Erziehungswissenschaften L1

Klausurvorbereitung

Klausurvorbereitung


M. P.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über zentrale Themen der Erziehungswissenschaften auf Universitätsniveau. Sie behandeln Aspekte wie Selbstkonzept, Intelligenz, Erziehungsstile, und die Bedeutung von Peerbeziehungen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende der Pädagogik, die ihr Wissen zu Entwicklungspsychologie, Bildungssystemen und Erziehungsmethoden vertiefen möchten.
Flashcards
76
Students
45
Language
German
Level
University
Created / Updated
12.07.2013 / 03.05.2017

Flashcards

2.6) Was ist positive Jugendentwicklung?

Five C's“ - Silbereisen & Lerner, 2007 • Competence (mit Herausforderungen allein oder gemeinsam mit anderen umgehen können) • Character (Anerkennung von sozialen Regeln, Zuverlässigkeit) • Confidence (Selbstvertrauen) • Connection (positive Beziehungen zu anderen Menschen) • Care (sich um andere kümmern)

3.1) Lernen aus Beispielen und Modellen

1) Anfang einer Lernphase

2) Mehrere Beispiele

3) Leitfragen erstellen

4) Lernende trainieren

5) Allmähliches Ausblenden der Hilfen

3.2) Lernen durch Aufgaben bearbeiten

1) Überlernen

2) Verteilte Übung

3) Übung im Kontext des Ganzen

4) Reflektierte Übung

3.3) Lernarten

- Lernen durch Erkunden

- Koop. Lernen

4.1) Welche Fähigkeiten sind nach der Definition von Wechsler (1975) kennzeichnend für Intelligenz?

Zweckvolles Handeln, vernünftiges Denken, wirkungsvolles Auseinandersetzen mit der Umgebung.

4.2) Begründen Sie kurz, warum Intelligenz ein guter Indikator zur Vorhersage schulischen Erfolgs ist!

Gut für schnelles Erkennen von Mustern, anpassen an Situationen; Neben Intelligenz keine eigene, davon unabhängige Problemlösefähigkeit

4.3) In welchem Verhältnis stehen Intelligenz und Vorwissen zur Vorhersage von Lernleistung?

Intelligenz stellt zwar eine Voraussetzung für Wissenserwerb dar, doch Vorwissen ist für weitere Leistungen wichtiger.

4.4) Die Bedeutung des Vorwissens wird z.B. betont durch die Fähigkeit von Experten, Informationen aus ihrem Fachgebiet sehr gut und schnell zu erinnern. Erläutern Sie dies durch den Vergleich Experte vs. Novize anhand eines Beispiels!

Ein Schachmeister kann Schachpositionen, die er nur für wenige Sekunden gesehen hat, meist perfekt rekonstruieren. Anfänger hingegen können nur sich nur an wenige Figuren erinnern. Experten sind in der Lage bedeutsame Muster in präsentierten Informationen zu erkennen, die in Bezug zu Vorwissen stehen.

4.5) Unter welcher Bedingung können neue Informationen aus Franz Weinerts Sicht umso leichter gelernt werden?

4.6) Robert Sternberg spricht von dem notwendigen Besitz von Erfolgsintelligenz, um alltägliche Herausforderungen im Leben effektiv zu meistern. Diese Art der Intelligenz umfasst die folgenden drei Unterformen:

analytische, praktische und kreative Intelligenz.

5.1) Welcher der folgenden Aspekte ist nicht kennzeichnend für selbstreguliertes Lernen?

5.2) Ergänzen Sie den folgenden Satz!

In neueren prozessorientierten Modellen der Selbstregulation werden die folgenden drei Phasen unterschieden:

Die präaktionale, aktionale und postaktionale Phase.

