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Michael Schneider
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Michael Schneider
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Elektrizitätsversorgung und Energiewirtschaft auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Netzzugang, Kostenverteilung, Bilanzgruppen und die Rolle von Akteuren wie Swissgrid und ELCOM. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Elektrotechnik, die sich mit den komplexen Strukturen und gesetzlichen Rahmenbedingungen der Stromversorgung vertraut machen möchten.
Flashcards
14
Students
7
Language
German
Level
University
Created / Updated
11.07.2013 / 19.02.2025

Flashcards

Welche Tätigkeitsbereiche bei der Stromversorgung unterscheidet man. Bei welchen handelt es sich um ein natürliches Monopol und wo findet man einen potentiellen Wettbewerbsbereich? 

 

Monopol: Systembetrieb, Übertragung, Verteilung

Wettbewerb: Erzeugung, Grosshandel, Detailhandel

Erzeugung-->Systembetrieb-->1 und 2
1)Übertragung-->Verteilung-->Verbraucher
2)Grosshandel-->Detailhandel-->Verbraucher

Welches sind die wichtigsten gesetzlichen Festlegungen für die Strommarkliberalisierung (Grundversorgung, Netzzugang, Netzanschluss, Lastabwurf, Kostenverteilung, Netzkosten, ElCom, TSO)? 

 

Grundversorgung: alle Endverbraucher innerhalb Bauzone & ganzjährig Bewohnte Liegenschaften

Netzzugang: diskriminierungsfreier Netzzugang (Verpflichtung Netzbetreiber)
Feste Endverbraucher (>= 100MWh/Jahr) kein Anspruch auf Netzzugang (2009-2013)

Netzanschluss: gehört zu einer Bilanzgruppe. Lastgangmessung (falls Wechsel Lieferant)

Lastabwurf: bei tiefer Frequenz können Verbraucher abgeschaltet werden (keine Prioritäten!)

Kostenverteilung: -Erzeuger zahlen nur Anschlussgebühr, Verbraucher auch Netznutzung!
-Wälzung (Netzinfrastruktur, Betriebskosten), direkte Zuordnung (SDL des ÜN, Verwaltung, Steuern)
-30% Brutto Energie, 70% monatliche Höchstleistung
-(anrechenbare Kosten-->Einfache Strukturen, Pro Ebene gleich, Distanz unbedeutend)

Elcom: -Überwacht das Strom VG/VV, Tarifem Entscheidung in Streitfällen
-5-7 Personen, von Bundesrat gewählt$

TSO: -Nationale Netzgesellschaft (Swissgrid)
-Betreibt ÜN, Eigentümer, sorgt für zuverlässigen Betrieb
-Bilanzmanagement, KEV, Beschaffung Energie
-Grenzüberschreitende Übertragungskapazitäten fest
(arbeitet mit Netzbetreiber der Nachbarländer zusammen und vertritt Interessen der Schweiz)

Wie werden gemäss Strom VG/VV die kalkulatorischen Kapitalkosten für die Netze ermittelt? 

 

Kalkulatorische Abschreibungen: 
-->(synthetischer) Anschaffungswert, Nutzungsdauer, Abschreibungsmethode

Kalkulatorische Zinsen:
-->Anschaffungszeitwert, Nettoumlaufvermögen kalk. Zinssatz WACC(durchschnittlicher Zinssatz)
30% EK, 70% FK

Welche Methoden der Aufteilung von Kosten auf verschiedenen Abnehmergruppen kennen sie? Wodurch unterscheiden sich Höchstlast- und Spitzenlastverfahren? Beschreiben sie das Lastverlaufverfahren.

 

Energieverfahren: nach Energiemenge 1/4h Messungen

Höchstlastverfahren: nach invidueller Lastspitze 

Spitzenlastverfahren: gem. Anteil des Kunden an Lastsp.

Lastverlaufsverfahren: Berücksichtigung den Anteil des Kunden an Ungleichförmigkeit des Lastgangs des EW

Energiefluss: Produktion (5-15Rp/kWh) -- Übertragung 50-380kV (3-5Rp/kWh) -- Verteilung 16kV (6Rp./kWh)

Wie sind gemäss Strom VG/VV die Netzkosten auf die Kunden in verschiedenen Spannungsniveaus zu verteilen (Wälzung, direkte Zuordnung, Grenzen der Anwendbarkeit)? 

 

Kostenzuweisung: 30% Bruttoenergie, 70% Höchstlast (kW)
Wälzung: kalk. Kapitalkosten des Netzes (Infrastruktur) Betriebskosten, kosten höherer Netzebene
direkte Zuordnung: Kosten der SDL des ÜNB, Mess & Informationswesen, Verwaltungskosten, direkte Steuern, Abgabe an Gemeinwesen

Eigenerzeugung wird nicht mitberechnet. Datenaufwand für hohe Genauigkeit!
Welches ist ein faires Verfahren?
Datenaufwand <--> Gerechtigkeit

Beschreiben sie das Konzept der Bilanzgruppen. 

