Elektrotechnik

Abschlussprüfung Veranstaltungstechnik

Abschlussprüfung Veranstaltungstechnik


Rouven Haegner
Diese Lernkarten erklären grundlegende elektrotechnische Begriffe wie Schaltungen, Schutzklassen und Messverfahren für Schüler der Grundschule. Sie behandeln Themen wie Spannungsmessung, Schutzleiterfunktion, RCD-Auslösung und sichere Anlagenprüfung nach VDE. Praktische Anwendungen wie Fehlererkennung und Leitungsdimensionierung werden anschaulich erläutert. Ideal für Einsteiger, die elektrotechnische Grundlagen verstehen und anwenden möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Electrotechnique
Créé / Mis à jour
20.02.2013 / 27.08.2026

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Sie entdecken im richtigen Moment, dass jemand aus der Beschallungsabteilung eine Erdungsklammer in der Schukosteckdose abkleben will, um so die Brummeinstreuung zu beseitigen. Erklären Sie, welche gefährlichen Folgen dies im Falle eines Körperschlusses an Geräten der Schutzklasse I haben kann.

  • Bei Körperschluss Spannung am Gehäuse.
  • Kein Stromfluss über PE möglich. Daher gefährliche Berührungsspannung am Gehäuse bis 230V!
  • Kein sicheres Auslösen von FI

Zur 230V-Spannungsversorgung eines Gerätes auf einer Bühne stehen Ihnen zwei Verlängerungsleitungen mit folgenden Bezeichnungen zur Auswahl:

  • H07RN-F
  • H 05 W

Für welche Leitung entscheiden Sie sich? Begründen Sie Ihre Antwort.

H07RN-F, Gummischlauchleitung geeignet für mittlere mechanische Beanspruchung

Für eine unter Volllast betriebene Lichtanlage soll eine Leitungsbemessung durchgeführt werden. Es sollen 96 Lichtkreise zur Verfügung gestellt werden, die von einem Dimmerrack angesteuert werden. Die Dimmer haben Anschlüsse für Lastmulticores mit HAN-16-Steckern, die mit jeweils 6 Kanälen belegt sind. Die Leitungen liegen mit einer Länge von 25 m auf den Querstreben einer Vierpunkt-Traverse. Jeder Lichtkreis soll eine maximale Leistung von 2 kW zur Verfügung stellen. Es kann von rein ohmscher Last ausgegangen werden. Zu der Bearbeitung der nachstehenden Aufgaben ist das beiliegende Datenblatt zu verwenden.

  1. Berechnen Sie die Anzahl der benötigten Lastmulticores.

  2. Geben Sie an, welche (Leitungs-)Verlegeart hier am zutreffendsten ist. Begründen Sie Ihre Antwort.

  3. Berechnen Sie die zulässige Strombelastbarkeit der Leitungen, wenn zunächst von einem Querschnitt von 1,5 mm2 ausgegangen werden soll, und überprüfen Sie, ob dieser Leiterquerschnitt ausreicht. Die Umgebungstemperatur beträgt 40 °C.

  4. Überprüfen Sie für die geforderte Belastung den Spannungsfall und entscheiden Sie, ob ein Leiterquerschnitt von 1,5 mm² ausreichend ist.

  5. Welche Bemessungsstromstärke In (Normalwert) muss für die Überstromschutzorgane gewählt werden?

  6. Welcher Leiterquerschnitt  muss verwendet werden, damit die Abschaltbedingung Iz>IN>Ie eingehalten wird?

  7. Bestimmen Sie für die Auslösezeit von 0,2 s die Auslösestromstärke, wenn Schmelzsicherungen (typ gL) für den Leitungsschutz verwendet werden.

  1. 96/6 = 16

  2. Verlegeart E, da die Verlegung des Lastmulticores überwiegend in der Luft erfolgt.

  3. Iz= 23A Umrechnungsfaktor für abweichende Umgebungstemperatur 40°C: 0,82
    Umrechnungsfaktor für Vieladrigkeit 12 Adern: 0,52
    Iz= 23A x 0,82 x 0,52 = 9,8 A
    Ib= 2000W/230V = 8,69 A
    Iz>Ib, daher Leiterquerschnitt zulässig

  4. 4,99 V < 3% ⇒ Querschnitt ausreichend

  5. Iz>/=In>/=IB 10A

  6. q=2,5 mm²

  7. Ia=70A

Wie ändert sich die Auslösestromstärke, wenn statt einer Schmelzsicherung von 10A gL ein LS-Schalter C 10 A eingesetzt wird und dieser sicher bei einem Kurzschluss auslösen soll?

