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Lernende 63 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 02.05.2015 / 03.01.2021
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Kinderabzug: Die steuerpflichtige Person kann den Pauschalbetrag... 

...für jedes Kind, das im gleichen Haushalt lebt, vornehmen, solange es am Ende des Steuerjahrs noch nicht volljährig ist. Danach kann der Kinderabzug nur noch geltend gemacht werden, wenn das Kind noch in beruflicher oder schulischer Ausbildung steht und es auf die Leistungen der zahlenden Person angewiesen ist. Bei alternierender elterlicher Sorge (geschiedene oder getrennte Ehe, das Kind befindet sich teilweise beim Vater, teilweise bei der Mutter) wird der Kinderabzug bei der direkten Bundessteuer hälftig auf beide Eltern aufgeteilt, sofern keine Alimente gezahlt werden. 

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Unterstützungsabzug: Dieser Abzug ist zulässig für steuerpflichtige Personen, die...

...erwerbsunfähige oder beschränkt erwerbsfähige, ausserhalb des Haushaltes lebende Personen unterstützen, sofern Unterstützungsbeiträge gezahlt werden, die mindestens die Höhe des Pauschalbetrags erreichen. Sind die Beiträge tiefer, darf kein Unterstützungsabzug vorgenommen werden. 

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Abzug für Verheiratete: Alle in ungetrennter Ehe lebenden und daher gemeinsam veranlagten Ehegatten...

... können einen zusätzlichen Abzug vornehmen. Dies gilt auch für nicht erwerbstätige Ehegatten (Rentnerehepaare) - DBG Art. 35 Abs. 1 lit. c. 

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Steuermass: Berechnung des tatsächlichen geschuldeten Steuerbetrags: Dazu dient: 

  • DBG Art. 36 Abs. 1 - Höchster Tarif. Er gilt für Alleinstehende ohne Kinder (Grundtarif oder Alleinstehendentarif)
  • DBG Art. 36 Abs. 2 - Günstigere Verheiratetentarif, der für (in ungetrennter Ehe lebende) Verheiratete ohne Kinder (bzw. für eingetragene Partnerschaften ohne Kinder) angewendet wird. 
  • DBG Art. 36 Abs. 2bis - Günstigste Elterntarif. Dieser gilt für alle Steuerpflichtigen, die mit Kindern oder unterstützungsbedürftigen Personen zusammenleben. 
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Der Elterntarif besteht darin, dass zuerst...

...die Steuerbelastung (Betrag auf der Steuerrechnung) gemäss dem Verheiratetentarif ausgerechnet und danach vom an sich geschuldeten Steuerbetrag den im Gesetzestext genannten Betrag pro Kind in Abzug gebracht wird. Der Tarif bei der direkten Bundessteuer ist stark progressiv ausgestaltet. Das bedeutet: wer mehr verdient, zahlt nicht nur frankenmässig, sondern auch prozentual (vom Einkommen) mehr Steuern. 

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Wo ist die zeitliche Bemessung geregelt?

DBG Art. 40ff und in der Verordnung über zeitliche Bemessung bei der direkten Bundessteuer. 

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In der ganzen Schweiz gilt als einzig zulässiges System die einjährige Gegenwartbemessung: 

  • Gegenwartbemessung heisst, dass die Steuerperiode (die Zeit, für die die Steuer geschuldet ist) identisch mit der Bemessungsperiode ist - DBG Art. 41 Abs. 1
  • Einjährige Steuerperiode bedeutet, dass (für die natürliche Person) die Steuerperiode dem Kalenderjahr entspricht - DBG Art. 40 Abs. 1. Das sehen Sie daran, dass Sie jedes Jahr eine Steuererklärung einreichen müssen. 
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Was ist die Bemessungsperiode?

Die Bemessungsperiode ist der Zeitraum, in dem das der Steuerberechnung zu Grunde liegende Einkommen erzielt wird. 

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Weshalb kann die Steuererklärung nicht für das aktuelle Jahr ausgefüllt werden?

