Fernerkundung 1 - 4

Teil von Geo 123; Micheal Schaepman

Teil von Geo 123; Micheal Schaepman


Rahel Widmer
Diese Karteikarten bieten eine umfassende Einführung in die Fernerkundungstechniken auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Systeme wie Radar, Lidar und Sonar. Sie decken Themen wie Wellenlängenbereiche, Auflösung, Reflexion und Sensortechnologien ab, einschließlich der Anwendung von Schallwellen in der Unterwasserortung und der Analyse von Oberflächenterrormodellen. Ideal für Studierende und Forscher, die sich mit den Prinzipien und Anwendungen der Fernerkundung vertraut machen möchten.
Karten
110
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Geographie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
28.04.2013 / 27.12.2019

Lernkarten

Definition: "Fernerkundung"

Fernerkundung ist die Gesamtheit der Verfahren zur gewinnung von Infos über die Erdoberfläche oder anderer nicht direkt zugänglicher Objekte durch Messung und Interpretation der von ihr ausgehenden (Energie-) Felder.

Als Invormationsträger dient die reflektierte oder emittierte elektrische Strahlung.

Definition: "Fernerkundung"/ "remote sensing"

The term "remote sensing" is broadly defined as measuring the properties of objects without direct contact between measuring device and object.

Passives System der Fernerkundung

Passive Systeme zeichnen die von der Erdoberfläche reflektierte Sonnenstrahlung (Multispektralscanner) und die von der Erdoberfläche emmittierte Eigenstrahlung (Thermalbildkamera) auf.

Aktive Systeme der Fernerkundung

Aktive Systeme senden Mikrowellen oder Laserstrahlen aus und messen den refflektierten Anteil.

  • Zb. Radarsysteme
  • Laseralimeter

Systematik in der Fernerkundung

(5-stufiger Prozess)

Prozessierungskette der Fernerkundung

Prozessierungskette

Definition: "elektromagnetische Welle"

Als elektromagnetische Welle bezeichnet man eine Welle aus gekoppelten elektrischen und magnetischen Feldern. Dazu gehören Radiowellen, Licht und Gammastrahlung. Die Wechselwirkung elektromagnetischer Wellen mit Materie hängt von ihrer Frequenz ab, die über viele Größenordnungen variieren kann.

Eindringtiefe einer Wellenlänge in ein Material betrifft immer ca 1/2 der Wellenlänge- der Rest wird reflektiert.

Das elektromagnetische Spektrum

  • Wellenlängenbereiche

  •  > 0.3      µm:            UV
  • 0.4 - 0.5 µm:             Blau
  • 0.5 - 0.6 µm:             Grün
  • 0.6 - 0.7 µm:             Rot
  • 0.7 - 1.3 µm:             near IR (NIR)
  • 1.3 - 3    µm:             shortwave IR (SWIR)
  • 3 - 14     µm:             thermal IR (TIR)
  • 1 mm - 1 m:              Mikrowellen
  • Sichtbares Licht von 400 - 700 nm/ 0.4 - 0.7 µm

elektromagnetische Wellen

  • Modelle und ihre Grenzen
  1. Wellenmodell
  2. Quantenmodell/Photonenmodell

Elektormagnetische Wellen: sich ausbreitende Schwingungen des elektischen und magnetischen Feldes. Bei linear polarisierten Wellen steht elektisches Feld senkrecht zum magnetischen Feld.

  1. Wellenmodell: erklärt Kohärenz und Interferenz (Midestabstandmessungen sind grösser als Wellenlänge (Licht))
  2. Quantenmodell/Photonenmodell: bei bestimmten Eigenschaften von elektromagnetischen Wellen, zB bei Photoelektrischen Effekt- Teilcheneigenschaften einzelner Photonen, der Quanten des elektromganetischen Feldes wichtig. zB Laserlicht: einzelne Atome (sind viel kleiner als erzeute Wellenlänge)

Strahlungstemperatur- "sichtbare Wärme"

 

Höhere Temperaturen verschieben sich zu kleineren Wellenlängen.

Nach planckschem Wrikungsgesetz sind warme/ heisse Temperaturen Blau. - heisse Planeten erschienen Blau. (Blackbodies bei 6000 K im sichtbaren berich von 0.5 µm, also im blauen Berich)

Strahlungsenergie der Erde nur bei 300 K- darum ist diese Strahlungtemperatur nicht sichbar (im Bereich von ca 3- 50 µm). Wärme nur fühlbar, nach Erfahrung

plancksches Wirkungsquantum (h)

  • h verknüpt Teilchen- und Welleneigenschaften und ist das Verhältnis von Energie und Frequenz eines Photons oder eines Teilchens
  • h ist die Dimension von Energie mal Zeit (= Wirkungsquantum)

Elektromagnetische Strahlung besteht aus teilchenartigen Objekten, wobei jedes dieser Energiequanten eine Energie E=hv bestitz.

Räumliche Auflösung

  • wie erklären sich die viereckigen Strukturen und die unterschiedlich ausgebildete Vegetation im Bild

  • Die Schnitte entstehen weil das Bild aus verschiedenen Datenquellen zusammengesetzt wird. 
  • Die unterschiedlich ausgeprägte Vegetation gibt mir einen HInweis, dass das Bild zu verschiedenen Zeiten aufgenommen wurde. (Zeitliche, Saisonale, Jahreszeitliche Unterschiede erkennbar)!

Das Bild zeigt also ein physikalisch korrektes Abbild der Region, einfach mit Zeitlichen unterschieden. Sind Rohdaten.

