EST2 Bedienung von Sicherungsanlagen Teil1

EST2 Bedienung von Sicherungsanlagen Teil1

EST2 Bedienung von Sicherungsanlagen Teil1


P. H.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Bedienung von Sicherungsanlagen im Bereich der Elektrotechnik auf Berufslehre-Niveau. Sie konzentrieren sich auf die verschiedenen Arten von Stellwerken, die Grundstellungen von Weichen und Signalen, sowie die Einstellung und Sicherung von Fahrstraßen wie Zugstraßen, Zughilfsstraßen und Ersatzstraßen. Die Karteikarten erklären auch die Abhängigkeiten von Signalen und die Aufgaben von Sicherungsanlagen, die für die Sicherheit und Effizienz des Bahnbetriebs entscheidend sind. Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Auszubildende in der Elektrotechnik, die sich auf die Bedienung und Wartung von Sicherungsanlagen vorbereiten.
Karten
10
Lernende
12
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
09.07.2015 / 03.05.2018

Lernkarten

21)Was sind die Aufgaben von Sicherungsanlagen?

Sicherungsanlagen dienen - zum Sichern, Lenken und Steuern des Bahnbetriebes - zur Erhöhung der Sicherheit des Betriebes - zum Beschleunigen des Betriebsablaufes. Die Bedienungselemente von Weichen, Signalen,... werden in Stellwerken zusammengefasst.Die Bedienungen werden somit voneinander abhängig gemacht.

22)Welche Fahrstraßen gibt es und was sind die jeweiligen Besonderheiten?

Es gibt folgende Fahrstraßen im Bahnhof: Zugstraßen, Zughilfsstraßen, Ersatzstraßen, Zugstraße:Diese Fahrstraße bietet die größtmögliche Sicherheit. Die Sicherungsanlage wird vollständig ausgenutzt. Dem Bediener und dem Triebfahrzeugführer wird die eingestellte Zugstraße durch ein freizeigendes Haupt- oder Schutzsignal angezeigt.Zughilfsstraße: Ist die Einstellung einer Zugstraße technisch nicht möglich oder betrieblich nicht zulässig, wird eine Zughilfsstraße eingestellt. Die Sicherungsanlage garantiert die richtige Stellung der Weichen und Flankenschutzeinrichtungen, ein Signal wird jedoch nicht freigestellt. Ersatzstraße: Sind weder Zug- noch Zughilfsstraße einstellbar, so wird eine Ersatzstraße gebildet. Sie stellt die unterste Stufe der Sicherung von Zugfahrten dar.Der Bediener ist alleine für die richtige Stellung von Weichen und Flankenschutzeinrichtungen verantwortlich!

23)Was versteht man unter SignalabhŠngigkeit?

Weichen beziehungsweise Flankenschutzeinrichtungen sind signalabhängig, wenn sie zwangsläufig in der erforderlichen Stellung festgehalten werden, solange sich daszugehöriges Signal in der Freistellung befindet, bei den durch diese Fahrt in Haltstellung gelangenden Signalen, solange die Fahrstraße (Teilfahrstraße) noch nicht aufgelöst ist.

24)Wie werden Zugfahrten auf der freien Strecke gesichert?

Streckenblockung: Sie stellt die Abhängigkeiten sämtlicher Signale her, die Blockabschnitte decken, damit in einem Blockabschnitt nur ein Zug verkehren kann.Folgezugsicherung: Schutz von Zügen gleicher Fahrtrichtung (Folge Zug)Gegenzugsicherung: Schutz von Zügen entgegen gesetzter Fahrtrichtung (Gegen Zug)Der Schutz kann auf folgende Arten erfolgen:bauliche Art (Richtungsbetrieb), technische Art (Streckenblockung), betriebliche Art (Zugmeldeverfahren)

25)Unterscheidung von Stellwerken nach der Bauart:

Reihenstellwerke: Die einzelnen Bedienungs- und Meldeelemente sind in einer oder mehreren Reihen nebeneinander angeordnet und in einem Stellwerksapparat zusammengefasst.Die Bedienungselemente erhalten in der Regel eine Grundstellung.Elektrische Stellwerke (Gleisbildstellwerke):Die Bedienungs- und Meldeeinrichtungen sind dem Gleisbild der Betriebsstelle entsprechend angeordnet.Die Bedienungselemente haben keine Grundstellung.Zwei Arten der Bedienmöglichkeit: Stellpult: Bedienungselemente sind grundsätzlich Tasten. Meldeelemente sind Meldelampen oder Leuchtdioden. (z.B.: VGS 80, SpDrL, SpDrS), Monitore: Bedienungselemente sind Tastatur und Maus, als Meldeeinrichtung dient ein Monitor (oder auch mehrere - BFZ). Beispiel: elektronisches Stellwerk

26)Welche Grundstellungen haben sicherungstechnische Einrichtungen?

Allgemein: Die Grundstellung ist jene Stellung in der sich eine Einrichtung befinden soll, wenn sie nicht vorübergehend in einer anderen Stellung (z.B.: für eine Zugfahrt) benštigt wird.Signale: Grundstellung - Haltbegriff. Ausnahme: SelbstblocksignaleOrtsbediente Weichen: Ist diese Weiche in eine Sicherungsanlage eingebunden ist die Grundstellung am Stellgewicht sowie im Lageplan ersichtlich.Die schwarze Hälfte am Stellgewicht zeigt zum Boden, im Lageplan ist die Linie durchgehend gezeichnet.Fernbediente Weichen:In Reihenstellwerken ist eine Grundstellung vorgesehen. Sie ist im Lageplan angegeben.In Gleisbildstellwerken ist in der Regel keine Grundstellung vorgesehen.Sperrschuhe: Sind in der Grundstellung aufgelegt.Weichenriegel: Die Grundstellung ist die nicht verriegelte (entriegelte) Stellung.EKSA: Lichtzeichen mit Schranken sind in der Grundstellung geöffnet. Ausnahmen: Anrufschranken, Sperrschranken.

27)Wie geschieht sicherungstechnisch die Einstellung von Fahrstraßen? 

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28)Was wird beim Einstellen einer Zughilfsstraße nicht überprüft?

Zughilfsstraßen überprüfen nicht: Gleisfreimeldung 

                                                      Streckenblockung

                                                      EKSA

29)Wozu gibt es Weichen?

Weichen ermöglichen die unterbrechungslose Fahrt von einem Gleis auf ein anderes (im Unterschied zu Drehscheiben und Schiebebühnen).

30)Wie kann ich die Stellung der Weiche vor Ort erkennen?

Zur Bestimmung der Weichenstellung wird diese gegen die Spitze betrachtet.Das heißt vom Weichenanfang Richtung Weichenende (Weichenherz)!Die Weiche im Beispiel hat dieStellung 'zur Fahrt nach links'.

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