 

(MMEE) Koordination Swissgrid


-Bilanzgruppen sind Mess- und Abrechnungseinheiten mit beliebiger Anzahl Marktakteuren
-BGV ist veranwortlich für ausgeglichene Energie und Leistungsbilanz
-Fahrplan mit 1/4h Werten. Ausgleichsenergie für falsche Regelenergie (Fehlprognose)
-Alle Ein- und Aussreisepunkte enes VNB müssen einer Bilanzgruppe zugeordnet werden. 
-Grundlage: Regelzone CH
-Lastgangmessung Netzübergang

Beschreiben sie das Konzept der kostendeckenden Einspeisevergütung KEV.

 

Fördergelder von erneuerbaren Energien. Deckt Preis zwischen Produktion und Marktpreis.

Läuft über BGEE. BFE legt Zuschlag fest. Swissgrid erhebt Zuschlag bei NB. NB erhebt Zuschlag bei Endverbaucher. BGEE erhält Vergütung von Swissgrid und zahlt sie dem Produzenten aus. 

Welche Akteure gibt es im schweizerischen Elektrizitätsmarkt und welche Aufgaben habe diese (VNB, Swissgrid, ELCOM, ...)? 

 

VNB: - ca. 800 VNB
-Normalerweise sind es die EW's
-verantwortlich für Spannungsqualität beim Kunden
-NS, MS

Swissgrid: (ÜNB, TSO) - Hoch- & Höchstspannung (220kV/380kV), Übernahme von VNB
-verantwortlich Frequenz, Spannung/Blindleistung
-seit 2009

ElCom: überwacht Gesetze (von Bundesrat)

Bilanzgruppe: Endkunde mit Energie beliefern, Energie Progenstizieren!

Kraftwerkbetreiber:
Verbacuher/Erzeuger: 

Welche Themen fasst man unter dem Oberbegriff Versorgungsqualität zusammen? 

 

-Versorgungsverfügbarkeit/Versorgungszuverlässigkeit
-Spannungsqualität /(Frequenzstabilität)
-Servicequalität (konverzielle Qualität) Schnelligkeit, Pünktlichkeit, Freundlichkeit der Netzbetreiber
-Anlagequalität (Operative Qualität)

Welche Qualitätskriterien im Bereich der Versorgungsverfügbarkeit gibt es für das Verteilnetz? 

 

SAIFI: Unterbrechungshäufigkeit 
= Summe aller Unterbrüche/Anzahl versorgter Kunden

SAIDI: kumulierte Nichtverfügbarkeit
= kum. Dauer der Unterbrüche/Anzahl vers. Kunden

CAIDI: Mittlere Unterbrechungsdauer
= kum. Dauer der Unterbr./Anz. Kunden Unterbrechung

SAIDI=SAIFI * CAIDI

--> Häufigkeit und Dauer von Unterbrechung
(long > 3min, short < 3min)

Welche Verfügbarkeitskennzahlen sind im Distribution Code definiert? 

 

                      SAIDI           SAIFI             CAIDI

Stadt                4                    1                    30 

Vorstadt          6                    3                   100

Ländlich         12                  4                   200

Bergnetz        18                  5                   300

Ursachen: Rückwirkungen, Klimatische Fehler durch Dritte, Unterbrechung durch fehler im eigenen Netz

Welche Anforderungen werden an die Messungen im Netz gestellt (Metering Code)? 

 

Jeder Kunde der den Lieferanten/Erzeuger wechselt, muss der Lastgang gemessen werden.
Jeder Netzübergang zwischen Netzbetreiber


Erzeuger/Verbraucher <=30VA (mit Netzzugang) & Übergänge & >30kV alle
-Lastgang(Tarif) mit 1/4h Wirkenergie und evt. Blindenerg.
-monatlich, Übergänge zum Ausland am nächsten Tag, zu Infozwecken am nächsten Tag
-vom Endkunde bezahlt

<=30kVA (ohne Netzzugang): Doppeleinfachtarifzähler
Elcom berechnet die Kennzahlen & erhält von Netzbetreiber Infos zu Unterbrechung
-Unterbrüche >=3min & Anzahl direkt/indirekt Versorgte 
-Energie die geliefert hätte werden können & Ursache & Schaden

 

Welche Stromprodukte bietet eine Börse normalerweise an.

 

Terminmarkt: -langfristiges Geschäft (mehrer Jahre)
-Derirate Handel: Futures (besserer Preis), Options

Spotmarkt: -kurzfristige Geschäfte (Stunde bis Tag)
-24 Stundenkontakt pro Tag

Was versteht man unter Risk-Management und wie kann man sich gegen Risiken absichern. Was sind PAR und VAR-Werte? 

 

Mögliche Verluste dürfen die Existenz nicht gefährden! (Risikofähigkeit)
Risikobereitschaft definiert Risikoappetit (<Risikofähigkeit)
Steuerungsgrösse gewährleisten dass Risikofähigkeit>Risikoappetit

VAR: Value at Risk: Im schlechtesten Fall zu erwartender Verlust im einem Zeitraum (mit Sicherheit von 95%)

PAR: ES wird davon ausgegangen, dass der Vertrag nicht abgesichert werden kannn. --> grösserer Wert!

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