Energierohstoffe und -technik

Energierohstoffe und -technik RWTH

Energierohstoffe und -technik RWTH


A. S.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen der Energierohstoffe und -technik, mit Fokus auf Prozesse wie Destillation, Cracken und Verkokung. Sie decken Themen wie die Zusammensetzung von Erdöl, Braunkohle und Koks, sowie deren Verarbeitung und Anwendungen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Technik, die sich mit der Erzeugung und Nutzung von Energierohstoffen auseinandersetzen.
Karten
140
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
09.07.2016 / 19.04.2018

Flashcards

Energieträger 

Stoffe, in denen Energie mechanisch, thermisch, chemisch oder physikalisch gespeichert ist

Primärenergieträger

 Energieträger, die noch keiner Umwandlung unterworfen wurden (z.B. Stein-, Braunkohle, Erdgas, Erdöl, Wasserkraft, Biomasse usw.) 

Sekundärenergieträger 

 Umgewandelte („veredelte“) Energieträger (z.B. Strom, Fernwärme, Mineralölprodukte, Briketts usw.) 

Endenergieträger 

 Endenergieträger Primär- oder Sekundärenergieträger, die von Energieverbrauchern genutzt werden 

Endenergieverbrauch

Endenergieverbrauch Marktentnahme von Endenergieträgern 

Nutzenergie

 Licht, Kälte, Bewegung, Wärme, usw.

Reserven:

 Sicher nachgewiesene und mit bekannter Technologie wirtschaftlich förderbare Vorkommen

 Ressourcen 

Vorkommen, die entweder zwar nachgewiesen, aber noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind, oder aber noch nicht sicher nachgewiesen sind, aber aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden 

Gesamtpotenzial 

Gesamte gewinnbare Menge der Energierohstoffe in der Erdkruste, die vor dem Beginn der Förderung durch den Menschen vorhanden war

 Verbleibendes Potenzial

 Gesamtpotenzial abzüglich der bereits geförderten Mengen

Statische Reichweite 

Quotient aus Reserven und letzter Jahresförderung 

 Dynamische Reichweite 

Berücksichtigung zunehmender Erschließung 

 R/P Ratio (Reserves-to-Production-Ratio) 

Verhältnis von nachgewiesenen Reserven zur Jahresproduktion

Kumulierte Förderung 

 Summe aller Jahresförderungen seit Förderbeginn 

Konventionelle Vorkommen 

Vorkommen, die mit klassischen Explorations-, Förder-, und Transporttechniken gewonnen werden können (bei Kohle nicht üblich) 

 Nicht-konventionelle Vorkommen 

Vorkommen zu deren Gewinnung alternative Techniken nötig sind (bei Kohle nicht üblich)

Stoff einteilung

Reinstoff Gemisch

Gemisch Einteilung

Heterogene und Homogene Gemische

inkohlungsdiagramm 1

molare Wasserstoff/ Kohlenstoff-Verhältnis über das molare Sauerstoff/Kohlenstoff- Verhältnis einer Biomasse aufgetragen.

Verlauf der natürlichen Kohleentwicklung

Inkohlungsdiagramm 2 

Methan oben links , Methanol oben rechts 

unten Kohlenstoffmonoxid

Flüchtigendiagramm

Flüchtige organische Verbindungen (Abk.: VOC bzw. VOCs nach volatile organic compound[s]) ist die Sammelbezeichnung für organische, also kohlenstoffhaltige Stoffe, die leicht verdampfen (flüchtig sind) bzw. schon bei niedrigen Temperaturen (z. B. Raumtemperatur) als Gas vorliege

Primärenergieverbrauch Weltweit

Regenerativ : 1,6

Atomenergie ; 4,9

Wasserkraft : 6,5

Gas : 23,8

Asien : viel Kohle (50%)

Mittlerer Osten : fast nur Kohle und Gas

Primärenergieverbrauch Deutschland

sonstige einschließlich Stromaustauschsaldo: 1,4 (1,8) % Erneuerbare: 11,6 (10,8) % Kernenergie: 8,0 (8,7) % Braunkohle: 12,1 (11,6) % Steinkohle: 12,2 (12) % Mineralöl: 33,1 (33,6) % Erdgas: 21,6 (21,5) 

Primärenergieeinsatz Deutschland

Verkehr: 28,6 (28,1) %

Industrie: 28,9 (28,2) 

Gewerbe – Handel Privathaushalte: 27,0 (27,9) %

Dienstleistungen: 15,5 (15,8) %

Luftzahl l 

Reaktionen

Die Luftzahl l ist das Vielfache des stöchiometrischen Luftbedarfs, der für die vollständige Verbrennung gebraucht wird. 

