Finanzielle Führung


Daniela Keller
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen der finanziellen Führung speziell für Immobilien-Treuhänder. Sie erklären zentrale Kennzahlen wie Liquidität, Finanzierungsgrade und Bilanzanalyse, etwa die goldene Bankenregel oder den Leverage-Effekt, und zeigen deren praktische Anwendung. Ideal für Einsteiger, die finanzielle Zusammenhänge in der Immobilienwirtschaft verstehen müssen.
Cartes-fiches
9
Utilisateurs
33
Langue
Allemand
Catégorie
Finances
Créé / Mis à jour
29.03.2014 / 29.07.2026

Cartes-fiches

aufzählung der 5 analysegruppen der wachstumsanalyse

  • vertrieb
    entwicklung von auftragsbestand, umsatz und kapazität
     
  • ergebnis
    entwicklung von gewinn und cashflows
     
  • kapitalbindung
    entwicklung von anlage- und umlaufvermögen
     
  • wertschöpfung
     
  • beschäftigung

standardanalyse

aufzählung der formeln die für die analyse durch bilanz-kennzahlen verwendet werden

  • investierung
    EK x 100
    AV
     
  • konstitution
    AV x 100
    UV
     
  • umsatzbedingte liquidität
    UV x 100
    kurzfristige verbindlichkeiten
     
  • einzugsbedingte liquidität
    kasse/bank + forderungen x 100
    kurzfristige verbindlichkeiten
     
  • barliquidität
    kasse/bank
    kurzfristige verbindlichkeiten
     
  • finanzierung
    EK x 100
    FK

cashflow

cashflow = gewinn + abschreibungen + rückstellungsbildung

der cashflow gibt auskunft darüber, wie hoch im berichtszeitabschnitt der zuwachs an flüssigem selbstfinanziertem kapital ist. dieses kapital steht in den investitionsrechnungen für ersatz und neuinvestitionen zur verfügung, ohne dass neue kreditaufnahmen notwendig sind

worüber geben die bilanzkennzahlen auskunft

die bilanzkennzahlen geben darüber auskunft ob

  • die klassische goldene bankenregel: EK FINANZIERT DAS AV
  • die modifizierte goldene bankenregel: EK + LANGFR. FK = AV + MINDESTBESTAND UV
  • die liquidität: UV - MINDESTBESTAND = KURZFR. VERBINDLICHKEITEN

ausreichend sind.

dabei handelt es sich lediglich um traditionelle bonitätsregeln, die heute in gewissem umfang noch berücksichtigt jedoch ergänzt werden durch den "leverage effekt"

definition leverage effekt

der leverage effekt besagt, dass die rentabilität des eigenkapitals desto grösser ist

je geringer der eigenkapitalanteil am gesamtkapital ist.

--> achtung: diese aussage gilt allerding nur unter der voraussetzung, dass die gesamtkapitalrendite grösser ist als der durchschnittliche bankzins.

schema der bilanzanalyse

  • kapitalstruktur - finanzierungsgrade
  • vermögensstruktur - vermögensintensitäten
  • liquidität - liquiditätsgrade
  • anlagedeckung

 

formel fremdfinanzierungsgrad FFG

formel eigenfinanzierungsgrad EFG

FFG = fremdkapital               zielwert: zwischen 60% und 70%
         gesamtkapital

der fremdfinanzierungsgrad zeigt den anteil des fremdkapitals am gesamtkapital (wie stark ist ein unternehmen verschuldet)

EFG = eigenkapital               zielwert: zwischen 30% und 40% (ca. 1/3)
         gesamtkapital            
achtung: bei privaten firmen bis 50%!

der eigenfinanzierungsgrad zeigt den anteil des eigenkapitals am gesamtkapital

 

MERKE: der fremdfinanzierungsgrad und der eigenfinanzierungsgrad ergeben zusammen immer 100%, denn das gesamtkapital besteht in diesem zusammenhang nur aus diesen beiden bestandteilen.

formel finanzierungsverhältnis FV (leverage-faktor)

 

FV = fremdkapital
        eigenkapital

verhältnis von fremdkapital zu eigenkapital

formel selbstfinanzierungrad I (SFG I)

SFG I = zuwachskapital
           grundkapital

der selbstfinanzierungsgrad gibt auskunft darüber, wie hoch das zuwachskapital im verhältnis zum grundkapital ist.

der selbstfinanzierungsgrad ergibt sich aus dem erfolg des unternehmens und kann demzufolge nicht mit richtwerten gefordert werden. da das zuwachskapital sich in der regel im lauf der zeit anhäuft (kumuliert) steigt der selbstfinanzierungsgrad auch mit dem alter des unternehmens.

Étudier