Fertigung Fh Beschichten
Fertigung Fh Jade-Hochschule Fragenkatalog Beschichten
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Cartes-fiches
Beschreiben Sie das Feuerverzinken von Stahl und nennen Sie Anwendungsbeispiele.
- Entfetten/Spülen
- Beizen
- Fluxen
- Trocknen
- Verzinken
- Verputzen oder Entgraten
450 Grad Celsius Zinkschmelze mit einem Zinkgehalt von 98,5 %, Tauchdauer zwischen 5 – 15 Min. (Schmelztemperatur von Zink bei ca. 419 Grad Celsius). Im Zinkbad kommt es zur Ausbildung einer sog. Eisen-Zink-Legierung (matt- grau), d.h. das Eisen (Fe) bildet mit dem Zink (Zn) eine chemische Verbindung
Aus welchen Komponenten bestehen Lacke?
- Filmbildner (lackharze, z.B. Polyurethan- oder Epoxidharz)
- Pigmente ( Korrosionschutzpigmente, Farbstoffe)
- Lösemittel ( organisch und/oder Wasser ) und Hilfsstoffe (Additive)
Welche Techniken werden beim Spritzlackieren unterschieden?
- Druckluftspritzen (2...8 bar)
- Hochdruckspritzen (airless) -> ohne Druckluft, Kompr. 250 bar
- Elektrostatisches Beschichten
Welchen Vorteil erzielt man durch das elektrostatische Aufladen der Farbpartikel beim Lackieren?
- Allseitige und gleichmäßige Beschichtung
- Geringer Lackverlust (overspray), hoher Wirkungsgrad bis 99%
Flammspritzen / Plasmaspritzen???
- Flammspritzen
- Draht wird in einer Brenngasflamme (Acetylen-O2) abgeschmolzen und mit Druckluft auf die Substratoberfläche geschleudert
- Pulverförmiger Spritzzusatz wird an- oder aufgeschmolzen und mit Hilfe der expandierenden Verbrennungsgase auf die Bauteiloberfläche geschleudert
- Plasmaspritzen
- Spritzverfahren für hochschmelzende Metall- und Keramikpulver
- Z.B Beschichtung von Turbinenschaufeln mit keramischen Wärmedämmschichten
Beschreiben Sie den Beschichtungsprozess beim CVD-Verfahren am Beispiel von TiC.
An der erhitzten Oberfläche eines Substrates wird aufgrund einer chemischen Reaktion aus der Gasphase eine Feststoffkomponente abgeschieden.
Voraussetzung hierfür ist, dass flüchtige Verbindungen der Schichtkomponenten existieren, die bei einer bestimmten Reaktionstemperatur die feste Schicht abscheiden.
Beschreiben Sie den Beschichtungsprozess beim PVD-Verfahren.
Dabei wird das Ausgangsmaterial für die Schichten über die
physikalischen Vorgänge des Verdampfens (mit Lichtbogen ("Arc")
oder Elektronenstrahl) oder der Kathodenzerstäubung im Hochvakuum
in die Dampfphase übergeführt und anschließend auf einem
geeigneten Substrat wieder niedergeschlagen. Die dabei erzeugten
Schichtdicken auf Werkzeugen und Bauteilen bewegen sich zwischen
1 µm und maximal 15 µm.
Was ist der Hauptnachteil / Hauptvorteil beim CVD im Vergleich zum PVD?
Nachteil: hohe Temperaturen nötig 1000°
Vorteil: Dichte Schichten, kein Vakuum notwendig
Nennen Sie Anwendungsbeispiele für Schichten, die mittels PVD oder CVD aufgebracht worden sind.
CVD = Verschleißschutzschicht bei Werkzeugen
PVD = Beschichtung von Turbinenschaufeln
Beschreiben Sie das Galvanisieren am Beispiel des Vernickelns.
Bei der Galvanik wird durch ein elektrolytisches Bad Strom geschickt. Am Pluspol (Anode) befindet sich das Metall, das aufgebracht werden soll (z. B. Kupfer oder Nickel), am Minuspol (Kathode) der zu beschichtende Gegenstand. Der elektrische Strom löst dabei Metallionen von der Verbrauchselektrode ab und lagert sie durch Reduktion auf der Ware ab. So wird der zu veredelnde Gegenstand allseitig gleichmäßig mit Kupfer oder einem anderen Metall beschichtet. Je länger sich der Gegenstand im Bad befindet und je höher der elektrische Strom ist, desto stärker wird die Metallschicht (z. B. Kupferschicht).