EBWL 1
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
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Lernkarten
Absolute Ziele
Gewinn-, Nutzen-, Vermögens-, Einkommens-, Umsatz- und Absatzmaximierung
Relative Ziele
Rentabilitäts- oder Marktanteilsmaximierung
Minimierungsziel
Kostenminimierung
Gewinn
Gewinn ist durch Geschäftstätigkeit erarbeiteter Nettovermögenszuwachs in Geld. (Erlöse minus Kosten)
Nutzenmaximierung
Bei der Analyse wird zusätzlich die Zeit miteinbezogen, d.h. derselbe Gewinn wird umso höher geschätzt, je früher er eintritt.
Zeitablaufbezogenes Zahlungsgrößenziel
- Vermögens-
- Einkommensmaximierung
Unterziele
- Umsatz-
- Absatz-
- Marktanteilsmaximierung
Sie ignorieren allesamt, um welchen Preis sie erreicht werden, zb. Produkte verschenken führt zu einem hohen Absatz.
Kostenminimierung
Eine vorgegebene Produktionsmenge mit geringstmöglichen Kosten zu fertigen.
Wirtschaftlichkeit oder Effizienz
Dinge richtig zu tun (Rationalprinzip)
Wirksamkeit oder Effektivität
Die richtigen Dinge zu tun.
Produktivität
Das Verhältnis der mengenmäßigen Ausbringung ( Erzeugung, Produktion) zu einem mengenmäßigen Faktoreinsatz (Rohstoffmengen, Arbeitsstunden).
Unternehmen
Ein offenes, aber zugleich eigenständiges wirtschaftliches und soziales System, welches produktive Aufgaben übernimmt.
Gründungsformen
- Aufbaugründung
- Übernahmegründung
- Selbstständige Gründung
- Unselbstständige Gründung
Aufbaugründung
- ohne Verwendung bereits vorhandener Unternehmensstrukturen
- Neuerstellung wesentlicher Unternehmensbestandteile
(erhebliche Freiräume)
Übernahmegründung
- Rückgriff auf bestehende Wirtschaftseinheiten
- Veränderung vorhandener Strukturmerkmale
(gerringere Gestaltungsfreiräume)
Selbstständige Gründung
Das neu gegründete Unternehmen ist rechtlich unabhängig vom bereits existierenden Unternehmen und damit selbstständig.
Unselbstständige Gründung
Gründung einer neuen Wirtschaftseinheit, die entweder nur rechtlich (Tochtergesellsschaft), oder rechtlich und wirtschaftlich (Betriebsgründung), von einem bestehenden Unternehmen abhängig ist.
Basiskombinationen von Gründungsformen
- Selbstständige Aufbaugründung
- Selbstständige Übernahmegründung
- Abhängige Aufbaugründung
- Abhängige Übernahmegründung
Selbstständige Aufbaugründung
Entstehung eines tatsächlich neuen und selbstständigen Unternehmens.
Selbstständige Übernahmegründungen
Im Extremfall ändert sich nur der Unternehmer, somit steht die Person des Gründers im Mittelpunkt der Betrachtung.
Abhängige Aufbaugründung
Aufbau einer neuen abgrenzbaren Produktionsstätte (Zweigbetrieb) durch ein bestehendes Unternehmen oder eine Gründung einer Tochtergesellschaft.
Abhängige Übernahmegründung
Eingliederung einer bestehenden Wirtschaftseinheit in ein anderes Unternehmen.
(Wechsel der Eigentümerverhältnisse)
Einzelunternehmen
Eine einzelne (natürliche) Person ist der Eigentümer.
- Kleingewerbetreibender
- Kaufmann
- Freier Beruf
Personengesellschaft
Mehrere (natürliche und juristische) Personen schließen sich zu einem gemeinsamen Zweck zusammen.
- Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR)
- Offene Handelsgesellschaft (OHG)
- Kommanditgesellschaft (KG)
- Partnergesellschaft (PartG)
- Stille Gesellschaft
Kapitalgesellschaft
Sind von der personellen Identität unabhängig und bilden somit eine Körperschaft mit eigener juristischer Personalität.
- Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
- Aktiengesellschaft (AG)
- Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)
Phasen der Unternehmensgründung
- Vorgründungsphase
- Gründungsphase
- Frühentwicklungsphase
- Amortisationsphase
- Expansionsphase
Vorgründungsphase
Unspezifische und visionäre Auseinandersetzung mit der Unternehmensgründung
Am Ende der Phase liegt ein umfassendes Unternehmenskonzept vor, welches konkrete Aussagen über Rechtsform, Standort, Finanzierung und ähnliches Sachverhalten gibt.
Gründungsphase
tatschliche förmliche Unternehmensgründung
- juristischer Gründungsakt
- Bereitstellung von Produktionsfaktoren
- organisatorisch-institutioneller Aufbau des Unternehmens
- erste Kontakte zu Lieferanten und Kunden
- Entwicklung des (innovativen) Produktes
Frühentwicklungsphase
- Abschluss der Entwicklungstätigkeit
- Beginn der Produktion
- Markteinführung
- erste Verkaufserfolge
Amortisationsphase
- Überschreiten der Gewinnschwelle beginnt
- Ausbau des Produktions- und Vertriebssystems
Es werden erstmals die kumulierten Auszahlungen von den kumulierten Einzahlungen übertroffen, d.h. es kommt zum verzinsten Rückgewinn der investierten Mittel.
Expansionsphase
Ende des Prozesses
- andauernder Markterfolg
- kontinuierliche Unternehmensgewinne
- Ausweitung des Produktangebots
- Erschließung neuer Absatzmärkte
Ökonomische Relevanz junger Unternehmen
- innovationsbezogene Fähigkeiten und somit ein wichtiger Beitrag für den technischen und ökonomischen Fortschritt
- Verstärkung oder Erneuerung des Wettbewerbs
- Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen
Statische Unternehmerfunktion
- Kapitalgeber/ Kapitalnutzer
- Oberaufseher/ Kontrolleur
- Unternehmenseigentümer/ -inhaber
- Arbeitgeber/ Auslaster der Produktionsfaktoren
- Empfänger des unternehmerischen Gewinns
- Träger religiös bzw. ethisch begründeter Wertvorstellungen
Der Unternehmer erhält eine passive und verwaltende Rolle.
Dynamische Unternehmerfunktion
- Träger wirtschaftlicher Unsicherheit
- Durchsetzer von Innovationen
- Wirtschaftlicher Entscheidungsträger
- Vertragsschließender/ Gründer von Institutionen
- Verteiler ökonomischer Ressourcen auf alternative Verwendungszwecke
Berücksichtigt ereignisinduzierte bzw. im Zeitablauf stattfindende Veränderungen und gelangt dadurch von einer Struktur- zur Prozessausrichtung.
- Wirtschaftlicher Führer/ Industrie- bzw. Wirtschaftskapitän
- Organisator, Planer und Koordinator
- Arbitrageur/ Informationsverwerter
Allgemein dynamische Grundfunktionen
- Übernahme von Unsicherheit
- Durchsetzung von Innovationen (am Markt)
- Entdecken und Nutzen von Arbitragechancen
- Koordination ökonomischer Ressourcen
Arbitrageformen
- räumlich (auf getrennten Märkten versch. Preise)
- zeitlich (Preisunerschiede entlang der Zeitachse)
- Spekulation (Differenzen zw. gegenwärtigen und zukünftigen Preisen)
- Innovation ( neues Produkt, neue Produktionsmethode, organisationale Neuerung)
güterwirtschaftlicher Leistungsprozess
- Beschaffung
- Produktion
- Absatz
finanzwirtschaftlicher Prozess
- Investition
- Finanzierung
Investition
Auszahlung vor Einzahlung
Finanzierung
Beschaffung von Zahlungsmitteln