Digestionstrakt

Verdauungstrakt

Verdauungstrakt


Michel Schärer
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Verdauungsorgane und deren Funktionen, insbesondere für Berufslehrlinge in der Medizin. Sie behandeln den Abbau von Nährstoffen wie Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten im Dünndarm und Dickdarm, die Aufgaben der Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse sowie die Struktur und Lage dieser Organe. Die Karteikarten eignen sich für angehende Mediziner, die die Grundlagen der Verdauung verstehen und anwenden müssen.
Karten
66
Lernende
11
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
23.10.2013 / 08.09.2020

Lernkarten

Aufgaben des Verdauungstraktes ?

  • Verdauung: mechanisch,chemisch
  • Resorption
  • Ausscheidung

Abschnitte und Organe des Verdauungstraktes ?

Oberer Teil: Mund (Os), Rachen (Pharynx), Speiseröhre (Ösophagus)

Mittlerer Teil: Magen (Gaster), Dünndarm (Interstinum tenue)

Unter Teil: Dickdarm (Interstinum crassum)

Verdauungsdrüsen: Speicheldrüsen, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse

Bauchraum ?

  • Zwerchfell
  • Beckeneingang
  • Bauchmuskulatur
  • Wirbelsäule

Bauchhöhle ?

  • Begrenzt durch Bauchfell: Peritonealhöhle

Bauchfell ?

  • Peritoneum bestehend aus Serosa (Haut)

Eigenschaften Enzymen ?

  • Besitzen katalytische Aktivität
  • Wirken hochspezifisch
  • In kleinen Mengen vorkommend
  • Reaktion abhängig von Temperatur und pH-Wert

Strukturen und Organe Mundhöhle ?

  • Zunge
  • Zähne
  • Gaumen
  • Mundschleimhaut

Aufgaben der Zunge ?

  • Muskelorgan
  • Sprachorgan
  • Sinnesorgan
  • Abwehrorgan

Geschmaksqualitäten und Stellen ?

  • Sauer - seitig
  • Bitter - hinten
  • Salzig - seitig,vorne
  • Süss -  vorne
  • Umami

Milch- Dauergebiss ?

  • 2 Schneidezähne
  • 1 Eckzahn
  • 2 Backenzähne
  • 3 Mahlzähne (1 Weisheitszahn beim Erwachsenen)

Prinzip der zwei Zahngenerationen erklären ?

  • Durchbruch der Milchzähne 6LM-2LJ
  • Durchbruch bleibende Zähne 6LJ-12LJ

M. masseter (Kaumuskelbeispiel) ?

Hände seitlich der Kiefer halten, zusammenkauen, so spühr man diesen Muskel. einer der 4 Muskeln.

Lage der drei Grossen paarigen Speicheldrüsen ?

  • Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) vor und unter dem Ohr, grösste,1AG, serös
  • Unterkieferdrüse (Glandula submandibularis) an der Innenseite des Unterkiefers, 1LAG, serös-mukös
  • Unterzungendrüse (Glandula sublingualis) ausgebreitet auf dem Mundboden, mehrere AG, mukös

Inhaltsstoffe Speichel ?

  • Wasser
  • Amylase (spaltet Kohlenhydrate)
  • Muzine (Schleimstoffe)
  • Lysozym (antibakteriell)
  • Versch. Salze

Aufgaben des Speichels ?

  • Befeuchtung
  • Lösung von Geschmaksstoffen
  • Kohlenhydratverdauung
  • Antibakteriell

Vorgang des Schluckens ? (Einfach)

  • Zungenbewegung
  • Nasenraum verschliesst
  • Luftröhre verschliesst
  • Kontraktion der Schluckmuskulatur

Aufgaben des Magens ?

  • Speicherung
  • Vernichtung schädlicher Stoffe / Krankheitserreger
  • Proteindenaturierung
  • Verflüssigung
  • Proteinverdauung
  • Intrinsic factor -> Vit.B12

Die Lage des Magens ?

Oberbauch zwischen Leber und Milz, Bauchspeicheldrüse liegt hinten auf, berührt Zwerchfell (Diaphragma) und Dickdarm (Colon)

Sieben Abschnitte des Magens ?

