Evolution

Evolutionsbelege, Altersbestimmung, Stammbäume

Evolutionsbelege, Altersbestimmung, Stammbäume


C. C.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Evolution für den Mittelschulbereich. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Artbildung, Selektion, Genetik und Anpassung, wobei Begriffe wie Genpool, Fitness und Isolation eine zentrale Rolle spielen. Die Karteikarten eignen sich besonders für Schüler, die die Grundlagen der Evolution verstehen und die Vielfalt der Lebewesen sowie die Mechanismen der Anpassung und Veränderung in der Natur begreifen möchten.
Karten
120
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
26.10.2016 / 05.09.2021

Lernkarten

Rudiment

Ein Organ, das seine Funktion teilweise oder gänzlich verloren hat und deshalb Rückbildungserscheinungen zeigt.

Konvergenz

Anpassungsähnlichkeiten bei verschiedenen Arten als Folge vergleichbarer Umweltbedingungen

Analogie

Funktionsgleichheit von Merkmalen bei unterschiedlicher Abstamung.

Homologie

Organe,denen ein gemeinsamer Bauplan zugrunde liegt werden als homolog bezeichnet. Diese Form der Ähnlichkeit beruht auf gemeinamer Erbinformation und gemeinsamer Abstammung. Organe, die äußerlich nach Bau und Funktion versschiedem sind, sich aber auf die gleiche Erbinformation zurück führen lassen.

Homologiekriterium der Lage

Organe sind homolog, wenn sie nach Zahl, Anordnung und Lage einem gemeinsamen Bauplan zugrunde liegen.

Beispiel. Gliedmaßen bei Wirbeltieren

Homologiekriterium der Kontinuität

Organe sind dann Homolog, wenn sie sich durch Zwischenformen verbinden lassen.

Beispiel: Zwei Knochen des Kiefergelenks und ein weiterer Schädelknochen der Knochenfische wurden bei den Säugetieren zu den Gehörknöchelchen Hammer, Ambos und Steigbügel.

Homologiekriterium der spezifischen Qualität

Komplex gebaute Organe sind dann homolog, wenn sie in zahlreichen Einzelheiten übereinstimmen.

Beispiel: Säugetierzähne und die Hautzähne von Haifischen haben eine vergleichbare Struktur aus Schmelz und Dentin.

natürliche Selektion

Veränderung von Allel Häufigkeiten im Genpool einer Population, abhängig von Umweltfaktoren. Die Veränderung kommt durch die Begünstigung  derjenigen Individuen zustande, die hinsichtlich Fortpflanzung am besten angepasst sind.

Evolution

Gesamtheit aller auf biologischer Information und ihrer Weitergabe beruhender Prozesse der Entstehung, Umwandlung und Weiterentwicklung des Lebens auf der Erde, durch die es zu der heutigen Form und Vielfalt gelangte.

Biogenetische Grundregel

Die Phylogenese wird verkürzt und an die Umwelt angepasstin der Ontogenese wiederholt/rekapituliert.

Heute weiß man, dass nicht die vollständigen Organe stammesgeschichtlicher Vorfahren während der Embryonalphase realisiert werden, sondern nur die Anlagen hierzu.

Biostratigraphie

Die Biostratigraphie beschäftigt sich mit der Gliederung und der relativen chronologischen Bestimmung von Gesteinseinheiten mit Hilfe von Fossilien.

Leitfossil

Fossilien, die für bestimmte Erdzeitalter charakteristisch sind und sich daher zur Altersbestimmung von Gesteinsschichten eignen.

Lebende Fossilien

Organismen der heutigen Tier- und Pflanzenwelt, die man die man als Stammesgeschichtliche Dauertypen bezeichnet. Rezente Lebensformen, die in entlegenen Gebieten eine stabile Selektion erfahren haben und daher im Wesentlichen unverändert blieben.

Brückentier, Mosaiktyp

Tiere die Merkmale verschiedener Tiergruppen tragen und die deshalb als Übergangsformen zwischen diesen Gruppen gedeutet werden. ("connecting link")

Beispiel: Archaeopteryx mit Merkmalen von Reptilien (Kralle an Vorder- und Hinterextremitäten, Schwanzwirbelsäule, bezahnter Schnabel) und Merkmalen von Vögeln (Federn, Flügel, Vogelschädel).

Larvalentwicklung

Zahlreiche Tiere durchlaufen während ihrer Entwicklung ein Larvalstadium, das sich von der adulten Form in der Gestalt und der Lebensweise wesentlich unterscheidet.

