Differentielle Psychologie I - Theoretische Ansätze PFH
PFH Göttingen
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Flashcards
6.3 Erfassung von persönlichen Konstrukten
Zugang zu einer Person kann nur über ihre Konstrukte erfolgen, Kenntnisse darüber wie die Person sich selbst und ihre Umwelt konstruiert
1. offenes, freies Gespräch
2. Selbstcharakterisierung in der dritten Person
Person wird aufgefordert sich selbst aus der Sicht eines mit ihr sehr vertrauten Freundes zu beschreiben
3. Role Construct Repertory (REP) -Test
Grid-Test
18 Rollen Titel ( Mutter, beliebter Lehrer) welche die Person mit konkreten Personen aus ihrem Umfeld ausfüllt
32 Personentripel welche zwei der drei Personen sind einander ähnlich und worin unterscheiden sie sich von der dritten
> zeigt welche Konstrukte die Testperson für die Beschreibung von anderen Personen nutzt und wie differenziert ihr Konstruktsystem ist
sowohl quantitativ als auch qualitativ auswertbar
Personenzentrierte Erfassung
ideographischer Charakter der Erfassung > aber auch nomothetische Erfassung möglich (Dimensionen sind für viele/ alle Testpersonen relevant)
6.4 Fixierte Rollentherapie
-negative Gefühle wie Angst sowie psychische Störungen entstehen wenn ein Konstruktsystem Erfahrungen nicht angemessen abbilden kann (keine Konstrukte oder unbewährte werden beibehalten)
> Konstruktsystem in der Therapie so ändern, dass sie Erfahrungen weniger leidvoll abbilden können
fixierte Rollen
Patient spielt für begrenzten Zeitraum Rolle einer anderen Person
- Skript so gewählt, dass abweicht aber nicht Gegenteil ist
> im Schutz der Rolle neue Erfahrungen machen und Konstruksystem ändern > bisherige Konstrukte als veränderbar wahrnehmen mit ihnen experimentieren
6.5 Rezeption in der aktuellen Persönlichkeitspsychologie
Kelly als Wegbereiter für die sozial-kognitive Lerntheorie (Mensch gestaltet sich und seine Umwelt selbst)
Selbstkonzept des Menschen
Stellenwert der subjektiven Konstruktion
-CAPS persönliche Konstrukte spielen Schlüsselrolle > subjektive Konstruktion einer Situation die Affekte Erwartungen etc. aktiviert
-in der aktuellen Forschung: Selbstschemas (Hazel Markus) als eine kognitive Generalisierung des eigenen Verhaltens im Hinblick auf einen bestimmten Inhaltsbereich können als persönliche Konstrukte verstanden werden
-Epstein: Selbstkonzept als Theorie die eine Person über sich selbst erstellt hat
Stellenwert des konstruktiven Alternativismus
findet sich in der sozial-kognitiven Lerntheorie: Bildung alternativer Konstruktionen als Vorraussetzung für Selbstregulation
Stellenwert der personenzentrierten Erfassung
idiographische Erfassung persönlicher Ziele
6.6 Bewertung
Kelly hat die zentrale Rolle kognitiver Prozesse bereits früh vorweggenommen
subjektive Konstruktion von Situationen zentrale theorethische Perspektive für die Persönlichkeitspsychologie