Ik = 10 x IN = 100 A

Welche Auslösezeit muss nach VDE 0100 eigehalten werden, wenn ein TN-System vorausgesetzt wird?

t <= 0,4s bei 230V (bzw. t<= 0,2 s bei 400 V

Womit müssen Sie bei der Absicherung mit einem Leitungsschutzschalter B10 A rechnen, wenn der Dimmerkreis belastet mit zwei kalten 1-kW-Halogenleuchtmitteln eingeschaltet wird?

Hohe Einschaltströme könnten zu einer unbeabsichtigten Abschaltung führen.

Durch welche VDE-Messung können Sie überprüfen, ob die Abschaltbedingung eines Überstromschutzorgans eingehalten wird?

Messung der Schleifenimpedanz (Anzeige des Kurzschlusstroms) IK > Ia

  1. Mit welcher maximalen Geschwindigkeit darf der Plafond verfahren werden? Begründen Sie Ihre Antwort.
  2. Die Fahrsrecke von der Parkposition bis zur Endposition beträgt 18m. Wie lange dauert die Fahrtbewegung? (Anfahr- und Bremsverzögerung sollen unberücksichtigt bleiben)

  1. Es handelt sich um einen Bewegungsvorgang ohne Personen, somit sind Geschwindigkeiten bis zu 1,2 m/s zulässig.
  2. v=s/t
    t=s/v
    t=18m/1,2(m/s) = 15s

Was ist der Unterschied zwischen einem Betriebsendschalter und einem Notendschalter. Erläutern Sie den Unterschied.

  • Ein Betriebsendschalter stoppt Bewegungsvorgänge an den vom Betreiber/Bediener definierten Stellen.
  • Ein Notendschalter gibt den letztmöglichen Punkt einer Fahrt der maschinentechnischen Einrichtung an, bevor es zu Schäden bzw. zu gefährlichen Situationen kommt. Diese Forderung scließt ein, dass Notendschalter nicht als Betriebsendschalter benutzt werden dürfen.

Während der Vorstellung7Produktion fällt ein Betriebsendschalter aus. darf die maschinentechnische Einrichtung bis zum Ende der Vorstellung weitergefahren werden und wenn ja, unter welchen Bedingungen?

Fällt während einer Vorstellung oder Produktion ein Betriebsschalter aus, so darf bis zu deren Ende unter Beachtung besonderer Sorgfalt auf Sicht oder Einweisung weitergefahren werden.

  1. Geben Sie an, welche Geräte (UV und Dimmer) an die Hauptverteilung HV angeschlossen werden können, ohne eine Überlastung zu erzeugen. x1,x2,x3,x4
  2. Welchen Bemessungsstrom und welche Charakteristik müssen die Überstromschutzorgane in UV2 aufweisen, wenn dort je Abgangssteckdose ein 1,5kW-Fluter mit Halogenglühöampe angeschlossen werden soll? Begründen Sie Ihre Antwort.
  3. Für den Dimmer 1 ist angegeben: cos γ=0,89. Welche Leistung entnimmt der Dimmer aus der HV, wenn alle Dimmerabgänge mit 100% belastet sind?
  4. Was könnte passieren, wenn die Hauptverteilung HV mit der Unterverteilung UV1 verbunden ist und an deren Abgang X6 Fehlerstrom > 30mA auftritt? Begründen Sie Ihre Antwort.
  5. Beim Messen der Schleifenimpedanz anUV1, X1 bekommen Sie folgenden Wer: Zs = 0,4 Ω. Überprüfen Sie, ob dieser Wert ausreicht, um den LS-Schalter sicher auszulösen.

  1. x1: Dimmer1
    x2: UV1/Dimmer 2
    x3:Dimmer2/UV1
    x4: UV2
  2. C16A Charakteristik C: Io=5...10-fache Nennstrom, aufgrund des hohen Einschaltstroms der Glühlampen. 16A: Aufgrund der Schukosteckdose
  3. P=18 x 10A x 230V= 41,4 kW
    s=P/cos γ = 46,5 kVA
  4. -Es ist nicht sicher welcher RCD (HV/UV1) auslöst.
    -Komplette Anlage stromlos
  5. Ja der Wert ist ausreichend
    Ia (LS B16A) = 5 x 16A = 80A
    IK>(230V/0,4Ω)=575 A

Nachdem ihr Übergabeprotokoll eine funktionstüchtige Anlage bescheinigt, nehmen SIe diese in Betrieb. Dabei löst nun doch ein RCD aus, weil offenbar ein Gerät einen Defekt aufweist. Welche Fehlerart liegt vor?

Körperschluss

Bei der Reparatur eines Gerätes muss nach VDE 0701 geprüft werden. Nehmen Sie für Sk-I-Geräte zwei zwingende Messungen.

  • Isolationswiderstand
  • Schutzleiterwiderstand

Étudier