EF Biologie

Zellatmung und Gärung

Zellatmung und Gärung


Anja Wenger
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen der Biologie für die Mittelschule. Sie konzentrieren sich auf Prozesse wie die Zellatmung, Glykolyse und den Citratzyklus, wobei Schlüsselkomponenten wie Pyruvat, ATP, NADH und Acetyl-CoA behandelt werden. Die Karteikarten erklären auch die Unterschiede zwischen Gärung und Zellatmung sowie die Rolle von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten im Stoffwechsel. Ideal für Schüler, die ihr Verständnis der biologischen Energiegewinnung und Stoffverwertung vertiefen möchten.
Karten
24
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
08.12.2015 / 11.02.2019

Lernkarten

innere und äussere Atmung

  • äussere: Bis Gasaustausch in der Lunge
  • innere:Zellatmung

Bilanz Zellatmung

C6H12O6 + 6O2 + 6 H2O --> 6CO2 + 12 H2O; ''delta''G = -2870 kJ/mol

Prinzip, Sinn, Zweck Zellatmung

  • Energiegewinn
  • Baustoff
  • Körperfunktionen
  • braucht Produkte von Fotosynthese

Zellatmung und Organsystem

Organsystem Grundlange für Zellatmung und umgekehrt:

  • Atmungssystem: Bringt O2 der Gebraucht wird um Zellatmung zu machen, nimmt aber gebrauchtes CO2 wider mit.
    • Nasengänge, Luftröhre, Lungenflügel, Lungenbläschen, Erytrozyten aufladen mit O2 und entladen von CO2
  • Magen-Darm-Trakt: Liefern durch Nahrung C Atome, die ebenfalls eine Grundlage der Zellatmung darstellen
    • Mund, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Resorption ins Blut, Reise im Blut, Zelle, Cytoplasma, Abbau zu Pyruvat, Mitrochondrien

Glykolyse

  • im Cytosol
  1. Glucosemolekül wird mit 2 ATP angereichert
  2. Es kommt zur halbierung des Moleküls durch die Isomerase
  3. Zugabe von P und Wasser
  4. Beim C3 Molekül werden nun H Elektronen abgegeben (NAD+ zu NADH)  und ein P an ADP abgegeben, Es entsteht 1 ATP
  5. Es wird nach Chemischen Veränderungen noch einmal ein P abgegeben zu ATP
  6. Pyruvat entsteht
  • Bilanz: pro C3 Molekül ein 2 gewonnene ATP --> 4 ATP. Am Anfang jedoch noch 2 ATP investiert: also insgesamt +2ATP
  • 1-4 Substratkettenphosphorylierung, 5,6 Glykolyse

 

Oxidative Decarboxylierung

  • in der Mitrochondrienmatrix (durch Transportprotein dorthin gebracht)
  1. Vom Pyruvat wird ein C Atom abgespalten (CO2)
  2. Es werden Elektronen Abgegeben (NAD+ wird zu NADH + H+)
  3. CoA-SH kommt dazu, es entsteht Acetyl-CoA
  • Bilanz: 2 Pyruvat + 2 NAD+ + 2 CoA-SH + 2H+ --> 2 Acetyl-CoA + 2H+ + 2 CO2
  • investiert: Coenzyt A CoA-SH

Cytratzyklus

  • in der Mitrochondrienmatrix
  1. (aus Acetyl-CoA (2 C von Pyurvat) entsteht Citrat)
  2. (wegnehmen Wassermolekül und zugeben Neues --> Isocitrat)
  3. Abgabe von CO2, reduktion von NAD+ zu NADH+H+ --> alpha-Ketoglutarat (1 C von Pyruvat)
  4. Abgabe von CO2 und reduktion von NAD+ zu NADH + H+ (kein C von Pyruvat mehr) (--> Succinyl-CoA)
  5. ADP wird zu ATP geladen (über GDP und GTP) (--> Succinat)
  6. FAD wird zu FADH2 übertragen (--> Fumarat)
  7. (ein H2O kommt dazu --> Malat)
  8. NAD+ zu NADH + H+ (--> zugabe von Acetyl-CoA, neuer Start Zyklus)
  • Bilanz: 2 Acetyl-CoA + 6 NAD+ + 2 FAD + 6 H2O + 2 GDP + 2 P + 2H+ --> 4 CO2 + 6NADH+ +6 H+ + 2 FADH2 + 2 CoA-SH + 2H+ + 2 GTP
  • +  ATP
  • Pro Pyruvat  ein Zyklus

  • Atmungskette

  • innere Mitrochondrienmembran
  1. NADH + H+ überträgt Elektron in Komplex 1 (NADH + H+ zu NAD+)
  2. Elektron wird in nächsten Komplex 3  befördert. Anschliessend im Komplex 4 aufs O2 geladen. (nur 2H++ 1/2 O2 zu H2O würde Knallgasreaktion geben.)
  3. Transport durch Kanäle durch sog den O2 auf Elektronen hat.
  • investiert: Elektronen von NADH, entstehen: H2O

oxidative Phosphorylierung

+Formel Atmungskette und oxidative Phosphorylierung

  • von Intermembranraum über innere Mitrochondrienmembran in Mitrochondrienmatrix
  1. Proteinkomplexe werden durch die Elektronen angetrieben und pumpen H Protonen in den Intermembranraum.
  2. Konzentration innen steigt, aussen sinkt
  3. Ausgleich durch Diffusion
  4. Durch ATP-Synthase die ADP mit einem P zusammentut. Somit entsteht ATP
  • 10 NADH + 10H+ + 2FADH2 + O2 + 34 ADP + 34 P --> 10 NAD+ + 2FAD + 34 ATP + 12 H2O

