enterale und parenterale Ernährung

zur Vorlesung vom 27.05.2016

zur Vorlesung vom 27.05.2016


Z. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die enterale und parenterale Ernährungstherapie im universitären Kontext. Sie decken Themen wie Zugangswege, Katheterformen, Energiebedarf und spezifische Indikationen ab, einschließlich der Unterschiede zwischen Hunger- und Stressstoffwechsel. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der praktischen Anwendung und den klinischen Aspekten der Ernährungstherapie vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
22
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
07.06.2016 / 02.06.2021

Cartes-fiches

Zu einer Ernährungtherapie zählen

  1. ...
  2. ...
  3. ... (wichtigster Bestandteil)

  1. klassische Ernährungsbestandteile: KH, Fett, Eiweiß
  2. Elektrolyte, Vitamine, Spurenelemente
  3. Wasser (wichtigster Bestandteil)

zwei Formen der Ernährungstherapie

  • enterale Ernährung
  • parenterale Ernährung

  • enterale Ernährung: physiologische Aufnahme von Nährstoffen über den Darm nach oraler, gastraler oder jejunaler Zufuhr
  • parenterale Ernährung: intravenöse Nährstoffapplikation

Klausur: Leitsatz bei der Ernährungstherapie

Bei den beiden Formen handelt es sich nicht um konkurrierende, sondern sich gegenseitig ergänzende Bestandteile der Ernährungstherapie. Häufig werden deshalb auch Kombinationen der beiden Formen angewendet. Man sollte immer versuchen, eine möglichst physiologische Ernährung anzustreben.

Indikation zur Ernährungstherapie

drohende oder bestehende Malnutrition (=Fehlernährung)

enterale Ernährung

  • Indikationen
  • Verabreichungsformen (3)
  • KI

  • funktionsfähiger GIT
  • Normalkost, Trinnahrung, Sondenkost
  • absolute KI
    • intestinale Ischömie
    • akute Abdomen wg. Perforationsgefahr
    • akute obere GI-Blutung
    • mechanischer Ileus
  • relative KI
    • unbeherrschbares Erbrechen

    • schwere Diarrhöen

    • entero-kutane Fistel mit hoher Sekretion

    • paralytischer Ileus (kommt durch Opioide nach fast jeder OP temporär vor)

    • hohe Refluxrate

    • akute Pankreatitis (außer bei jejunaler Sondenlage)

    • MODS mit intestinalem Versagen

    • intraabdominelle Hypertension > 15 mmHg

Klausur: Vorteile der enteralen Ernährung gegenüber der parenteralen Ernährung:

  • Erhalt der Darmzonnen →  (1+3)
  • in Bezug auf die Patientenmorbidität

→ Protektion gegen bakterielle Invasion

  • Erhalt der Darmflora
  • Erhalt der Darmmukosa
  • Aufrechterhaltung der Peristaltik

in Bezug auf die Patientenmorbidität

  • Reduktion der septischen Morbidität
  • insgesamt deutlich verbessertes outcome

Klausur: Funktion der minimalen enteralen Ernährung ist die ... .

... Darmozottenernährung.

Zugangswege bei der Sondenernährung (4)

  • nasogastral
  • nasojejunal
  • PEG (perkutane endoskopische Gastrotomie mit gastraler, duodenaler oder jejunaler Lage)
  • chirurgische Gastrostomie oder Jejunostomie

Def.: Witzel-Fistel

chirurgisch implantierte Magen- oder Dünndarmsonde

Sondenarten

Klausur: Problem Diarrhö während enteraler Ernährung: häufigste Ursachen (4)

 

  • Malnutrition, Hypoalbuminämie
  • Fieber, Hypothermie
  • Vorliegen eines Infektlokus
  • Antibiotika

Klausur: Was sollte man be einer kurzfristigen parenteralen Ernährung anstreben?

Bei kurzfristiger parenteraler Ernährung sollte ein möglichst rascher Beginn einer parallelen enteralen Ernährung mit Steigerung derselben nach individueller Verträglichkeit angestrebt werden.

Zugangswege bei parenteraler Ernährung

  • nicht-implantierbare Systeme (3)
  • implantierbare Systeme
    • mit exkrakorporalem Segment (3)
    • vollständig subkutan implantiert (1)

  • nicht-implantierbare Systeme
    • Basilika-Katheter
    • Jugularis-Katheter
    • Subclavia-Katheter
  • implantierbare Systeme
    • mit exkrakorporalem Segment
      • Hickmann-Katheter: ZVK aus Silikon
      • Broviac-Katheter: wie Hickmann nur mit reduziertem Innendurchmesser
      • Groshong-Katheter: wie Hickmann, bloß mit zusätzlichem Rückschlagventil, sodass keine Flüssigkeit aus dem Katheter zurückfließen kann
    • vollständig subkutan implantiert
      • Port-Katheter

Ab welchem Tag sollte eine Vitaminsubstitution erfolgen?

bereits am dem 1. Tag der Ernährungstherapie

Vor- und Nachteile der enteralen und der parenteralen Ernährung

Definitionen

  • Gesamtenergiebedarf
  • Grundumsatz
  • Leistungsumsatz

  • Gesamtenergiebedarf = GU + LU
  • Grundumsatz (GU): Energie, die innerhalb von 24h für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen benötigt wird
  • Leistungsumsatz (LU; Arbeitsumsatz): Energie, die zusätzlich für weitere Leistungen des Körpers benötigt wird.

Klausur: Der Leistungsumsatz steigt nach ... und ... oder während einer ... .

Der Leistungsumsatz steigt nach Trauma und OP oder während einer Sepsis.

Klausur: Phasen nach Trauma, OP oder Sepsis (3)

  1. Akut-/Aggressionsphase (ebb phase)
  2. Postaggressionsstoffwechsel (flow phase)
  3. Rekonvaleszenzphase (Reparationsphase

Phasen nach Trauma, OP oder während Sepsis

Klausur: Unterscheiden sich der Hunger- und der Stressstoffwechsel

  • Stoffwechsellage ist ingesamt ... mit ... Stickstoffbilanz

Ja, es gibt sogar erhebliche Unterschiede!

Beim Hungerstoffwechsel kommt es zu einer spezifischen Anpassung der Hormone an den Mangelzustand.

Dies liegt u.a. daran, dass bei Stressstoffwechsel zwar genug Energie in Form von Glucose vorhanden ist, diese die Zellen aber nicht erreicht, da eine Insulinresitenz am Rezeptor vorliegt.

Stoffwechsellage ist ingesamt katabol mit negativer Stickstoffbilanz.

 

 

Proteinbedarf in g/kg KG/d (zwischen)

Def. des Konzepts nice sugar

Eine strenge Einhaltung des Blutzuckerspiegels von 110mg/dl mit einem dauerhaften Insulinperfusor bringt keinen Überlebensvorteil gegenüber einer abgeschwächten Kontrolle mit dem Ziel <180mg/dl.

Étudier