Entwicklungsbiologie
Fragenzusammenstellung zum Üben (HHUD)
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Welche Aussagen über die Keimbahnvorläuferzellen bei Drosophila melanogaster sind falsch?
a) Bei Drosophila bezeichnet man die Keimbahnvorläuferzellen auch als Follikelzellen.
b) Keimbahnvorläuferzellen werden durch lokal im Ei deponierte Determinanten festgelegt.
c) Die Polgranula enthalten Proteine und RNA‘s.
d) Transplantiert man das Polplasma eines Spenderembryos an einen beliebigen Ort in einem Empfängerembryo, so entstehen dort Polzellen, die den Genotyp des Spenders aufweisen.
e) Die Keimbahnvorläuferzellen sind die ersten Zellen, die während der Zellularisierung bei Drosophila entstehen.
Welche Aussagen über die Entwicklung von Drosophila melanogaster sind richtig?
a) Bei 25°C dauert die gesamte Entwicklung vom befruchteten Ei bis zur adulten Fliege ca. 10 Tage.
b) Die Embryonalentwicklung bei Drosophila dauert bei 25°C 4 Stunden, die Larvalentwicklung 4 Tage.
c) Die Polarität des Drosophila-Eis lässt sich nur an seinen extraembryonalen Hüllen erkennen.
d) Zwei extraembryonale Hüllen umgeben das Ei, das innere Chorion und die äussere Vitellinmembran.
e) Chorion und Vitellinmembran werden von Soma-Zellen produziert.
Welche Aussagen über die Furchung sind falsch?
a) Furchungsteilungen verlaufen besonders schnell, weil M- und S-Phase des Zellzyklus ausgelassen werden.
b) Die bei den Furchungsteilungen entstehenden Zellen nennt man Blastocysten.
c) Während der Furchungsteilungen ist das Genom des Embryos transkriptionell inaktiv.
d) Während der Furchungsteilungen steigen Zellzahl und -volumen an.
e) Furchungsteilungen verlaufen synchron, d.h. alle Zellen teilen sich im selben Rhythmus.
Welche Aussagen über Dottergehalt, -verteilung und Furchungstyp sind richtig?
a) Eier mit wenig, gleichmässig verteiltem Dotter bezeichnet man als isolecithal.
b) Beispiele für isolecithale Eier sind diejenigen der Amphibien.
c) Dotterreiche Eier furchen holoblastisch.
d) Die centrolecithalen Eier der Insekten furchen unvollständig.
e) Säugetiereier sind dotterreich.
f) Ist viel Dotter an einem Pol des Eis konzentriert, so nennt man dies telolecithal.
Welche Aussagen über die frühe Embryogenese bei Drosophila melanogaster sind richtig?
a) Die Furchung verläuft bei Drosophila meroblastisch superfiziell.
b) Das synzytiale Blastoderm bei Drosophila bezeichnet eine Zelle mit vielen Kernen.
c) Während des zellulären Blastoderm-Stadiums umgibt bei Drosophila ein mehrschichtiges Epithel aus ca. 5000 Zellen den zentralen Dotter.
d) Diejenigen Zellkerne, die am anterioren Ende des Eis zu Liegen kommen, entwickeln sich zu Keimzellen.
e) Kernteilungen dauern bei der Furchung von Drosophila ca. 8min.
Welche Aussagen über die Gastrulation sind richtig?
a) Insekten gehören zu den Urmundtieren (Protostomier).
b) Epidermis und Nervensystem gehen bei Drosophila aus dem Ektoderm hervor.
c) Das Endoderm entsteht bei Drosophila am anterioren und posterioren Pol und bildet den Mitteldarm.
d) Alle Vielzeller bilden drei Keimblätter aus.
e) Die Muskulatur entsteht bei Drosophila aus dem Endoderm.
Welche Aussagen über Imaginalscheiben bei Drosophila melanogaster sind richtig?
a) Es gibt insgesamt drei Paare Beinimaginalscheiben bei Drosophila.
b) Alle adulten Strukturen gehen bei Drosophila aus Imaginalscheiben hervor.
c) Aus den Flügelimaginalscheiben entstehen bei Drosophila die Flügel sowie Teile des Thorax.
d) Imaginalscheiben werden bei Drosophila während der Larvalentwicklung angelegt.
e) Das mehrschichtige Imaginalscheibengewebe wird im Zuge der Metamorphose in die entsprechende adulte Struktur umgewandelt.