Da man erst nach Ablauf der Steuerperiode weiss, welches Einkommen man erzielt hat. Im Frühling reicht man jeweils die Steuererklärung für das vergangene Jahr ein. 

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Wie erfolgt die Rechnungsstellung für die geschuldete Steuer?

Man zahlt bereits im Steuerjahr selber die erste Steuerrechnung für das laufende Jahr. Es handelt sich hierbei allerdings erst um eine Akonto-Zahlung (provisorische Rechnung), die später, nachdem man im Folgejahr die Steuererklärung eingereicht hat und die Steuerverwaltung diese geprüft hat, durch eine definitive Rechnung ersetzt wird. 

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Wann kann man sich mit einer Einsprache zur Wehr setzen?

Auf die definitive Rechnung, wenn man mit der Rechnung oder der Veranlagung der Steuer nicht einverstanden ist. Gegen provisorische Rechnungen gibt es kein Rechtsmittel (d.h. keine Möglichkeit, z.B. an ein Gericht zu gelangen). Trotzdem lassen viele Steuergemeinden mit sich reden, wenn einem eine provisorische Rechnung zu hoch ausgefallen ist. 

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Achten Sie darauf, dass in einigen Kantonen die provisorische Rechnung bereits als definitiver Rechtsöffnungstitel gilt. Die (provisorische) Forderung kann...

...an diesen Orten also von der Steuerverwaltung über den Betreibungsweg eingezogen werden. 

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Wie werden Veränderungen der Steuerpflicht innerhalb der Steuerperiode behandelt (Teil 1)?

  • Wer im Laufe dieses Jahres volljährig wird (d.h. den 18. Geburtstag feiert), muss bereits für dieses (ganze) Jahr eine Steuererklärung einreichen (Art. 5 Abs. 1 der Verordnung). 
  • Bei Heirat wird das Ehepaar (für die direkte Bundessteuer) bereits im Heiratsjahr gemeinsam veranlagt - DBG Art. 42 Abs. 1. Bei Scheidung, gerichtlicher oder tatsächlicher Trennung werden beide Partner bereits im Scheidungs- bzw. Trennungsjahr separat veranlagt - DBG Art. 42 Abs. 2.
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Wie werden Veränderungen der Steuerpflicht innerhalb der Steuerperiode behandelt (Teil 2 - Kantonswechsel)?

Beim Kantonswechsel darf der Zuzugskanton, d.h. derjenige Kanton, in dem Sie am Ende des Jahres wohnen, das ganze Jahr besteuern. Haben Sie im alten Kanton bereits Akonto-Zahlungen geleistet, so müssen diese zurückerstattet oder verrechnet werden (DBG Art. 105 Abs. 1 für die direkte Bundessteuer und StHG Art. 4b Abs. 1 für die kantonale Steuer). Hinweis: Diese Regelung gilt nicht unbedingt beim Umzug von einer Gemeinde in die andere innerhalb des gleichen Kantons! Wie in diesem Fall besteuert wird, entscheidet jeder Kanton selber (innerkantonales Recht)!

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Wie werden Veränderungen der Steuerpflicht innerhalb der Steuerperiode behandelt (Teil 3 - Beim Tod)?

Beim Tod einer steuerpflichtigen Person sowie beim Auslandwegzug endet die Steuerpflicht am Tag des Todes bzw. am Wegzugstag. Dementsprechend beginnt die Steuerpflicht von Neuzuziehenden aus dem Ausland an dem Tag, an welchem sie in die Schweiz ziehen - DBG Art. 8 Abs. 2 bzw. Art. 42 Abs. 3. 

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Von wem und aufgrund von was werden die direkten Steuern erhoben?

Direkte Steuern werden direkt vom Steuerpflichtigen aufgrund seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erhoben. So werden bspw. besser Verdienende aufgrund der sogenannten Steuerprogression nicht nur frankenmässig, sondern auch prozentual stärker mit der Einkommenssteuer belastet als Steuerpflichtige mit geringem Einkommen. 

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Wie werden indirekte Steuern ausgelöst?

