Evolution

Entstehung des Lebens, Evolutionstheorie

Entstehung des Lebens, Evolutionstheorie


S. G.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Evolution und Ökologie auf Mittelschulniveau. Sie decken Themen wie Artbildung, ökologische Nischen, Lebensräume und die Entwicklung des Menschen ab. Besonders die Rolle von Selektion, Genfluss und Mutationen wird erklärt. Ideal für Schüler, die sich auf Biologieprüfungen vorbereiten oder ihr Verständnis der biologischen Vielfalt vertiefen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
18.05.2016 / 11.06.2019

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Ursachen der Gen-Pooländerungen

innerhalb einer Population können sich die weitervererbten Gene ändern

Gründe: Gendrift, neue Mutation, nichtzufällige Paarung, Genfluss, natürliche Selektion

Gendrift

tritt auf, wenn kleine Population von Naturakatastrophe, starker Krankheit, Vulkanausbruch etc. betroffen ist und nur wenige überleben → dadurch können auch Gene die vorher selten waren, sehr häufig werden, die Variabilität wird verringert

neue Mutation

nach einer gewissen Zeit schleichen sich Mutationen in eine Population ein

nichtzufällige Paarung

passiert nur in künstlichen Zuchtbedingungen

Genfluss

Austausch von genetischem Material zwischen Populationen, z..B. durch wandernde Tiere oder Verbereitung von Pollen oder Samen

natürliche Selektion

wen sich Umweltbedingungen ändern, so überleben bevorzugt Organsimen welche schon auf die neuen Bedingungen eingestellt sind

genetische Rekombination

- interchromosomale Rekombination: Neukombination ganzer Chromosomen (Meiose)
- intrachromosomale Rekombination: Neukombination von Allelen innerhalb von Chromosomen (durch Crossing-over)

Entwicklung des Menschen

- begann vor etwa 8-5 Millionen Jahren in Afrika
- Mensch hat sich vor etwa 2 Millionen Jahren entwickelt und über Kontinente ausgebreitet
- Hominisation (Menschwerdung) bezeichnt biologische und kulturelle Entwicklunng der Gattung des Menschen (Homo), in Ostafrika
 

Entwicklung des Menschen - die Gattung Homo

- aus Australopithecinen oder Flat Faced Man entwickelte sich vor 2 -3 Millionen Jahren ersten Vertreter der Gattung Homo → Homo rudolfensis, Homo habilis, Homo ergaster

- vor ca 1,5 - 2 Millionen Jahren entwickelte sich Homo erectus → verließ als erster Afrika, beherrschte als erster Feuer

- vor ca 800.000 Jahren entwickelte sich auch Homo erectus der Homo heidelbergensis, aus Homo heidelbergensis entwickelten sich Neandertaler (heute ausgestorben)

- zur selben Zeit entwickelten sich in Afrika aus verbliebenen Population des Homo erectus der Homo sapiens

Entwicklung des Menschen - Anpassung/Nahrung

- Klimaveränderungen bewirkten Versteppung des Lebensraumes → zwei Typen von Vormenschen: Anpassung an das neue zellulosereiche Nahrungsangebot und Fleischfresser

- großer Selektionsdruck; Affen schlechte körperliche Leistung aber leistungsfähiges Gehirn

- größte evolutionäre Schritt war Entwicklung der Jagd, Werkzeuge und Kommunikation verfeinern

- aufrechter Gang war entwickelt worden, in weiterer Folge größeres Gehirn

- weibliche Becken war nicht an Größe des Kopfes angepasst, somit kam Geburt immer früher und Neugeborenen waren weniger weit entwickelt und benötigten mehr Zeit um Fähigkeiten der Erwachsenen zu lernen → Erfindung der Pubertät, daurch konnten in Kindheit und Jugend überlebensnotwendige Fähigkeiten erlernt werden

- weiterer Schritt war Schwitzen → Primaten nutzten Wärmeabfuhr am ganzen Körper und wurden so in puncto Ausdauer und Anpassungsfähigkeit meisten Tieren überlegen; Fell verhinderte Wärmeabfuhr, Mensch wurde also weitgehend unbehaart

Darwin

- lebte von 1809 bis 1882
- Evolutionstheorie = Erklärung für die Entstehung und Weiterentwicklung des Lebens
- Theorie von der Anpassung an den Lebensraum durch Variation und natürliche Selektion
 

Artbegriff

- nicht einheitlich definiert
- Fortpflanzungsgemeinschaft welche fähig ist überlebens- und fortpflanzungsfähige Nachkommen zu produzieren
- Arten können nur aus einer Artbildung hervorgehen

