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L. L.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über diagnostische Techniken und Messmethoden im universitären Kontext. Sie decken Bereiche wie Blutdruckmessung, Körpertemperatur, Puls, Atmung und verschiedene bildgebende Verfahren wie CT, MRI und Ultraschall ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Gesundheitsfachkräfte, die sich mit der Diagnostik von Krankheiten und der Interpretation von Messwerten vertraut machen möchten. Sie bieten praktische Einblicke in die Anwendung und Gefahren der verschiedenen Methoden.
Flashcards
49
Students
4
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
21.07.2016 / 05.06.2018

Lernkarten

Body Mass Index (BMI)

=Gewicht (kg) / Grösse (m) ^2

Normen Männer BMI:

Untergewicht: <20

Normgewicht: 20.00-24.9

Leichtes Übergewicht: 25.0-29.9

Übergewicht Klasse 1 (Adipositas): 30.0-34.9

Übergewicht Klasse 2: 35.0-39.9

Übergewicht Klasse 3 >40

Normen Frauen BMI:

Untergewicht: <19

Normgewicht: 19.00-23.9

Leichtes Übergewicht: 24.0-28.9

Übergewicht Klasse 1 (Adipositas): 29.0-33.9

Übergewicht Klasse 2: 34.0-38.9

Übergewicht Klasse 3 >39

BMI-Kritik:

  • BMI = Näherungswert; keine Aussagen über Verteilung des Körperfetts und Körperzusammensetzung.

  • Höheres Krankheitsrisiko (v.a. Diabetes Typ 2, Gefäss- erkrankungen) bei erhöhtem Körperfett um Taille und am Bauch, weniger hingegen erhöhtes Körperfett an Oberschenkeln oder am Gesäss.

  • Andere Messmethode: Verhältnis von Taillen- zu Hüftumfang (waist-hip-ratio, WHR). Adipositas liegt vor bei WHR > 1.0 (Männer) bzw. WHR > 0.85 (Frauen).  --> braucht geschultes Personal, um diese Messungen genormt durchführen zu können!

  • Fettverteilungsmuster wichtig; problematisch ist intraabdominales Fett / viszerales Fettgewebe (verschiedene Typen können, denn gleichen BMI haben, obwohl einer Bodybuilder ist und die anderen nicht, man unterschiedet noch zwischen Apfelform (gefährig, intraabdomiales Fett) und BIrnenform(nicht so gefährlich, fett eher an Oberschenkel, PO, etc..)

    Andere Definition Adipositas: Bauchumfang
    - Männer ab 102cm (erhöht ab 92cm) - Frauen ab 88cm (erhöht ab 80cm) 

Körperzusammensetzung, Normalwerte: 

Fettfreiemasse (FMM) vom Körpergewicht: (das Gegenteil wäre dann Fettmasse (FM) )

Alter: <30 M: 80-85 % F.78-80%

Alter: 30-49 M: 78-80 % F.76-78%

Alter: >49 M: 75-80 % F.70-75%

Messung Körperzusammensetzung:

  • Medizinische Techniken

    • –  Dual energy X-ray absorptiometry (DEXA)

    • –  Magnetic resonance imaging (MRI)

    • –  Computed tomography (CT)

    • –  Total body electrical conductivity (TOBEC)

  • Einfachere Techniken

    • –  Hautfaltenmessung

    • –  Bioelektrische Impedanzmessung (BIA)

    • –  Hydrostatisches Gewicht (Unterwassermessung)

    • –  Luftverdrängung (Bod Pod) 

Vitalzeichen

• Bewusstsein

• Atmung
• Puls
• Blutdruck

• Körpertemperatur 

Körperkerntemperatur

• Messung mit Fieberthermometer axillar(Achselhöhle) < sublingual(unter der Zunge) < rektal (After)

• Messung mittels Pyrometer im Ohr • Messung mittels Katheter

• Normalwerte 36 – 37.5°C 

--> Temp möglichst zur gleichen Tageszeit messen, da sich die Temp des Menschen während des Tages verändert!