Unterschied Chemiosmose FS und Zellatmung

  • Vorkommen:
    • FS:Bakterien, ohne Chlorophyll
    • Z:viele Einzellige Lebewesen
  • Reaktionsort
    • FS: Cytoplasma/ Thylakoidinnenmembran ?!
    • Z: innere Mitrochondrienmembran
  • H-Quelle
    • FS: H2S, NH3
    • Z: NADH + H+ , FADH2
  • Energiequelle
    • FS: aus anorganischen Verbindungen
    • Z: aus organischen Verbindungen
  •  

Stoffverwendung Kohlenhydrate

  1. Glucose zu Pyruvat
  2. Pyruvat Acetyl-CoA
  3. Citratzyklus
  4. Atmungskette
  5. oxidative Phosphorylierung

Stoffverwendung Proteine

  1. Zerlegung Aminosären
    1. Kohlenstoffgerüst in Cytratzyklus
    2. zu NH3 Carbamolyphosphat --> Harnzyklus --> Cytratzyklus
  2. Atmungskette
  3. oxidative Phosphoryilierung

Stoffverwendung Fette

  1. Spalten Glycerin und Fettsäuren
  2. Glycerin --> Pyruvat --> Acetyl-CoA..
  3. oder Fettsäuren :
    1. Aktivierung Molekül unter ATP verbrauch
    2. Bindung Coenzym A, Dehydrierung: Wasserstoff von FAD übernommen --> dadurch Doppelbindung
    3. Wasseranlagerung an Doppelbindung --> Dehydrierung, entstehen von NADH + H+
    4. spalten Acetyl-CoA, anschliessend Fettsäure 2 Moleküle kürzer
    5. neuer Zyklusbeginn

Harnstoffzyklus

  • Eiweissstoffe in Nahrung im Magen zu Aminosäuren (durch Enzyme)
  • Körperzellen synthetisieren körpereigenes Eiweiss oder
  • spalten weiter auf
    • weitere Abspaltung gibt in Mitochondrien und Leber Ammoniak, ein Zellgift (NH3)
    • Bilden von Wasserlöslichem Harnstoff und Ausscheidung im Urin

Energiebereitstellung

Keratinphosphat

  • In Ruhe Muskeln liefern mehr ATP als sie brauchen
  • überflüssiges --> Keratinphosphat
  • Keratin-Kinase überträgt P von ATP auf Keratin (in Leber, Pankreas und Niere gebildet) es entsteht Keratinphosphat und ADP
  • Bei Bedarf--> Keratinphosphat gibt P auf ADP zu ATP
  • etwa für 9-10 Sekunden
  • täglicher Keratinverlust durch Harn --> pro Tag 2g Keratin herstellen

 

Energiebereitstellung

Glykolyse

  • brauchen keinen Sauerstoff
  • wenn Keratinphosphat verbraucht
  • abbau Glucose zu ATP
  • Glucose aus Blut oder Glykogenabbau (gespeichert in Muskel oder Leber)
  • 30-40 Sekunden

Energiebereitstellung

Zellatmung

  • Mitochondrien unter Stoffwechselverbrauch ATP Produktion
  • langsamer als Glykolyse, liefert aber mehr ATP: aus einem Glucosemolekül 34 ATP
  • ein Fettmolekül 100 ATP
  • wenn Pyruvat nicht an O2 binden kann entsteht Milchsäure, die ins Blut geht. Dadurch muss man ''nacheschnuufe''

Gärung

  • mikrobieller Abbau organischer Stoffe
  • zweck: Energiegewinnung
  • keine Einbeziehung externer Elektronenakzeptoren Wie O2 oder Nitrat
  • Nahrung oxidiert
  • Elektronen übertragen 
  • braucht genügend NAD, NADH muss Elektronen abgeben können
  • entweder auf Sauerstof (aeorobe Atmung)
  • oder Pyruvat (Gärung)

2 Sorten von Gärung

  1. Alkoholische
    1. bis 2 Pyruvat gleich wie Glucose ( Glucose in Glykolyse durch abgabe von 2 H, machen von 2 ATP
    2. Pyruvat gibt 2 CO2 ab --> 2 Acetaldehyd
    3. Elektronen von vorher wird wieder draufgeklatscht--> 2 Ethanol
  2. Milchsäure
    1. Glucose, abgeben von 2H und machen von 2 ATP zu Pyruvat
    2. Elektronen zurück auf Pyruvat --> 2 Lactat

Unterschiede Alkohol-Milchsäuregärung

  • Übertragung der E auf 
    • Acetaldehyd
    • Pyruvat

Gemeinsamkeiten Alkohol- Milchsäuregärung

 

  • NAD als Elektronentaxi
  • 2 ATP
  • Beide Zwischenstufe Pyruvat
  • Glykolyse

Gemeinsamkeiten Zellatmung

  • Pyruvat
  • ATP
  • Glykolyse
  • Elektronen rausnehmen, auf anderen Stoff klatschen
  • NAD zu NADH als Elektronentaxi

Unterschiede Zellatmung-Gärung

  • Braucht O2
  •  entstehen von Acetyl-CoA, nicht Ethanol oder Lactat

Zutaten Bier

  • Wasser
  • Hopfen
  • Malz
  • Bierhefe
  • Kohlensäure

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