 C CO2

H H2O

N NO2

S SO2

Thermochemische Prozesse: Klassische Einteilung

100° - Trocknung

> 250°- entgasung (pyrolyse)

>600 - Vergasung

>700 - Verbrennung

Trocknung

bei 100°

  Strahlung aus dem Feuerraum +  Konvektion über Luft, Rauchgas

luftzahl = 0  wärme zugeben

 

Entgasung (pyrolyse)

>250°

Flüchtige Bestandteile werden ausgetrieben (Wasser, Schwelgase, Kohlenwasserstoffe)

Keine oxidierenden Mittel-

Abhängig von Wärmezufuhr & VWZ 

luftzahl = 0

Wärmezufur -indierkt über wand oder Diereckte eingabe eines Heißen wärmeträgers in Reaktor (rauchgas)

-endotherm mit exothermen phasen

Prozesseinteilung Entgasung

 Geschwindigkeit/Gasverweilzeit:

Langsame Pyrolyse: Gas-VWZ > 5 s

 Konventionelle Pyrolyse: 2 – 5 s

 Schnelle (Flash-)Pyrolyse: Gas-VWZ < 1 s, Aufheizgeschwindigkeit > 1000 K/s

Temperatur:

 Niedertemperaturpyrolyse: < 500°C

Mitteltemperaturpyrolyse: 500 – 800°C

 Hochtemperaturpyrolyse: > 800°C

Produkte Pyrolyse

 

Pyrolysekoks Pyrolysegas inkl. nicht kond. Gase Pyrolyseöl inkl. wässrige Phase 

Vergasung grob

Umsetzung von fixem Kohlenstoff zu gasförmigen Produkten

Wärme, Wasserdampf, Sauerstoff wirken reaktionsfördernd 

> 600°

hinzugeführt _ LUft , O2 , Dampf 

- Endotherm

Luftzahl 0,2-0,5

Verbrennung grob

Vollständige Oxidation der vorher entstandenen Gase und des Rest-C

Wesentliche Verbrennungsprodukte: Kohlendioxid und Wasser

> 700°

Luftzahl >1

hinzugeführt wird Luft + O2

Einfluss Parameter der Pyrolyse

Einflussparameter Prozesstemperatur Verweilzeit Anlagendruck Eigenschaften Einsatzstoff Aufheiz-/Abkühlgeschwindigkeit  (!!!!!) Durchmischung 

Reaktionen bei pyrolyse

1 = Kohle H2O CO2

2=Flüssigkeiten -> Gase (Co H2 CH4)

3= Gase (CO H2 CH4

Niedriege Temperaturen = Reaktion 1 = konventionelle pyrolyse (thermische Zersetzung) -> Holzkohle

Mittlere Temperatuen =  Reaktion 2 = Flash Pysolyse (verflüssigung) -> Pyrolyseöl

Hohe Temperturen = Reaktion 3 = 

Vergasungsmittel

Luft - Sauerstoff - Wasserdampf - Kohlendioxid 

Wärmebereitstellung Vergasung

- Autotherm: Teiloxidation des Brennstoffs

- Allotherm: Beheizung über Wärmeträger, Dampf, etc. (Wand allein nicht ausreichend) 

Produkte Vergasung

- Koks -

Gas: - CO, H2

- gasförmige KW

- Teere

- Staub 

Einflussparameter  Vergasung

- Vergasungsmittel - Prozesstemperatur - Verweilzeit - Anlagendruck - Zusammensetzung Einsatzstoff - Durchmischung

Heterogene Reaktionen:  Vergasung

 Feststoff – Gas 

Boudouard-Reaktion: C + CO2  =  2 CO                                          + 173

Heterogene Wassergas-Reaktion: C + H2O = CO + H2               + 132 

Vollständige Verbrennung: C + O2 =CO2                                         - 393

Unvollständige Verbrennung: C + ½ O2 = CO                                 - 110

 Hydrierende Vergasung:       C + 2 H2  = CH4 

 

Schwefel-Oxidation: S + O2 = SO2

Oxidation von Brennstoff-N: NX = HCN

 HCN + O, H, OH = NHm  

NHm + NO =N2 

Homogene Reaktionen:Vergasung

Gas-Gas

Homogene Wassergas-Reaktion: CO + H2O =CO2 + H2                           - 41

 Methanbildung: CO + 3 H2 = CH4 + H2O                                                     - 206 

CO-Oxidation: CO + ½ O2 = CO2                                                                  - 283 

H2 -Oxidation: H2 + ½ O2 = H2O                                                                    - 286 

Lernen