Hyperthermie:

>38 Grad ;physiologisch bei körperlicher Aktivität

Hypothermie: 

<36 Grad ; unter anderem auch für therapeutischen Einsatz

Messung Körpertemperatur

• Ausdehnungsthermometer mittels Quecksilber, Ethanol, Galinstan

• elektronische Temperatursensoren

• Infrarotthermometer
abgestrahlte Wärmestrahlung des Trommelfells 

Puls

• Speichen-Schlagader (Arteria radialis) • Hals-Schlagader (Arteria carotis)

Normalwerte:
• Embryo: 120-180 bpm
• Kinder: 100-120 bpm
• Jugendliche:  80-100 bpm

• Erwachsener: 60-80 bpm 

 

Tachykardie: 

>100 bpm ;physiologisch bei Aufregung, Angst, Training (Maximalpuls z.B. 208 - 0.7 x Lebensalter), Koffein, Anpassung auf Bergeshöhe 

Bradykardie: 

<60 bpm ; physiologisch beim Schlafen, bei Ausdauersportlern (30-40 bpm), bei Anpassungen auf Meereshöhe, etc. 

Arrythmie

unregelmässige Herzschläge

Pulsmessung

• Brustgurt (am genausten!)
Erfassung R-Spitze mittels Elektroden

• Elektroden am Sport-Gerät

• Pulsuhr

Messung Helligkeitsunterschiede mittels optoelektronischer Sensoren (ungenau)

Blutdruck, arterieller Blutdruch

-direkte Messung
Messfühler in Arterie (z.B. in Intensivmedizin)

• indirekte Messung :mit Manschette und Stethoskop
an Armarterie -> Korotkoff-Geräusche,
solange systolischer Druck > Manschettendruck > diastolischer Druck

• Normalwerte (WHO):

optimal: < 120 / < 80 (systolischer Druck / diastolischer Druck) normal: < 130 / < 85 mm Hg 

Hypertonie: 

>140/>90 mm HG 

physiologisch bei Aktivität (bis über 220 mm Hg systolischer Druck) begünstigt durch Alkohol, Salz, Übergewicht, Stress, Nikotin, Bewegungsmangel, ... 

Hypotonie:

<100/<60 mm Hg

physiologisch in Ruhe und beim Schlafen (15-20 mm Hg tiefer als normal), kurzfristig beim Übergang vom Liegen zum Stehen (Orthostase) oder nach einer körperlichen Belastung 

 

Blutdruckmessung: 

Automatisierung der indirekten Messung

Mustererkennung der Korotkoff-Geräusche;
Achtung: Höhendifferenz zu Herz hat grossen Einfluss! 

Atmung

• Beobachtung Heben-Senken Brustkorb

Normalwerte:
• Säugling: 25-45 pro min • Erwachsener: 15-20 pro min 

Tachypnoe 

Atmung: >20 pro MIn. physiologisch bei körperlicher Anstrengung, Erregung, Hitze 

Bradypnoe

<10 pro min. physiologisch beim Schlaf, bei Entspannung, bei trainierten Personen (z.B. Taucher) 

Apnoe: 

=Atemstillstand

z.B. Schlafapnoe-Syndrom (> 10 Atempausen pro h Schlaf), oft zusammen mit Schnarchen 

Spirometrie

Messung der Lungenfunktion; Messung der Fluss- geschwindigkeit (z.B. via Turbine, Druckdifferenz, US) -> Aufintegration 

Ergospirometrie

Messung Herz-/Lungenfunktion; 

HF
BD
V’O2 V’CO2 Leistung 

Pulsoximetrie

Sauerstoffsättigung:  

 Clip für Finger, Ohrläppchen, ...

