Entwicklungspsychologie
Kognition
Kognition
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Cartes-fiches
Wie konnten erste Anzeichen induktiven Schlussfolgerns bereits bei sehr jungen Kindern beobachtet werden?
- Zweijährigen wird Vogel gezeigt, der in einem Nest lebt
- dann zeigt man ihnen Bilder von einzelnen Vögeln
- Frage ob auch diese in einem Nest leben
- drei Viertel der Kinder geben in diesem Alter die korrekte Antwort
Korrekte Schlussfolgerung gelingt, solange die gezeigten Vögel prototypische Vögel sind (wie Blaumeisen, nicht aber bei Dodos)
Was nutzen ältere Kinder zusätzlich bei ihren induktiven Schlussfolgerungen?
- Wahrscheinlichkeiten
- Beispiel:
- wenn schwarze Schwäne sehr selten vorkommen, vermuten Kinder, dass ein Schwan, der ihnen nachmittags am See begegnen wird, mit hoher Wahrscheinlichkeit weiß sein wird
Ab welchem Alter gelingen Kindern deduktive Schlussfolgerungen?
- ab dem Alter von vier Jahren
- dann auch selbst wenn Information nicht ihrer Erfahrungswelt entspricht (alle Katzen bellen, Rex ist eine Katze. Bellt Rex?)
- deduktive Schlussfolgerungen gelingen am ehesten bei konkretem Aufgabenmaterial (bei Abstrakten Aufgaben fehlen jüngeren Kindern noch kognitive Kapazitäten)
Beschreibe die Entwicklung von Analogiebildungen
- auch bei Analogien findet schlussfolgerndes Denken statt
- Baum verhält sich zu Wald wie Grashalm zu Wiese
- grundlegende Fähigkeiten zur Analogiebildung bereits im Säuglingsalter
- zeigt man 13 Monate alten Kindern, dass sie Spielzeug erreichen, wenn sie Barriere aus dem Weg räumen und an Band ziehen, zeigen dieses Verhalten auch bei anderen Spielzeugen
- Vorschulalter
- Kindern gelingt es, einfache Analogien zu lösen, die sich auf alltägliche Objekte beziehen
- Vogel zu Nest wie Hund zu Hundehütte
- wächst das Verständnis über kausale Zusammenhänge, können auch Analogien höherer Ordnung gebildet werden
Worauf beziehen sich metakognitive Fähigkeiten?
- auf übergeordnete Überwachung, Kontrolle und Regulierung eigener kognitiver Prozesse
- Komponenten der Metakognition
- Wissen über mentale Zustände: bezieht sich auf Verständnis von falschem Glauben, von mentalen Zuständen sowie von mentalen Verben (z.B. glauben, vergessen); enge Bezüge zu theory of mind
- Metagedächtnis, welches wiederum in einen deklarativen und einen prozeduralen Anteil unterteilt ist
Wie kann man das explizite Wissen von Kindern über Gedächtnisstrategien erfahren?
- Präsentation eines Sets von Items und Frage, welche Tricks und Strategien man nutzen könnte, um die Items zu behalten
- oder: zeigen von Bildersets und Frage, welche man besser behalten kann (evtl. warum)
- zum Beispiel: vier Items sind besser als fünf, oder die Items in einem Set sind leichter zu kategorisieren
Woraus besteht das deklarative Metagedächtnis?
- enthält das Wissen über die eigenen kognitiven Fähigkeiten und Ressourcen
- sowie über Aufgaben- und Strategiemerkmalen
Woraus besteht das prozedurale Metagedächtnis?
- Überwachungsprozesse (z.B. Abschätzung der Entfernung zum Lernziel und des aktuellen Lernstandes)
- Kontroll- und Selbstregulationsprozesse (z.B. Einteilung der Lernzeit, Planung der Lernaktivität)
- Beispiel:
- ältere Schüler wissen -implizit-, dass man für das Erlernen schwieriger Wortpaare (wie Buch und Frosch) länger braucht als für leichte Paare (wie Hund und Katze)
- nehmen sich daher mehr Zeit zum lernen
Beschreibe das Metagedächtnis
- Wissen über das Wissen, Wissen über mentale Zustände
- in prozedurales und deklaratives Gedächtnis aufzuteilen
- In allen Bereichen der Metakognition Entwicklungen bis in
das Erwachsenenalter hinein nachweisbar - Die Gedächtnisleistung hängt mit dem Ausmaß des
Wissens über das Gedächtnis (Metagedächtnis)
zusammen - Eine Meta-Analyse von 50 Studien zum Zusammenhang
zwischen Metagedächtnis und Gedächtnis ergab einen
mittleren Korrelationskoeffizienten von r=.41 zwischen
beiden Variablen
Was sind die Einflussfaktoren auf kognitive Fähigkeiten?
Spannweite kognitiver Fähigkeiten reicht von geistiger
Minderbegabung bis hin zur Hochbegabung
Einflussfaktoren:
• Genetische Determinanten
• Unterschiedlich schnelle Entwicklungsprozesse bei
domänenspezifischen Wissenssystemen
• Unterschiedliche Lernerfahrungen
Neben interindividuellen Unterschieden auch
intraindividuelle Unterschiede:
Zeigen sich darin, dass die Leistungen in verschiedenen
Domänen im Altersverlauf auseinanderdriften