PFH Göttingen


L. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über theoretische Ansätze der differentiellen Psychologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Konzepte wie persönliche Konstrukte, Verhaltensweisen und die subjektive Konstruktion von Erfahrungen. Die Karteikarten beleuchten die Rolle von Konstrukten bei der Vorhersage von Verhaltensweisen und die Bedeutung individueller Unterschiede in der Wahrnehmung von Situationen. Besonders nützlich sind sie für Studierende der Psychologie, die sich mit kognitiven Persönlichkeitstheorien und deren Anwendung in der Praxis vertraut machen möchten.
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Utilisateurs
9
Langue
Allemand
Catégorie
Psychologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
18.01.2015 / 02.02.2025

Flashcards

Gewohnheits- oder Habit-Hierarchie

ganz oben die Reiz-Reaktions-Verbindung mit der höchsten Gewohnheitsstärke

sehr persönliches Merkmal eines Menschen

Messung der Gewohnheitsstärke

Zunahme der Triebstärke lässt sich ableiten aus:

- Erhöhung der Reaktionswahrscheinlichkeit

- Abnahme der Reaktionslatenz (Reaktion erfolgt immer schneller)

- Erhöhung der Reaktionsstärke

- Erhöhung der Löschungsresistenz

 

 

Entscheidende Faktoren für die Höhe der sich ausbildenden Gewohnheitsstärke

- zeitliche Nähe von Reiz und Reaktion

- Ausmaß der Verstärkung

- Anzahl der Durchgänge während der Übungsphase

Reaktionspotential

auf welche Weise ein Organismus reagiert SER

Produkt aus Gewohnheitsstärke und Trieb: SER = SHR x D

Reaktion erfolgt nur dann wenn das Produkt beider Faktoren größer als 0 ist. Beispiel: Junge der gerne Kuchen Ist hat keinen Appetit (keine Triebenergie)

Zusammenhang von Trieb- und Gewohnheitsstärke

Triebenergie: ob und wie stark reagiert wird

Gewohnheitsstärke: was für eine Reaktion gezeigt wird

starkes primäres Bedürfnis sollte diejenige Verhaltensweise mit der stärksten Reiz-Reaktionsverknüpfung auslösen

Reaktive Hemmung IR

jede Ausführung einer Reaktion löst einen ermüdungsähnlichen Zustand aus, je häufiger desto größer das Bedürfnis nach Ruhe

Löschung bei Ausbleiben einer Verstärkung

Konditionierte Hemmung

blabla

Das effektive Reaktionspotential

Reaktion erfolgt nur dann wenn

4.3 Burrhus F. Skinner (1904-1990)

operantes Konditionieren

Operante Reaktionsmuster (operants)> Verhaltensweisen mit denen ein Wesen in der umwelt operiert

 

Positive Verstärkung

Konsequenz die auf Handlung folgt erhöht Wahrscheinlichkeit für das Wiederauftreten (Belohnung)

materielle Verstärker, soziale Verstärker, Handlungsverstärker (etwas schönes Unternehmen)

generalisierte Verstärker (Geld)

Negative Verstärkung

erhöht Auftretungswahrscheinlichkeit der Verhaltensweise weil dadurch ein aversiver Zustand beendet (durch drücken von Hebel hört elektrischer Schub auf)

Bestrafung

aversive Konsequenz führt zur  Abnahme der Auftretungswahrscheinlichkeit

Extinktion oder Löschung

Verhalten tritt nicht mehr auf weil es über einen längeren Zeitraum nicht verstärkt wurde

Verstärkungspläne

kontinuierliche Verstärkung

Handlung wird jedes Mal wenn sie ausgeführt wird verstärkt

> Handlung wird schnell erlernt aber weist geringe Löschungsresistenz auf

intermittierende Verstärkung

Handlung wird nicht jedes Mal verstärkt, höhere Löschungsresistenz

Intervallverstärkung- festes Intervall

jeweils erste erwünschte Reaktion im vorher festgelegten Intervall (5 Min) wird verstärkt

Tier zeigt nach verstärkter Reaktion keine weiter Reaktion weil es weiß, dass keine Verstärkung erfolgen wird

Intervallverstärkung-variables Intervall

erwünschte Reaktion wird im Durchschnitt alle 5 Minuten verstärkt, Intervalle können aber länger oder kürzer sein

Tier stellt seine Reaktionen nie vollständig ein

Quotenverstärkung-feste Quote

Jeweils erste erwünschte Reaktion, die nach vorher festgelegter Quote (10 mal gewünschte Reaktion) erfolgt wird verstärkt

Quotenverstärkung-variable Quote

Verstärkung erfolgt im Durchschitt nach 10 maliger Reaktion kann aber auch früher oder später erfolgen.