Warve

"Jahresschicht" umfasst die Sedimentation eines Jahres in seen oder im Meer.

Warvenchronologie

Auszählung der Ablagerungen

Evolutionsrate

Maß für die evolutionäre Geschwindigkeit, mit der sich eine systematsche Einheit entwickelt.

bei 100 Aminosäuren 1 Mutation in der Evolutionsrate

Evolutionsuhr

Zahl der Mutationen in den Aminosäuren zweier Lebewesen, gibt Aufschluss darüber, wann ihr letzter gemeinsamer Vorfahre gelebt hat.

alle 21-25 mio. Jahre eine Aminosäureänderung im Cytrochrom-c-Molekül

Caenogenese

Sörungsentwicklung, ontogen. Larvalentwicklung; Anpassung im Entwicklungs- und Jugendstadium an spezielle zb. ökologische Situationen. Keine rekapitulation früherer erwachsenen Formen.

endemische Arten

einmalige Arten, sie kommen nur an einem Ort vor

Apomorphie

Evolutiv neues Merkmal (Rückbildung gehört ebenfalls dazu)

Plesiomorphie

ursprüngliches Merkmal

Schwestergruppen

Zwei Taxa, die einen nur ihnen gemeinsamen Vorfahren besitzen

Stammart

Art, die sich durch Speziation auflöst in zwei Folgearten

Taxon

Gruppe von Organismen die eine auf Verwandtschaft beruhende Einheit bilden.

Atavismus

spontan auftretendes ursprüngliches Merkmal, das nur an einzelnen Individuen auftritt

Palingenese

Rekapitulation ursprünglicher, an Ahnen erinnerder Merkmale

Reliktvorkommen

Eine Art, die nur auf einer "Insel" vorkommt und überall anders ausgestorben ist.

konvergente Entwicklung

Zwei Organe, die sich aufgrund ähnlicher Umweltbedingungen  entwickeln und sich in ihrer Funktion ähneln, aber keine gemeinsamen Vorfahren besitzen entwickeln sich konvergent.

divergente Entwicklung

Organe, die sich aufgrund von Verwandtschaft ähneln und die gleiche Funktion besitzen und sich somit aus einer Ausgangsform auseinanderentwickelt haben, haben sich divergent Entwickelt.

Art

Bezeichnet im System der Pflanzen und Tiere die Gesamtheit aller Individuen, die eine potenzielle Fortpflanzungsgemeinschaft bilden. Die Art ist sie kleinste natürliche Einheit, die alle Individuen umfasst, die sich fruchtbar miteinander kreuzen können und die somit Anteil an einem gemeinsamen Genpool haben.

Arten die sich ausschließlich ungeschlechtlich oder eingeschlechtlich fortpflanzen kann man allgemeiner definieren als Gesamtheit aller Individuen, die in ihren wesentlichen Merkmalen übereinstimmen.

Rasse

Systematische Kategorie unter der Art, deren Angehörige sich uneingeschränkt fruchtbar miteinander vermehren können, sich aber im Erbgut- oft schon rein äußerlich- unterscheiden.

Geographische Rassen entstehen durch weiträumige Isolation und können Ausgangspunkt zur Bildung neuer Arten sein, wenn sich das Erbgut fortgesetzt divergent entwickelt.

stabilisierende Selektion

Ist eine Population gut an einen Lebensraum angepasst, so werden extreme Varianten eliminiert. Die Selektion verhindert eine Veränderung.

transformierende Selektion

Ein einseitiger Selektionsdruck fürt zur Veränderung des Genpools in Richtung einer besseren Anpassung

disruptive Selektion

Sind Teile einer Population verschiedenen Bedingungen ausgesetzt, so entwickeln sich diese unterschiedlich. Es entstehen zwei Teilpopulationen

adaptive Radiation

Die Aufspaltung einer Art durch Anpassung an verschiedene Umweltbedingungen wird als adaptive Radiation bezeichnet.

Beispiel: Darwin Finken

allopatrische Artbildung

Artbildung als Folge der geographischen Isolation von Populationen einer Ausgangsart.

Fitness

Maß für die relative Anzahl an Genen, die ein Individuum durch eigene Fortpflanzung (direkte Fitness) oder durch Verwandtenunterstützung (indirekte Fitness) in den Genpool der nächsten Generation einbringt.

Fossil

Bezeichnung für erhaltene Reste oder Spuren ausgestorbener Lebewesen vergangener Erdzeitalter

Étudier