5.3) Ergänzen Sie den folgenden Satz!   Nach Boekaerts (Drei-Schichten-Modell der Selbstregulation) wird das Ziel der Steigerung persönlicher Ressourcen verfolgt,

wenn keine grundlegenden Lernschwierigkeiten vorhanden sind

5.4) Durch was kann mithilfe einer indirekten Fördermöglichkeit die Entwicklung selbstregulierten Lernens unterstützt werden?

6.1)Vervollständigen Sie den Satz!

Motivation ist ein aktueller Zustand, wobei es sich bei einem Motiv:

um eine überdauernde Bewertungsvorliebe, d.h. Stabile Präferenzen für das erleben spezifischer Zustände handelt

6.2) Welche beiden übergeordneten Formen der Lernmotivation lassen sich unterscheiden und welche Absicht steht hinter diesen beiden Formen?

extrinsische =Absicht eine Lernhandlung durchzuführen, um positive KONSEQUENZEN herbeizuführen oder negative Konsequenzen zu vermeiden (->Lernen zur Maximierung positiver Ergebnisse und des pers. Nutzens) -intrinsisch = Absicht eine Lernhandlung durchzuführen, weil die HANDLUNG selbst von positiven Erlebenszuständen begleitet wird (->Lernen zum „Selbstzweck“, aus Spaß an der Sache)

6.3) Rheinberg unterscheidet bei der Leistungsbeurteilung folgende Bezugsnormen:

individuelle, soziale, sachliche

6.4) Welche der folgenden Bedürfnisse müssen erfüllt sein, damit nach der Selbstbestimmungstheorie von Deci & Ryan intrinsisch motiviertes Verhalten auftritt?

6.5) Was versteht man unter Flow-Erleben und was ist die wichtigste Bedingung dafür?

Flow= Gefühl des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit

--> subjektive Passung von Fähigkeit und Handlungsforderung (keine Unter-/Überforderung darf auftreten)

6.6) Ergänzen Sie den folgenden Satz vollständig! Zu den dispositionalen Motivationsmerkmalen gehört neben dem Leistungsmotiv

die Zielorientierung und das Interesse.

7.1) Was versteht man unter Selbstkonzept und wie lässt sich der Begriff vom Selbstwertgefühl abgrenzen?

Im Selbstkonzept vereinen sich Wissen und Überzeugungen eines Individuums über sich selbst.

- besteht aus Ideen, Gefühlen, Einstellungen und Erwartungen

7.2) Ergänzen Sie die folgenden Sätze vollständig!

Unter bereichsspezifischem Selbstkonzept versteht man

die Selbstbeschreibungen in einem bestimmten Bereich

7.3) Ergänzen Sie den folgenden Satz vollständig!

William James unterschied im Selbst zwischen dem Selbst als Subjekt (I) und dem

 Selbst als Objekt (ME).

7.4) Aus was resultiert das Selbstkonzept nach den Annahmen des Symbolischen Interaktionismus?

7.5) Ergänzen Sie den folgenden Satz vollständig!

Nach dem Shavelson-Modell (Shavelson et al., 1976) weist die Struktur des Selbstkonzeptes die folgenden zwei Merkmale auf:

multidimensionale und hierarchische Struktur.

7.6) Was beinhaltet das revidierte Modell des schulischen Selbstkonzeptes nach Marsh, Byrne & Shavelson (1988) innerhalb der schulischen Domäne?

7.7) Nennen Sie vier Arten von Vergleichsinformationen, die als Quellen der Selbstkonzeptgenese dienen!

Die vier Quellen der Selbstkonzeptgenese sind die soziale, die dimensionale, die temporale und die kriteriale Quelle.

7.8) Mithilfe welcher Methode wird das Selbstkonzept in den häufigsten Fällen erfasst?

7.9) Ergänzen Sie den folgenden Satz vollständig!

Das ........ Attributionsmuster ist günstig im Fall von Misserfolg

internal-variable

7.10) Erklären Sie anhand des Fischteicheffekts (Big-Fish-Little-Pond-Effekt), wodurch bei Übertritt von der Grund- in die Sekundarschule ein relativ hohes schulisches Selbstkonzept entstehen kann!

