dt}=1\)

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Rolle der Elastizitäten - Spezialfall B: Alleinige Belastung der Anbieter

Angebot ist vollkommen unelastisch, \(\epsilon=0\)
=> gesamte Steuerinzidenz liegt beim Produzenten

\({dq \over dt}=0\)