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Grundbegriffe der Literatur
Grundbegriffe der Literatur
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Flashcards
Tragik
griech. tragike techne = Kunst der Tragödie
Beruht entweder auf dem Ausgeliefertsein des Menschen an ein übermächtiges Schicksal oder auf einem für ihn unausweichlichen Konflikt sittlicher Werte, der ihn in Leid oder Vernichtung stürzt.
Topos (pl. Topoi)
griech. = Ort. Stelle
T. sind feste "Chlichés oder Denk - und Ausdrucksschemata", Metaphern, Bilder, Redewendungen usw., die aus der antiken Lit. und Rhetorik stammen und die sich über das Mittelalter in die neue Lit. herüber erhalten haben.
Wichtig für die Interpretation eines Gedichtes.
Theater
griech. theatron = Schauplatz
Sammelbegrif für alles auf einer Bühne künstlerisch Dargestellte, daüber hinaus die blaulichen Voraussetzungen, die diesem Zweck dienen.
Text
lat. textus = Gewebe, Geflecht
Allgemeine Bezeichnung für das Ganze eines lit. Werkes, ohne damit bereits etwas über die Zugehörigkeit zu einer bestimmten lit. Gattung, die Intention des Autors, die sprachliche Gestaltung oder andere wesentliche Merkmale auszusagen; im weiter gefassten Sinn meint T. alle sprachlich fixierten Äusserungen im Rahmen der Kommunikation.
Teichoskopie
griech. "Mauerschau"
Bezeichnet im Drama eine Situation, in der von der Bühne aus ein Vorgang, der nicht von allen agierenden PErsonen gesehen werden kann oder will und auch vom Puzblikum aus nicht beobachtet werden kann, von einer oder mehreren Personen geschildert wird. In den meisten Fällen handelt es sich um Schlacht- oder Kampfszenen, die nur von einem erhähten Standort (Mauer, Turm) aus beobachtet werden können.
Takt
lat. tactus = Berührung
Gleich bleibende metrische Einheit zur Gliederung des Verses, in Spannung zum Rhythmus.
Tautologie
griech. tauto = dasselbe; logos = Wort, Rede
Stilistisches Mittel einen Sachverhalt zwei- oder mehrfach mit zwar gleichbedeutenden, jedoch anderen Worten zu sagen.
Tagebuch
Gewinnt als lit. Form in der modernen Lit. wachsende Bedeutung, da seine offene, lockere, Widersprüchliches zulassende Form der modernen Welterfahrung angemessen ist und di eMitteilung konkreter Phänomene in ihrer Unmittelbarkeit, manchmal auch Rätselhaftigkeit erlaubt.
Das T. der Anne Frank
Szene
griech. skene = Schattenraum, Zelt, im Theater das Zelt hinter der Bühne, später das gesamte Bühnengerüst
Wird als Begriff im Drama seit dem Humanismus und der Renaissance nach dem Vorbild des lat. Dramas als eine Unterteilung von Akt bzw. Aufzug verwendet.
Synonyme
griech. syn = zusammen; onoma = Name
Sinnverwandte Wörter von in etwa gleicher Bedeutung innerhalb eines Wortfeldes, jedoch verschiedenen etymologischen Ursprungs, z.B sehen, betrachten, schauen, wahrnehmen, sichten.
Synästhesie
griech. synaisthanesthai = zugleich wahrnehmen
Die Vermischung oder der Austausch verschiedener Sinneseindrücke als Stilmittel, vor allem in der Lyrik.
Symbolismus
griech. symbolon = Erkennungszeichen
In Frankreich zu ende des 19. Jh. entstandene lit. Strömung, die ihre Aussagen durch symbolische Darstellung zum Ausdruck zu bringen versucht.
Symbol
griech. symbolon = Erkennungszeichen
Ein anschauliches Zeichen, welches etwas vergegenwärtigt, was im Augenblick oder überhaupt nicht anschaulich zu machen ist. Es verweist also auf ein von ohm Bezeichnetes. Das Symbol im eigentlichen Sinn unterscheidet sich vom Bild dadurch, dass es etwas Unanschauliches vermittelt, was jedoch nur im Symbol sich zeigen, nicht selbst bildhaft erscheinen kann.
Fisch-Symbol Christentum
Surrealismus
frz. surréalisme = Überrealismus
Nach dem Ersten Weltkrieg in Frankreich entstandene Strömung in der bildenden Kunst und Lit. mit der Zielsetzung, das Überwirkliche, nur z.B im Traum oder Rausch Erfassbare, in seiner Verschmelzung mit der Wirklichkeit zum Ausdruck zu bringen. Der S., dem Symbolismus und Dadaismus verwandt, ist der Versuch inmitten einer sich selbst zerstörenden Welt letzte substanzielle Bezirke zu erreichen: eine "Überwirklichkeit" hinter der von Ratio und Egoismus ausgelaugten Oberfläche.