Artbildung

- Entstehung neuer biologischer Arten
- erfolgt druch Isolation einer Subpopulation in einer Population
- ökologische Separation: Arten besiedeln unterschiedliche Lebensräume
- Verhalten: Arten haben z.B. unterschiedliche Balzrufe, Gesänge etc. entwickelt
- Reproduktionszeit: Arten paaren und vermehren sich zu unterschiedlichen Zeiten
- Bestäuber: unterschiedliche Pflanzenarten werden von unterschieldichen Bestäubern befruchtet
- gametische Inkompatibilität: kommt zwar zur Paarung aber nicht Befruchtung
- sexuelle Selektion: Partner der jeweils anderen Art sind sexuell unattraktiv

Lehre der Ökologie

- setzt sich mit Beziehungen zwischen der belebten (biotischen) und unbelebten (abiotischen) Umwelt auseinander
- versucht aufzuzeigen auf welchen Ebenen Organismen Einfluss auf ihre Umgebung nehmen oder von ihr beeinflusst werden

abiotische Faktoren

Einflüsse der unbelebten Welt auf einen lebenden Organismus → Licht, Wasser, Temperatur, Nähr- und Rohstoffe, Beschaffenheit des Bodens

Organsimus selbst hat auf abiotsiche Faktoren keinen Einfluss

biotische Faktoren

- Umweltfaktoren, an denen Lebewesen erkennbar beteiligt sind
- Beziehungen zwischen mehreren Lebewesen → Kampf um Nahrung, Parasiten, Fressfeinde, gemeinsame Feindabwehr, Konkurrenz, Symbiose, Neutralismus

Biotop

bestimmter Lebensraum (Teich, Korallenriff, Wald...) in dem verschiedene Lebewesen in Wechselwirkung treten

Biozönose

Gemeinschaft von Organismen verschiedener Arten in einem abgrenzbaren Lebensraum (Biotop)

- Einteilung wirkender Organismen:
   - Produzenten → Erzeuger: Lebewesen die durch Photosynthese aus anorgansichem Material neue Biomasse aufbauen = autotrophe Ernährung
   - Konsumenten → Verbraucher: primäre Konsumenten - Pflanzenfresser, sekundäre Konsumenten - Fleischfresser, kleine Raubtiere, tertiäre Konsumenten - Fleischfresser, große Raubtiere = heterotrophe Ernährung
   - Destruenten → Zersetzer: bauen organische Substanzen wieder zu anorganischen ab , Abfallfresser (Saprophagen) und Mineralisierer (Pilze, Bakterien) = heterotrophe Ernährung

- Einteilung der Wechselwirkungen:
   - Antibiose = mind. einer der beteiligten Partner ist benachteiligt; Parasitismus, Räuber-Beute
   - Probiose = mind. einer der beteiligten Partner hat einen Vorteil ; Symbiose/Mutualismus

Ökosystem

Einheit aus Biotop und Biozönose

Biosphäre

globales Ökosystem, z.B. Erde

Lebensraum und Population

- Lebensraum bzw. Biotop: kleinste Einheit der Biosphäre

- Population: Summe der Individuuen derselben Art, die einen solchen Lebensraum bevölkern

ökologische Nische

- Summe aller biotischen (Nahrung, Konkurrenten, Feinde, Parasiten, Krankheitserreger) und abiotischen (Temperatur, Feuchtigkeit, Beschaffenheit des Bodens und des Wassers) Faktoren, die für das Überleben einer spezifischen Art essentiell sind
- in einem Lebensraum können nie zwei Arten mit derselben ökologischen Nische überleben → Konkurrenzausschlussprinzip
- ökolog. Nische ist kein Raum sonder ein Beziehungsgefüge

biologisches Gleichgewicht

Zustand, bei dem in einem offenen Ökosystem ohne Einfluss von außen keine gröberen Veränderungen in der Anzahl der Individuen, Arten und Populationen stattfinden

Konvergenz

zwei nicht näher verwandte Arten welche ähnliche Merkmale besitzen, geografisch getrennt

Koexistenz

Vorkommen mehrere Arten in demselben Lebensraum

allopatrische Artbildung

- Artbildung durch räumliche Trennung, z.B. Gebirgsbildung, Kontinentaldrift, Klimawandel

Voraussetzungen für die Entstehung und Evolution der Urzellen

- Vorhandensein von einfachen organischen Verbindungen.
- Möglichkeit der Selbstvermehrung.
- Entwicklung einfacher chemischer Stoffwechsel
- Bildung von abgeschlossenen Mikrosphären

Wir beobachten zwei Arten, die in einem Ökosystem im Wettbewerb stehen. Was kann man unter der Nutzung einer ökologischen Nische verstehen?

 

- Nutzung unterschiedlicher Temperaturbereiche.
- Verlegung der Hauptaktivität auf eine andere Tageszeit.
- Unterschiedliche Orte der Nahrungssuche.
- Jagd auf Beutetiere unterschiedlicher Größe.
- Spezialisierung auf bestimmtes Beutetier.
- Besiedelung eines Lebensraumes, der für die andere Art feindlich ist.

Étudier