• IR-Quelle und Sensor

• Messung der Lichtabsorption -> Lungenfunktion
• Normalbereich 96-100% 

Blut

• Blutgerinnung (z.B. Quick-Wert; normal: > 70%)

• klinische Chemie: Glukosespiegel, Eiweisse, Fette, Mineralstoffe, Vitamine, Hormone, Enzyme, Krebsmarker, etc.
-> Funktion innerer Organe

Blutentnahme je nach Fragestellung nüchtern oder nicht 

Blutanalalyse

Messung mittels Spektralphotometrie (Absorptionsphotometrie, Reflektionsphotometrie) mit Hilfe von Enzymen 

Urin

• Analyse mittels Urinteststreifen :verschiedene Ausführungen
für unterschiedliche Fragestellungen
(z.B. Glucose, Blut, pH, ...)
-> Erkrankungen von Nieren & Harnwegen

  • Geruchsanalyse (gewisse Krankheiten riechen sehr intensiv!)

  • Analyse unter Mikroskop (Sedimente)

  •  Kulturen 

Schwangerschaft

Messung des «Schwangerschaftshormons» humanes Choriongonadotropin (beta-hCG) in Urin oder Blut

Reaktion mit Antikörper auf Teststreifen -> Verfärbung (Immunchromatographie) 

Immunassays

• Antigen-Antikörper-Reaktion

• mit angekoppeltem Enzym oder Fluoreszenzfarbstoff zur Sichtbarmachung der Reaktion

• z.B. HIV-Test

(Nachweis Antikörper; Nachweis Virusbestandteile durch andere Methode) 

Abstriche / Biopsien

• Abstriche mittels Wattestäbchen oder Spatel von

Haut und Schleimhäuten (z.B. Rachen, Scheide)

-> Färbung, Züchtung auf Nährboden -> Nachweis Infektion

• Gewebeentnahme (Biopsie) z.B. mittels einer

Biopsienadel

-> Schneiden, Einfärben, Markierung mit Antikörpern -> Nachweis Tumore oder Strukturen (z.B. Muskel) 

Endoskopie: 

Spiegelung; seit 19.Jh.

-Gelenkspiegelung, - Darmspiegelung

Röntgen (seit ca. 1900) 

Messung der Absorption der Röntgenstrahlung im Körpergewebe durch z.B. CCD-Sensoren -> Darstellung unterschiedlicher Gewebe
-> Schatten, Aufhellungen, etc.
-> Erkennung von Frakturen

-> mit Kontrastmitteln z.B. für Darm oder Gefässe

• Gefahren: Strahlenbelastung 

Computertomographie (CT) , seit 1970

• Auswertung von Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Richtungen zu Schichtbildern -> überlagerungsfreie Darstellung
-> heute auch mit zwei Spektren

oder zwei Energielevels
• Gefahren: Strahlenbelastung 

Strahlenbelastung:: 

Erlaubte Maximaldosis: 20 mSv / Jahr

Erlaubte Lebensdosis: 400 mSv

Langstreckenflug: ca. 0.1 mSv 

Fluoroskopie (Durchleuchtung)

• kontinuierliche Röntgenbilder(zum bsp. die Funktion der Prothese untersuchen, ob sie wirkt..?!), heute mit gepulster Röntgenstrahlung

• z.T. mit Kontrastmittel 

Sonographie (Ultraschall) 

• Diagnostikeinsatz: 1-40 MHz

• Reflexion an Gewebe-Grenzschichten (stark: Knochen, Gase; schwach: Flüssigkeiten) 

Magnetresonanztomographie (MRI), auch Kernspintomographie (NMR) seit 1970

Funktionsweise:

  • Ausrichtung z.B. der Wasserstoffatome im starken Magnetfeld

  • Anlegen eines hochfrequenten Wechselfeldes führt zum Kippen, danach wieder zurück

  • Analyse der Signale
    (z.B. unterschiedlich je nach Wassergehalt und Relaxationszeit)

    • Gefahren: ? 

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