Einführung in die VWL, FU Hagen
Einleitende Kurseinheit 1 Glossar, FU Hagen
Einleitende Kurseinheit 1 Glossar, FU Hagen
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Flashcards
Arbeitslosenrate
Anteil der registrierten Arbeitslosen an der Gesamtzahl der abhängig beschäftigten Erwerbspersonen
Aggregation
- Zusammenfassung einzelwirtschaftlcher Größen (Mikrodaten) mit gleichen Eigenschaften zu gesamtwirtschaftlichen Größen (Makrogrößen), um die Vielzahl der ökonomischen Wirtschaftssubjekte und ihre Aktivitäten überschaubar zu machen.
- Die Aggregation kann unter verschiedenen Gesichtspunkten vorgenommen werden, z.B. institutionell oder funktionell. Durch die Aggregation kann in der VGR oder der ökonomischen Analyse die Vielzahl möglicher Verhaltensweisen durch vereinfachte typische Verhaltensannahmen ersetzt werden.
Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
Devisenmarktgleichgewicht, das ohne Intervention der Zentralbank zu Stande kommt.
Boom
Ende der Aufschwungphse im Konjunkturzyklus
Budgetbeschränkung
Zusammenhang zwischen Ausgaben, Einnahmen und Vermögensänderungen in einer Periode, den ein Wirtschaftssubjekt bei den Planungen seiner wirtschaftliuchen Aktivitäten beachten muss.
Ceteris-paribus-Klausel
Analyse eines Zusammenhangs von Größen unter der Annahme, dass ich alle anderen Größen nicht ändern.
Crowding-Out-Effekt
Veränderung der privaten Nachfrage durch staatliche Nachfrage. Beim totalen Crowding Out wird durch die staatliche Nachfrage private Nachfrage im gleichen Umfang verdrängt. Beim partiellen Crowding Out wird die private Nachfrage lediglich teilweise verdrängt.
Durchschnittsproduktivität
Die Durchschnittsproduktivität eines Faktors drückt aus, welche Outputmenge pro eingesetzter Faktormenge produziert werden kann.
Erwartungen
Bei vielen Entscheidungen fehlen Informationen über wichtige Größen, die entweder unbekannt oder unsicher sind. Deshalb können nur Erwartungen über die unbekannten Größen gebildet werden. in der ökonomischen Theorie werden extrapolative, adaptive und rationale Erwartungshypothesen unterschieden.
Externalität
Auswirkungen von Aktivitäten eines Wirtschaftssubjekts auf die Produktions- und Konsummöglichkeiten anderer, die jedoch nur indirekt an dieser Aktivität beteiligt sind.
Finanzintermediär
Finanzinstitution, die im monetären Sektor einer Volkswirtschaft tätig ist. Finanzintermediäre, wie z.B. Geschäftsbanken, Investmentfonds, Versicherungsgesellschaften und andere Unternehmen sind auf Produktion, Kauf, Verkauf und Vermittlung von Finanzinstrumenten und Finanzdienstleistungen spezialisiert.
Fiskalpolitik
Alle staatlichen Maßnahmen, die dazu geeignet sind, die öffentlichen Einnahmen und Ausgaben (und damit das staatliche Budget) gezielt zu gestalten.
Geldfunktionen
Geld erfüllt die Tauschmittel-, Wertaufbewahrungs- und Recheneinheitsfunktion
Geldillusion
Beschreibt ein Handeln auf Märkten, das zwischenzeitlich erfolgte Preissteigerungen unbeachtet lässt. Bei Inflation wird Geldillusion regelmäßig zu Fehlentscheidungen der Wirtschaftssubjekte führen.
Geldpolitik
Unter Geldpolitik versteht man die Gesamtheit der staatlichen Maßnahmen mit dem Ziel der Gestaltung des Geldwesens und der Stabilisierung des Geldwertes.
Geldpolitik obliegt der Zentralbank, die entweder eine von der Regierung unabhängige Institution oder Teil der Regierung ist.
Gewinnmaximierung
Verhaltensannahme, nach der eine Unternehmung ihren Gewinn maximiert.
Globalisierung
Entwicklung, die die internationale oder globale Verflechtung der Volkswirtschaften beschreibt. Die Verflechtung drückt sich aus in internationalem Handel, Kapitalmobilität, Arbeitsmobilität under Verbreitung von technischem Fortschritt.
Grenzproduktivität
Grenzproduktivität bezeichnet die Änderung des Outputs bei einer kleinen Änderung der Einsatzmenge eines Produktionsfaktors.
Hysteresis
Beschreibung für eine Eigenschaft eines dynamischen Systems. Danach ist der Gleichgewichtswert einer Variablen nicht nur abhängig von dem exogenen Variablen, sondern auch vomn den Anfangsbedingungen und von den Wert der exogenen Variablen auf dem Zeitpfad hin zum Gleichgewicht.
