Deutsch

Grundbegriffe der Literatur

Grundbegriffe der Literatur


Mauritius Loosli
Diese Sprachlernkarten helfen Kindern im Grundschulalter, Deutsch zu lernen. Sie konzentrieren sich auf literarische Begriffe wie Romantik, Sachbuch und Satire, die durch Definitionen und Beispiele erklärt werden. Die Plattform unterstützt auch das Rückwärtslernen von der Zielsprache zur Ausgangssprache. Ideal für junge Lernende, die ihre Sprachkenntnisse erweitern möchten, eignen sich diese Karten besonders für Grundschüler, die ihre ersten Schritte in der deutschen Literatur machen.
Karten
48
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Deutsch
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
01.02.2015 / 10.09.2021

Lernkarten

Tragik

griech. tragike techne = Kunst der Tragödie

Beruht entweder auf dem Ausgeliefertsein des Menschen an ein übermächtiges Schicksal oder auf einem für ihn unausweichlichen Konflikt sittlicher Werte, der ihn in Leid oder Vernichtung stürzt. 

Topos (pl. Topoi)

griech. = Ort. Stelle

T. sind feste "Chlichés oder Denk - und Ausdrucksschemata", Metaphern, Bilder, Redewendungen usw., die aus der antiken Lit. und Rhetorik stammen und die sich über das Mittelalter in die neue Lit. herüber erhalten haben. 

Wichtig für die Interpretation eines Gedichtes.

Theater

griech. theatron = Schauplatz

Sammelbegrif für alles auf einer Bühne künstlerisch Dargestellte, daüber hinaus die blaulichen Voraussetzungen, die diesem Zweck dienen. 

Text

lat. textus = Gewebe, Geflecht

Allgemeine Bezeichnung für das Ganze eines lit. Werkes, ohne damit bereits etwas über die Zugehörigkeit zu einer bestimmten lit. Gattung, die Intention des Autors, die sprachliche Gestaltung oder andere wesentliche Merkmale auszusagen; im weiter gefassten Sinn meint T. alle sprachlich fixierten Äusserungen im Rahmen der Kommunikation.

Teichoskopie

griech. "Mauerschau"

Bezeichnet im Drama eine Situation, in der von der Bühne aus ein Vorgang, der nicht von allen agierenden PErsonen gesehen werden kann oder will und auch vom Puzblikum aus nicht beobachtet werden kann, von einer oder mehreren Personen geschildert wird. In den meisten Fällen handelt es sich um Schlacht- oder Kampfszenen, die nur von einem erhähten Standort (Mauer, Turm) aus beobachtet werden können.

Takt

lat. tactus = Berührung

Gleich bleibende metrische Einheit zur Gliederung des Verses, in Spannung zum Rhythmus. 

Tautologie

griech. tauto = dasselbe; logos = Wort, Rede

Stilistisches Mittel einen Sachverhalt zwei- oder mehrfach mit zwar gleichbedeutenden, jedoch anderen Worten zu sagen. 

Tagebuch

Gewinnt als lit. Form in der modernen Lit. wachsende Bedeutung, da seine offene, lockere, Widersprüchliches zulassende Form der modernen Welterfahrung angemessen ist und di eMitteilung konkreter Phänomene in ihrer Unmittelbarkeit, manchmal auch Rätselhaftigkeit erlaubt. 

Das T. der Anne Frank

Szene

griech. skene = Schattenraum, Zelt, im Theater das Zelt hinter der Bühne, später das gesamte Bühnengerüst

Wird als Begriff im Drama seit dem Humanismus und der Renaissance nach dem Vorbild des lat. Dramas als eine Unterteilung von Akt bzw. Aufzug verwendet. 

Synonyme

griech. syn = zusammen; onoma = Name

Sinnverwandte Wörter von in etwa gleicher Bedeutung innerhalb eines Wortfeldes, jedoch verschiedenen etymologischen Ursprungs, z.B sehen, betrachten, schauen, wahrnehmen, sichten. 

Synästhesie

griech. synaisthanesthai = zugleich wahrnehmen

Die Vermischung oder der Austausch verschiedener Sinneseindrücke als Stilmittel, vor allem in der Lyrik. 

Symbolismus

griech. symbolon = Erkennungszeichen

In Frankreich zu ende des 19. Jh. entstandene lit. Strömung, die ihre Aussagen durch symbolische Darstellung zum Ausdruck zu bringen versucht. 

Symbol

griech. symbolon = Erkennungszeichen

Ein anschauliches Zeichen, welches etwas vergegenwärtigt, was im Augenblick oder überhaupt nicht anschaulich zu machen ist. Es verweist also auf ein von ohm Bezeichnetes. Das Symbol im eigentlichen Sinn unterscheidet sich vom Bild dadurch, dass es etwas Unanschauliches vermittelt, was jedoch nur im Symbol sich zeigen, nicht selbst bildhaft erscheinen kann.

Fisch-Symbol Christentum

Surrealismus

frz. surréalisme = Überrealismus

Nach dem Ersten Weltkrieg in Frankreich entstandene Strömung in der bildenden Kunst und Lit. mit der Zielsetzung, das Überwirkliche, nur z.B im Traum oder Rausch Erfassbare, in seiner Verschmelzung mit der Wirklichkeit zum Ausdruck zu bringen. Der S., dem Symbolismus und Dadaismus verwandt, ist der Versuch inmitten einer sich selbst zerstörenden Welt letzte substanzielle Bezirke zu erreichen: eine "Überwirklichkeit" hinter der von Ratio und Egoismus ausgelaugten Oberfläche.

