Einführung in die VWL, FU Hagen

Einleitende Kurseinheit 1 Glossar, FU Hagen

Einleitende Kurseinheit 1 Glossar, FU Hagen


R. L.
Diese Lernkarten bieten eine Einführung in die Volkswirtschaftslehre (VWL) auf Universitätsniveau. Sie decken grundlegende Konzepte wie Märkte, Nachfrage, Angebot, und die Rolle von Wirtschaftssubjekten ab. Themen wie Produktion, Einkommen, und Währungen werden ebenso behandelt wie komplexere Modelle und Analysen, etwa die Totalanalyse oder Partialanalyse. Die Karteikarten sind ideal für Studierende, die ein fundiertes Verständnis der VWL erlangen möchten, und behandeln sowohl mikro- als auch makroökonomische Aspekte.
Karten
58
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
20.10.2014 / 24.02.2026

Flashcards

Arbeitslosenrate

Anteil der registrierten Arbeitslosen an der Gesamtzahl der abhängig beschäftigten Erwerbspersonen

Aggregation

- Zusammenfassung einzelwirtschaftlcher Größen (Mikrodaten) mit gleichen Eigenschaften zu gesamtwirtschaftlichen Größen (Makrogrößen), um die Vielzahl der ökonomischen Wirtschaftssubjekte und ihre Aktivitäten überschaubar zu machen.

- Die Aggregation kann unter verschiedenen Gesichtspunkten vorgenommen werden, z.B. institutionell oder funktionell. Durch die Aggregation kann in der VGR oder der ökonomischen Analyse die Vielzahl möglicher Verhaltensweisen durch vereinfachte typische Verhaltensannahmen ersetzt werden.

 

Außenwirtschaftliches Gleichgewicht

Devisenmarktgleichgewicht, das ohne Intervention der Zentralbank zu Stande kommt.

Boom

Ende der Aufschwungphse im Konjunkturzyklus

Budgetbeschränkung

Zusammenhang zwischen Ausgaben, Einnahmen und Vermögensänderungen in einer Periode, den ein Wirtschaftssubjekt bei den Planungen seiner wirtschaftliuchen Aktivitäten beachten muss.

Ceteris-paribus-Klausel

Analyse eines Zusammenhangs von Größen unter der Annahme, dass ich alle anderen Größen nicht ändern.

Crowding-Out-Effekt

Veränderung der privaten Nachfrage durch staatliche Nachfrage. Beim totalen Crowding Out wird durch die staatliche Nachfrage private Nachfrage im gleichen Umfang verdrängt. Beim partiellen Crowding Out wird die private Nachfrage lediglich teilweise verdrängt.

Durchschnittsproduktivität

Die Durchschnittsproduktivität eines Faktors drückt aus, welche Outputmenge pro eingesetzter Faktormenge produziert werden kann.

Erwartungen 

Bei vielen Entscheidungen fehlen Informationen über wichtige Größen, die entweder unbekannt oder unsicher sind. Deshalb können nur Erwartungen über die unbekannten Größen gebildet werden. in der ökonomischen Theorie werden extrapolative, adaptive und rationale Erwartungshypothesen unterschieden.

Externalität

Auswirkungen von Aktivitäten eines Wirtschaftssubjekts auf die Produktions- und Konsummöglichkeiten anderer, die jedoch nur indirekt an dieser Aktivität beteiligt sind.

Finanzintermediär

Finanzinstitution, die im monetären Sektor einer Volkswirtschaft tätig ist. Finanzintermediäre, wie z.B. Geschäftsbanken, Investmentfonds, Versicherungsgesellschaften und andere Unternehmen sind auf Produktion, Kauf, Verkauf und Vermittlung von Finanzinstrumenten und Finanzdienstleistungen spezialisiert.

Fiskalpolitik

Alle staatlichen Maßnahmen, die dazu geeignet sind, die öffentlichen Einnahmen und Ausgaben (und damit das staatliche Budget) gezielt zu gestalten.

Geldfunktionen

Geld erfüllt die Tauschmittel-, Wertaufbewahrungs- und Recheneinheitsfunktion

Geldillusion

Beschreibt ein Handeln auf Märkten, das zwischenzeitlich erfolgte Preissteigerungen unbeachtet lässt. Bei Inflation wird Geldillusion regelmäßig zu Fehlentscheidungen der Wirtschaftssubjekte führen.

Geldpolitik

Unter Geldpolitik versteht man die Gesamtheit der staatlichen Maßnahmen mit dem Ziel der Gestaltung des Geldwesens und der Stabilisierung des Geldwertes.

Geldpolitik obliegt der Zentralbank, die entweder eine von der Regierung unabhängige Institution oder Teil der Regierung ist.

 

Gewinnmaximierung

Verhaltensannahme, nach der eine Unternehmung ihren Gewinn maximiert.

Globalisierung

Entwicklung, die die internationale oder globale Verflechtung der Volkswirtschaften beschreibt. Die Verflechtung drückt sich aus in internationalem Handel, Kapitalmobilität, Arbeitsmobilität under Verbreitung von technischem Fortschritt.

