Evolution

Biologie

Biologie


D. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Evolution und ihre Mechanismen. Sie beleuchten zentrale Konzepte wie Selektion, Mutation und genetische Variabilität, die die Anpassung von Populationen an ihre Umwelt erklären. Die Karteikarten sind ideal für Biologiestudenten und alle, die die Prozesse der Evolution und ihre Auswirkungen auf Individuen und Arten verstehen möchten.
Cartes-fiches
12
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
24.12.2015 / 24.12.2015

Cartes-fiches

Was sind die Unterschiede zwischen den Theorien von Lamarck und Darwin?

  • Lamarck
    • stark genutzte Körperteile werden besser ausgebildet
    • Erworbene Eigenschaften werden an die Nachkommen vererbt
  • Darwin
    • Alle Organismen stammen von einem gemeinsamen Vorfahren ab
    • Mehr Nachkommen als zur Erhaltung der Art nötig werde => struggle for life
    • Beschränkte Ressourcen => survival oft he fittest
    • Nachkommen eines Elternpaares variieren in ihren Merkmalen, haben aber gewisse Merkmale von den Eltern geerbt => Natürliche Auslese
    • (Natürliche) Selektion ist der entscheidende Prozess, der zu Anpassungen zwischen Organismen und ihrer variablen Umwelt führt
  • Bsp: Giraffenhälse
    • Lamarck: Giraffe streckte den Hals bis dieser laenger wurde und hat schliesslich diese Eigenschaft weitervererbt
    • Darwin: Eigenschaft ist angeboren, nicht vererbt. Veränderung kam zustande, weil die Griraffen mit kurzem Hals verhungerten

Benenne und erkläre die drei Typen der natürlichen Selektion

  • Gerichtete (dynamische) Selektion
    • Förderung von Merkmalsträgern, die zuvor an eine extreme Umweltsituation angepasst waren, nun aber bei einer neuen Umweltsituation besser adaptiert sind
    • Z.B: Eiszeit, Meteoriteinschlag
  • Stabilisierende (optimierende) Selektion
    • Wirkt gegen beide extreme Phänotypen
    • Bevorzugt die durchschnittlichen
  • Disruptive Selektion
    • Individuen beider Extreme eines phänotypischen Spektrums werden gleichzeitig gegenüber eines Individuums mit durchschnittlichem Phänotyp begünstigt

Wie trägt die genetische Variabilität (Mutationen) zur Evolution bei

  • Mutation: Veränderung in der Nucleotidsequenz der DNA eines Organismus
    • Bei Prokaryonten sind die Raten häufig noch niedriger => schnellere Generationsfolge ermöglicht genetische Variabilität in kurzer Zeit
    • Die Mutationsraten bei Tieren und Pflanzen sind im Allgemeinen gering: durchschnittlich rund eine Mutation pro 100.000 Gene und Generation
    • Bei vielzelligen Organismen können nur Mutationen in Zelllinien, die Gameten erzeugen, an die Nachkommen weitergegeben werden
    •  Sämtliche neuen Allele gehen auf Mutationen zurück

  => Bei Individuen, die sich geschlechtlich fortpflanzen, resultiert der grösste Teil der genetischen Variabilität einer Population aus der individuellen Neukombination von Allelen => Hierbei ist die Neu-Rekombination und Verteilung von Allelen wichtiger als vergangene Mutationen

Mutation und sexuelle Fortpflanzung sorgen für die genetische Variabilität, die Evolution möglich macht.

Nenne die Prozesse der synthetischen Theorie der Evolution (5)

  • Zusammenfassung der Erkenntnisse aller biologischen Teilwissenschaften
  • 5 Kernprozesse
    • natürliche Selektion
    • Mutation
    • Genetischer Drift: v.a. bei Naturkatastrophen, wenn plötzlich eine Gruppe von Trägern bestimmter Merkmale aussterben => Veränderung der Genpool-Zusammensetzung
    • Genfluss durch Migration zwischen Populationen: Transfer von Allelen zwischen Populationen (z.B. zwei Herden)
    • Nicht-zufällige Paarung

Wie kam die Endosymbiontentheorie zustande?

  • Mitochondrien und Plastiden waren früher Prokaryonten
  • Wurden durch grössere Zellen endozytiert (unverdaute Beuteorganismen oder Endoparasiten)
  • Begannen in der grösseren Zelle weiter zu leben
  • Endosymbiont: Zelle, die in einer Wirtszelle (über)lebt

Erstelle eine hierarchische Klassifikation

  • Taxonomie: wissenschaftliches Fachgebiet, das sich mit der Benennung und Klassifizierung von Lebewesen befasst

Nach welchen Kriterien wird ein Stammbaum erstellt?

Was sagt dieser aus?

  • Es wird unterschieden, ob Ähnlichkeiten auf Homologie oder Analogie zurückgehen
  • Homologie: Ähnlichkeiten, die auf gemeinsame Vorfahren zurückgehen
  • Analogie (=Konvergenz): Ähnlichkeiten nicht näher verwandten Taxa
  • Rudimente: verkümmerte Reste von Strukturen, die bei den Vorfahren des betreffenden Organismus wichtigen Funktionen dienten

Definiere folgende Begriffe:

  • Allel
  • Locus / Loci
  • Spezies (Art)
  • Phänotyp
  • Genotyp
  • Gen
  • Genpool

  • Allel: alternative Varianten eines Gens
  • Locus / Loci: Bestimmter Genort auf einem bestimmten Chromosom
  • Spezies (Art): leitet sich vom Lateinischen ab und bedeutet so viel wie „Aussehen“ oder „Erscheinung“
  • Phänotyp: Erscheinungsbild; so wie er aussieht
  • Genotyp: genetische Konstitution (Pp und PP haben den selben 
Phänotyp aber verschiedene Genotypen)
  • Gen: DNA Abschnitt für vererbliche Merkmale
  • Genpool: Gesamtheit aller in einer Population vorhandenen Gene und Allele

Definiere Evolution

  • Veränderung der Population im Laufe der Zeit durch Variation, Mutation und Selektion aufgrund ihres Anpassungsbedarfs an eine sich ständig ändernde Umwelt
  • Abstammungstheorie oder Deszendenztheorie

Unterschied Mikro- / Makroevolution

  • Mikro: Veränderung einer Allelfrequenz in einer Population
  • Makro: grosse evolutive Entwicklungsschritte, die völlig neue Organismengruppen hervorbringt

Definiere Population

  • Gesamtheit der Individuen einer Art, die einen bestimmten, zusammenhängenden Lebensraumausschnitt besiedeln und über mehrere Jahre eine genetische Kontinuität zeigen

Was ‚macht’ die Natürliche Selektion?

auf was basiert sie?

  • Vergrössert fortwährend die Häufigkeit adaptiver Genotypen und führt daher zu einer adaptiven Evolution 
Individuen können selbst keine Evolution durchlaufen.
  • Natürliche Selektion kann immer nur erbliche Merkmale fördern, die von den Eltern weitergegeben werden
  • Natürliche Selektion basiert auf:
    • Überangebot an Individuen
    • Erblicher Variation zwischen Individuen
    • Überleben und Vermehrung
    • konkurrenzfähigeren Individuen

 

 

Étudier