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Sprache Deutsch
Stufe Grundschule
Erstellt / Aktualisiert 02.07.2016 / 14.07.2021
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Wie unterscheidet sich eine "klassische klinische Forschungsfrage“ von einer typisch entwicklungspsychopathologischen Fragestellung? Erkläre am Beispiel einer Störung des Sozialverhaltens 

Klassische (Klinische) Forschungsfragen: Was sind die Vorläufer (Prädiktoren) von Störung des Sozialverhaltens? Entwicklungspsychopathologische Frage: Welche Faktoren führen Personen auf Entwicklungsverläufe oder halten Sie auf Entwicklungsverläufen, wel

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Nenne die 3 Prinzipien der EPP:

 

Prinzipien der EPP

a. Verschiedene Entwicklungsverläufe 

b. Subgruppen
c. Biologische Grundlagen 

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(Beispielhafte Klausurfragen) Erläutern Sie die Begriffe „Äquifinalität“ und „Multifinalität“ anhand einer Beispiels. 

 

Beispiel 1: Aggressivität: Verursacht durch:

• Misshandlungen
• Schwache Inhibitionsfähigkeit 

• Frontalhirnschädigungen 

 

Äquifinalität: vergleichbares Endergebnis unter verschiedenen Rand- und Entwicklungsbedingungen; ähnliche Prozesse der Reifung trotz unterschiedlicher Familienbedingungen 

Multifinalität:  Ein und derselbe Entwicklungsweg bzw. die dabei auftretende Kombination von Bedingungen führen zu unterschiedlichen Krankheitsbildern oder Störungen, je nachdem, wie das System bzw. der Organismus die Bedingungen verarbeitet.

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Nenne Vorteile von Kategorien gegenüber Dimensionen

 

• Pro Kategorien:

  • Klinischer Alltag: Kategorien um zu entscheiden wer behandelt wird

  • Politik und Ökonomie: Kategorien zur Verständigung, Argument zur Finanzierung

  • Menschen kategorisieren

  • Kategorien aus der Medizin bekannt 

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Nenne Vorteile von Dimensionen 

 

Pro Dimensionen

  • Was ist mit Menschen die Symptome um den Cut- Off zeigen

  • Was ist mit täglichen Schwankungen?

  • Dimensionale Modelle passen oft besser auf die

    Daten

  • Psychischen Störungen eher kontinuierlich 

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Erkläre das „Dilemma“ von Kontinuität und Diskontinuität psychischer Störungen am Beispiel der Störung des Sozialverhaltens. Welche Rolle spielen Subgruppen dabei?

Beispiel: Störung des Sozialverhaltens

  • Dissoziales Verhalten ist sehr stabil, hohe Korrelationen, d.h. die Rangfolge innerhalb einer Gruppe bleibt gleich

  • Aber die Art des Verhaltens ändert sich: Wutausbrüche in der Kindheit, physische Aggression bei Jugendlichen, später Kriminalität

     

    Kontinuität besteht also, ist aber heterotyp in ihrer Art 

     

     

    Kontinuität kann sich in Subgruppen unterscheiden
    • Dissoziales Verhalten in der Kindheit, später nicht 

    • Stabil über die ganze Entwicklungsspanne
    • Anfang in der Jugend

    Wenn Subgruppen vermischt werden, können Effekte überlagert werden 

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Das Entwicklungspfadmodell von Sroufe (1997) beschreibt vier vier generelle Entwicklungsverläufe:

 

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Kontinuität

  • kontinuierliche Fehlanpassung, die in eine Störung mündet (A)

  • Kontinuierliche positive Anpassung (B)

    Diskontinuität

  • anfängliche Fehlanpassung, gefolgt von positiven Veränderungen (C)

  • anfänglich positive Anpassung, gefolgt von negativen Veränderungen (D)

     

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Welche Hauptannahmen entstehen durch die Prinzipien der Äquifinalität und der Multifinalität im Bezug auf Veränderungsmöglichkeiten und psychische Störungen?

  • Störungen sind Abweichungen vom normalen Entwicklungsverlauf über die Zeit.

  • Veränderung ist zu vielen Zeitpunkten möglich. Eine psychische Störung ist kein endgültiger Zustand.

  • Veränderung ist durch die frühere Anpassung und die Länge der zurückgelegten Entwicklungspfades eingeschränkt.