Wenn Schüler im unteren Leistungsbereich nach der Grundschule auf die Hauptschule wechseln, entwickelt sich ein hohes schulisches Selbstkonzept durch den Entfall von ungünstigen Leistungsvergleichen mit deutlich leistungsstärkeren Schülern, durch bessere Noten und durch die häufigeren Gelegenheiten für soziale Abwärtsvergleiche mit leistungsschwächeren Schülern.

7.11) Ergänzen Sie den folgenden Satz vollständig!

Im Internal/External-Frame-of-Reference-Modell (I/E-Modell) nach Marsh (1986) unterscheidet man die folgenden zwei zentralen Informationsquellen:

soziale Vergleiche und dimensionale Vergleiche.

7.12) Wie nennt man die Art des Zusammenhangs, in dem Selbstkonzept und Leistung zueinander stehen und was versteht man darunter?

Selbstkonzept und Leistung stehen in einem reziproken Zusammenhang, das heißt, sie verstärken sich gegenseitig.

7.13) Erläutern Sie kurz, welche Entwicklung resultieren kann, wenn ein unterstützendes familiäres und schulisches Klima vorhanden ist und vor allem positive Lernerfahrungen vorliegen!

Durch ein gutes familiäres und schulisches Klima und positiven Lernerfahrungen, erfährt der Schüler positive Leistungsrückmeldungen. Dadurch entsteht ein hohes Selbstkonzept, welches wiederum günstige Voraussetzungen für eine hohe Lernmotivation schafft. Diese führt dann zu zukünftig hohem Engagement und entsprechenden Lernergebnissen

7.14) Welche Art der Bezugsnormorientierung trägt zu einer günstigen Selbstkonzeptentwicklung bei Schülern bei?

 7.15) Ergänzen Sie den folgenden Satz vollständig!

Wenn ein Schüler ein Fach interessiert, er es wichtig oder nützlich findet, bezeichnet man diese Komponente im Erwartungs-Wert-Modell nach Eccles (1983) als

Wert-Komponente.

7.16) Ergänzen Sie den folgenden Satz vollständig!

Wenn ein Schüler davon ausgeht, erfolgreich zu sein, bezeichnet man diese Komponente im Erwartungs-Wert-Modell nach Eccles (1983) als

 Erwartungs-Komponente.

7.17) Beschreiben Sie kurz die Ausgangsbasis für ein positives Selbstkonzept und nennen Sie zwei Interventionsmaßnahmen, um das Selbstkonzept zu steigern!

Die Ausgangsbasis besteht in positiven Lernerfahrungen, Leistungsrückmeldungen, und unterstützendes Verhalten der Eltern und Lehrer. Um das Selbstkonzept zu steigern kann man ein realistisches Anspruchsniveau entwickeln oder Attributionstrainingsprogramme durchführen.

8.1) Erklären Sie kurz, warum Emotionen im Lern- und Leistungskontext eine wichtige Rolle spielen!

Sie sind relevant für die Auslösung, Aufrechterhaltung oder Reduzierung von Anstrengungen in Lern- und Leistungssituationen.

8.2) Welche Einflüsse der Sozialumwelt auf Leistungsemotionen werden nach Pekrun unterschieden? Erklären Sie eine Facette der Sozialumwelt Ihrer Wahl genauer!

Pekrun unterscheidet zwischen Wertinduktion, Instruktion, Autonomiegewährung, Erwartungen & Zielstrukturen und Leistungsrückmeldungen & -konsequenzen. Eine gelungene Instruktion liegt zum Beispiel bei einer klar strukturierten und verständlichen Aufgaben- und Stoffpräsentation vor. Dies führt zu einem realen Kompetenz- und Wissenszuwachs und einer positiv subjektiven Kompetenzüberzeugung.

8.3) Was kennzeichnet den Denk-/Lernstil in positiver Stimmung?

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