Welche Aussagen über den Nematoden Caenorhabditis elegans treffen zu?
a) C. elegans Hermaphroditen besitzen ein X-Chromosom.
b) Männliche C. elegans Würmer weisen zwei X-Chromosomen auf.
c) C. elegans Hermaphroditen sind selten.
d) Die Hermaphroditen produzieren zunächst Spermien und dann Eier.
e) Das Genom von C. elegans enthält mehr Gene als das von Drosophila melanogaster.
f) X0-Individuen entstehen durch seltene (1:1000) Punktmutationen.
Welche Aussagen über den Nematoden Caenorhabditis elegans sind richtig?
a) Die Lebensdauer von C. elegans beträgt etwa 6 Wochen.
b) Ein C. elegans Hermaphrodit erzeugt im Laufe seines Lebens weniger Nachkommen als ein Drosophila Weibchen.
c) Die Gesamtentwicklung vom befruchteten Ei bis zum adulten Wurm dauert bei C. elegans ca. 2 Tage.
d) C. elegans weist vier Larvenstadien auf.
e) Die Zellzahl bei adulten C. elegans Hermaphroditen ist konstant und liegt bei 558 Zellen.
f) Bis zur Befruchtung arretiert die Oozyte in Prophase 2 der Meiose.
Welche Aussagen über die frühe Entwicklung von C. elegans sind richtig?
a) Es gibt 5 unterschiedliche Gründerzellen bei C. elegans.
b) Aus der sog. D-Zelle entsteht der Darm.
c) Die Lage der EMS-Zelle bestimmt das anteriore Ende des Wurms.
d) Als erste Körperachse wird die anterior-posteriore festgelegt.
e) Bei der Gastrulation invaginieren 4 Zellen ins Innere des Embryo.
f) Durch die Anwesenheit von P-Grana wird die Vorläuferzelle für die Keimbahn determiniert.
Welche Aussagen zur asymmetrischen Verteilung von Determinanten bei C. elegans treffen nicht zu?
a) Die erste Zellteilung ist asymmetrisch durch die Verschiebung der Mitosespindel nach anterior.
b) Die P-Granula sind verantwortlich für die asymmetrischen Zellteilungen.
c) Die Par-Proteine sind an der asymmetrischen Zellteilung und Verteilung von Determinanten beteiligt.
d) Das Par3-Protein ist in der befruchteten Eizelle anterior lokalisiert.
e) Das Par3-Protein lokalisiert in den Zellkortex.
Welche Aussagen über die EMS-Zelle bei C. elegans sind richtig?
a) Die EMS-Zelle teilt sich unter dem Einfluss von asymmetrisch verteilten Determinanten in die MS- und E-Zelle.
b) Aus einer isolierten EMS-Zelle gehen in Zellkultur zwei MS-Zellen hervor.
c) Die P2-Zelle sendet ein polarisierendes Signal an die EMS-Zelle.
d) An der Festlegung des Schicksals der E-Zelle ist der Notch-Signalweg beteiligt.
e) Die Produkte der Gene mom-2 und mom-5 vermitteln die Polarisierung der EMS-Zelle.
Welche Mechanismen kommen bei der asymmetrischen Verteilung von Determinanten in der frühen Embryogenese von C. elegans zum Einsatz?
a) lokaler Abbau
b) gerichteter Transport
c) regionale Kontrolle der Transkription
d) Diffusion
e) regionale Kontrolle der Translation
f) Morphogengradienten
Welche der nachfolgenden Aussagen über die Par Proteine bei C. elegans sind richtig?
a) In Par2-Mutanten werden die P-Granula im 2 Zell-Stadium in die AB-Zelle fehlverteilt.
b) Par2 und Par3 sind maternale Gene, bei denen der Genotyp des Embryos über den Phänotyp der Mutter entscheidet.
c) In Par3-Mutanten sind im 2 Zell-Stadium die AB- und die P1-Zelle gleich gross.
d) In Par2-Mutanten findet man das Par3-Protein in der AB- und P1-Zelle.
e) Par2 und Par3 kodieren jeweils für einen Transkriptionsfaktor.
Welche Aussagen über den Notch-Signalweg sind richtig?
a) Der Notch-Signalweg ist hochkonserviert.
b) Bei C. elegans wird der Notch-Rezeptor vom glp1-Gen kodiert.
c) Die Translation von glp1 wird bei C. elegans in der ABa- und ABp-Zelle unterdrückt.
d) Der Notch-Signalweg verläuft ohne geregelte Proteolyse.
e) Ablatiert man bei C. elegans die P2-Zelle, so entsteht anstelle einer ABa- eine ABp-Zelle.