Grenzproduktivität

Grenzproduktivität bezeichnet die Änderung des Outputs bei einer kleinen Änderung der Einsatzmenge eines Produktionsfaktors.

Hysteresis

Beschreibung für eine Eigenschaft eines dynamischen Systems. Danach ist der Gleichgewichtswert einer Variablen nicht nur abhängig von dem exogenen Variablen, sondern auch vomn den Anfangsbedingungen und von den Wert der exogenen Variablen auf dem Zeitpfad hin zum Gleichgewicht.

IS-Kurve

Zeigt alle Kombinationen aus Zins und Einkommen, die Gleichgewichte am Gütermarkt darstellen.

IS-LM-Modell

Fixpreismodell zur simmultanen Bestimmung von Zins und Einkommen mit Hilfe von IS- und LM-Kurven-Beziehungen.

Kassenhaltungskoeffizient

Gibt den Anteil am Nominaleinkommen an, den die Wirtschaftssubjekte für die Kassenhaltung nutzen.

Keynes-Effekt

Zinssenkende und dadurch investitionserhöhende Wirkung, die eine Erhöhung der realen Geldmenge (auf Grund von Lohn/-Preissenkungen) hat

Keynesianische Unterbeschäftigung

Unterbeschäftigungsgleichgewicht

Konjunkturzyklus

Bezeichnung für den Zeitabschnitt zwischen Beginn der ersten nd Ende der letzten Konjunkturphase.

LM-Kurve

Zeigt alle Kombinationen aus Zins und Einkommen, die Gleichgewichte am Geldmarkt darstellen.

Lohnindexierung

Bindung der Löhne und Gehälter an einen Preisindex

Lohn-Preis-Elastizität

Zeigt, um wie viele Prozentpunkte sich der Nominallohn verändert, wenn das Preisniveau um einen Prozentpunkt verändert wird.

Makroökonomik

Lehre von der Wirtschaft als Ganzes. Sie untersucht u.a. das allgemeine Niveau der Wirtschaftsleistung, die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung, das gesamtwirtschaftliche Einkommen, das Preisniveau und das Wirtschaftswachstum.

Markt

Ökonomischer Ort, wo durch Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage der Austausch von Waren und Dienstleistungen und deren Preisbildung stattfindet.

Mikroökonomik

Zweig der Vokswirtschaft, der sich mit den Entscheidungen und dem Verhalten einzelner Wirtschaftseinheiten und deren Interaktionen beschäftigt.

Modell

Abstrakter Ausschnitt der Realität, der für die betrachtete Frage relevant ist.

Monopol

Marktform, bei der auf der Angebots- und Nachfrageseite eines Marktes nur ein einziger Anbieter oder Nachfrager auftritt. Unter Monopol wird häufig auch die marktbeherrschende Stellung verstanden.

Moral Hazard

Eine Marktseite kann nach Vertragsabschluss transaktionsrelevante Fakten zu Lasten des anderen Vertragspartners verändern, ohne das dies für die andere Marktseite erkennbar ist.

Natürliche Arbeitslosigkeit

Begriff der Makroökonomik für eine bestimmte Höhe der Arbeitslosigkeit, die unter Berücksichtigung der Unvollkommenheit des Arbeitsmarktes als mit Vollbeschäftigung vereinbar angesehen wird.

Offenemarktoperationen

Kauf oder Verkauf von Wertpapieren durch die Zentralbank am offenen Markt, um den Liquiditätsspielraum der Geschäftsbanken auszuweiten bzw. einzuschränken.

Okun'sches Gesetz

Nach dem amerikanischen Ökonom A. Okun benannter Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Auslastung des Produktionspotenzials. Eine Zunahme der Arbeitslosenrate um einen Prozentpunkt führt nach dem Okun'sche Gesetz ursprünglich zu einer Verringerung des Bruttonationaleinkommens um zwei Prozent und damit zu einer Reduzierung des Auslastungsgrades ebenfalls um zwei Prozent.

Opportunitätskosten

Entgangene Erträge oder entgangener Nutzen im Vergleich zur nächstbesten Handlungsalternative. Die Produktion eines Gutes X bedeutet den Verzicht auf die Produktion anderer Güter. Die Opportunitätskosten der Produktion des Gutes X lassen sich durch ein alternatives Güterbündel, das mit der für Gut X verwendeten Inputmenge sonst hätte erstellt werden können, darstellt.

Partialanalyse

Werden im Rahmen eines gesamtwirtschaftlichen Modells nur Teilaspekte eines ökonomischen Problems behandelt, so handelt es sich um eine Partialanalyse (Gegensatz zur Totalanalyse). In einer Partialanalyse wird beispielsweise nur ein Markt oder Wirtschaftssektor betrachtet. Eine spezielle Form der Partialanalyse liegt vor, wenn in einem Modell mit mehreren exogenen Variablen auf die endogene Variablen untersicht wird, wobei angenommen wird, dass die anderen exogenen Größen konstant sind (Ceteris-paribus-Klausel).

Produktionselastizität

Quotient aus relativer Veränderung der Outputmenge und relativer Veränderung eines Inputfaktors.

Study