Durch bestimmte Vorgänge oder Handlungen des Steuerpflichtigen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wird nicht berücksichtigt. So zahlt jeder, der raucht, pro Paket Zigaretten dieselbe Tabaksteuer. 

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Vereinfacht ausgedrückt, verstehen wir unter direkten Steuern solche, die direkt aus...

...einer Grösse und nicht über eine Hilfsgrösse berechnet werden. 

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Arten von direkten Steuern: 

  • Einkommenssteuer
  • Vermögenssteuer
  • Gewinnsteuer
  • Kapitalsteuer
  • Grundstückgewinnsteuer
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Arten von indirekten Steuern:

  • Mehrwertsteuer
  • Verrechnungssteuer
  • Erbschafts- und Schenkungssteuer
  • Weitere Steuerarten z.B. Stempelabgaben (Emmissionsabgabe, Umsatzabgabe, Versicherungsstempel) oder die besonderen Verbrauchssteuern (Biersteuer, Tabaksteuer, Schnapssteuer...)
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Dieser Steuer unterliegt der Zufluss von Geld oder von Gütern, d.h. nicht das, was Sie bereits besitzen, sondern das, was Sie neu erhalten (Lohn, Gewinn) oder Erträge aus Ihrem Vermögen (Zinsen, Dividenden, Mieteinnahmen). 

Einkommenssteuer

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Dieser Steuer unterliegt alles, was Sie bereits besitzen (Geld, Sachen, usw.), so z.B. der Wert einer Ihnen gehörenden Eigentumswohnung oder der Kontostand Ihrer Bankkonten am Ende des Jahres. 

Vermögenssteuer

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Diese Steuer fällt nur bei juristischen Personen an. Mit dieser Steuer werden die neu zufliessenden Mittel (der Gewinn des Geschäftsjahres) erfasst.

Gewinnsteuer -  Die Gewinnsteuer entspricht der Einkommenssteuer bei natürlichen Personen

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Dieser Steuer unterstehen juristische Personen. Diese entspricht der Vermögenssteuer bei den natürlichn Personen, indem die juristische Person ihr bereits vorhandenes Eigenkapital (Vermögen) versteuert: Güter also, die ihr nicht neu zufliessen, sondern die bereits vorhanden sind. 

Kapitalsteuer

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Wenn Sie eine private Liegenschaft mit Gewinn verkaufen, so unterliegt dieser Gewinn einer Steuer. Diese Steuer ist eine kantonale Steuer. 

Grundstückgewinnsteuer

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Hierbei handelt es sich um eine kantonale indirekte Steuer, die auf unentgeltlichen Vermögensübergängen erhoben werden kann. 

Erbschafts- und Schenkungssteuer

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Sicherungssteuer, die sicherstellen soll, dass die Steuerpflichtigen gewisse Einkünfte ordnungsgemäss versteuern. Diese Steuer wird bei gewissen Vermögenserträgen (Dividenden, Bankzinsen) abgezogen und bei der Steuerverwaltung deponiert. Es ist die einzige Steuer, die zurückerstattet wird. 

Verrechnungssteuer

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Dieser Steuer unterliegt der steuerpflichtige Umsatz. Von dieser Umsatzsteuer kann die Vorsteuer abgezogen werden. Da der geschuldete Steuerbetrag nicht direkt aus dem Gewinn der Unternehmung berechnet wird, liegt eine indirekte Steuer vor. 

Mehrwertsteuer

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Rechtsquellen - Die wichtigsten Bundesgesetze sind folgende: 

  • Das DBG (Bundesgesetz über die direkten Steuern)
  • Das StHG (Steuerharmonisierungsgesetz)
  • Das VStG (Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer)
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Rechtsquellen - zwei wichtige Internet-Homepages: 

  • www.estv.admin.ch : Eidgenössische Steuerverwaltung (EStV) - aktuellsten Ausgaben der wichtigen Bundesgesetze für alle Steuerarten
  • www.steuerkonferenz.ch : Schweizerische Steuerkonferenz - Links zu sämtlichen kantonalen Steuerverwaltungen und weitere Nebengesetzgebung und auch Dokumentationen zum neuen Lohnausweis