Welche Proteine sind keine Komponenten des Notch-Signalweges?
a) Mom-2
b) γ-Sekretase
c) Delta
d) CSL
e) Frizzled
Welche Aussagen zur RNA-Interferenz sind richtig? RNA-Interferenz...
a) ... tritt sowohl im Tier-, als auch im Pflanzenreich auf.
b) ... wirkt posttranslational.
c) ... stellt eine mithilfe der Gentechnik erzeugte Methode zur Genregulation dar.
d) ... benötigt, um zu funktionieren, doppelsträngige RNA-Moleküle.
e) ... findet im Zellkern statt.
Welche Aussagen über die Augenentwicklung bei Drosophila melanogaster sind richtig?
a) Ein Komplexauge enthält bei D. melanogaster ca. 5600 Photorezeptorzellen.
b) Die Zellen der Augenimaginalscheibe vor der „Morphogenetischen Furche“ sind undifferenziert, die dahinter differenziert.
c) Die Komponenten eines Ommatidiums entstehen in der Reihenfolge: 1. Photorezeptor-, 2. Pigment-, 3. Linsenzellen.
d) Das Augenimaginalscheibengewebe besteht aus einer einzigen Zellschicht.
e) Ein Ommatidium setzt sich aus 20 Zellen zusammen, von denen 7 Photorezeptorzellen sind.
f) Die Photorezeptorzellen eines Ommatidiums sind im Quadrat angeordnet.
Welche Aussagen über die Augenentwicklung bei Drosophila melanogaster sind falsch?
a) Das wildtypische Produkt des white-Gens ist an der Entstehung weisser Augen beteiligt.
b) Die Photorezeptorzellen eines Ommatidiums werden durch Zell-Zell-Interaktionen rekrutiert.
c) Alle Photorezeptorzellen eines Ommatidiums stammen von einer Gründerzelle ab.
d) Das sevenless-Gen kodiert für einen Rezeptor des MAPK-Signalweges.
e) Die Photorezeptorzellen eines Ommatidiums stellen ein Mosaik dar.
f) Die Rekrutierung der Photorezeptorzellen eines Ommatidiums erfolgt in der Reihenfolge R7, R2+R5, R3+R4,R1+R6, R8.
Welche Aussagen über das Gen atonal bei Drosophila sind falsch?
a) In atonal-Mutanten fehlen alle Pigmentzellen.
b) In scabrous-Mutanten werden die Kluster atonal-exprimierender Zellen nicht aufgelöst.
c) Der Ausfall von atonal führt zum Verlust der R8-Photorezeptorzelle.
d) An der Selektion der atonal-exprimierenden Photorezeptorzellen ist der Notch-Signalweg beteiligt.
e) Fällt atonal in der R7-Zelle aus, so hat dies keinerlei Auswirkungen auf das entstehende Ommatidium.
Welche der nachfolgenden Aussagen zur Augenentwicklung sind richtig?
a) Bei gestörter Notch-Funktion kommt es zu keiner Vereinzelung atonalexprimierender Zellen.
b) Der Notch-Ligand Delta wird sekretiert und hat eine Reichweite von mehreren Zelldurchmessern.
c) Boss ist ein Transmembranprotein, welches als Ligand des EGF-Rezeptors Sevenless fungiert.
d) Die Expression des dominant-negativen EGF-Rezeptors DN-EGFR unterdrückt die Bildung aller Photorezeptorzellen ausser R7.
e) DN-EGFR fehlt die extrazelluläre Domäne.
Welche Aussagen über die Entstehung der Photorezeptorzellen bei Drosophila melanogaster sind richtig?
a) Die Selektion der R8-Zelle erfolgt über den RTK-Signalweg in einem als Laterale Inhibition bezeichneten Prozess.
b) Die Photorezeptorzellen R1 bis R6 werden unter Verwendung des Notch-Signalweges rekrutiert.
c) Die Festlegung des R7-Zellschicksals erfordert den MAP-Kinase-Signalweg.
d) Scabrous ist an der Entstehung des gleichmässigen Abstandes zwischen den einzelnen R8-Zellen beteiligt.
e) Der Name des EGF-Rezeptors bei Drosophila lautet Spitz.
