EF Biologie

Bakterien und Viren

Bakterien und Viren


Anja Wenger
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Biologie von Bakterien, Viren und Antibiotika. Sie behandeln die Struktur und Funktion von DNA, Zellen und Zellwänden, sowie die Wirkmechanismen von Antibiotika und deren Resistenz. Die Karteikarten erklären auch die Unterschiede zwischen verschiedenen Bakterienarten, Viren wie HIV und Bakteriophagen, sowie deren Vermehrungszyklen. Ideal für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis der Mikrobiologie vertiefen möchten.
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Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
19.03.2016 / 29.01.2019

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Merkmale Vermehrung Bakteriophagen

  • Vermehrung nur in bestimmten Bakterien
  • 2 Reproduktionswege
    • virulenter phage: lytiscer Zyklus
    • temperenter Phag: lysogener Zyklus

virulenter Phage, lytischer Zyklus

  1. anheften an Zellwand (Proteine)
  2. injizieren Phagen DNA (Proteinhülle bleibt auf Oberfläche zurück)
  3. Übernehmen der Kontrolle von Stoffwechsel des Bakteriums
    1. Replikation (kopien von DNA)
    2. Transkription (Abschreiben von DNA)
    3. Translation (herstellen von Proteinen für Virus)
  4. Synthetisieren von Phagenproteinhüllen
  5. Spontane Zusammensetzung neuer Phagen (Self-assembly)
  6. Lysozym löst Bakteriuenzellwand auf
    1. Lysozym aus Befehl der Viralen DNA hergestellt
  7. Tod des Bakteriums

temperenter Phage, lysogener Zyklus

  1. anheften an Zellwand des Wirtes
  2. injizieren der viralen DNA (Proteinhülle auf Oberfläche zurück)
  3. Einbauen der viralen DNA als inaktiver Prophage ins Chromosom
  4. Zellteilung: mit ihr wird Phagen DNA weitergegeben
  5. Herausschneiden der Phagen DNA aus dem Chromosom
    • spontan
    • durch Äussere Einflüsse
  6. Beginn des 2.Teil des lytischen Zyklus
    1. übernehmen Kontrolle
    2. Replikation, Transkription, Translation
    3. Synthetisieren von Virenproteinen
    4. Spontane Zusammensetzung (Self-Assembly)
    5. Lysozym löst Bakterienzwellwand auf
    6. Tod der Zelle

Grundsätze steriles Arbeiten

  • Handschuhe
  • Petrischalendeckel nur möglichst wenig hochheben
  • nicht sprechen, spucken, husten
  • Werkzeuge vor und nach Gebrauch ausglühen

Nährboden

  • Boden mit Nährsotffen (rein) mit optimalen Bedinungen für Bakterien
  • zuerst keine Bakterien darin
  • Aus Agar: polysaccharide, aus den Zellwänden von Algen gewonnen

3 Ösenausstich Zweck

  • Verdünnung
  • erhöhen der Chancen für Einzelkollonien (aus Mischkultur?)

Reinkultur

Eine Bakterienkollonie einer Art

Klassifizierung

Aggregationstyp

  • Einzellig, allein bestehend
  • zwei-, mehrzellige Verbände
  • einfache vielzellige Organisiationen
    • mit Arbeitsteilung
    • 2 oder mehrere spezialisierte Zelltypen
  • Kolonien; gleichartige Zellen mit permanenten Aggregaten

Klassifizierung

Zellform

  • Kugeln (Kokken)
    • Staphylokokken
    • Treptokokken
    • Diplokokken
  • Stäbchen (Bazillen)
    • lang
    • schlank
    • Kettenbildung
  • Spiralen (Spirillen, Spirochaete)
    • Vibrionen
    • Spirillen
    • Borrelien

Gram Färbung

  1. Färben: Karbol-Genitianaviolett,
    • färben aller Bakterien
    • Lugol (für stabile Bindungen)
  2. Entfärben (Differenzieren)
    • abspülen mit Ethanol
    • gram-negative entfärben
  3. Gegenfärben
    • verdünnte Fuchsin/Safraninlösung
    • gram-positive werden rot

