Einführung in philosophische Arbeitstechniken
Logik, Begriffe
Logik, Begriffe
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Lernkarten
gültiges Argument
Schluss folgt logisch aus Prämissen
Induktion
Schluss folgt nicht logisch aus Prämissen, sondern aufgrund derer lediglich wahrscheinlich ist
Intension
Kriterien; Merkmalslisten
Komplexer Satz
Wahrheitsfunktion bestehend aus elementaren Sätzen, verbunden mit Bedeutung des Satzkonnektivs
Konklusion
Schlusssatz eines Arguments; Satz, wofür argumentiert wird
Logik
Lehre vom gültigen/korrekten Schließen
Materiale Implikation
wenn ... dann
Ontologie
Lehre vom Sein
Modus Ponens
wenn p dann q, p, also q
Modus Tollens
wenn p dann q, nicht q, also nicht p
Notwendige Bedingung
wenn Konklusion gelten soll, muss auch Prämisse gelten
Hinreichende Bedingung
wenn Prämisse vorliegt, liegt auch Konklusion vor
Prämisse
Bedingung; Satz, von dem aus argumentiert wird
Reductio ad absurdum
Annahme wird getroffen, aus der eine absurde/widersprüchliche Konklusion abgeleitet wird; daraus wird geschlossen, dass die Annahme falsch ist; Anti-Tautologie / Kontradiktion; Aussage ist notwendig nicht wahr
Satzkonnektor, logischer Operator
und, oder, wenn... dann
Schluss
Zusammenhang von Urteilen; Konklusion
Tautologie
Satz, der notwendigerweise wahr ist; leere Aussage
Unvermittelter Schluss
aus einer Aussage wird eine andere unvermittelt geschlossen
Urteil
Zusammenhang/Verhältnis von Begriffen
Vermittelter Schluss
1 Prämisse, 1 Konklusion
Zirkelschluss
Argument, bei dem man das voraussetzt, was mit dem Argument erst gezeigt werden soll
Ebenen der Logik
Begriff, Urteil, Schluss
ältester Logiker
Aristoteles; Organon (= Werkzeug)
Logik nach Aristoteles
wie man das Sein auf die richtige Art & Weise fasst
1. Stufe der Logik
Logik des Seins; ontologische Interpretation; Logik dient der Erkenntnis der Dinge; Erforschung der Gesetze des Seins
2. Stufe der Logik
Logik des Denkens/Logik von Port Royal (Antoine Arnauld 1662); psychologische Interpretation; Logik = Erforschung der Gesetze des Denkens
3. Stufe der Logik
Logik der Sprache (Gottlob Freges "Begriffsschrift", 1879) - linguistische Wende; sprachliche Interpretation; Erforschung der Gesetze der Sprache; formale Logik
Philosophie vs. Metaphilosophie
einzige Wissenschaft, bei der sich Gegenstandsbereich und Wissenschaft überschneiden
Interpretationen von "Urteil"
ontologisch: das Beurteilte; psychologisch: das Urteilen; sprachlich: der Aussagesatz
Standardbeispiel
(P1) Alle Menschen sind sterblich. (P2) Sokrates ist ein Mensch. (K) Sokrates ist sterblich.
terminus medius
Klasse "Mensch"; kommt 2mal vor
oberer Terminus
sterblich
unterer Terminus
Sokrates
Informationen von Schlüssen
nicht erkenntniserweiternd sondern wahrheitserhaltend
Begriffe
Name = Einhorn/Unicorn; Intension: Pferd + weiß + Horn; Extension: wahrscheinlich 0
Scheinschluss
inhaltlich wahr, aber formal falsch
Infiniter Regress
unendliches Zurückgreifen auf vorgelagerte Prämissen