  • Speiseröhre
  • Magengrund
  • Magenmund
  • kleine und grosse Magenkrümmung
  • Magenstrasse
  • Magenkörper
  • Magenpförtner
  • Magenausgangsteil

Inhaltsstoffe Magensaft ?

  • Wasser
  • Schleimstoffe (Muzine)
  • Intrinsic factor
  • Salze, Salzsäure
  • Enzyme (Pepsinogen)

Hauptnerv des Magen-Darmtraktes ?

Nervus Vagus

Phasen Regulierung Magensaftsekretion ?

  • Kephale (Nervale Phase): Anblick, Geruch, Vorstellung
  • Gastrische (Magenphase) Nahrung im Magen
  • Interstinale (Dünndarmphase): Sekretin blockt Säure im Magen

Aufgaben Dünndarm ?

  • Abbau der Nährstoffe
  • Resorption

Drei Abschnitte des Dünndarms ?

  • Zwölffingerdarm (Duodenum)
  • Leerdarm (Jejunum)
  • Krummdarm (Ileum)

An welcher Stelle mündet der Gallengang und Pankreasgang in den Zwölffingerdarm ?

  • Mitte des absteigenden ZFD kleine Warzenförmige Erhebung, Vater-Papille (Papilla duodeni major)

Welche Strukturen dienen der Dünndarmwand-oberflächenvergrösserung ?

  • Kerckring-Falten (Plicae circulares)
  • Zotten (Villi intestinales)
  • Mikrovilli

Inhaltsstoffe des Dünndarmsaftes ?

  • Wasser
  • Schleimstoffe (Muzine)
  • Bicarbonat
  • Verdauungsenzyme

Abschnitte des Dickdarms ?

  • Blinddarm (Caecum) mit Appendix vermiformis
  • Grimmdarm (Colon)
  • Mastdarm/Enddarm (Rectum) und Anus

Die Grösse des Dickdarms mit jenes der Dünndarm vergleichen ?

  • Dickdarm ist Grösser

Mündungsstelle vom Dünndarm in den Dickdarm ? (spezielles)

  • Bauhin-Klappe (Ileocaecalklappe)

Zwei Schleimhautfalten, lassen Darminhalt in regelmässigen Abständen in Richtung Dickdarm passieren, Verhinderung Rückfluss.

Aufgabe Appendix vermiformis ?

Abwehrfunktion "Darmmandel"

Drei typische anatomische Strukturen des Grimmdarms ?

  • Fettanhängsel
  • Tänie (Taenia coli) Längsmuskelschicht
  • Haustren (Ausbuchtungen)

Drei anatomische Strukturen die dem Verschluss des Afters dienen ?

  • Hämorrhoidalzone
  • Innerer Schliessmuskel (M. sphincter ani internus)
  • Äusserer Schliessmuskel (M. sphincter ani externus)

Aufgaben des Dickdarms ?

  • Rückresorption von Wasser und Elektrolyten
  • Bakterieller Abbau von Nahrungsresten
  • Schleimproduktion
  • Weitertransport und Ausscheidung des Darminhaltes
  • Abwehrfunktion

Darmflora ?

  • Gesamtheit der Mikroorganismen die physiologischerweise in einem gesunden Darm leben

Symbiose ?

Zusammenleben von zwei Organismenarten, bei dem beide voneinander profitieren

Gärung ?

Fermentation

 

  • Anaerober Abbau von Kohlenhydraten durch Bakterien. (Entsteht vorwiegend saure Zwischen- und Endprodukte)

Fäulis ?

  • Anaerober Abbau von Proteinen durch Bakterien. (Entstehen vorwiegend basische Endprodukte)

Warum profitieren Darmbakterien und der Körper voneinender ?

  • Einerseits ernähren sich Bakterien von den Nahrungsbestandteilen, anderseit der Körper von den Abbauprodukten der Bakterien

Zwei Darmbakterien nennen ?

  • Escherichia coli
  • Enterococcen und Bifidusbakterien

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