Unterschiede Gram positiv und negativ

  • Membran
    • + eine Zellmembran
    • - 2 Zellmembranen
  • Murein
    • + hoher Anteil (hält Genitianaviolett zurück)
    • - niedriger Anteil (Murein zwischen Membranen mit Periplasmatischem Gel) hält rote Farbe zurück

Aufbau Zellmembran

  • Phospholipid mit lipophilem Köpfchen und hydrophilen Ketten
  • Antibiotika muss hydrophob sein

Pathogen

  • Beschreibung für einen Keim
  • in Wirtszelle gekommen
  • Immunsystem überwunden
  • sich geteilt
  • Verursachen von Krankheiten durch Bildung von Toxinen
    • 2 Arten von Toxinbildung
    • Exotoxine
    • Endotoxine

opportunistisch

  • Pathogene Keime
  • leben von Natur aus im Wirt
  • Entfachen nur Krankheit bei schwachem Immunsystem

Bsp.: Steptococctus pneumoniae lebt im Rachen gesunder Menschen, führt bei schwchem Immunsystem zu Lungenenzündung

Exotoxine

  • Proteine von Bakterium freigegeben
  • Symptome können auftreten ohne dass Bakterium zugegen ( :-) ) ist

Bsp. Wundstarrkrampf, Botox

Endotoxine

  • Endotoxine werden nicht vom Bakterium ausgeschieden
  • sind Bestandteile der Membran von bestimmten gramnegativen Bakterien

Bsp. Gastroenteritis, Lebensmittelvergiftung

Inkubationszeit

  • Zeit bis Krankheit ausbricht
  • gemessen ab Moment wo Keim im Körper bis Ausburch Krankheit
  • je nach Krankheit: je kürzer Inkubationszeit desto ''schlimmer'' Krankheit

Aufbau Bakterienzelle

(innen nach Aussen)

  1. DNA, Nucleoid, Kernäquivalent (keine Zellkernwand)
  2. Im Zellplasma 
    • Lipidtröpfchen
    • Robosomen (Proteinsynthese, Translation)
    • Plasmidringe (DNA-Träger)
    • Thylakoid (Fotosynthese bei autotrophen)
    • Mesosom (Energiegewinnung und ATP Synthese)
  3. Zellmembran
  4. Zellwand
  5. Schleimschicht
  6. Geissel

Aufbau Viren

  1. DNA
  2. Capsid (aus mehreren Capsomeren)
  3. Lipidhülle
  4. Glykoproteine

Unterschiede Bakteriophagen und HI-Virus

  • Befallene Zellen
    • HIV: Körperzellen (T-Helfer)
    • B: Bakterien
  • DNA in Zelle
    • HIV: Andocken mit Schlüssel-Schloss, verschmelzen/fusionieren des ganzen Capsids
    • B: injizieren nur DNA
  • HIV: reverse Transkriptase, hat RNA
  • Virenproduktion
    • HIV: regelmässige Produktion Viren, nur langsames Sterben, pro Zelle ung. 10 000 Viren
    • B: Herstellen in Zelle bis Platzt, schnelles Sterben, 100- 200 Viren
  • Virenfreisetzung
    • HIV: Knospen-Freisetzung, immer wieder
    • B: alles auf einen Schlag, Zelle tod

Wirkungsweise Medis gegen HIV

  • Reverse Transkriptase hemmen
  • Integrase Hemmen
  • Fusionshemmer
  • Integrase Hemmer
  • Protestase Hemmer (Proteinproduktion)
  • CD4 Rezeptoren verändern, durch Gentherapie
    • Keimbahntherapie: Keimzellen genetisch Verändern, nächste Generation auch
    • Somatherapie, somalische-Gentherapie: Veränderung durch Gentechnik, nicht in Keimbahn, nächste Generation hat Mutation nicht mehr