Hohe Löschungsresistenz z.B. Glücksspielautomaten

Reaktionsgeneralisierung

wenn verstärktes operantes Reaktionsmuster zur Stärkung oder Festigung anderer operanter Reaktionsmuster führt

Reaktionsdiskriminierung

Teilelement oder Teilreaktion einer komplexen Verhaltenskette ist für die Vertsärkung entscheidend

Reizkontrolle

Verhltensweise wird durch diskriminative Reize ausgelöst und nicht mehr ausschließlich durch die nachfolgenden Konsequenzen (positive Verstärkung)

Mimik des Mannes

Verhaltensformung (shaping)

zunächste werden (Teil-) Reaktionen verstärkt die in Beziehung zum angestrebten Endverhalten stehen

> dann werden nur noch zwei Reaktionen verstärkt wenn sie in der richtigen Reihenfolge auftreten

> selbst aufbau von sehr komplexen Reaktionsmustern (Taube Tischtennis spielen)

Verhaltensverkettung (chaining)

angstrebtes Zielverhalten wird systematisch aufgebaut

> zunächst Übung und positive Verstärkung des Letzten Schrittes, dann letzter und vorletzter gemeinsam usw. (Essverhalten Kind)

4.4 Bewertung Behavioristischer Ansatz

naturwissenschaftliche, experimentelle Ausrichtung und Betonung situativer und umweltbezogener Einflussfaktoren

> Kritik: Menschenbild sehr stark vereinfacht, Vernachlässigung kognitiver Prozesse, abiologische Sichtweise von Persönlichkeit (keine Verhaltenskonsistenz, keine Persönlichkeitsstruktur)

Gemeinsamkeiten behavioristischer Ansatz und psychoanalytischer Theorie Freuds

- starker Einfluss von Darwins Evolutionstheorie und streng deterministisch (folgt Gesetzmäßigkeiten und ist vorhersagbar)

- Hedonismus: Menschen streben nach angenehmen Erfahrungen, lustprinzip bei Freud

- große Bedeutung der frühen Kindheit

 

 

Kapitel 5 Soziale Lerntheorie

5.1 Julian B. Rotter (1916)

Konzept sozialer Lerntheorie der Persönlichkeit (1954)

Integration von lerntheoretischen und kognitiven Aspekten des Verhaltens

Persönlichkeit bei Rotters sozialer Lerntheorie

- Wechselwirkung zwischen dem Individuum und seiner bedeutsamen Umwelt

- relativ stabiles Gefüge der individuellen Möglichkeiten in einer bestimmten sozialen Situation zu reagieren

- Persönlichkeit fortwährenden Veränderung unterworfen aber trotzdem stabil da neue durch vorangegangene frühere Erfahrungen beeinflusst werden

Verhaltenspotenzial (behavior potential)

Maß für die Wahrscheinlichkeit mit der ein bestimmtes Verhalten in einer gegebenen Situation mit der Aussicht auf Verstärkung auftritt.

VP= f(E&VW) hoch wenn E und VW hoch

Stärke des Verhaltenspotentials

hängt von zwei Faktoren ab: Erwartung der Verstärkung (expectancy) und dem Verstärkungswert (reinforcement value)

Erwartung

vom Individuum vermutete Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Verhaltensweisein einer gegebenen Situation zu einer bestimtmen Verstärkung führt.

subjektive Erwartungswahrscheinlichkeit welche von den früheren Erfahrungen des Individuums abhängt

Über- oder Unterschätzung der tatsächlichen Auftretungswahrscheinlichkeit

kann teilweise sehr stark abweichen und große Probleme verursachen:

Beiträge der Studentin kommen im Seminar immer gut an, hat die Erwartung die Abschlussprüfung auch mit lückenhafter Vorbereitung zu bestehen

Verstärkungswert

Grad der Präferenz die ein bestimmter Verstärker für eine Person besitzt (subljektiv)

attraktive/wünschenswerte Verhaltenskonsequenzen haben einen hohen Verstärkungswert > es wird diejenige Verhaltensweise gezeigt die zu dem Verstärker mit höchstem Verstärkungswert führt.

Verhaltenspotential vs. Reaktionspotential

1. Unterschied zu Hull gemeinsamer Effekt von zwei kognitiven Variablen und nicht multiplikative Verknüpfung von Trieb- und Gewohnheitsstärke

2. keine strenge Annahme über die Art der Verknüpfung von E und VW (& nicht additiv)

 

Psychologische Situation

subjektiver, erworbener Bedeutungsgehalt (Interpretation) den ein Umweltreiz oder eine bestimmte soziale Situation für das Individuum besitzt. (Nicht nur der objektive Umweltreiz)

> führt in Abhägigkeit von der persönlichen Lerngeschichte zu hoch individuellen Erwartungen

Verhaltensvorhersage

Person- und Situationsvariablen müssen berüksichtigt werden > beide durch vorangegangene individuelle Lernprozesse beeinflusst

spezifische Erwartungen/ spezifische Konstrukte

konkret auf einen engen Anwendungsbereich bezogen, relativ genaue Vorhersage aber nur Gültigkeit für ganz bestimmte Situationen

generalisierte Erwartung/generelle Konstrukte

sehr abstrakt, verfügen aber über breiten Anwendungsbereich, erlauben Vorhersagen für viele verschiedenartige Situationen, erfordern weniger Informationen aber sind auch weniger genau

internale Kontrollüberzeugung (internal control of reinforcement)

Persönlichkeitsmerkmal auch als locus of conrol bezeichnet

Erwartung des Individuums, dass es auf die Konsequenzen seines Handelns Einfluss nehmen kann

generalisierte Erwartung

internale Kontrollüberzeugung (internal control of reinforcement)

Persönlichkeitsmerkmal auch als locus of conrol bezeichnet

Erwartung des Individuums, dass es auf die Konsequenzen seines Handelns Einfluss nehmen kann

generalisierte Erwartung

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