Räumliche und zeitliche Auflösung

  • VIIRS

  • Streifenbreite: 3300km 
  • Räumliche Auflösung: 400/ 800m breite Streifen
  • OR (= orbital repeat): 2 mal pro Tag pro Satellit
  • CVGC (= clear viev global coverage): 1 Woche (um Erde komplett ab zu lichten wenn es keine Wolken gäbe)

Räumliche und zeitliche Auflösung

  • AVHRR/ MODIS

  • Streifenbreite: 2048 km
  • räumliche Auflösung: 250m, 500m , 1000m
  • OR (=orbital repeat): 2 Tage (topics)
  • CVGC (clear view global coverage): 2-4 wochen

Räumliche und zeitliche Auflösung:

  • IRS AWiFS

  • Steifenbreite: 720km
  • räumliche Auflösung: 56m
  • OR (=orbital repeat): 5 Tage
  • CVGC (=clear view global coverage): unsicher

(Bilder am Rande der Linse verzogen- Ungenauigkeiten)

Räumliche und zeitliche Auflösung

  • Landsat

  • Streifenbreite: 183km
  • räumliche Auflösung:
    • bei panchromatic (farbentfindlichen Bildern): 15m
    • 30m bei vis/ NIR/SWIR
    • 120m bei thermal IR
  • OR (= orbital repeat): 16 Tage
  • CVGC (= clear view global coverage): 3 Monate (Saisonal)

Räumliche und zeitliche Aufslöung

  • ASTER/ SPOT

  • Steifenbreite: 60km
  • räumliche Auflösung: multiple ranging from 5m panchromatic to 90m thermal IR
  • OR (=orbital repeat): nadir 45- 60Tage
  • CVGC (=clear view global coverage): Jahre

Räumliche und zeitliche Auflösung

  • Commercial Systems 
  • IKONOS

  • Spaltenbreite: 10km
  • räumliche Auflösung: 4m ms, 1m pan
  • Potentielles OR (=orbital repeat): nadir ca 1 Jahr, off-nadir ca3-5Tage
  • CVGC (=clear view global coverage): Jahrzehnte bis niemals 

Räumliche Auflösung

  • Pixelgrösse
  • Räumliche Auflösung
  • Bsp Satelliten-Sensor 

Räumliche Auflösung

Spektralbereiche und Systeme

Was ist der Spektralbereich von:

  • Photografischen Kameras

UV - NIR

 

Spektralbereiche und Systeme

Was ist der Spektralbereich von:

  • Solid State Kameras

VIS - IR

 

Spektralbereiche und Systeme

Was ist der Spektralbereich von:

  • Multispektralscanner

UV - IR

 

Spektralbereiche und Systeme

Was ist der Spektralbereich von:

  • Abbildende Spektrometer

VIS - IR

 

Spektralbereiche und Systeme

Was ist der Spektralbereich von:

  • Radiometer

UV - MW

 

Spektralbereiche und Systeme

Was ist der Spektralbereich von:

  • Radar, SAR

MW

 

Spektralbereiche und Systeme

Was ist der Spektralbereich von:

  • Lidar

VIS - NIR

 

Spektralbereiche und Systeme

Was ist der Spektralbereich von:

  • Sonar

Audiowellen (für Unterwassermessungen verwendet)

Spektrale Auflösung

  • Spektralbereiche von Satelliten

Im Spektralbereich von 13.8 nm praktisch keine Satelliten - hier kann praktisch nichts gemessen werden weil in diesem Spektralbereich die Eiswolken sind

Empfindlichkeit der Sensoren für bestimmte Farbbereiche

(nicht so wichtig)

Je nachdem was man untersuchen möchte wählt man einen anderen Sensor- Umrechnungen der Daten in ein anderes System aber möglich

Abschnitte der elektromagnetischen Spektums

  • Ultraviolett

10 - 400 nm

Abschnitte der elektromagnetischen Spektums

  • Sichtbarer Bereich

400 - 700nm

  • 400 - 460 nm Violett
  • 460 - 500 nm Blau
  • 500 - 580 nm Grün
  • 580 - 600 nm Gelb
  • 600 - 630 nm Orange
  • 630 - 700 nm Rot

Abschnitte der elektromagnetischen Spektums

  • Nah- Infrarot

0.7 - 3 µm

Abschnitte der elektromagnetischen Spektums

  • SWIR

1.5 - 2.5 µm

Abschnitte der elektromagnetischen Spektums

  • Infrarotberiche (Mittleres-, Fernes-, Extremes-)

  • Mittleres IR:    3 - 6 µm

(Infrarot bis ca 2 µm ist im thermalen Bereich)

  • Fernes IR   :    6 - 15 µm
  • Extremes IR:  15 - 1000 µm

Abschnitte der elektromagnetischen Spektums

  • Radar

 1 mm - 10 m

Abschnitte der elektromagnetischen Spektums

  • Mirkrowellen

3 - 300 mm

Extraterrestrische Strahlung

Auf der Erde empfnagene Strahlungsleistung der Sonne. 35% der extraterrestischen Strahlung wird beim Eindringen in die Atmosphäre in den Weltraum zurückgestrahlt.

Atmosphärische Extinktion

Weitere Abschwächung der restlichen 65% der Strahlung infolge von Streuung und Absorption

Remission (Albedo)

Mittlere diffuse Rückstrahlung der Erdoberfläche

Luftlicht

Der an der Oberfläche reflektierten Strahlung wird in der Atmosphäre gestreut und abgelenktes Licht beigemischt.

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