IS-Kurve
Zeigt alle Kombinationen aus Zins und Einkommen, die Gleichgewichte am Gütermarkt darstellen.
IS-LM-Modell
Fixpreismodell zur simmultanen Bestimmung von Zins und Einkommen mit Hilfe von IS- und LM-Kurven-Beziehungen.
Kassenhaltungskoeffizient
Gibt den Anteil am Nominaleinkommen an, den die Wirtschaftssubjekte für die Kassenhaltung nutzen.
Keynes-Effekt
Zinssenkende und dadurch investitionserhöhende Wirkung, die eine Erhöhung der realen Geldmenge (auf Grund von Lohn/-Preissenkungen) hat
Keynesianische Unterbeschäftigung
Unterbeschäftigungsgleichgewicht
Konjunkturzyklus
Bezeichnung für den Zeitabschnitt zwischen Beginn der ersten nd Ende der letzten Konjunkturphase.
LM-Kurve
Zeigt alle Kombinationen aus Zins und Einkommen, die Gleichgewichte am Geldmarkt darstellen.
Lohnindexierung
Bindung der Löhne und Gehälter an einen Preisindex
Lohn-Preis-Elastizität
Zeigt, um wie viele Prozentpunkte sich der Nominallohn verändert, wenn das Preisniveau um einen Prozentpunkt verändert wird.
Makroökonomik
Lehre von der Wirtschaft als Ganzes. Sie untersucht u.a. das allgemeine Niveau der Wirtschaftsleistung, die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung, das gesamtwirtschaftliche Einkommen, das Preisniveau und das Wirtschaftswachstum.
Markt
Ökonomischer Ort, wo durch Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage der Austausch von Waren und Dienstleistungen und deren Preisbildung stattfindet.
Mikroökonomik
Zweig der Vokswirtschaft, der sich mit den Entscheidungen und dem Verhalten einzelner Wirtschaftseinheiten und deren Interaktionen beschäftigt.
Modell
Abstrakter Ausschnitt der Realität, der für die betrachtete Frage relevant ist.
Monopol
Marktform, bei der auf der Angebots- und Nachfrageseite eines Marktes nur ein einziger Anbieter oder Nachfrager auftritt. Unter Monopol wird häufig auch die marktbeherrschende Stellung verstanden.
Moral Hazard
Eine Marktseite kann nach Vertragsabschluss transaktionsrelevante Fakten zu Lasten des anderen Vertragspartners verändern, ohne das dies für die andere Marktseite erkennbar ist.
Natürliche Arbeitslosigkeit
Begriff der Makroökonomik für eine bestimmte Höhe der Arbeitslosigkeit, die unter Berücksichtigung der Unvollkommenheit des Arbeitsmarktes als mit Vollbeschäftigung vereinbar angesehen wird.
Offenemarktoperationen
Kauf oder Verkauf von Wertpapieren durch die Zentralbank am offenen Markt, um den Liquiditätsspielraum der Geschäftsbanken auszuweiten bzw. einzuschränken.
Okun'sches Gesetz
Nach dem amerikanischen Ökonom A. Okun benannter Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Auslastung des Produktionspotenzials. Eine Zunahme der Arbeitslosenrate um einen Prozentpunkt führt nach dem Okun'sche Gesetz ursprünglich zu einer Verringerung des Bruttonationaleinkommens um zwei Prozent und damit zu einer Reduzierung des Auslastungsgrades ebenfalls um zwei Prozent.
Opportunitätskosten
Entgangene Erträge oder entgangener Nutzen im Vergleich zur nächstbesten Handlungsalternative. Die Produktion eines Gutes X bedeutet den Verzicht auf die Produktion anderer Güter. Die Opportunitätskosten der Produktion des Gutes X lassen sich durch ein alternatives Güterbündel, das mit der für Gut X verwendeten Inputmenge sonst hätte erstellt werden können, darstellt.
Partialanalyse
Werden im Rahmen eines gesamtwirtschaftlichen Modells nur Teilaspekte eines ökonomischen Problems behandelt, so handelt es sich um eine Partialanalyse (Gegensatz zur Totalanalyse). In einer Partialanalyse wird beispielsweise nur ein Markt oder Wirtschaftssektor betrachtet. Eine spezielle Form der Partialanalyse liegt vor, wenn in einem Modell mit mehreren exogenen Variablen auf die endogene Variablen untersicht wird, wobei angenommen wird, dass die anderen exogenen Größen konstant sind (Ceteris-paribus-Klausel).
Produktionselastizität
Quotient aus relativer Veränderung der Outputmenge und relativer Veränderung eines Inputfaktors.