Sturm und Drang
Bezeichnung für die lit. Epoche von 1760 bis 1785, getragen von einer gegen Aufklärung und erstarrte Konventionen revoltierenden Dichtergeneration und benannt nach einem gleichnamigen Drama von Klinger.
Die Räuber
Strophe
griech. = Wendung
Eine bestimmte Zahl von Versen wird in regelmässig wiederkehrender Zusammenstellung geordnet, ursprünglich durch dieselbe wiederkehrende Melodie bedingt.
Stil
lat. stilus = Schreibgerät, Griffel
Die ein lit. Werk bzw. einen Schriftsteller oder auch eine bestimmte lit. Epoche prägende künstlerische Ausdrucksweise. St. hat ein Werk, wenn seine sprachlichen Gestaltungsmitttel nach ienem einheitlichen inneren Prinzip angewandt wurden und untereinander harmonieren. St. verlangt Einheitlichkeit, deshalb liegt dort ein Stilbruch vor, wo diese einheit gestört ist.
Song
engl. = Lied
die lit. Ahnenreihe des S. beginnt wohl im späten Mittelalter bei der dem Schwank oder auch dem Mysterienspiel integrierten und zu Laute gesungenen Moritat, die später von der Ballade abgelöst wird.
Sonett
ital. sonare = klingen
Gedicht- bzw. Strophenform, im 16. Jh. aus der romanischen Lyrik übernommen, besteht aus zwei Quartetten (zwei vierzeilige Strophen) und zwei Terzetten (zwei dreizeilige Strophen). Quartette (abba), Terzette (cdc)
Shakespeare (abab, cdcd, efef)
Skizze
ital. schizzo = Spritzer
Flüchtige, fragmentarische, nur Umrisse aufzeigende Erzählung; gelegentlich auch in Form eines Essays.
Simultantechnik
lat. simul = zugleich
Lit. Technik, die, ähnlich wie der Sekundenstil, die disparate Vielseitigkeit des modernen Lebens, das Zusammen der heterogensten Erscheinungen, Daten, Impulse und Bestrebungen wiedergeben will, um der Fülle des konkreten Lebens habhaft zu werden.
Shortstory
engl. = kurze Geschichte
Kurzform der Epik und Vorläufer der dt. Kurzgeshichte.
Sciencefiction
Abenteuerlich-fantastische Dichtung utopischen Inhalts, auf naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen basierend.
Schwank
mhd. swanc = Schlag, Hieb
Derb-komisches Bühnenstück, mit der Posse verwandt.
Schlagertexte
Gehört zur Trivialliteratur und drückt als sozialpsychologisches Phänomen die Sehnsucht der Menschen nach einem glücklichen Leben aus.
Schauspiel
Dt. Bezeichnung für Drama
Im engeren Sinn diejenigen Stücke, die zwar eine ernste, konfliktbeladene Handlung haben, in der ein tragischer Ausgang drohen kann, die jedoch durch die einsicht oder innere Läuterung des Helden zu einer Lösung und Vermittlung der Gegesätze kommen.
Satz
Ein sprachlicher Ablauf, der von einer Intention angetrieben wird, die offenbar schon bei Beginn festliegt und den Ablauf prägt.
Satire
lat. satura = Fruchtschüssel als GAbe an die Götter, bunte Mischung, Gemengsel
Verspottende Kritik menschlicher Schwächen, gesellscahftlicher oder politischer Zustände, die in allen lit. Gattungen zu finden ist.
Sage
Beruht wie das Märchen auf volkstümlicher, anonymer Überlieferung, knüpft jedoch im Gegensatz zu diesem an einen bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit an, oftmals als Versuch, einen Namen oder eine sonstige Eigentümlichkeit durch den erzählten sagenhaften Vorgang zu erläutern.
Saga
altisl. = Erzählung
Älteste Prosa aus dem germ. Bereich, zunächst mündlich überliefert, zwischen 1150 und 1250 wahrscheinlich von Geistlichen auf Island aufgezeichnet. In wuchtigem, realistischem Stil verfasst berichten die S. die Chroniken altisländischer Bauerngeschlechter mit den tragischen Auseinandersetzungen zwischen den Sippen, von der Sippenrache bis zur gegenseitigen Zerstörung, und schildern eine grossbäuerliche, ursprüngliche Welt, die in ihrem Grundcharakter heidnisch ist.
Sachbuch
Publikation in Buchform, die Erkenntnisse der Wissenschaft in populärer und verständlicher Form darbietet. S. ist also von der Beletristik, der sog. schönen Lit., abzugrenzen, aber auch vonm wissenscahftlichen Fachbuch, das für den Spezialisten gedacht ist und u. U. einen ganz anderen methodischen Weg geht.
Romantik
engl. romantic = poetisch, phantastisch, stimmungsvoll, malerisch
1797-1830, Ursprung in Deutschland. Die R. ist der letzte Höhepunkt im Sturm und Drang.