Welche Aussagen über das Drosophila-Gen eyeless sind falsch?
a) Eyeless kann Pax6 in Xenopus funktionell ersetzen.
b) eyeless ist ein sog. „master control gene“, welches die Bildung eines ganzen Organs initiieren kann.
c) Das eyeless-Gen kodiert für ein Transmembranprotein.
d) Eyeless ist das Drosophila-Homolog von Pax6 aus der Maus.
e) Pax6 kann in Drosophila die Funktion von Eyeless ersetzen.
f) Bei humaner Aniridie liegen beide Kopien des Pax6-Gens mutiert vor.
Welche Aussagen zur Vulvaentwicklung von C. elegans sind richtig?
a) Bei C. elegans gibt es 6 Vulva-Vorläuferzellen, P3p - P8p.
b) Zwei Vorläuferzellen der Äquivalenzgruppe reichen für die Bildung der Vulva aus.
c) Die Zellen einer Äquivalenzgruppe besitzen die gleiche Kompetenz.
d) Verlust der P6p-Zelle durch Ablation führt zum Verlust der Vulva.
e) Zerstört man die Gonadenanlage, so entwickeln sich P3p - P8p zu Vulvazellen.
f) Drei Vulva-Vorläuferzellen werden zu Zellen der Epidermis.
Welche Aussagen zur Vulvaentwicklung von C. elegans sind falsch?
a) Ohne äussere Signale entwickeln sich alle Vulva-Vorläuferzellen zu Epidermiszellen.
b) Unter normalen Umständen wird P3p zu einer Epidermiszelle.
c) Bei Verlust der P6p-Zelle nimmt immer die P5p-Zelle das 1*-Zellschicksal an.
d) Let-23 ist in allen Vulva-Vorläuferzellen exprimiert.
e) Beschränkte Expression eines Rezeptors führt zur Verwirklichung des 1*- und 2*-Zellschicksals.
Welche Aussagen über die sog. Ankerzelle bei C. elegans sind richtig?
a) Die Ankerzelle ist eine der Vulva-Vorläuferzellen.
b) Die Ankerzelle empfängt ein Signal aus der Gonadenanlage.
c) Die Ankerzelle induziert bei den Vulva-Vorläuferzellen das 1*- und 2*-Zellschicksal.
d) Die Ankerzelle sendet ein determinierendes Signal an die Vulva-Vorläuferzellen.
e) Ablation der Ankerzelle beeinträchtigt die Vulvaentwicklung nicht.
Welche Signalwege sind an der Vulvaentwicklung bei C. elegans beteiligt?
a) Hh-Signalweg
b) Wnt-Signalweg
c) RTK-Signalweg
d) BMP-Signalweg
e) N-Signalweg
Welche Aussage ist kein Modellorganismus-Kriterium?
Welche Aussage über Furchungsteilungen ist falsch?
Welche Aussagen über die Emryonalentwicklung von Drosophila melanogaster sind richtig?
1. Die Entwicklung der Keimbahnstammzellen erfordert die Anwesenheit von Polgranula.
2. Die Zellularisierung führt zu sog. "zellulärem Blastoderm", einem mehrschichtigem Epithel aus etwa 5000 Zellen.
3. Die Größenzunahme der Larve vom L1- zum L3-Stadium erfolgt durch Zellvermehrung, nicht Zellwachstum.
4. Die Anlage der Imaginalscheiben-Vorläuferzellen erfolgt im Embryo.
5. Alle äußeren Strukturen der adulten Fliege gehen auf sog. Imaginalscheiben hervor.
Welche Proteine sind keine Komponenten des Wnt-Signalweges?
Welche Aussagen über die Embryonalentwicklung bei Drosophila melanogaster ist falsch?
Welche Aussagen über die Augenentwicklung Drosophila melanogaster sind richtig?
1. Die Entwicklung des Komplexauges beginnt während der Embryogenese.
2. Die Gruppierung der Photorezeptorzellen beginnt mit der R8-Zelle.
3. Die morphogenetische Furche wandert von anterior nach posterior über die Augenimaginalscheibe.
4. eyeless ist das einzige Gen, das die Augenentwicklung kontrolliert.
5. Ein Ommatidium ist aus Photorezeptor- und Linsenzellen aufgebaut.
Wie werden die Zellschicksale im frühen Embryo von C. elegans festgelegt?
Wie viele Barr-Körperchen können Frauen haben?
Welche Antwort zur Wirkung der Organisator-Proteine ist falsch?
Wodurch wird Neuroektoderm nicht induziert?
Die AP-Achse bei der Maus wird festgelegt durch?
Welche Aussage zur Signaltransduktion, ausgelöst durch Steroidhormone ist falsch?