DkE1 Gestationsdiabetes

Grundlagen - Ernährungstherapie

Grundlagen - Ernährungstherapie


M. K.
Diese Lernkarten behandeln den Gestationsdiabetes (GDM) auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Diagnose, Therapie, Ernährungsumstellung und Risikofaktoren, wobei Begriffe wie Blutzucker (BZ), Schwangerschaft (SS) und Komplikationen zentral sind. Die Karteikarten richten sich an Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich mit den Auswirkungen von GDM auf Mutter und Kind sowie präventiven Maßnahmen gegen Typ-2-Diabetes vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
13
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Alimentation
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.11.2016 / 20.04.2020

Cartes-fiches

Wie sieht die Ernährungstherapie aus bei GDM?

Welche Daten muss in ERB erhoben werden? Was sind mögliche Themen in ERB?

  • Wichtige Daten für ERB
    • BZ-Werte des oralen Glukose-Toleranz-Test (oGTT)
    • Körpergrösse
    • Gewicht vor der Schwangerschaft und aktuelles Gewicht
    • SS-Woche
    • Herkunft, Sprache (Verständigung – Übersetzerin)
    • Supplemente, evt. Medikamente
    • evt. weitere Diagnosen
    • Bemerkungen wie Komplikationen, soziales, St. n. GMD etc.
  • Anliegen, Ängste, Wissensstand erfassen
  • Angepasste Informationsvermittlung
    • Krankheitslehre
    • Bezug BZ, Ernährung, Bewegung
    • Kalorien- und Kohlenhydratempfehlungen der Schweizer Gesellschaft für Endokrinologie und Diabetologie (SGED) und Ernährungs-empfehlungen in der Praxis
    • Gesunde Ernährung in der SS
  • Weitere Themen
    • BZ-Werte und Ernährung und laufende Anpassung an Situation der SS wie Gewichtsverlauf, Medikation (Insulin), etc.
    • Hunger, Fettqualität, -menge, Calcium, Süssigkeiten
    • Austausch, Rücksprache mit Hebamme, Diabetesfachberaterin, Diabetologe, Geburtshelfer

Wie sind die Empfehlungen für Ernährung mit GDM?

  • DACH
    • 2. Trimenon + 250 kcal
    • 3. Trimenon + 500 kcal
    • Empfehlung bei Noramlgewicht vor SS, bei wünschenswerter Gewichtszunahme und unveränderter körperlicher Aktivität
    • Protein: + 10 g pro Tag
    • Vitamine und Mineralstoffe: teilweise Mehrbedarf bis zu 100%
  • SGED 2009
    • 5 - 6 Mahlzeiten pro Tag
    • Frühstück 10% der täglichen Kalorienmenge
      • Wegen Hormonen ist BZ am Morgen höher, deshalb kleineres Zmorge
    • Mittagessen 20 – 30% der täglichen Kalorienmenge
    • Nachtessen 30 – 40% der täglichen Kalorienmenge
      • ME und NE etwa gleich gross
    • Mind. 1600 kcal pro Tag um Ketose zu verhindern
    • Kohlenhydrat-Restriktion auf 35-40% der Gesamtenergie möglich
    • Prinzip der gesunden Ernährung
    • Ernährung an Bedürfnisse der Schwangerschaft anpassen
  • AWMF 2011
    • Individuelle Ernährungsberatung mit Berücksichtigung der Essgewohnheiten und dem sozio-kulturellen Hintergrund
    • Ernährungsempfehlung:
      • 40-50% Kohlenhydrate (mind. 175 g/Tag)
      • 20% Proteine
      • 30-35% Fett
    • Frühstück mit 10 – 15 g Kohlenhydrate
    • 3 Hauptmahlzeiten
    • 2-3 ZMZ, einschliesslich einer Spätmahlzeit
    • Bewegung

Wie lässt sich die Ernährungstherapie in die Praxis umsetzen?

  • Umsetzung Praxis
    • Gezuckerte Getränke, Säfte, Zucker weglassen
    • Regelmässige Mahlzeiten
      • Abstand HMZ – ZMZ 2 – 3 h
    • Eher kleines Frühstück
    • ZMZ mit 1 – 2 BW oder evt. mit oder vor allem Eiweiss
    • Mittag- und Nachtessen etwa gleich gross (3-4 BW)
    • Evt. eiweisshaltige Spätmahlzeit
    • Erhöhter Eiweissbedarf in Schwangerschaft decken d.h. zu jeder HMZ EW-Beilage und mind. 1 Milchprodukt als ZMZ
    • Menge Süssigkeiten und Süssstoffe
    • Empfehlungen Hygiene in der SS beachten (BAG)
    • Qualitativ:
      • Tellermodell:
        • 1/3 – ¼ KH
        • 1/3 – ¼ Eiweiss
        • 1/3 – ½ Gemüse, Salat
    • Quantitativ
      • Menge in Gramm (oft 4 BW)

Kann man bei GDM präventiv tun gegen T2DM?

Prävention von T2DM

  • Gesunde Ernährung
  • Bewegung
  • Normalgewicht

Was sind die Unterschiede zwischen GDM udn T2DM?

Unterschiede GDM und T2DM

  • Rascher Beginn der Therapie d.h. Ernährungsumstellung, Bewegung, BZ- Selbstmessung
  • Kontrolle der BZ-Werte --> strengere Zielwerte
  • Rascher Beginn Insulintherapie, wenn BZ-Werten nicht im Zielwert
    • Keine oralen Antidiabetika in der SS
  • Zeitfaktor – GDM-Diagnose 24 – 28. SS-Wo (SS = 40 Wochen)
  • Es geht auch um das Wohl des ungeborenen Kindes --> Compliance ↑
  • Bewegung der Schwangerschaft angepasst
  • Ernährung Schwangerschaft – Bedarf Nährstoffe – Hygienemassnahmen etc.
  • Gewichtsreduktion wird nicht angestrebt