Sturm und Drang

Bezeichnung für die lit. Epoche von 1760 bis 1785, getragen von einer gegen Aufklärung und erstarrte Konventionen revoltierenden Dichtergeneration und benannt nach einem gleichnamigen Drama von Klinger. 

Die Räuber

Strophe

griech. = Wendung

Eine bestimmte Zahl von Versen wird in regelmässig wiederkehrender Zusammenstellung geordnet, ursprünglich durch dieselbe wiederkehrende Melodie bedingt.

Stil

lat. stilus = Schreibgerät, Griffel

Die ein lit. Werk bzw. einen Schriftsteller oder auch eine bestimmte lit. Epoche prägende künstlerische Ausdrucksweise. St. hat ein Werk, wenn seine sprachlichen Gestaltungsmitttel nach ienem einheitlichen inneren Prinzip angewandt wurden und untereinander harmonieren. St. verlangt Einheitlichkeit, deshalb liegt dort ein Stilbruch vor, wo diese einheit gestört ist. 

Song

engl. = Lied

die lit. Ahnenreihe des S. beginnt wohl im späten Mittelalter bei der dem Schwank oder auch dem Mysterienspiel integrierten und zu Laute gesungenen Moritat, die später von der Ballade abgelöst wird.

Sonett

ital. sonare = klingen

Gedicht- bzw. Strophenform, im 16. Jh. aus der romanischen Lyrik übernommen, besteht aus zwei Quartetten (zwei vierzeilige Strophen) und zwei Terzetten (zwei dreizeilige Strophen). Quartette (abba), Terzette (cdc)

Shakespeare (abab, cdcd, efef)

Skizze

ital. schizzo = Spritzer

Flüchtige, fragmentarische, nur Umrisse aufzeigende Erzählung; gelegentlich auch in Form eines Essays.

Simultantechnik

lat. simul = zugleich

Lit. Technik, die, ähnlich wie der Sekundenstil, die disparate Vielseitigkeit des modernen Lebens, das Zusammen der heterogensten Erscheinungen, Daten, Impulse und Bestrebungen wiedergeben will, um der Fülle des konkreten Lebens habhaft zu werden.

Shortstory

engl. = kurze Geschichte

Kurzform der Epik und Vorläufer der dt. Kurzgeshichte.

Sciencefiction

Abenteuerlich-fantastische Dichtung utopischen Inhalts, auf naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen basierend.

Schwank

mhd. swanc = Schlag, Hieb

Derb-komisches Bühnenstück, mit der Posse verwandt.

Schlagertexte

Gehört zur Trivialliteratur und drückt als sozialpsychologisches Phänomen die Sehnsucht der Menschen nach einem glücklichen Leben aus.

Schauspiel

Dt. Bezeichnung für Drama

Im engeren Sinn diejenigen Stücke, die zwar eine ernste, konfliktbeladene Handlung haben, in der ein tragischer Ausgang drohen kann, die jedoch durch die einsicht oder innere Läuterung des Helden zu einer Lösung und Vermittlung der Gegesätze kommen.

Satz

Ein sprachlicher Ablauf, der von einer Intention angetrieben wird, die offenbar schon bei Beginn festliegt und den Ablauf prägt. 

Satire

lat. satura = Fruchtschüssel als GAbe an die Götter, bunte Mischung, Gemengsel

Verspottende Kritik menschlicher Schwächen, gesellscahftlicher oder politischer Zustände, die in allen lit. Gattungen zu finden ist. 

Sage

Beruht wie das Märchen auf volkstümlicher, anonymer Überlieferung, knüpft jedoch im Gegensatz zu diesem an einen bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit an, oftmals als Versuch, einen Namen oder eine sonstige Eigentümlichkeit durch den erzählten sagenhaften Vorgang zu erläutern. 

Saga

altisl. = Erzählung

Älteste Prosa aus dem germ. Bereich, zunächst mündlich überliefert, zwischen 1150 und 1250 wahrscheinlich von Geistlichen auf Island aufgezeichnet. In wuchtigem, realistischem Stil verfasst berichten die S. die Chroniken altisländischer Bauerngeschlechter mit den tragischen Auseinandersetzungen zwischen den Sippen, von der Sippenrache bis zur gegenseitigen Zerstörung, und schildern eine grossbäuerliche, ursprüngliche Welt, die in ihrem Grundcharakter heidnisch ist.

Sachbuch

Publikation in Buchform, die Erkenntnisse der Wissenschaft in populärer und verständlicher Form darbietet. S. ist also von der Beletristik, der sog. schönen Lit., abzugrenzen, aber auch vonm wissenscahftlichen Fachbuch, das für den Spezialisten gedacht ist und u. U. einen ganz anderen methodischen Weg geht.

Romantik

engl. romantic = poetisch, phantastisch, stimmungsvoll, malerisch

1797-1830, Ursprung in Deutschland. Die R. ist der letzte Höhepunkt im Sturm und Drang. 

Lernen