EET Rückstromführ.& Bahnerdung

EET Rückstromführ.& Bahnerdung

EET Rückstromführ.& Bahnerdung


P. L.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Rückstromführung und Bahnerdung in der Elektrotechnik auf Berufslehre-Niveau. Sie decken Themen wie die Verlegung von Erdungen, die verschiedenen Arten von Erdungsverbindungen, die Inspektion und Wartung von Oberleitungen sowie die Sicherheitsmaßnahmen im Oberleitungsbereich ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Elektrotechniker und Auszubildende, die sich auf Prüfungen oder praktische Anwendungen im Bereich der Bahnstromversorgung vorbereiten.
Karten
24
Lernende
30
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
30.06.2015 / 24.08.2020

Lernkarten

88. Welche Arten der Inspektion gibt es für die Oberleitungen?

Besichtigungen, Messfahrten, Untersuchungen;

89. Welche Besichtigungen kennen Sie?

Begehungen, Befahrungen mit Motorturmwagen und Kontrolle;

90. Unterschied zwischen statischer Anhublage zu Statischer Ruhelage?

Unterschiedlicher Bügeldruck

91. Wie hoch ist der Bügeldruck bei der statischen Anhublage von bis?

Bei allen Oberleitungsbauarten Bj. Vor 1980 mit 150 N auf durchgehenden Hauptgleisen, 100N auf sonstigen Gleisen. Bei Oberleitungstype 1.1 mit 150N, 1.2 170N, 1.3 185N, 2.1 250N;

92. Wann wird die statische Anhublage angewandt?

Bei Befahrungen und ordentlichen Untersuchungen

93. Wann wird die statische Ruhelage angewandt?

Bei Inbetriebnahme oder nach einer Störungsbehebung beim Oberleitungstyp 2.1 bei der die Fahrdrahtlage beeinträchtigt wurde

94. Wo werden die Ergebnisse der Inspektionen festgehalten?

Prüfbefunde, Mängellisten, Messwertauswertungen;

95. Welche Arten der Instandsetzung wird bei der ÖBB angewendet?

Zustandsorientierte Instandsetzung

96. Welche Arten der Instandsetzung kennen Sie?

Störungsbehebung(Sofort), Einzelinstandsetzung (Kurzfristig), Vollinstandsetzung (Langjährig);

97. Wie weit kann ein Fahrdraht in % abgenützt werden?

Bis 80%, bzw. bis zu 70% bei besonderen Ausnahmefällen

98. Welche Grenzwerte für zulässige Drahtbrüche bei Seilen gibt es?

Auf Zug beanspruchte Seile sind bei Brüchen eines Drahtes zu tauschen, bei Seilen die nicht auf Zug beansprucht werden sind bei einer Querschnittsveränderung von mehr als 20% zu reparieren.

99. Nennen Sie Werte für den Anhubfreiraum ( Raum für den freien und unbeschränkten Anhub des Fahrdrahtes an den befahrenen Oberleitungsstützpunkten).

Die Werte reichen von 120mm,150mm, 200mm bis 240mm abhängig vom Baujahr bzw. Oberleitungstype

100. Aufbewahrungsfristen für Aufzeichnungen bei Inspektionen bzw. Wartung?

Bei der Wartung 5 Jahre. Die Aufzeichnungen über die Inspektionen müssen bis zur Ausserbetriebsetzung der Oberleitung aufbewahrt werden.

101.Warum wird die Oberleitungsanlage geerdet?

Dadurch ist ein sicheres Ausschalten im Kurzschlussfall gewährleistet. Gefährliche auftretende Berührungs- und Schrittspannungen sowie Spannungsverschleppungen werden verhindert.

102. Was verstehen Sie unter dem Begriff Oberleitungs- und Stromabnehmerbereich?

Der Oberleitungs- und Stromabnehmerbereich definieren jenen Bereich indem es wahrscheinlich ist, dass Anlagen und Betriebsmittel in Berührung mit einer unter Spannung stehenden gerissenen Oberleitung oder mit unter Spannung stehenden Teilen eines gebrochenen oder entgleisten Stromabnehmer kommen.

103. Erklären Sie anhand der ED400 die Abmessungen des Oberleitungs - und Stromabnehmerbereiches.

Abstände gemäß ED400_Oberleitungsbereich 4m der links und rechts der Gleisachse, Stormabnehmerbereich bis 8m über SOK und 2m links und rechts der Gleisachse.

104. Wann erweitert sich dder Oberleitungsbereich und auf welchen Abstand?

Für elektrische Betriebsmittel sowie bogeninnenseitig bei Radien unter 1000m erweitert sich der Oberleitungsbereich auf 5m.

105. Mindestquerschnitte und Material der Erdungen Bestand und Neubau?

50mm? Cu, btw. 160mm? Stahl. Für Neu- und Umbau darf in zugänglichen Bereichen nur mehr Diebstahlwährende Ausführung AlStahl 100mm?

106. Welche Arten der Erdungsverbindung unterscheiden wir?

Wir unterscheiden in Rückleitungs- und Bahnerdungsverbindungen. Die Rückleitungsverbindungen werden gemäß ED-5410 gebohrt / geschraubt. Bahnerdungsverbindungen werden gemäß ED-5412 mit einer Schienenfußklemme zum Schienenfußgeklemmt.

107. Was muss bei der Verlegung der Erdungen beachtet werden?

Führung Teilrückstrom, Reduktion Instandhaltungsaufwand, Verminderung Streckenimpendanz und Magnetfeld. Die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der Erdungsverbindungen ist zu gewährleisten. Verlegung möglichst geschützt gegen mechanische und chemische Einflüsse, im Gleisbereich so ausführen, dass bei Arbeiten im Schotterbett keine Beschädigungen der Erdungsverbindungen auftreten. Unter Asphalt, Beton so verlegen, dass ein Austausch oder überprüfung möglich ist.

108. Erdungskonzept offene Strecke - Wie erfolgt die Masterdung?

Vom Rückleiter zum nächstgelegenen Erdanschlusspunkt am Mast

109. Erdungskonzept offene Strecke - Wo werden Querverbinder verlegt?

Bei jedem Sektionswechsel sowie bei jeder Bahnhof-Streckentrennung

110. Erdungskonzept offene Strecke - Wie ist der Rückleiter geführt?

Der Rückleiter wird in der Regel parallel zu den Gleisen über den oberen Auslegerarmaturen geführt.

111. Wann und wie ist eine doppelte Bahnerdung auszuführen?

Doppelte Bahnerdung ist bei Schaltermasten, Schaltgerüste, Trafomasten und Kabelaufführungsmasten erforderlich und immer an unterschiedlichen Gleisen oder einmal Schiene und einmal Rückleiter anzuschließen.

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