Unterschied RNA zu DNA

  • meist einzelsträngig
  • Statt Thymin Uracin als Base (andere Basen)
  • O2 am zweiten Kohlenstoffatom (DNA keine)

Wirkung von Antibiotika auf Bakterienzellen, Wirkmechanismus

  • Zellwände platzen (Murein-Sakulus angreiffen, haben nur Bakterien, herrscht innenüberdruck)
  • Verhindern der Wiederverknüpfung der Stützringe in Zellwand
  • Hemmen der Zellwandsythese
  • Hemmen der Proteinsynthese
  • Hemmen der Folsäuresythese
  • Hemmen der DNA Replikation und Transkription

Arten von Answirkungen Antibiotika

  • bakteriozid: Bakterium tod, jedoch physisch noch vorhanden
    • Hemmen Proteinsynthese
    • Hemmen Folsäuresynthese
  • bakteriolytisch: Bakterium getötet, Zellwand wird aufgelöst
    • Hemmen der Zellwandsynthese
  • bakteriostatisch: Vermehrung des Bakteriums wird verhindert
    • DNA Repilkation
    • (RNA-Synthese?)

Hemmhof

Kreis um ein Antibiotika wo keine Bakterien wachsen

Hemmhoftest

  • Aus Reinkultur möglicher Antibiotika eine Flüssigkultur machen
  • Grosse Agrarplatte mit Bakterien
  • Löcher stanzen
  • verschiedene mögliche Antibiotika rein
  • warten
  • Hemmhöfe vergleichen: je grösser Radius desto wirksamer Antibiotika

Entwicklung eines Antibiotika

  1. Bodenprobe nehmen
  2. aufschlämmen (mit Wasser) --> auf Agrarplatte
  3. ausstreichen auf Agrarplatte
  4. Mischkultur
  5. Reinkultur züchten
  6. Reinkultur ohne Geliermittel (Flüssigkultur)
  7. Hemmhoftest
  8. Selektion der wirksamen Pilze
  9. grössere Zucht ( ung. 100l)
  10. wirkstoff isolieren und testen
    1. bereits gefundener Stoff
    2. neuer Stoff
      • UV Licht: auslosen DNA Mutationen
      • negative: Pilz stirbt
      • neutrale: keine wirkliche Veränderung
      • positive: stellt mehr vom Stoff her
  11. Tierversuch --> für Säugetiere harmols?
  12. erste klinische Versuche
  13. Grossproduktion

Antibiotikaresistenz

Ursachen

  • Keime können genetische Anleitungen übernehmen
  • falscher Einsatz
  • übermässiger Einsatz
  • zu früh abgebrochene Behandlung
  • Verabreichung bei Infektionen die keine Wirkung auf Antibiotika vorweisen
  • Antibiotika Verbrauch in Nutztieren
  • in Seifen und Geschirrspülmitteln

Welche Funktionen Antibiotika in Natur

  • Pilze, Pflanzen und auch Bakterien als abwehr
  • Konkurrenzkampf um begrenzte Ressourcen
  • Waffe gegen störnde Bakterien

Mechanismen Bakterien

  • An Aminosäure Stickstoff-Wasserstoffpaar gegen Sauerstoff ausgetauscht: Antibiotika sitzt zu locker, Enzyme des Bakteriums können es entfernen
  • Am Ende einer Peptidkette in der Zellwand eine Zusätzliche Aminosäure einbauen, die grösser als Andere: Antibiotika kommt nicht mehr vorbei
  • kurzerhand bilden einer dickeren Zellwand bei der Quervernetung der Peptide reduziert werden

Lösungen Antibiotikaresistenz

  • Glykopeptid-Antibiotika mit hydorphoben Ketten
    • haben hohe Neigung zu ebenfalls Wasserabstossenden Bausteine der Bakterien --> bessere Verankerung
  • Glycopeptid- Antibiotika haben Zweierkomplexe
    • zusammenführen von unterschiedlichen Wirkstoffen --> doppelte Kraft
    • Ausprobieren mit neuen Zusammenstellungen von verschiedenen Antibiotika

Étudier